SV Motor Babelsberg e.V.

 

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Potsdamer Neueste Nachrichten

15.03.2010

"Völlig sprachlos"

Motor-Boxer kassierten Niederlage in Velbert
 

Am Ende stand für Ralph Mantau nur noch die eine Frage: „Warum machen wir das überhaupt noch?“, meinte der sichtlich deprimierte Trainer und Manager der Bundesligaboxer des SV Motor Babelsberg. Nicht, dass es Kritik an der 9:15-Niederlage seiner Schützlinge beim favorisierten Velberter BC gab. Die Motor-Mannen waren personell geschwächt nach Nordrhein-Westfalen gereist und hatten eine Niederlage eingeplant. Allein über die Höhe herrschte Ungemach: „Das können nur die Kampfrichter erklären“, so der sichtlich erboste Mantau.

Mit Abstand größter Stein des Anstoßes war das Urteil im Schwergewicht. Die Niederlage des mehrfachen litauischen Meisters Vitalius Subacius sorgte im gesamten Babelsberger Team für Wut und Unverständnis. Nicht nur nach Mantaus Ansicht hatte sein schwergewichtiger Punktegarant den Fight gegen Erkan Teper klar im Griff. Umso vernichtender das Urteil: Mit 14:1 werteten die Kampfrichter zugunsten des Gastgebers. „Das wäre so, als wenn Vitalius überhaupt nichts gemacht hätte“, beklagte Mantau. „Er hat jetzt vier Kämpfe hintereinander ungerecht verloren. Will man ihm die Lust am Boxen nehmen?“

Subacius machte sich gestern auf den Weg in seine Heimat. Etwas müde, denn schlafen konnte Babelsbergs Schwergewicht nicht. „Ich bin noch immer völlig sprachlos und kann das Ganze nicht fassen“, sagte Subacius, der in zwei Wochen gegen das dänische Boxteam dennoch wieder im Ring stehen will. Das hofft vor allem auch Mantau. „Ich möchte nicht daran denken, wenn wir ihn wegen solcher Dinge verlieren würden.“

Neben dem Litauer hatte der Trainer zwei weitere Siege eingeplant. Aber auch Eugen Burhards Leichtgewichtskampf wurde nach Punkten für Artur Schmidt gewertet. Einzig Weltergewichtler Rinat Karimov brachte einen Sieg nach Hause: Der 25-Jährige machte seiner Wut über die vier vorangegangenen verlorenen Kämpfe schon nach 15 Sekunden Luft und verpasste Artjom Merjasov einen krachenden Aufwärtshaken. Nach einem Nachsetzer war dann Schluss – an dem K.O. konnten auch die Kampfrichter nichts bemängeln. Ebenso wenig wie an dem Knockout, den Babelsbergs Mittelgewichtler Satula Abdulai gegen Konstantin Buga einstecken musste. Seine Niederlage hat ernsthafte Folgen, da sie eine vierwöchige Sperre nach sich zieht.

„Wir fühlen uns betrogen, und das zum wiederholten Mal“, so Mantau, der nun alle Mühe haben wird, sein Team vor dem Kampf gegen die Dänen entsprechend motiviert in den Ring zu schicken.

 

Zu den Bildern des Wettkampftages

 

Märkische Allgemeine Zeitung

02.03.2010

Motor will Termin verlegen lassen

BOXEN/ Zwei Heimkämpfe

von DETLEF BRAUNE

Die Boxer von Motor Babelsberg treten in der Endrunde der Internationalen Bundesliga zweimal zu Hause und zweimal auswärts an. Für den 13. März ist der Heimkampf gegen den Velberter BC vorgesehen. Beim amtierenden Meister wird sich Motor am 10. April vorstellen. Beim dänischen Team Nord müssen die Babelsberger am 27. März ran. Geboxt wird in der Nähe von Gedser. Beim Rückkampf wird Motor am 24. April Gastgeber sein.

Für den Heimkampf gegen Velbert will Motor-Manager Ralph Mantau allerdings eine Terminverlegung beantragen. „An diesem Wochenende müssen wir unsere Athleten Marcel Schneider, Chladek Zdenek und Vitalius Subatius für ein internationales Turnier in Usti nad Labem abstellen. Ohne sie wären wir entscheidend geschwächt.“

Im Fall der beim Verband eingereichten Klage von Hertha BSC gegen Mantau wegen Tätlichkeit und Beleidigung gegenüber einem Berliner Kampfrichter (MAZ berichtete), bleibt Motors Manager gelassen: „Ich kenne die Vorwürfe noch nicht; ich bin mir keines Vergehens bewusst.“ Mantau dreht den Spieß um: „Die Berliner wollten in der Vergangenheit immer wieder mit unfairen Mitteln gegen uns gewinnen. Zwei, drei Leute im Berliner Verband begegnen uns mit Neid und Missgunst.“

 

Märkische Allgemeine Zeitung

01.03.2010

11:13-Niederlage bei Hertha BSC in der Internationalen Bundesliga /

Klage gegen Manager Mantau

BOXEN/ Motor Babelsberg vergibt die Titelchance

von DETLEF BRAUNE

Der Traum vom Meistertitel ist für die Boxer von Motor Babelsberg so gut wie dahin. Die Staffel unterlag am Sonnabend vor 500 Zuschauern in der Spandauer Bruno-Gehrke-Halle in der Internationalen Bundesliga gegen Hertha BSC mit 11:13. Damit überholte der Gastgeber im letzten Kampf der Gruppe Ost in der Tabelle die Babelsberger und nimmt 3:1 Punkten in die Endrunde mit, Motor 1:3 Zähler. Die Gegner aus der Westgruppe sind nun Titelträger Velberter BC (4:0 Punkte) und das dänische Team Nord (0:4).

„Wir konnten die Ausfälle nicht kompensieren“, meinte der geknickte Motor-Manager Ralph Mantau. Dass im Gegensatz zum ersten Duell (12:12) fast alles korrekt zuging, tröstete ihn nicht.

Die Gäste mussten die halbe Staffel ersetzen und verloren erneut die drei Gefechte in den oberen Gewichtsklassen. Besonders schmerzte das Fehlen von Schwergewicht Vitalius Subatius. Der Litauer sicherte sich zur gleichen Zeit zum 14. Mal den nationalen Meistertitel.

Rasant war die Vorstellung des Tschechen Chladek Zdenek im Motor-Dress. Der 19-Jährige ließ sich gegen Hagen Wernicke von zwei Ermahnungen zu Beginn wegen Innenhandschlagens nicht irritieren. Dann brachte der Blondschopf überfallartig die Schläge an den Mann. Nach schweren Treffern in der dritten Runde warf die Gegenpartei das Handtuch. Für Motor gewannen nur noch Achim Möllenbeck (54 kg) und Rinat Karimov (69 kg). Im besten Kampf des Abends (75 kg) verlangte Vizemeister Jacob Deines (Motor) dem Meister Stefan Härtel alles ab. Beide kamen in dem technisch anspruchsvollen Duell fast ohne Trennkommando aus, Härtel gewann mit 20:7-Treffern. Niederlagen auf Gäste-Seite bezogen auch Athde Gashi, André Kurz, Terence Vorrath und Subatius-Ersatz Vukato Mirkovic. Mantau musste mit Mirkovic auf einen Kickboxer aus Hannover zurückgreifen. Im Kampf Not gegen Elend verlor er gegen Modo Sallah (7:12).

Die Duelle Motor gegen Hertha sind vorbei, der Kleinkrieg geht aber weiter. Seltsam, dass vom Kampfgericht (vier Niedersachsen, ein Berliner, ein Brandenburger) mehrmals nur Eberhard Weber (Brandenburg/Havel) Motor-Boxer als Sieger sah.

Die erste Begegnung zwischen Babelsberg und Hertha hat noch ein Nachspiel. „Wir haben beim Verband Klage gegen Mantau wegen Tätlichkeit und Beleidigung gegenüber einem Berliner Kampfrichter erhoben“, so Hertha-Coach Adolf Angrick.

Zu den Bildern des Wettkampftages

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

25.02.2010

Babelsberger Boxer am Samstag bei Hertha BSC

Remis in Berlin würde Motor reichen

M.M.

Showdown in Berlin-Spandau: In der dortigen Bruno-Gehrke-Halle entscheidet sich am Samstag, ob Motor Babelsberg oder Hertha BSC in der Box-Bundesliga Sieger der Staffel Ost wird und damit im letzten, entscheidenden Kampf der Saison Heimvorteil gegen den Velberter BC genießt. „Das ist unser erklärtes Ziel“, sagt Babelsbergs Trainer und Manager Ralph Mantau, der mit seinen Faustkämpfern übermorgen ab 19 Uhr in der Neuendorfer Straße 67-69 der Hauptstadt den Gastgebern ein Remis abtrotzen muss, um dieses Vorhaben zu verwirklichen. In der Tabelle führt Motor derzeit mit 4:2 Punkten vor Hertha (3:3) und dem BSC Poznan (3:5).

Im Hinkampf vor knapp zwei Wochen in Babelsberg hatte es ein 12:12 gegeben, bei dem sich Motor durch einige Kampfrichterurteile verschaukelt vorkam. Vor allem Kampfrichter Jörg Mielke aus Cottbus – 2006 auf dem Brandenburger Verbandstag als Kampfrichterobmann abgewählt und daraufhin zum Berliner Verband gewechselt – erregte den Unmut der Gastgeber. Mantau beantragte, Mielke für den Rückkampf auszuschließen – und fand beim Deutschen Amateurbox-Verband Gehör. „Wir werden jetzt bei Hertha ein neutrales Kampfgericht aus Niedersachsen haben. Das ist erst einmal positiv zu sehen“, erklärt Babelsbergs Box-Chef.

Nun muss seine Staffel noch erfolgreich im Ring sein. „Das wird nicht einfach“, meint Mantau, „denn wir können diesmal unser Bantamgewicht nicht besetzen. Marcel Schneider weilt derzeit mit der Nationalmannschaft in einem Trainingslager, und kein weiterer 54-Kilo-Boxer, der die Liga-Lizenz erhalten könnte, ist derzeit noch verfügbar.“ Ansonsten trete sein Verein mit dem gleichen Aufgebot wie im Hinkampf an. Marcel Schneider, Eugen Burhard (60 kg), Chladek Zdenek (64 kg) und Rinat Karimov (69 kg) hatten dabei für Babelsberg gewonnen.

In der Endrunde werden zunächst der Sieger der Ost- gegen den Zweiten der West-Staffel, das Box-Team Nord, und der Ost-Zweite gegen den West-Zweiten – den Velberter BC – antreten, ehe die beiden Zweiten und beiden Ersten aufeinandertreffen.

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

15.02.2010

Motor Babelsberg wird beim 12:12 gegen Hertha BSC

von den Punktrichtern um den Sieg gebracht

BOXEN/ Gellendes Pfeifkonzert im Autohaus

von DETLEF BRAUNE

Mit einem gellenden Pfeifkonzert quittierten 600 Zuschauer am Sonnabend im Toyota-Autohaus den 12:12-Ausgang des Kampfes in der Internationalen Bundesliga zwischen Motor Babelsberg und Hertha BSC. Nach dem abschließenden Schwergewichts-Duell von Vitalijus Subacius (Motor) und dem zweifachen deutschen Meister Erik Pfeiffer stürmte Babelsbergs Manager Ralph Mantau durch die Halle und fauchte den Delegierten des Verbandes Gerd Wille aus Perleberg an: „Das ist ein Skandal. Ich habe noch nie erlebt, dass wir in zwei Kämpfen so betrogen worden sind. Wir ziehen unsere Staffel zurück!“

In einem schwachen Duell hatte sich Pfeiffer ständig weggeduckt. Subacius nahm in Runde drei das Herz in beide Hände und deckte den Hertha-Mann mit Schlägen ein. Doch die drei Berliner Punktrichter „sympathisierten“ mit 30:9, 14:6 und 22:7 Treffern für Pfeiffer, die beiden Brandenburger Wertungsrichter, unter ihnen Wille, mit 31:11 und 32:2 für Subacius. Eine Farce. Heraus kamen 7:6 Punkte für den Herthaner – Zähler ergeben sich nur, wenn drei Punktrichter gleichzeitig die Punktmaschine drücken. Ex-Bundestrainer Karl-Heinz Krüger aus Frankfurt (Oder) schüttelte den Kopf: „Das Urteil ist eine Katastrophe. So wird das Boxen kaputt gemacht“, sagte der 56-Jährige. Der ehemalige Berufssoldat ist seit einem Jahr Pensionär.

Von Pfiffen begleitet war auch das Urteil im Mittelgewicht, in dem der geschmeidige Motor-Fighter Sadula Abdulai eine boxerische Demonstration gegen den nationalen Meister Stefan Härtel bot. Während des Kampfes sprang Mantau auf und schrie, nachdem der gebürtige Mazedonier Abdulai immer wieder mit den Fäusten durchgekommen war: „Warum drückt der denn nicht?“ Gemeint war der neben ihm sitzende Berliner Punktrichter Jörg Mielke. Härtel wurde der Sieg gegen den 19-jährigen Abdulai vom Bundesleistungsstützpunkt Frankfurt (Oder) zuerkannt, der als talentiertester Fighter hier zu Lande in seiner Klasse gilt.

Es war der Anfang vom Ende der Motor-Herrlichkeit an diesem Abend. 9:6 hatten die Babelsberger geführt. Dann wurden dreimal die Urteile gegen Abdulai, den klar unterlegenen Emir Ahmatovic im Halbschwergewicht sowie Subacius gefällt. Fast vergessen war der Beifall zuvor, den vor allem Chladek Zdenek eingeheimst hatte. Der schlaggewaltige Tscheche wurde in seinem zweiten Kampf im Motor-Dress beim Sieg gegen David Herborn (Halbwelter) sofort zum neuen Publikumsliebling erkoren. Siege für Motor schafften auch Marcel Schneider (Bantam), Eugen Burhard (Leicht) und Rinat Karimov (Welter). Zu den Verlierern der Gastgeber gehörte Athde Gashi (Feder). Nach Babelsberg qualifizierte sich nach dem 12:12 auch Hertha für die Endrunde. Motor führt in der Ost-Gruppe mit 4:2 Punkten vor Hertha (3:3) und Poznan (3:5).

Eine Stunde nach dem Kampfabend schaltete Mantau in der Erregung eine Stufe runter: „Wir treten zum Rückkampf gegen Hertha am 27. Februar doch an“, verkündete er. Sarkastisch fügte er hinzu: „Wir werden nach jeder ersten Runde das Handtuch werfen.“

Zu den Bildern des Abends

 

MB Intern

11.02.2010

Unentschieden gegen Poznan

Den Boxern von Motor Babelsberg gelang in Poznan ein 12:12 Unentschieden. Sieger des Abends waren Marcel Schneider (-54 Kg), Eugen Burhard (60 Kg), Rinat Karimov (69 Kg) und Ehmir Ahmatovic (-81 Kg).

Somit konnte die Tabellenspitze verteidigt werden, und am Samstag kann nun gegen Hertha BSC den Einzug in die nächste Runde perfekt gemacht werden.

 

Märkische Allgemeine Zeitung

09.02.2010

Babelsberg Donnerstag in Poznan, Samstag gegen Hertha

BOXEN/ Motor im Dauerstress

von DETLEF BRAUNE

Eine unfreiwillige Pause von neun Wochen mussten die Boxer von Motor Babelsberg in der 1. Bundesliga einlegen – nun geht es Schlag auf Schlag. Am Donnerstag tritt die Staffel beim Boxsportclub Poznan an, zwei Tage darauf sind die Babelsberger Gastgeber für Hertha BSC (Toyota-Autohaus, 18 Uhr).

Die Havelstädter unternehmen bereits den zweiten Anlauf bei der Reise ins Nachbarland. Der Wintereinbruch hatte den ersten Versuch am 9. Januar gestoppt. 112 Kilometer vor dem Ziel ging nichts mehr. Der Reisebus musste umkehren und landete nach einer 14-stündigen Odyssee wieder in Potsdam. 1500 Fans in der Sportawa Arena von Poznan guckten in die Röhre.

Mehr Glück hatten die Kämpfer von Hertha BSC, die am 30. Januar auf geräumter Route durchkamen. Jedoch unterlagen die Berliner in Poznan mit 11:12, nachdem sie zu Hause noch 13:11 gewonnen hatten. So ist Motor mit einem Sieg (13:10 Anfang Dezember gegen Poznan) mit 2:0 Punkten Erster der Ost-Gruppe vor Hertha (2:2) und den Polen (2:4).

Mit zwei Kleinbussen, die am Donnerstag um 9 Uhr starten, wollen die Motor-Boxer diesmal auf der sicheren Seite sein. Dennoch traut Motor-Manager Ralph Mantau dem Wettergott nicht. „Es sind schon wieder Schneefälle angesagt.“ Mit der Truppe reisen gleich drei Kampfrichter – zwei weitere stellt am Boxabend der Gastgeber.

Die Babelsberger bieten eine Staffel auf, die noch nie so hochkarätig war. Drei Neue geben erstmals ihre Visitenkarte im Motor-Dress ab: die beiden Kosovo-Albaner Atdhe Gashi (Federgewicht) und Ehmir Ahmatovic (Halbschwer) sowie der Tscheche Zdenek Chladek (Halbwelter). Außerdem treten mit Marcel Schneider (Bantam), Rinat Karimov (Welter), Sadula Abdulai (Mittel) und Vitalius Subacius (Schwer) Siegboxer aus dem ersten Vergleich mit Poznan an. Das Vertrauen erhält auch wieder Leichtgewichtler Eugen Burhard, der im ersten Kampf dem polnischen Meister Michal Chudecki nur knapp unterlegen war. „Eugen brennt auf eine Revanche“, sagte Mantau.

Der Manager und Trainer ließ seine Verbindungen spielen, um die Motor-Staffel noch einmal „aufzupeppen“. Chladek, zu Hause in Usti, wurde 2009 in Mailand Fünfter der WM. Gashi aus Regensburg kommt nach einem Tipp von Ex-Motor-Boxer Sergej Haan. Der 1,90 Meter große Ahmatovic aus Wetzlar wurde von Mantau für das Halbschwergewicht „zurechtgeschnitzt“. „Nimm fünf Kilo ab“, riet er dem ehemals Schweren. Der ursprünglich vorgesehene Robert Woge wechselt zu den Profis.

Bilder vom Hinkampf

 

Märkische Allgemeine Zeitung

12.01.2010

Rückblick auf eine unvollendete Busfahrt der

Motor-Riege ins Schneechaos nach Polen

BOXEN/ "Daisy" sorgt für K.o.

von DETLEV SCHEERBARTH

Pünktlich um neun am Samstag war der Reisebus mit den Bundesliga-Boxern von Motor Babelsberg aus Litauen, Dortmund und Osnabrück, den Trainern, Ringrichtern und einige Fans zum Bundesliga-Auswärtskampf gen Poznan gestartet. Nach einer dreiviertel Stunde auf der Autobahn ein „Geistesblitz“ des Managers Ralph Mantau: „Wir haben zwei Boxer vergessen!“ Die Jungs aus München hatten in ihrer Pension verschlafen und vor der Abfahrt war nicht durchgezählt worden. Raus auf den nächsten Rastplatz, hektisches Telefonieren, warten, bis die beiden Sportler mit einem Pkw „nachgeliefert“ wurden. In Frankfurt (Oder) stiegen drei weitere Boxer zu, jetzt waren die acht Gewichtsklassen komplett.

Kurz hinter der polnischen Grenze wird die vierspurige Autobahn zur zweispurigen Landstraße, links und rechts verschneite Gräben. Immerhin eine Europastraße und Hauptverbindung in den Westen. Der Potsdamer Bus war brav eingereiht in eine endlose Lkw-Schlange. Nach dreißig Kilometern, es war inzwischen 13 Uhr, ging überhaupt nichts mehr. Das Sturmtief „Daisy“ hatte ganze Arbeit geleistet. Der für 15 Uhr angesetzte Wiegetermin verstrich, wieder wurde intensiv telefoniert. Der Manager der polnischen Mannschaft lebt bei Würzburg und war um 4 Uhr früh losgefahren. Jetzt stand er einige Kilometer voraus im gleichen Stau. Irgendwann eine positive Nachricht für die Boxer, das Gewichtslimit würde für die Gäste um ein Kilo nach oben verschoben. Es durfte also gegessen werden. Da leuchteten die Augen der schmalen Jungs in der 54- und 57-Kilo-Klasse.

Die Stimmung war aber sowieso entspannt. Der Bus war warm, die Handy-Akkus geladen und die Spiele funktionierten. Und wer Sauerstoff tanken wollte, konnte sich auf der Landstraße die Beine vertreten. Um 17 Uhr sollten die Kämpfe beginnen. Der Bus stand wie festgefroren. Und in Poznan warteten angeblich 1500 Zuschauer in der ausverkauften Halle.

Diskussionen über die Statuten. „Höhere Gewalt“ ist darin nicht vorgesehen, die nicht erschienene Mannschaft verliert 0:16. Andererseits saß der polnische Manager mit einem seiner Boxer im Pkw ebenso fest. Eine Verschiebung auf 20 Uhr wurde erwogen. Immerhin lag Poznan noch 120 Kilometer entfernt. Im Stillstand wären diese allerdings auch nicht in drei Stunden zu bewältigen. Auch eine Hotelübernachtung und Verlegung auf den Sonntag Vormittag erschien nicht wirklich realistisch.

Man einigte sich schließlich und um 18 Uhr die Entscheidung: „Wir kehren um.“ Die Gegenfahrbahn war frei. Der Bus setzte 300 Meter zurück und wendete an einer Tankstelle. Ein 90-minütiger Stau am Berliner Ring wurde gelassen hingenommen. Um 22 Uhr konnte auch der MAZ-Reporter sein Auto auf dem Parkplatz in Potsdam freigraben.

 

Vidas Bruzas, Vitalijus Subacius und Kampfrichter Lutz Naumann

Eugen Burhard mit Coach Michael Stachewicz

 

Ralph Mantau beim Studieren des Ligastatus

Robert Woge und Marcel Schneider

 

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

07.12.2009

 

Marcel Schneider imponiert gegen Poznan und verhilft

Motor Babelsberg zum 13:10-Erfolg

BOXEN/ "Meine Zeit kommt noch"

POTSDAM - Mit der linken Geraden fintierte er, ehe die Rechte immer wieder beim Gegner einschlug. Als Zugabe wartete Marcel Schneider mit Uppercuts auf, die Samstagabend ein Raunen unter den 500 Zuschauern im Potsdamer Autohaus Toyota auslösten. Am Ende siegte der für Motor Babelsberg startende Bantamgewichtler haushoch mit 20:2 Punkten gegen Krzystof Rogowski und verhalf seiner Staffel beim Auftakt der internationalen Bundesliga zum 13:10-Sieg gegen Poznan.

Als Wundertüte waren die Gäste angekündigt. Aus ihr sprangen immerhin fünf polnische Meister. Poznan sammelte die Kämpfer ebenso ein wie der Gastgeber, in dessen Reihen mit Constantin Klatt ein Lokalmatador stand. Schneiders Gegner Rogowski belegt im Ranking der europäischen Amateure Rang neun. „Der ging bei Turnieren schon ab wie eine Rakete“, wusste der 23-jährige Schneider, „ich hatte Respekt.“ Der Plan des Sportsoldaten vom Olympiastützpunkt Frankfurt (Oder) ging auf: den Gegner kommen und austoben lassen. Nach den Meidbewegungen kam die schlagstarke Antwort. Mit seiner Spezialität will der gelernte Gas- und Wasserinstallateur bald noch mehr frohlocken: „Bei den Aufwärtshaken muss ich die Hüfte noch mehr reindrehen. Bei größerer Schlagwirkung hebt der Gegner ab.“

Mutige Worte eines bisher vom deutschen Verband geschnittenen Fighters. Schneider, nationaler Meister von 2007 und 2009, Vize 2008, wurde auch vor der WM im September in Mailand ausgebootet, der Velberter Dennis Makarov vorgezogen. „Unverständlich diese Entscheidung“, so Motor-Trainer Ralph Mantau, „Marcel bringt alles mit, was einen guten Boxer prägt.“ Die Bilanz gegen Makarov lautet 6:4.

Der aus Bad Saarow stammende Schneider lässt sich nicht irritieren. „Meine Zeit kommt noch. Ich will zu Olympia nach London.“ Für Motor ist der blonde Wirbelwind eine Bank. In sechs Jahren verlor er von 63 Kämpfen für die Babelsberger nur zwei.

Der erste Eindruck des Kampfabends (Schneider) war der beste, der letzte der bleibende. Vitalius Subacius bestätigte das Sprichwort. Der litauische Schwergewichtler gestattete seinem Gegner erneut nicht das Erreichen der Schlussrunde. Nach einer krachenden Rechten ans Kinn von Marcin Rekowski taumelte der polnische Meister in der zweiten Runde durch den Ring und wurde viel zu spät vom Ringrichter, einem polnischen Landsmann, mit RSC erlöst. Die Zusammensetzung des Kampfgerichts erstaunte: Zwei Deutsche und drei Polen amtierten. So legte es der deutsche Verband fest. „Ein Unparteiischer hätte aus einem anderen Land kommen müssen“, meinte Babelsbergs Macher Ralph Mantau. Doch die Unstimmigkeiten in beiden Lagern wegen der Urteile hielten sich in Grenzen. Ein Streitfall war nur die 11:13-Punktniederlage des für Motor startenden deutschen Meisters Eugen Burhard aus Osnabrück (Leicht). Ähnlich überlegen wie Marcel Schneider zeigte sich Sadula Abdulai aus Frankfurt (Oder). Der aus Mazedonien stammende Mittelgewichtler schlug den Einflieger der Polen, Marcel Wein aus Mainz, mit 27:1 Punkten. Für Motor gewannen außerdem der Münchner André Kurz (Halbwelter) und der Dortmunder Rinat Karimov (Welter). Der zweimalige Vizemeister Jacob Deines aus Celle (Halbschwer) kam zum Remis. (Von Detlef Braune)

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

02.06.2009

Verband will Motor in die 1.Liga zwingen

BOXEN/ Ultimatum an die Babelsberger

HORST SPERFELD

POTSDAM - Die Boxer von Motor Babelsberg wollen nicht mehr in der 1. Bundesliga antreten. Der Grund: Im Prinzip gibt es die erste Meisterschaftsklasse gar nicht. Der Deutsche Boxsport-Verband hat mangels nationaler Interessenten nun Staffeln aus den Niederlanden, Dänemark und Polen in die geplante Liga eingegliedert. Gegen diese Mannschaften anzutreten, ist für die durchweg mit Amateuren besetzten Potsdamer – und wohl auch für Hertha BSC Berlin, das die Meldefrist verstreichen ließ – zu aufwendig. „Wir mussten in der vergangenen Saison schon bis in den hohen Norden Dänemarks. Diese Reiserei war für Sportler, die voll im Arbeitsprozess stehen, unzumutbar“, begründet Ralph Mantau, der Manager und Trainer der Babelsberger.

Die Motor-Boxer, die im Vorjahr in der mit drei deutschen Mannschaften und den Dänen besetzten ersten Liga Platz drei belegt hatten, setzten sich zusammen und kamen zu dem Schluss, nach den Strapazen des Vorjahres sich nicht wieder im Oberhaus zu kämpfen. Das ist diesmal nur mit Velbert, Motor und den drei Ausländerteams angedacht. Sie meldeten daraufhin in der Vorwoche für die zweite Liga. Die wäre aus wirtschaftlichen Gründen eher zu bewältigen, sind dafür doch bisher nur Seelze, Halle (Saale), Nordhausen und Schwerin vorgesehen.

Ihren Entschluss teilten die Babelsberger schriftlich dem Verband mit, und der antwortete prompt und rigoros. Entweder Motor melde fristgerecht bis zum 5. Oktober für die erste Liga oder überhaupt nicht. „Ein beabsichtiger Start in der 2. Bundesliga wird durch die Liga-Kommission nicht genehmigt, ebenfalls ein Start in der 3. Liga (Oberliga)“, heißt es in dem Schreiben an die Potsdamer. Eine Begründung für dieses Ultimatum lieferte der ohnehin kriselnde Verband nicht mit.

„Wer hat das Recht, uns vorzuschreiben, wo wir starten?“, entrüstet sich Ralph Mantau. Ein Verein müsse doch selbst entscheiden können, was machbar ist. 15 Jahre zogen die Potsdamer durch alle Ligen, boten den Fans sehenswerte und spannende Kämpfe. Das soll ihnen nun durch eine Funktionärsentscheidung zerstört werden. Ein Vorschlag, die für beide Bundesligen vorgesehenen Mannschaften zusammen in einer Klasse boxen zu lassen, wurde ebenso abgelehnt.

Die Box-Abteilung von Motor Babelsberg besteht aus 45 Mitgliedern. Hinter den Vereinen aus Schwedt, Cottbus und Frankfurt (Oder) sind die Potsdamer der viertgrößte Verein, der vor allem Talente ausbildet. „Die Bedeutung der Verbandsabsage ist für unseren Verein noch nicht abschätzbar“, sagt Mantau. Er will zunächst keine weiteren Schritte unternehmen, hofft vielmehr noch auf ein Einlenken des Verbandes. Ansonsten dürfte ein weiterer Standort in Deutschland, an dem den Fans gutklassiger Amateurboxsport geliefert wird, gestorben sein.

Auf POTSDAM TV:  http://potsdamtv.net/sport/Ausgeboxt-8866.html

 

 

www.boxverband.de

02.06.2009

Boxbundesliga 2009

ALEXANDER MAZUR

Boxring Hertha BSC Berlin I neuer Mannschaftsmeister 2009

Mit den Begegnungen der 1. Box-Bundesliga zwischen dem Serienmeister Velberter BC 22 gegen den Neuling SV Motor Babelsberg 16:07 und dem 15:09 Auswärtserfolg von Hertha BSC Berlin in Aarhus beim Boxteam Nord wurde die diesjährige Boxliga abgeschlossen. 

Diese Spitzenteams aus Berlin und Velbert nahmen sich gegenseitig die Punkte ab, denn diese gewannen ihre Heimkämpfe jeweils mit 14:10. Doch das Zünglein an der Waage waren die wackeren Boxer des Berliner Vorortvereins vom SV Motor Babelsberg, die dem Serienmeister, dem Velberter BC beim 12:12 in Potsdam einen Punkt entrissen, somit den Weg für Hertha BSC für die Bundesligameisterschaft ebneten.

 Velbert war für die letzte Begegnung trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Rustam Rahimov bestens gerüstet, verlor keinen einzigen Kampf, gewann 16:7, denn man ging offenbar davon aus, die Berliner müssten die Punkte bei den die heimstarken Dänen lassen.

Doch es kam ganz anders, die Staffel von Hertha BSC Berlin trat mit enormen Siegeswillen auf, war nie in Gefahr, punktete was das Zeug hielt, ließ nur einen Sieg der Gastgeber durch Erik Skoglund gegen den kurzfristig für Rene Krause eingesprungenen Steffen Märker zu und gewann souverän mit 15:9.

 

Die Boxstaffel vom Box Ring Hertha BSC Berlin ist damit der neue Mannschaftsmeister von Deutschland.

Die Glückwünsche der Boxfans von Deutschland gehen in diesem Jahr nach Berlin, die damit den Serienmeister der letzten sechs Jahre, den Velberter BC 22, ablösten.

Die Berliner Ligastaffel machte damit dem Berliner Boxverband, der am 1. Juni vor 90 Jahren gegründet wurde, ein würdiges Jubiläumsgeschenk.

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

02.06.2009

Motor Babelsberg verliert zum Saisonabschluss in Velbert deutlich

BOXEN/ Premierenjahr endet mit Platz 3

AXEL EIFERT

Trotz der deutlichen 7:16-Niederlage am Sonnabend beim entthronten Serienmeister Velberter BC beenden die Boxer von Motor Babelsberg ihre Premierensaison in der 1. Bundesliga auf einem guten dritten Platz. Gleichzeitig gewann Hertha BSC Berlin beim Box-Team Nord in Dänemark mit 15:9 und ließ sich als neuer Champion feiern, obwohl das noch gar nicht endgültig feststeht. Denn über den Motor-Einspruch gegen den Sieg der Berliner, weil diese den Polen Marcin Legowski ohne gültige Startdokumente eingesetzt hatten, ist immer noch nicht entschieden worden, obwohl der Kampftag in Babelsberg bereits am 14. Februar stattgefunden hat. Das stellt dem Deutschen Boxverband ohne Zweifel kein gutes Zeugnis aus.

Beim Saison-Halali in Velbert kamen die Brandenburger nicht über die Außenseiterrolle hinaus. „Das Endergebnis spiegelt aber nicht unbedingt die dort gezeigten Leistungen unserer Sportler wider“, sagte Motor-Trainer und Manager Ralph Mantau. Dabei dachte er insbesondere an die Niederlagen der beiden Litauer Aurimas Naudzius im Leichtgewicht gegen Artur Schmidt (13:22) und Vitalijus Subacius im Schwergewicht gegen Alexander Povernov (16:21). Pech hatten die Babelsberger zudem, weil ihr Kapitän Anatolij Hoppe im Halbschwergewicht gegen Robert Woge wegen einer Verletzung am Auge in der dritten Runde aufgeben musste, und mit Marcel Schneider (Bantam) und Sergej Haan (Halbwelter) zwei wichtige Kämpfer aus Krankheitsgründen kurzfristig ausfielen. „Zum Saisonabschluss hat mich keiner unserer eingesetzten Boxer enttäuscht. Es war in Velbert noch einmal eine Top-Veranstaltung in einer guten sportlichen und fairen Atmosphäre“, sagte Mantau.

Mit Platz drei haben die Babelsberger in der Endabrechnung ihre Zielstellung erfüllt. „Einige Male hatten wir auch etwas zu viel Pech“, resümierte der Motor-Boxchef. Vor allem aber in den Heimkämpfen zeigten die Babelsberger, dass sie auch mit den beiden Spitzenteams aus Berlin und Velbert sportlich mithalten können. Auswärts gab es dagegen für die Motor-Staffel in dieser Saison nichts zu holen.

Letztlich wurden die Babelsberger mit dem überraschenden 12:12-Unentschieden im Heimkampf gegen Velbert sogar ungewollt zum Zünglein an der Waage, was die Meisterschaftsentscheidung angeht, wenngleich die Entscheidung über den Einspruch gegen Hertha noch aussteht.

Was mit der 1. Box-Bundesliga in der neuen Saison wird, steht noch nicht fest. Eine Vierer-Miniliga wie in diesem Jahr will sich aber keine der beteiligten Mannschaften mehr antun. Ralph Mantau freute sich aber, das ihm gegenüber alle derzeitigen Motor-Ligaboxer erklärt haben, auch in der neuen Saison gern wieder für die Babelsberger in den Ring zu klettern.

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

29.05.2009

Nach der Drohung nun der Kampf

Babelsbergs Boxer zum letzten Fight nach Velbert

HENNER MALLWITZ

Das war eine harte Androhung, die die Boxer des SV Motor Babelsberg da in den Raum gestellt hatten. Entweder entscheidet das Sportgericht endlich über die gegen Hertha BSC eingereichte Klage, oder aber der letzte Bundesligakampf gegen den Velberter BC fällt am Samstag aus. Wie berichtet, hatten die Berliner in Babelsberg unberechtigt den Polen Marcin Legowski eingesetzt, so dass den inzwischen auf Platz eins stehenden Herthanern der Sieg aberkannt werden müsste.

Das Sportgericht blieb davon unbeeindruckt, ein Urteil ist noch nicht gefällt, und dennoch zeigen sich die Motor-Mannen als wahre faire Sportler und wollen dem Serienmeister die Saison nicht verderben. „Die können doch nichts dafür“, sagt Motor-Manager Ralph Mantau. „Aber die Hinhaltetaktik des Sportgerichts ist wieder mal bezeichnend. Ich weiß nicht, gegen wen da eigentlich operiert werden soll. Gegen uns, gegen Velbert?“

Fragen, auf die er sicherlich keine Antworten erhalten wird – also sollen zumindest die sportlichen Fragen im Ring geklärt werden. Und in selbigen steigen die Motor-Boxer morgen Abend zum letzten Mal in dieser Saison, auch wenn sie sich im Nordrhein-Westfälischen nicht die größten Hoffnungen auf einen Sieg machen. Allerdings: Der Hinkampf endete überraschend 12:12, so dass sich die Gäste doch einiges gegen den sechsfachen Meister in Folge ausrechnen können.

Gegen den tritt zum Schluss noch einmal das gesamte Babelsberger A-Team an – darunter auch jene vier Boxer, die ihre Kämpfe im Hinkampf für sich entschieden. Und auch in Velbert wollen sich Marcel Schneider, Wilhelm Gratschow, Rinat Karimov und Schwergewicht Vitalius Subacius nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. „Vor allem Karimov hat sich inzwischen zu einer tollen Stütze des Teams entwickelt“, sagt Mantau. Der geht den Kampf recht ruhig an, denn sein eigener geht danach weiter. Für Gerechtigkeit im Ligabetrieb. „Und auch da“, sagt er, „geben wir nicht auf.“

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

28.05.2009

Babelsberger treten beim Serienmeister mit allen Siegboxern vom Hinkampf an

BOXEN/ Als Außenseiter nach Velbert

AXEL EIFERT

Der letzte Gong ertönt am Sonnabend in der 1. Bundesliga der Amateurboxer. Als Außenseiter reist die Staffel von Motor Babelsberg zum Auswärtskampf beim Serienmeister Velberter BC, der sich zuletzt sechsmal in Folge den Titel gesichert hatte.

Ob den Gastgebern der siebente Streich gelingt, scheint allerdings fraglich. Denn vor einer Woche unterlagen die Velberter recht deutlich mit 10:14 bei Hertha BSC Berlin. Um sich die Chance auf einen neuerlichen Gewinn der deutschen Mannschaftsmeisterschaft zu erhalten, müssen sie zunächst einmal die Babelsberger besiegen und dann hoffen, dass den Berlinern die Siegpunkte vom Hinkampf gegen die Babelsberger aberkannt werden.

Hertha hatte beim 13:11 über die Motor-Staffel den Polen Marcin Legowski eingesetzt, obwohl der damals keine gültigen Startdokumente vorweisen konnte. In erster Instanz war der Protest der Babelsberger wegen eines Formfehlers zurückgewiesen worden. Aber die Brandenburger legten Berufung ein, über die bislang noch nicht entschieden worden ist.

Die Babelsberger wollen sich in Velbert aber nicht so einfach besiegen lassen. Mit Marcel Schneider, Wilhelm Gratschow, Rinat Karimov und Vitalijus Subacius haben sie ihre vier Siegboxer vom Hinkampf dabei, der mit einem überraschenden 12:12-Unentschieden geendet hatte. „Die Chancen für uns stehen gar nicht so schlecht. Wir wollen wieder versuchen, Velbert zu kitzeln und mal sehen, was dann dabei herauskommt“, sagte Motor-Trainer und Manager Ralph Mantau. Er verwies darauf, dass auch Mannschaftskapitän Anatolij Hoppe, der im ersten Duell mit Velbert wegen einer Verletzung fehlte, derzeit in guter Form und deshalb gegen den mehrmaligen deutschen Meister Robert Woge nicht chancenlos sei. Zudem hat Motors Weltergewichtler Sergej Haan noch eine Rechnung aus dem Hinkampf offen. Er unterlag damals Slawa Kerber vorzeitig, obwohl viele Beobachter am Ring den entscheidenden Treffer als einen Tiefschlag sahen.

Wenn am letzten Bundesliga-Kampftag in dem anderen Duell alles nach der Papierform läuft, also Hertha BSC beim Box-Team Nord gewinnt, wären die Babelsberger auf jeden Fall Dritter. Für den Aufsteiger aus Brandenburg ist das ein gutes Ergebnis.

 

 

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18.05.2009

Positionswechsel in der 1. Boxbundesliga

Der Velberter BC nutzte seine Chance gegen das Box Team Nord mit dem klaren Erfolg von 15:09, die Tabellenführung zurück zu gewinnen und hat am kommenden Wochenende die Möglichkeit, die Meisterschaft der 1. Bundesliga zum siebenten Mal in Folge zu sichern. Das klare Ergebnis gegen die internationale Kombination aus Boxern von Dänemark und Schweden täuscht über das Kräfteverhältnis, denn die Gäste verkauften sich so teuer wie möglich. Einziger Verlierer der Velberter Staffel war Slawa Kerber, doch hier lagen die Kampfrichter wohl in der Bewertung ziemlich daneben. Eine beeindruckende Leistung zeigte Altmeister Vitali Boot, der nach längerer Kampfpause ein tolles Debüt feierte und den nicht gerade schwachen Martin Axelssen in der 2. Runde vorzeitig bezwang.

Die Staffel des bisherigen Tabellenführers vom BR Hertha BSC Berlin pausierte, erwartet nun am kommenden Wochenende in Berlin die Staffel vom BC Velbert und will sich für die im März erlittene 10:14 Niederlage revanchieren. Ein spannendes Kräftemessen wird also am nächsten Samstag um 19.00 Uhr in der Berliner Bruno Gehrke Sporthalle ausgetragen werden.

Der SV Motor Babelsberg bestreitet dann am 30. Mai 2009 seinen letzten Auswärtskampf gegen den Velberter BC 22, und hat damit vermutlich maßgeblichen Anteil an der Entscheidung der Deutschen Bundesliga-Meisterschaft, welche Velbert und der Boxring Hertha BSC Berlin zwischen sich aus machen werden.

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

11.05.2009

Motor Babelsberg gelingt der erste Sieg in der Bundesliga

und der Sprung auf Platz drei

BOXEN/ Hoppe lässt sich nicht ins Bockshorn jagen

PETER STEIN

Erik Skoglund, ein noch 17 Jahre alter Schwede, hat zweifelsfrei Talent in seinen Fäusten. Aber als der Halbschwergewichtler vom deutsch-dänischen Boxteam Nord am Sonnabend beim Bundesliga-Duell gegen Anatolij Hoppe vom Gastgeber SV Motor Babelsberg auch noch vom Ringrichter aus Dänemark tatkräftig unterstützt wurde, platzte einigen Fans unter den 300 Gästen im Toyota-Autohaus sprichwörtlich der Kragen. Nur Routinier Hoppe behielt im Duell der Generationen die Nerven und gewann schließlich mit 14:13 nach Punkten. „Als ich die erste Verwarnung bekam, hat mich das zuerst verunsichert. Dann gab es gar noch eine zweite und ich dachte schon, nun kannst du nur noch durch K.o. gewinnen. Das hat mich angestachelt“, erzählte der Babelsberger und ließ sich vom leider parteiischen dritten Mann im Ring nicht ins Bockshorn jagen.

Hoppe stellte endgültig die Weichen zum ersten Bundesliga-Sieg der Motor-Riege, die nun hinter Hertha BSC (6:2 Punkte) und Velbert (5:1) mit 3:7 Punkten Rang drei einnimmt vor dem Boxteam Nord (2:6).

Wenngleich diesmal der Coup der „Olsenbande“ wie im Hinkampf nicht glückte, so stellen die Skandinavier zweifelsfrei eine Bereicherung der Liga dar und wollen nach den Worten ihres Trainers Gunnar Berg nächste Saison wieder im deutschen Oberhaus antreten.

Auch der bald 30-jährige Hoppe würde gern erneut die Fausthandschuhe für Motor überstreifen. Der Verein sei für ihn wie eine zweite Familie geworden. „Wir Kämpfer verstehen uns prima.“ Apropos Familie. Im Juni wird der in Hamburg lebende Hoppe, der nach seiner dreimonatigen Verletzungspause erstmals wieder für die Rothemden durchs Seil kletterte, zum zweiten Mal Vater. „Wir bekommen einen Sohn“, verkündete er stolz. Tochter Julia zählt mittlerweile drei Lenze.

Manager und Trainer Ralph Mantau war froh, dass er seinen Routinier wieder aufbieten konnte. Neben Hoppe trugen Marcel Schneider, Aurimas Naudzius (kampflos), Sergej Haan, Rinat Karimov (spektakulär durch RSC in der ersten Runde) und Schwergewicht Vitalijus Subacius zum laut Mantau „klar verdienten“ 14:9-Erfolg für die Gastgeber bei. Der aus Gifhorn gekommene Neuzugang Jacob Deines wirkte hingegen übermotiviert und konnte im Mittelgewicht nicht überzeugen.

Bantamgewichtler Schneider präsentierte sich nach der vierwöchigen Trainings- und Wettkampfreise nach Kuba und Kanada trotz Jetlag wie aufgedreht. „Der zweite Platz beim Turnier auf Kuba hat mir Selbstvertrauen gegeben“, sprach’s und packte schnell seine Sachen, weil er am Sonntag bereits zum nächsten Turnier nach Russland flog. Schneider hofft noch auf eine WM-Nominierung.

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Potsdamer Neueste Nachrichten

11.05.2009

Motor-Boxer nicht mehr Schlusslicht

Beim 14:9-Erfolg gegen das dänische Boxteam Nord ging es zeitweise hoch her

ERHART HOHENSTEIN

Aufsteiger Motor Babelsberg gelang es am Samstag im Toyota-Autohaus, die Rote Laterne der 1. Bundesliga an das dänische Boxteam Nord weiterzugeben. Ehe allerdings der 14:9-Erfolg feststand, erlebten die 300 Zuschauer zweieinhalb Stunden spannenden Sport und die eine oder andere Turbulenz.

Für den Höhepunkt der Turbulenzen sorgte der dänische Ringrichter Jan Gulberg im Halbschwergewichtskampf. Dem wild auf Genick, Unterleib und Nieren eindreschenden Wikinger-Raubein Erik Skoglund ließ er jede unfaire Aktion durchgehen, dem sich mit boxerischen Mitteln zur Wehr setzenden Anatolij Hoppe erteilte er ein Dutzend Ermahnungen und grundlos zwei Verwarnungen. Der Babelsberger Mannschaftskapitän, der nach langer Verletzungspause erst wieder zum zweiten Mal im Ring stand, konnte von Glück reden, dass das Punktgericht diesem Mobbing nicht folgte und ihn zum Sieger erklärte.

Welcher Teufel Gulberg geritten hat, bleibt im Dunkeln, denn vor dem Halbschwergewichtskampf stand es bereits 10:6 für die Babelsberger, auch eine Disqualifikation Hoppes hätte deren Sieg nicht mehr verhindern können. Immerhin wurde den Zuschauern eine Ahnung vermittelt, wie die umstrittene Niederlage im Auswärtskampf in Esbjerg zustande gekommen sein könnte.

Einer der Leidtragenden war damals Bantamgewichtler Marcel Schneider, der gegen Dennis Ceylan zum Verlierer erklärt wurde. Diesmal bekam der Deutschen Meister von 2007 Alin Oltenav vorgesetzt, den er sicher beherrschte. Ceylan rückte ins Federgewicht auf und wies mit einem Sieg gegen Wilhelm Gratschow erneut sein Talent nach. Auch Weltergewichtler Rinat Karimow blieb die Revanche gegen Torben Keller verwehrt. Er bekam Metin Erciyas vor die Fäuste, den er schon in Runde 1 k.o. schlug.

Keller boxte diesmal im Mittelgewicht und traf auf die von Motor-Trainer Ralph Mantau angekündigte Neuverpflichtung Jacob Deines. Der 22-Jährige wollte es wohl besonders gut machen und legte los wie die Feuerwehr. Dabei lief er aber häufig in die Konter des taktisch geschickt boxenden Dänen, der beim Schlussgong die Nase vorn hatte. Deines scheint entwicklungsfähig – ober er das Mittelgewichtsproblem bei Motor lösen kann, bleibt abzuwarten.

Ohne zu glänzen, besiegte der ab Runde zwei zunehmend unsauberer kämpfende und dann wegen Tiefschlags verwarnte Sergej Haan im Halbweltergewicht den mit bescheidenen boxerischen Mitteln ausgestatteten, erst 19-jährigen Dänen Kasper Hansen.

Im Schwergewicht hatte Vitalijus Subacius gegen Jonathan Gromark keinerlei Mühe. Seinem Gegner darf man allenfalls beachtliche Nehmerqualitäten bescheinigen, dank derer er sich bis zum letzten Gong auf den Beinen hielt. Im Leichtgewicht konnte das Boxteam Nord keinen Kämpfer aufbieten. In einem Vorkampf setzte sich A-Junior Justin Meifert (Motor) etwas glücklich gegen Frederick Jensen durch.

Babelsbergs Manager und Trainer Ralph Mantau war mit dem Ausgang des Kampfes natürlich hoch zufrieden: „Ich meine, die Zuschauer haben heute von beiden Staffeln gute Leistungen gesehen. Wer nicht hier war, hat etwas verpasst.“

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

06.05.2009

Letzter Gong daheim

Motor Babelsberg empfängt das Boxteam Nord zum letzten Heimkampf

HENNER MALLWITZ

„Da ist noch eine Rechnung offen“, sagt Marcel Schneider, der dem letzten Heimkampf seines Babelsberger Motor-Boxteams am Samstag ganz besonders entgegenfiebert. „Vor allem hoffe ich, dass Dennis Ceylan dann bei uns antritt.“ An den Bantamgewichtler des dänischen Boxteams Nord hat der Babelsberger wenig gute Erinnerungen. Oder besser gesagt an die Kampfrichter, die am 14. März in Esbjerg das Zepter schwangen. Bereits nach 50 Sekunden lag Schneider mit 0:7 zurück und verstand die Welt nicht mehr. „Das war eine Schmach für mich, ich freue mich auf Samstag“, sagt er. Gestern kam er von einem vierwöchigen Einsatz mit dem Nationalteam zurück. Beim Turnier auf Kuba erkämpfte er Silber, den anschließenden Länderkampf in Kanada gewann er.

Eine Rechnung hat auch Rinat Karimov offen. Der Weltergewichtler unterlag in Dänemark Torben Keller knapp nach Punkten und fühlte sich ebenso wie Schneider ungerecht behandelt. Mannschaftskapitän Anatolij Hoppe geht es dagegen weniger um Rache. Der Hamburger ist froh, dass sein Cut zwischen den Augen, den er sich beim Sparring in Litauen zugezogen hat, endlich verheilt ist. Nach der Niederlage gegen Herthas Renè Krause zum Auftakt der Saison ist der Kampf am Samstag sein zweiter Einsatz im Box-Oberhaus für Motor. Ob sich die mehrwöchige Wettkampfpause auswirkt, wird sich zeigen. „Auf alle Fälle gehe ich fit in den Kampf“, sagt Hoppe optimistisch.

Im letzten Heimkampf kann Coach und Manager Ralph Mantau auf seine komplette Truppe bauen. Die Boxfans im Toyota-Autohaus will er zum Abschluss mit einer Neubesetzung überraschen, über die er noch schweigt. „Nur so viel: Was bis jetzt im Mittelgewicht gezeigt wurde, konnte noch nicht überzeugen“, sagt er. Nach dem Rausschmiss von Jörg Rosomkiewicz kassierte Gökalp Özkeler zuletzt zwei Niederlagen.

Noch ist die Neuverpflichtung nicht in Sack und Tüten: „Wir hoffen allerdings sehr, dass wir bis zum Kampfabend alles unter Dach und Fach haben“, meint Ralph Mantau, der zudem auch wieder auf sein litauisches Leichtgewicht Aurimas Naudzius bauen wird. In seinem ersten Kampf gegen Herthas Eugen Burhard enttäuschte dieser. In den vergangenen Wochen soll er jedoch wieder zu seiner alten Form gefunden haben.

Karten für 10 Euro mit freier Platzwahl ab der fünften Reihe oder für nummerierte Ringplätze (15 Euro) gibt es im Autocenter und in der Total-Tankstelle an der Großbeerenstraße. Einlass ist am Samstag ab 17 Uhr – um 18 Uhr erklingt der Gong zum letzten Heimkampf.

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

06.05.2009

Babelsberg empfängt das Boxteam Nord zum letzten Heinkampf der Saison

BOXEN/ Motor will ersten Sieg

PETER STEIN

Eins, zwei, drei – vorbei! Die Boxer des SV Motor Babelsberg bestreiten am Sonnabend (18 Uhr, Toyota-Auto-Center, Großbeerenstraße) bereits ihren letzten Heimkampf in der Amateur-Bundesliga. Nach Hertha BSC und dem Velberter BC gastiert nun der dritte Liga-Konkurrent, das Boxteam Nord. Die schleswig-holsteinsche- dänische Kombination rangiert derzeit mit 2:4 Punkten noch vor den Potsdamern (1:5). Der einzige Erfolg der „Wikinger“ resultiert aus dem Hinkampf, als Motor im dänischen Thisted mit 11:12 unglücklich unterlag.

„Diese Scharte wollen wir unbedingt auswetzen. Deshalb sind meine Athleten schon ganz heiß auf den Kampf“, frohlockte Trainer und Manager Ralph Mantau, dessen Staffel in Bestbesetzung antreten kann. Auch Halbschwergewichtler Anatolij Hoppe wird wieder in den heimischen Ring klettern. Besonders viel vornehmen dürfte sich Marcel Schneider. Nach seiner erfolgreichen Trainings- und Wettkampfreise nach Kuba und Kanada will sich der Bantamgewichtler für die Niederlage im Hinkampf revanchieren. „Unser Ziel ist der erste Bundesliga-Sieg. Damit können wir auf den dritten Platz vorrücken“, so Mantau, der außerdem auf den laufenden Einspruch zum ersten Heimkampf gegen Hertha BSC (11:13) und den dabei erhofften Punktezuwachs am „Grünen Tisch“ verwies.

In einem ersten Resümee zur Premieren-Saison im Oberhaus meinte der Motor-Macher: „Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Wir waren für die Konkurrenz kein Fallobst. Immerhin standen uns die besten deutschen Amateurboxer gegenüber. Unsere Fans mussten sich zwar auch erst an die eine oder andere Niederlage gewöhnen. Ich kann aber meinen Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben gekämpft. Das sollte das Publikum honorieren. Deshalb hoffe ich am Sonnabend erneut auf ein volles Haus. Wir gehören zu den drei besten Teams in Deutschland.“

Weil der eine oder andere Sponsor noch ein paar Euro draufgelegt hat, wird Mantau die Saison, die Ende Mai mit einem Auswärtskampf in Velbert endet, auch finanziell mit einer „schwarzen Null“ über die Runden bringen. Wenn die Förderer zur Stange halten, sollen die Motor-Boxer in der nächsten Saison abermals in der ersten Liga die Fäustlinge überstreifen. „Die Sportler wollen das unbedingt, weil die Herausforderung natürlich deutlich größer ist“, gab Mantau zu bedenken.

Dann zählte er den Deutschen Boxsportverband (DBV) nach dessen jüngsten Tiefschlägen schon mal verbal an. „So eine Schrumpfliga mit vier Mannschaften können wir uns nicht noch einmal leisten. Das war in der vorigen Zweitliga-Saison schon eine Zumutung und nun wieder. Es kann doch nicht sein, dass mitunter zehn Wochen kein Kampf stattfindet und dann gleich drei in Folge. So läuft kein ordentlicher Liga-Betrieb.“

Auch Motor Babelsberg bestritt den letzten Bundesliga-Kampf bereits vor fünf Wochen. „Diese Pausen sind einfach zu lang, da lässt sich keine Spannung aufbauen, und die Attraktiviät der Liga leidet gehörig darunter“, meinte der 48-Jährige

 

Deutscher Boxsportverband

05.04.2009

Boxring Hertha BSC Berlin - SV Motor Babelsberg (15:09)

Arg unter die Räder kam der SV Motor Babelsberg bei seinem Nachbarn, dem BR Hertha BSC Berlin mit 09:15 Punkten. Einziger Gewinner für die Babelsberger war die Verstärkung aus Augsburg, der Halbweltergewichtler Sergej Haan, der den als Favoriten angesehenen Polen Marcin Legowski mit 18:10 bezwang. In zwei Kämpfen standen die Ausgänge der Begegnungen allerdings auf des Messers Schneide, denn nach den Auswertungen der fünf Punktrichter gewannen die Berliner, Bantamgewichtler Hafid Bouji und Schwergewichtler Stafan Köber mit je einem Punkt Vorsprung gegen Marcel Schneider und Vitalijus Subacius.

Weil der Rekordmeister Velberter BC 22 pausierte, übernahmen die Berliner, die einen Kampf mehr ausgetragen haben, die Tabellenführung der ersten Bundesliga.

Am 23. Mai kommt es nun zum entscheidenden Treffen zwischen den beiden führenden Clubs, BR Hertha BSC Berlin gegen den Velberter BC 22, dann wird der Bundesligameister 2009 ermittelt.

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Märkische Allgemeine Zeitung

03.04.2009

Motor Babelsberg will bei Hertha BSC Berlin punkten

BOXEN/ Ein Derby mit Brisanz

AXEL EIFERT

Über das überraschende 12:12-Unentschieden der Boxer von Motor Babelsberg in der 1. Bundesliga vor zwei Wochen gegen Serienmeister Velberter BC jubelten auch die am Ring vertretenen Beobachter von Hertha BSC Berlin. Denn die Hauptstädter können damit trotz ihrer Schlappe in Velbert wieder aus eigener Kraft den Titel holen. „Wir wollen unsere Minichance nutzen und nach 1996 erstmals wieder Meister werden“, sagte Hertha-Trainer Adolf Angrick. Dazu müssen die Berliner aber morgen (Beginn 19 Uhr) in der heimischen Bruno-Gehrke-Halle in Spandau unbedingt einen Sieg im Derby gegen die Babelsberger landen.

Gästetrainer und -manager Ralph Mantau will mit seiner Staffel die Meisterträume der Herthaner durchkreuzen. „Die Berliner sollen sich mal nicht zu früh freuen. Zum einen haben sie gegen uns noch lange nicht gewonnen. Andererseits rechnen wir weiter damit, dass wir mit unserem Einspruch gegen die Wertung des Hinkampfes Recht bekommen. Mit diesen Punkten und einem Unentschieden in Berlin wären wir wieder im Rennen um Platz zwei dabei“, sagte Mantau.

Bei der Erstauflage in Babelsberg (13:11 für Berlin) hatte Hertha im Halbweltergewicht den Polen Marcin Legowski eingesetzt, der am Kampftag keinen internationalen Startausweis vorlegen konnte. Der Motor-Protest wurde in erster Instanz zurückgewiesen, weil Fristen versäumt worden seien. Dagegen haben die Babelsberger Berufung eingelegt. Diese Tatsache verleiht dem morgigen Duell zusätzliche Brisanz.

Vom Sportlichen her dürfte die Motor-Staffel in Berlin in der gleichen Besetzung wie im Heimkampf gegen Velbert in den Ring klettern. Im Halbschwergewicht möchte allerdings Babelsbergs Kapitän Anatolij Hoppe nach auskurierter Verletzung unbedingt wieder boxen. Mantau ist davon aber nicht so angetan: „Es ist vielleicht noch zu früh. Die Berliner sind in diesem Limit mit dem DM-Dritten Rene Krause sehr stark besetzt. Wichtiger ist, dass Anatolij im nächsten Heimkampf gegen das Box-Team Nord die Siegpunkte holt.“

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

23.03.2009

"Überraschung im David-Goliath-Kampf"

Motor-Boxer trennten sich vom Velberter BC 12:12

HENNER MALLWITZ

Mit einer kleinen Sensation warteten die Bundesliga-Boxer des SV Motor Babelsberg am Samstagabend im Toyota-Autohaus auf: Der größte Teil der rund 500 Zuschauer dürfte eine klare Niederlage gegen den Ligaprimus und mehrfachen Deutschen Meister Velberter BC erwartet haben, doch am Ende trennten sich beide 12:12. Motor-Trainer und Manager Ralph Mantau hatte vor dem Kampfabend klare Worte gefunden und sein Team auf den deutlich favorisierten Gegner eingeschworen. Das hatten die Männer verinnerlicht – die Anspannung war so groß, dass das „Ring frei“ zur Begrüßung der Gäste kaum deutlich rauskam.

Mit seinem Sieg über den Dauerrivalen Denis Makarov sorgte Marcel Schneider im Bantamgewicht für den ersten Babelsberger Sieg des Abends. Beide standen sich erst kürzlich bei den Deutschen Meisterschaften im Ring gegenüber – dort hatte noch der Mann aus Velbert die Oberhand. Diesmal hielt sich der blonde Motor-Boxer klar an Mantaus Anweisungen, der dann auch von seinem „Schneidermeister“ schwärmte. „Das war Genugtuung und Revanche.“

Als Wilhelm Gratschow anschließend mit seinem Erfolg über Rustam Rahimov im Federgewicht noch einen draufsetzte, tobten die Fans, doch zwei Niederlagen sollten folgen. Einerseits konnte Babelsbergs Leichtgewicht Grigorij Tulakov einen Sechs-Punkte-Vorsprung nicht sicher nach Hause bringen und musste sich zum wiederholten Male in der dritten Runde seinem Gegner beugen. Unklarer war die Sache bei Sergej Haan, der im Halbweltergewicht bereits in der ersten Runde durch RSC aus dem Ring geschickt wurde. Sogar der anwesende ehemalige Bundestrainer Adolf Angrick hatte „zwei klare Tiefschläge“ durch Slawa Kerber gesehen – der Ringrichter allerdings nicht.

Mit dem Stand von 6:6 gings in die Pause, die Rinat Karimow noch einmal zur mentalen Vorbereitung nutzte. Im Weltergewicht bezwang er Harun Sipahi nach Punkten und brachte die Babelsberger damit wieder in Führung gegen den vermeintlichen Favoriten. Dieser wurde im anschließenden Mittelgewichtsfight durch Gökalp Özkeler zwar wieder aus der Hand gegeben, doch gegen Konstantin Buga als derzeit stärksten seiner Klasse in Deutschland hatte der Motor-Mann keine Chance. „Ich wollte ihn schützen“, sagte Mantau, der das Handtuch warf. „Wir brauchen ihn dringend noch gegen Hertha.“

Der anschließenden Niederlage von Vagief Aliev im Halbschwergewichtskampf gegen Dimitri Serdjoek folgte zum Ende das erwartete Highlight im Schwergewichtskampf. Vitalius Subacius platzierte gegen Alexander Povernov mehrere Aufwärtshaken und verpasste ihm obendrein einen klaffenden Cut an der Augenbraue, der anschließend genäht werden musste. Der Velberter gab in der dritten Runde auf.

Inzwischen erhielt Motor Babelsberg die Bestätigung, dass die Beschwerde gegen Hertha BSC wegen eines nicht einsatzberechtigten Kämpfers (PNN berichteten) abgewiesen wurde. „Nun ziehen wir vor das Sportgericht“, sagt Mantau. „Denn wir wollen unser Recht.“

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

23.03.2009

Motor Babelsberg ringt dem Favoriten Velberter BC ein 12:12 Unentschieden ab

BOXEN/ Punkt gegen Serienmeister

AXEL EIFERT

POTSDAM - Schon vor dem ersten Gong am Sonnabend vor 500 Zuschauern im Babelsberger Toyota-Autocenter war klar, dass die gastgebenden Boxer gegen den Serienmeister Velberter BC nur eine Chance haben, wenn sie die ersten beiden Kämpfe gewinnen. In zwei hochklassigen Duellen legten Marcel Schneider im Bantam- und Wilhelm Gratschow im Federgewicht mit ihren Siegen gegen den EM-Dritten Denis Makarov sowie Rustam Rahimov, Olympia-Dritter von 2004 in Athen, den Grundstein für das letztlich überraschende 12:12-Unentschieden aus Gastgebersicht.

Marcel Schneider freute sich, dass ihm mit dem 13:11-Punktsieg gegen Makarov die Revanche für die Niederlage im Finale der deutschen Meisterschaften Ende vorigen Jahres in Straubing gelang. „Der Punktgewinn gegen den Favoriten aus Velbert ist für uns ein Erfolg. Vor allem nachdem es vor einer Woche in Dänemark nicht so gut gelaufen ist“, sagte Schneider, der für den verletzten Anatolij Hoppe die Rolle des Mannschaftskapitäns übernommen hatte. Besonders hob er die Leistung von Weltergewichtler Rinat Karimov hervor. Der punktete den oft unsauber agierenden deutschen Leichtgewichtsmeister Harun Sipahi klar mit 18:8 aus. Zu diesem Zeitpunkt hätte das Remis für die Babelsberger bereits feststehen können, denn im Federgewicht beherrschte der Ex-Velberter Gratschow den fast zehn Jahre älteren Rahimov auf Grund seiner Schnelligkeitsvorteile und gewann mit 17:7 Punkten. Im Halbweltergewicht gab es dann eine aus Gastgebersicht strittige Entscheidung. Der Babelsberger Sergej Haan war gleich zu Beginn vom Velberter Slawa Kerber per Tiefschlag getroffen worden, konnte aber weitermachen. Als Kerber wenig später zu einem Leberhaken ansetzte, wurde Haan von Ringrichter Dieter Mika aus dem Ring genommen. Die Babelsberger hatten wieder einen Tiefschlag gesehen, die Gegenseite sprach von einem korrekten Treffer.

So blieb es im Schwergewicht dem Litauer Vitalijus Subacius vorbehalten, mit seinem vorzeitigen Aufgabeerfolg in der dritten Runde über Alexander Povernov das Unentschieden gegen die Velberter, die zuletzt sechsmal hintereinander deutscher Mannschaftsmeister wurden, zu sichern. „Das war eine sehr gute Mannschaftsleistung“, freute sich Motor-Trainer und -Manager Ralph Mantau.

Verärgert war er aber über den vom Liga-Ausschuss abgewiesenen Protest in erster Instanz gegen den Einsatz des Polen Marcin Legowski für Hertha BSC, für den beim Ligakampf am 14. Februar in Babelsberg keine gültigen Startdokumente vorlagen. Der Protest hätte spätestens drei Tage nach dem Kampf eingereicht sein müssen, erfolgte aber erst fünf Tage danach, hieß es zur Begründung. Die Babelsberger wollen in die Berufung gehen.

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Deutscher Boxsportverband

22.03.2009

SV Motor Babelsberg erboxt ein 12:12 gegen Serienmeister Velberter BC

 

Im einzigen Treffen der 1. Box-Bundesliga erreichte der SV Motor Babelsberg ein 12:12 Unentschieden gegen den deutschen Serienmeister, den derzeitigen Tabellenführer, den Velberter BC 22.

Mit einer äußerst knappen Niederlage, die auch durch eine an ihn gegebene Verwarnung verursacht wurde, eröffnete der amtierende deutsche Meister Denis Makarov (Velberter BC) den Kampfreigen gegen seinen Nationalstaffelkollegen Marcel Schneider (SV Motor Babelsberg) und geriet somit mit seiner Staffel ins Hintertreffen.

Für eine saftige Überraschung sorgte dann Wilhelm Gratschow, der sich, ohne selbst in Gefahr zu geraten, gegen den erfahrenen Meisterboxer Rustam Rahimov nach Punkten durchsetzte.

Sicher einkalkulierte Punkte vergaben die Velberter dann auch durch verloren gegangene Kämpfe, denn Harun Sipahi unterlag gegen Rinat Karimov und Schwergewichtler Alexander Povernov, der einen rabenschwarzen Tag erwicht hatte, verlor zwar in der 3. Runde wegen einer Augenbrauenverletzung, doch bis dahin lag er gegen Vitalijus Sabacius (SV Motor) deutlich im Rückstand.

Dagegen glänzten auf Velberter Seite die Asse Artur Schmidt, Slawa Kerber, Konstantin Buga und Dimitri Serdjoek, die schließlich die Punkte zum 12:12 sicherten.

 

Märkische Allgemeine Zeitung

16.03.2009

Motor Babelsberg unterliegt in Dänemark knapp

BOXEN/ Glücklos im Musiktheater

AXEL EIFERT

THISTED - Es hat nicht geklappt mit dem erhofften ersten Sieg für die Boxer von Motor Babelsberg in der 1. Bundesliga. Der ersatzgeschwächten Gästestaffel fehlte beim 11:12 vor 700 Zuschauern im Musiktheater im dänischen Thisted gegen das Box-Team Nord auch etwas das Glück. „Es gab viele starke und spannende Kämpfe. Und es waren ein paar ganz enge Kisten dabei, leider meist nicht zu unseren Gunsten“, sagte der Babelsberger Trainer und Manager Ralph Mantau.

Er meinte damit vor allem den Kampf im Mittelgewicht. Dabei stand für die Gäste Özekler Gökalp im Ring. Wie auch alle anderen Babelsberger zeigte er eine starke kämpferische Leistung und führte gegen Anders Jensen vom Box-Team Nord eine Minute vor Schluss noch mit zwei Punkten Vorsprung. Doch bis zum letzten Gong musste Gökalp noch zwei Treffer einstecken und der Kampf endete mit einem Unentschieden. Bei einem Sieg wären die Babelsberger am Ende der Gesamtgewinner gewesen.

Das Unheil für die Gäste nahm aber schon mit dem ersten Kampf im Bantamgewicht seinen Lauf. Der sonstige Motor-Sieggarant Marcel Schneider lag gegen Dennis Ceylan schnell mit 0:7 im Hintertreffen und konnte diesen Rückstand nicht mehr aufholen. Am Ende hieß es 7:12 aus Sicht von Schneider.

Drei Siege konnten die Babelsberger dennoch erringen. Neuzugang Wilhelm Gratschow bezwang im Federgewicht Eugene Lysytsya deutlich mit 19:3. Ebenso ungefährdet ging Sergej Haan als 15:7-Gewinner aus dem Ring.

Schließlich hatte noch der litauische Schwergewichtler Vitalijus Subacius gegen Peter Gram Petersen mit 17:4 das bessere Ende für sich. „Vitalijus musste sich aber ganz schön strecken“, sagte Mantau, der trotz der Niederlagen der beiden Ersatzleute Grigorij Tulaikow (Leicht) und Aliev Vagief (Halbschwer) sowie von Rinat Karimow im Weltergewicht nicht viel zu kritisieren hatte. „Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass wir bei den Auswärtskämpfen noch stärker und noch überzeugender auftreten müssen.“

Durch die Niederlage fielen die Babelsberger in der Tabelle mit 0:4 Punkten auf den vierten und letzten Platz zurück. Auswirkungen hat dies nicht, denn vor der Saison hatten sich die vier Teams darauf geeinigt, dass es in dieser Saison keinen Absteiger geben wird. In einem weiteren Kampf setzte sich Meisterschaftsfavorit und Titelverteidiger Velberter BC mit 14:10 gegen Hertha BSC Berlin durch und steht mit 4:0 Punkten an der Tabellenspitze. Nächsten Sonnabend ist Velbert in Babelsberg zu Gast.

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

16.02.2009

"Zuversicht trotz Niederlage"

Babelsbergs Motor-Boxer unterlagen Hertha BSC zum Bundesligaauftakt knapp mit 11:13

HENNER MALLWITZ

Auch eine Niederlage kann einen Auftakt nach Maß bedeuten. Denn was die Boxer des SV Motor Babelsberg als Bundesliga- Neuling am Samstagabend vor rund 600 Zuschauern gegen die favorisierten Herthaner aus Berlin boten, war durchaus sehenswert und ließ noch so manche Überraschung für den weiteren Ligaverlauf erahnen. Mit 11:13 mussten sich die Mannen um Coach und Manager Ralph Mantau am Ende zwar beugen – einige Entscheidungen hätten allerdings auch anders aussehen können.

Keinen Zweifel jedoch gab es am Highlight des Abends: Im abschließenden Schwergewichtskampf bezwang Babelsbergs Punktegarant Vitalius Subacius den Frankfurter Stefan Körber. Herthas tätowierter Hüne hatte den mehrfachen litauischen Meister vor einer Woche im Finale des Chemiepokals in Halle an der Saale knapp nach Punkten besiegt, so dass Subacius besonders heiß auf die Revanche war. Die gelang: Diesmal war der knappe Punktsieg auf seiner Seite. „Der Kampf lief nicht großartig anders als der in Halle“, sagte Subacius nach dem Fight. „Ich freue mich vor allem, dass ich den Fans in Babelsberg gezeigt habe, dass ich eigentlich auch der Sieger in Halle war.“

Neben Subacius konnten am Samstag zwei weitere Babelsberger ihre Kämpfe siegreich gestalten. Den Auftakt machte Marcel Schneider, der im Bantamgewicht bis 54 kg Hafid Bouji klar nach Punkten bezwang. Auch im zweiten Kampf des Abend gab es Punkte für die Gastgeber, denn Neuling Wilhelm Gratschow zeigte im Federgewicht bis 57 kg, wer Herr im Ring ist, und bezwang Bashir Hassan. Gegen den amtierenden EM-Dritten und aktuellen schwedischen Meister hatte im Vorfeld niemand einen Sieg eingeplant.

Dem Sieg folgte ein Totalausfall, denn vom Neuling Aurimas Naudzius hatten sich die Motor-Männer mehr erwartet. Gegen Eugen Burhardt sah der Trainingspartner von Vitalius Subacius nicht gut aus und unterlag klar. „Wir überlegen nun, ob wir ihn beim nächsten Mal in den Ring schicken“, sagte Mantau. „Denn das waren ganz klar Kopfprobleme beim ersten Bundesligaeinsatz.“ Diese hatte André Kurz im anschließenden Halbweltergewichtskampf (bis 64 kg) zwar nicht, doch man konnte ihm anmerken, dass er nicht in seiner angestammten Gewichtsklasse kämpfte. Als Ersatzmann für den verhinderten Sergej Haan unterlag er dem Polen Marcin Legowski zurecht.

Eine ganz knappe „Kiste“ war hingegen der Weltergewichtskampf (bis 69 kg) zwischen Motor-Neuling Rinat Karimov und dem erst kürzlich zum „Boxer des Jahres“ gewählten Jack Culcay-Keth. Der führte sich im Ring nämlich ganz und gar nicht als solcher auf. Bis zwei Sekunden vor dem Gong stand es noch 14:14, bis dem Berliner noch ein Punkt zuerkannt wurde. Auch dass Nick Hannig anschließend gegen Jörg „Rosi“ Rosomkiewicz im Mittelgewicht (bis 75 kg) zu Siegesehren kam, verstanden nicht viele, zumal der Berliner zwei Verwarnungen wegen Tiefschlags erhielt. Die Niederlage des Babelsberger Mannschaftskapitäns Anatolij Hoppe gegen René Krause im Halbschwergewicht (bis 81 kg) war da längst nicht mehr das Zünglein an der Waage.

Am 21. März empfangen die Babelsberger den BC Velbert. Und dann soll im Toyota-Autohaus ein Heimsieg her.

 

Märkische Allgemeine Zeitung

16.02.2009

"Klassevorstellung des Litauers reicht nicht –

Motor Babelsberg verliert gegen Hertha BSC mit 11:13"

DETLEF BRAUNE

André Kurz war bei der Urteilsverkündung traurig. Mit 11:13 Punkten hatte der Motor-Boxer seinen Kampf gegen den mehrfachen polnischen Meister in den Reihen von Hertha BSC Berlin Marcin Legowski verloren. Auch zwei weitere Urteile fielen knapp zu Ungunsten des Gastgebers aus. Am Ende unterlag die Staffel von Motor Babelsberg bei ihrer Premiere in der 1. Bundesliga vor etwa 600 Fans im Autohaus Toyota gegen den Favoriten mit 11:13.

Der Münchner Halbweltergewichtler Kurz war kurzfristig für den Augsburger Sergej Haan eingesprungen, der sich wegen eines Todesfalls in der Familie abgemeldet hatte. Auch Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz spielte den Lückenbüßer. Özkeler Gökalp hatte sich am Mittwoch einen Kapselriss in der rechten Hand zugezogen. Rosomkiewicz unterlag mit drei Punkten, wies aber die klareren Treffer aus. „Ich war auf den Kampf nicht vorbereitet“, entschuldigte sich der 33-Jährige. Doch Meidbewegungen, Schlagtechnik oder der Gesamteindruck zählen beim Amateurboxen nicht, sondern nur die Anzahl der Treffer, die der von Menschenhand bediente Boxpointer anzeigt.

Nur um einen Zähler lag am Ende Motors Weltergewichtler Rinat Karimov hinten. Erstaunlich wie viele lange Hände der zerbrechlich wirkende Karimov als Störfeuer gegen den ständig marschierenden Jack Culcay aufbaute. Ungerührt steckte der Motor-Mann die Haken seines Widersachers weg und punktete seinerseits mit den Fäustlingen.

Die Babelsberger gewannen durch Marcel Schneider und Wilhelm Gratschow die ersten beiden Gefechte. Dann kam die Serie von fünf Niederlagen, zu der auch Neuzugang Aurimas Naudzius und Anatolij Hoppe beitrugen. Doch im abschließenden Duell tobte sich das Publikum noch einmal aus. Vitalius Subacius, der „schwere Junge“ aus Litauen, heizte seinem Gegner mächtig ein. Deutschlands bester Schwergewichtler, der für Hertha startende Stefan Köber aus Frankfurt (Oder), wurde mehrmals in seinen Grundfesten erschüttert. Subacius gewann mit 31:16. „Jetzt hat man gesehen, wer der Bessere ist“, frohlockte Motors Manager Ralph Mantau nach der Klassevorstellung seines „Ziehsohns“. Seit fünf Jahren steht Subacius für die Filmstädter im Ring, er gewann 27 Kämpfe. Dreimal wurde dem Kontrahenten nach Fehlurteilen der Sieg zugesprochen. Kaum zu glauben, dass der Lokalmatador, der bereits beim Besteigen des Rings gefeiert wurde, vor einer Woche im Finale des Chemiepokal-Turniers in Halle gegen Köber unterlag.

Subacius, der Mann mit dem Engelsgesicht, teilt nicht nur im Ring aus. Aus der Umkleide im ersten Stock waren nach dem Kampf laute Töne zu hören. Der 30-Jährige hatte sich seinen Landsmann Aurimas Naudzius zur Brust genommen und verbal zusammengefaltet. „Du hast uns blamiert“, tönte Subacius.

Auch Motor-Macher Mantau zeigte sich von der Vorstellung des Leichtgewichtlers „maßlos enttäuscht. Ich habe ihn schon viel besser gesehen.“ Ansonsten hielt sich seine Enttäuschung in Grenzen. „Wir haben zwar nach sieben Jahren zum ersten Mal zu Hause verloren, aber jetzt weht ein anderer Wind als in der Oberliga und zweiten Bundesliga. Spannend war es auf jeden Fall.“ Dafür hatte auch André Kurz gesorgt, ehe er in sein Auto kletterte und durch die Nacht heimfuhr. „Ohne meinen Trainer war ich heute verloren“, sagte er. „Ich brauche eine Vaterfigur am Ring.“ Mantau konnte diese in seinem Fall nicht abgeben.

 

MB Intern

13.01.2009

BC Straubing zieht Mannschaft zurück

Der Boxclub Straubing zog gestern - 6 Tage vor Beginn der Ligasaison - unerwartet seine Mannschaft aus der 1. Bundesliga zurück. Damit verfällt der Terminplan für alle Vereine der 1. Bundesliga. Aktuell wird in den Vereinen darüber debattiert wie man die Saison gestalten wird.

 

Märkische Allgemeine Zeitung

06.12.2008

Rinat Karimov Neuzugang bei Motor

Peter Stein

Ralph Mantau, Trainer und Manager des Box-Bundesligisten Motor Babelsberg, bastelt schon fleißig am neuen Team für die erste Saison in der höchsten deutschen Liga. Nach dem „Okay“ durch den Deutschen Boxsport-Verband (DBV) konnte Mantau mit Rinat Karimov (Dortmund) den ersten Neuzugang vermelden. Der Weltergewichtler wurde jüngst bei den deutschen Amateurmeisterschaften in Straubing Dritter. „Ich bin mir sicher, dass wir eine konkurrenzfähige Staffel auf die Beine stellen werden“, so Mantau. „Das Gerüst der Mannschaft steht ja, wird sich kaum von dem der Vorsaison unterscheiden. Aber ein, zwei Zugänge sind schon nötig.“

Neben dem personellen Aufbau der Mannschaft kümmert sich Mantau auch um Sponsoren, damit der finanzielle Rahmen stimmt. Außer Zweitliga-Meister Motor treten in der ersten Bundesliga der Velberter BC, der Boxring Hertha BSC, der BC Straubing und das so genannte Boxteam Nord an. Dahinter verbirgt sich eine deutsch-dänische Mannschaft. Nach dem Rückzug von Seelze hatte Mantau Kontakt zum dänischen Boxmanager Gunnar Berg aufgenommen. Der stellt mit dem Schleswig-Holsteinischen Amateurbox-Verband eine Mannschaft zusammen. Gut möglich, dass die Babelsberger dann in Dänemark oder zumindest in Flensburg antreten müssen. Die Kampftermine stehen noch nicht fest.

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Märkische Allgemeine Zeitung

28.10.2008

Babelsberg rüstet sich für die 1. Bundesliga

BOXEN \ Motor will angreifen

Zweitliga-Meister Motor Babelsberg boxt ab Januar in der erste Bundesliga. Mit Motor-Manager Ralph Mantau (47) sprach Peter Stein.

MAZ: Sie hatten sich schon im Vorfeld für eine starke erste Liga ausgesprochen. Wurden nun auf der Liga-Tagung am Wochenende in Straubing alle Ihre Wünsche erfüllt?

Ralph Mantau: Ich kann mit der Entscheidung gut leben. Mit Hertha BSC, Velbert, Straubing und unserem alten Rivalen Seelze haben wir vier attraktive Heimkämpfe zu bieten. Dafür kann ich auf jeden Fall einige boxerische Leckerbissen versprechen.

Zum Beispiel?

Mantau: Meister Velbert kommt mit dem Halbwelter-meister Harun Sipahi, dem Federgewichts-Olympiastarter Wilhelm Gratschow und dem Halbschweren Robert Woge. Bei den Derbys gegen Hertha wird es ganz sicher heiß hergehen. Berlin hat mit Mittelgewichtler Stefan Härtel oder Weltergewichtsmeister Jack Culcay-Keth ebenso Klasseboxer in seinen Reihen.

Wird das für Motor nicht eine Nummer zu groß?

Mantau: Wir wollen angreifen, kein Kanonenfutter sein. Ich habe Vertrauen in die Mannschaft, die Zweitliga-Meister wurde. Alle wollen zur Stange halten und freuen sich auf die erste Liga. Mit Bantamgewichtler Marcel Schneider, der in Straubing das Meisterschaftsfinale unglücklich verloren hat, oder dem Litauer Vitalius Subacius im Schwergewicht haben wir auch Leute dabei, die dem Gegner großen Respekt einflößen.

Welche Veränderungen gibt es im Modus?

Mantau: Geboxt wird wie in der 2. Liga in acht Gewichtsklassen vom Bantam- bis zum Schwergewicht. Statt viermal zwei Minuten dauern die Kämpfe wieder dreimal drei Minuten. Eine Minute weniger Pause, aber eine Minute mehr Kampfzeit verlangen mehr Kondition. Darauf müssen wir die Sportler vorbereiten, sonst gibt es am Ende ein böses Erwachen.

Haben Sie auch an Verstärkungen gedacht?

Mantau: Das ist auf jeden Fall ein Thema. Ich habe da auch schon zwei Leute im Auge, aber noch ist das nicht in trockenen Tüchern. Da wir zwei sogenannte Einflieger einsetzen können, wird neben Subacius sicher auch bei uns noch ein zweiter Ausländer durch das Seil klettern. Vielleicht fliegt Vitali ja demnächst nicht allein zu uns...

Wie ist denn das wirtschaftliche Umfeld auf den Aufstieg vorbereitet?

Mantau: Da liegt in den nächsten Wochen noch viel Arbeit vor uns, weil wir ja bisher nicht wussten, wo wir künftig boxen. Der Etat muss etwa um ein Viertel aufgestockt werden. Allein die beiden langen Auswärtsfahrten nach Straubing und Velbert bringen zusätzliche Kosten. Unsere Sponsoren wollen uns auf jeden Fall weiter unterstützen.

Rechnen Sie auch mit mehr Zuschauern?

Mantau: Ja, vor allem, wenn wir uns gut verkaufen und mithalten können. Aber wir bleiben im Toyota-Autocenter in der Großbeerenstraß

 

Märkische Allgemeine Zeitung

28.04.2008

Babelsberg nach 11:13 in Wismar Meister der 2. Bundesliga

BOXEN \ Duelle mit Hertha im Visier

AXEL EIFERT

Die gute Laune ließen sich die Amateurboxer von Motor Babelsberg von den Vorkommnissen rund um den Ring am Sonnabend zum Saisonabschluss der 2. Bundesliga nicht verderben. Trotz der 11:13-Niederlage bei Hanse Wismar wurden die Gäste zum dritten Mal Meister in dieser Liga. „Das ist schon was, im vierten Jahr in der 2. Liga zum dritten Mal den Titel zu holen“, jubelte Motor-Trainer und -Manager Ralph Mantau, der den Erfolg mit seiner Truppe wie schon vor zwei Jahren im „Seestern“ in Wismar feierte.

Die Blicke der Babelsberger gehen nun Richtung 1. Bundesliga. „Die Mannschaft hat sich dafür ausgespochen, und ich denke, wir bekommen das mit den Sponsoren bis zum Meldeschluss am 30. Juli hin. Ich bin sowieso dafür, die Ligen neu zu ordnen. Denn es kann nicht sein, dass wir wie in diesem Jahr mit nur je vier Teams in der 1. und 2. Liga boxen“, meinte Mantau. Die Babelsberger Fans können sich dann auf Duelle mit Hertha BSC Berlin oder Rekordmeister Velberter BC freuen.

Die Begleitumstände beim letzten Saisonkampf in Wismar waren nicht die allerbesten. So kam es, dass es trotz der eigentlich klaren Fronten vor dem Duell sogar noch mal eng wurde. Denn das Kampfgericht aus Sachsen-Anhalt tat sich in allen Kämpfen beim Punktedrücken für die Gäste schwer. „Krönender“ Abschluss war das Schwergewicht, wo der Wismaraner Lukas Schulz trotz klarer Unterlegenheit gegen den Litauer Vitalius Subacius zum Sieger erklärt wurde. „Was da abgelaufen ist, kann ich mit Worten gar nicht erklären. Schulz ist fast drei Runden nur weggerannt und hat nur gehalten und geklammert“, sagte Mantau. Er blieb aber ruhig, weil bis dahin Marcel Schneider (Bantam), Sergej Haan (Halbwelter) und Anatolij Hoppe (Halbschwer) vor der enttäuschenden Kulisse von nur 50 Fans – davon 20 aus Babelsberg – die für den Titel notwendigen Siege bereits eingefahren hatten.

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

24.04.2008

Motor Babelsberg in Bestbesetzung beim letzten Saisonkampf in Wismar

BOXEN \ Zwei Siege fehlen zum dritten Titel

AXEL EIFERT

Eigentlich brauchen die Babelsberger nur noch zwei der insgesamt acht Kämpfe in Wismar gewinnen, um die Meisterschaft endgültig unter Dach und Fach zu bringen. „Doch wir wollen mehr. Unser Minimalziel ist ein Unentschieden“, gibt Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau als Devise. Immerhin können die Babelsberger in Bestbesetzung in den Ring klettern. Mantau: „Bei uns sind alle Mann an Deck.“

Da müsste in der Tat schon fast alles schief laufen, sollte es für die Motor-Boxer nicht mit dem dritten Titelgewinn nach 2005 und 2006 klappen. Deshalb gehen sie von Anfang an auf Nummer sicher. „Wir fahren extra früher los, damit wir auf jeden Fall pünktlich zum Wiegen in Wismar sind“, sagte Mantau.

Auch im Ring sollten die sportlichen Vorteile auf Seiten der Babelsberger liegen. Mit dem deutschen Meister Marcel Schneider (Bantam), dem in dieser Saison stark auftrumpfenden Sergej Haan (Halbwelter), der in Cottbus den mehrfachen nationalen Champion Enrico Wagner klar beherrschte, und dem mehrfachen litauischen Meister Vitalius Subacius (Schwer) haben die Potsdamer drei Sieggaranten in ihren Reihen, die in dieser Ligasaison bisher alle Kämpfe für sich entscheiden konnten. Dazu kommen mit Sebastian Formella, André Kurz und den routinierten Anatolij Hoppe und Jörg Rosomkiewicz Kämpfer, die immer für Siege gut sind.

Ein Highlight steht am Sonnabend im Schwergewicht an, wenn im letzten Kampf Vitalius Subacius auf den kurzfristig von Wismar verpflichteten deutschen Meister Stefan Köber aus Frankfurt (Oder) trifft. Doch bis dahin sollte Babelsberg schon als Meister feststehen.

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

01.04.2008

"Die Jungs wollen"

Motor-Manager Ralph Mantau strebt Aufstieg in die 1. Box-Bundesliga fest an

HENNER MALLWITZ

Mit dem Punktgewinn beim BSK Seelze haben die Boxer des SV Motor Babelsberg den Aufstieg in die erste Bundesliga so gut wie klar gemacht. Kann denn eigentlich noch etwas anbrennen, Herr Mantau?

Nur durch einen unglücklichen Zufall. Wir müssen am 26. April unseren letzten Kampfabend in Wismar bestreiten. Wenn wir also eine Panne auf der Autobahn haben und können deshalb nicht antreten, wäre das ein solcher Zufall. Sollte aber alles klar gehen – und davon gehe ich aus –, haben wir die Meisterschaft entschieden.

Ein Unentschieden in Wismar würde aber nicht reichen.

Nein, wir müssen wenigstens einen Kampf gewinnen. Zwei wären natürlich besser, um jeder Rechnerei aus dem Wege zu gehen. Aber bei acht anstehenden Fights sollte das kein Problem sein, da ist jeder im Team ganz optimistisch.

Gehen wir also schon einmal vom Gewinn der Meisterschaft aus. Mit dem Team wollten Sie ja reden, ob es sich einen Aufstieg in die erste Liga zutraut. Ist das schon geschehen?

Ja, gleich nach dem Erfolg in Seelze haben wir uns an einen Tisch gesetzt. Die Jungs wollen. Und so fassen wir den Aufstieg ganz fest ins Auge.

Für das Team wird das Oberhaus sicherlich eine Menge Neuerungen bereit halten.

Ja, ohne Frage. Einerseits wird in der ersten Bundesliga das Weltergewicht zweimal besetzt, so dass wir neun Wertungskämpfe haben. Das Kampfgericht wird zudem von vier auf sechs Kampf- und Ringrichter erhöht. Und nicht zuletzt haben wir auch bedeutend weitere Anfahrten. Strecken nach Velbert unweit von Düsseldorf oder nach Heidelberg sind dann einzuplanen. Zwei Übernachtungen sind an einem solchen Wochenende nötig, ansonsten packt man das nicht.

Das wird auch Auswirkungen auf den Etat haben. Inwieweit wird er sich verändern ?

Auch im vierten Jahr unserer Zugehörigkeit zur zweiten Bundesliga haben wir pro Saison mit rund 45 000 Euro geplant. Damit sind wir stets hingekommen, doch das reicht künftig nicht mehr. Bei jeweils fünf Heim- und Auswärtskämpfen veranschlagen wir etwa 100 000 Euro.

Gerade an dieser Summe scheiterten ja in der Vergangenheit bereits zwei Aufstiegsversuche. Bekommen Sie denn die nötigen Sponsoren diesmal ins Boot?

Da bin ich mir ganz sicher. Schließlich haben wir den Sponsoren und auch dem Publikum eine tolle Saison geboten. Drei klare Siege in drei Heimkämpfen im gut gefüllten Toyota-Autohaus haben viele von unserer Erstligatauglichkeit überzeugt. Und einige werden wir noch überzeugen. In der letzten Aprilwoche beginnen gezielte Gespräche mit den Geldgebern.

Geld wird sicherlich auch für neue Leute nötig sein. Oder reicht die jetzige Schlagkraft der Truppe aus?

Eigentlich reicht sie aus. Aber durch die Neuerungen im Weltergewicht brauchen wir noch einen neuen Mann in der Klasse bis 69 Kilogramm. Und im Mittelgewicht bis 75 Kilogramm müssen wir uns ebenfalls um Verstärkung bemühen. Rosi (Jörg Rosomkiewicz/ d. Red.) ist mit 32 Jahren jetzt in so einem Alter, in dem er vielleicht nicht mehr in jedem Kampf zur Verfügung steht. Aber es ist eben sehr schwer, gute Leute zu finden. Nicht einmal in Litauen sind wir fündig geworden.

Und Nachbarschaftshilfe?

Aus Cottbus ist nichts zu erwarten, aber aus Frankfurt. Der für Schwedt boxende Terence Vorrath will im Mittelgewicht zu uns stoßen. Aber bis dahin ist noch Zeit. Erst einmal soll in Wismar alles klar gemacht werden.

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

31.03.2008

Nach 12:12 in Seelze ist für die Motor-Staffel der Titel in der 2. Bundesliga wohl nur noch Formsache

BOXEN \ Babelsberger klar auf Meisterkurs

AXEL EIFERT

Angestoßen auf die dritte Meisterschaft in der 2. Bundesliga haben die Boxer von Motor Babelsberg am Sonnabend noch nicht, obwohl ihnen nach dem 12:12-Unentschieden im Auswärtskampf beim BSK Seelze der Titel praktisch nicht mehr zu nehmen ist. In drei Wochen zum Saisonabschluss auswärts bei Hanse Wismar könnten sich die Potsdamer sogar eine Niederlage leisten, müssten aber, um ganz sicher zu gehen, zumindest zwei der acht Kämpfe gewinnen, um Erster zu bleiben. Alle Experten schätzen ein, dass dies nur noch Formsache ist.

Die Veranstaltung in Seelze zog sich am Sonnabend in die Länge und war erst gegen 23.15 Uhr beendet. „Da waren wir zwar glücklich über den wichtigen Auswärtspunkt, aber zu satt, um noch irgendwo zu einer kleinen Feier einzukehren“, sagte Motor-Trainer und -Manager Ralph Mantau. Dies soll nun nach dem Kampf in Wismar nachgeholt werden. In Seelze hatten die Babelsberger die erwartet schwere Aufgabe zu lösen. „Die Gastgeber waren ein sehr starker Widersacher. Sie haben in allen Kämpfen alles gegeben, und wir mussten für das Remis ganz schön ackern“, schätzte Mantau ein.

Der deutsche Meister Marcel Schneider sorgte gegen Jasin Mahmut Suhir für den erwarteten Auftaktsieg der Gäste. Aber schon danach stach das angekündigte „Ass“ der Babelsberger nicht. Alexander Haan, ehemaliger Vizeweltmeister und Bruder von Halbweltergewichtler Sergej Haan, unterlag nämlich im Federgewicht gegen Hassan Mahmut Jasim knapp nach Punkten. „Er hat nicht enttäuscht, aber man hat gesehen, dass sieben Jahre Boxpause nicht so einfach zu verkraften sind“, so Mantau, der mit seinem neuen Mann aber weiter rechnet.

Da abschließend auch Motor-Leichtgewichtler André Kurz gegen Juri Paschko verlor, aber Sergej Haan sich seiner Aufgabe gegen Sergej Dschullajan durch eine Steigerung in den Runden drei und vier siegreich entledigte, stand es zur Pause 6:6. Der stark formverbesserte Weltergewichtler Sebastian Formella brachte die Gäste mit dem Erfolg über Pedrag Kowakevic nach vorn. In den folgenden zwei gutklassigen Fights mussten sich Gökalp Özekler und Anatolij Hoppe den starken Seelzern Jacob Deines und Eugen Schellenberg jeweils knapp geschlagen geben. So war es wieder an Schwergewichtler Vitalius Subacius, mit einem vorzeitigen Sieg in Runde zwei über Jacob Zimbelmann das Remis für die Gäste zu sichern.

So langsam können bei den Babelsbergern nun die Planungen für die 1. Bundesliga beginnen. „Die Mannschaft hat sich dafür ausgesprochen, nächste Saison ganz oben zu boxen. Und wenn wir es finanziell hinbekommen, dann gehen wir auch diesen Schritt“, sagte Mantau.

Machte das Remis perfekt: Vitalijus Subacius

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

17.03.2008

Motor ist wie eine Familie

Vizeweltmeister Alexander Haan boxt nach acht Jahren wieder, hat das Ziel Olympia 2012 vor Augen und steigt heute erstmals für Babelsberg in den Ring

HENNER MALLWITZ

„Ich habe es jahrelang versucht und nicht geschafft“, sagt Sergej Haan. Was dem für Motor Babelsberg boxenden Halbweltergewicht in all der Zeit nicht gelang, ist letztlich dem Mannschaftsgeist im Zweitligateam und nicht zuletzt auch der stets guten Stimmung zu verdanken, die die Motor-Fans bei Heimkämpfen verbreiten. Denn beides überzeugte Sergejs Bruder Alexander letztlich, nach achtjähriger Abstinenz wieder in den Ring zu steigen – und zwar wie sein Bruder für Motor.

Heute Abend wird der Federgewichtler zum ersten Mal seit fast acht Jahren wieder im Ring stehen und versuchen, einen Sieg zum Gesamterfolg beizusteuern. Beim BSK Seelze müssten die Babelsberger nur noch einen Punkt erkämpfen, um die Meisterschaft in der zweiten Bundesliga zum dritten Mal für sich zu entscheiden.

Nun ist also auch Alexander Haan ein Teil dieser erfolgreichen Riege. Der inzwischen 28-Jährige bringt es auf 78 Siege in 85 Kämpfen, war mehrmals Deutscher Meister, gehörte zum Nationalkader und erboxte sich 2001 den Vizeweltmeistertitel. „Dann kam dieser schlimme Unfall, und es war erst einmal aus mit dem Sport“, denkt er zurück. Bei einem leichtsinnigen Sprung in unbekanntes Wasser traf er mit dem Kopf auf einen Stein und hatte am Ende noch Glück, nicht querschnittsgelähmt zu sein.

„Ich habe in all den Jahren den Sport immer sehr vermisst“, erzählt der Neue im Motor-Team. „Aber mit diesen stetigen Kopfschmerzen ging das in den ersten vier Jahren überhaupt nicht.“ So kümmerte er sich zusammen mit seinem Bruder in der Heimatstadt Augsburg um ihren Boxverein Haan, baute am eigenen Gym, trainierte den Nachwuchs und begleitete Sergej schließlich seit Saisonbeginn immer, wenn dieser für Motor in den Ring stieg. „Ich hatte mich bis dahin schon in einigen Vereinen umgesehen, weil ich wieder boxen wollte“, erzählt Alexander. „Nie war etwas dabei. Aber diese Atmosphäre im Motor-Team, die Begeisterung der Fans im Babelsberger Autohaus – das ist wie eine Familie. Ich musste mich nicht lange entscheiden und bin super aufgenommen worden.“ Inzwischen hat er nach eigener Auskunft „fleißig trainiert und schon lange mit dem Rauchen aufgehört“, und vor allem hat er ein ganz großes Ziel. „Ich wollte immer einmal zu Olympia“, sagt er. „In vier Jahren will ich soweit sein.“

Eigentlich wollte Alexander Haan ja seine Premiere bei Motor Babelsberg bereits gegen den Cottbuser BC vor heimischem Publikum feiern. Aber ein überharter Bruderkampf als Sparring endete für ihn mit einem Kapselriss in der Hand, der inzwischen jedoch verheilt ist.

In Seelze kann Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau bis auf den verletzten Jörg Rosomkiewicz das komplette Team aufbieten. „Ein Punkt reicht, doch das wird ein ganz harter Gang“, weiß er. Sollte am Ende allerdings ein Unentschieden auf dem Punktzettel stehen, wird gefeiert, bevor in der kommenden Woche Gespräche mit dem Team geführt werden. Und wenn sich die inzwischen gewachsene Truppe für einen Aufstieg in die erste Bundesliga ausspricht, ist dies beschlossene Sache.

Zweimal mussten die Babelsberger als Meister aus finanziellen Grunden bereits auf den Aufstieg verzichten. „Doch diesmal bin ich optimistisch“, bekräftigt Mantau. „Wir brauchen zwar noch ein bis zwei Sponsoren, aber nach unserer tollen Saisonleistung sollten die zu überzeugen sein.“ Doch vorerst muss der Grundstein für den Aufstieg gelegt werden. Heute um 19 Uhr in Seelze mit Alexander Haan.

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

27.03.2008

Motor Babelsberg will am Sonnabend in Seelze die Meisterschaft der 2. Bundesliga perfekt machen

BOXEN \ Ein Punkt fehlt noch am großen Ziel

AXEL EIFERT

Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau hat schon mal durchgerechnet. „Einen Punkt brauchen wir noch, um unser großes Ziel zu erreichen. Denn bei den kleinen Punkten sind wir gegenüber der Konkurrenz klar im Vorteil. Und den noch fehlenden Auswärtspunkt wollen wir gleich im ersten Anlauf in Seelze holen, um die Sache perfekt zu machen“, sagt der Babelsberger Boxchef.

Die Ausgangssituation für die Potsdamer ist sehr gut. Aus der vor knapp zwei Wochen mit 14:10 gegen den BC Cottbus siegreichen Staffel sind auch in Seelze alle Kämpfer einsatzfähig. Routinier Jörg Rosomkiewicz (Mittelgewicht) ist aber weiter krank geschrieben. Zumindest eine Veränderung wird es wohl doch geben. Denn der Motor-Manager will noch „ein besonderes Ass“ aus dem Ärmel ziehen, um ganz auf Nummer sicher zu gehen. Den Namen des neuen Mannes möchte Mantau bis zum Wiegen zwei Stunden vor dem Kampf in Seelze nicht verraten, nur so viel: „Wir hoffen, dass es sticht.“

Zur Vorbereitung auf den nun wohl wichtigsten Kampf der Saison sind für die Motor-Boxer auch die Osterfeiertage ausgefallen. „Bis auf Bantamgewichtler Marcel Schneider und Schwergewichtler Vitalius Subacius hatten wir für zwei Tage in Babelsberg nochmal die Mannschaft zusammen und haben fleißig trainiert. Die Stimmung im Team ist sehr gut, und die Jungs sind alle außerordentlich motiviert“, verriet Mantau.

Der Babelsberger Verantwortliche weiß allerdings auch, dass es bei den Niedersachsen kein Spaziergang wird. Immerhin haben die Seelzer am vergangenen Kampftag mit einem 12:12-Remis auswärts bei Hanse Wismar überrascht. Ihre stärksten Leute werden die Gastgeber wohl im Mittel- und Halbschwergewicht in den Ring schicken. Aber dort sind auch die Babelsberger recht gut besetzt. Der in Hamburg lebende Motor-Kapitän Anatolij Hoppe, der im Halbschwer boxt, war jetzt sogar für einige Tage im Camp des Universum-Stalles, um sich beim Sparring mit den Profis gut auf den Auswärtskampf in Seelze vorzubereiten.

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

17.03.2008

Babelsberg nach 14:10 über BC Cottbus wieder Spitzreiter der 2. Bundesliga

BOXEN \ Dem Titel ein Stück näher

AXEL EIFERT

Gästetrainer Dietmar Schnieber meinte nach dem Kampfabend zu seinem Babelsberger Gegenüber Ralph Mantau, dass nun für die Motor-Staffel der Weg frei sei zur Meisterschaft in der zweiten Liga. „Nach der Lage der Dinge fehlt uns noch ein Zähler, weil wir bei den kleinen Punkten klar vorn liegen, und den wollen wir in den noch ausstehenden Auswärtskämpfen in Seelze und Wismar unbedingt holen“, meinte der Babelsberger Trainer und Manager.

Gegen Cottbus lief für die Gastgeber von Beginn an alles nach Plan. Der deutsche Meister Marcel Schneider punktete im Bantamgewicht Tobias Tatai sicher aus, obwohl er einen Tag zuvor die Nachricht erhielt, nicht für das letzte Olympia-Qualifikationsturnier Anfang April in Athen nominiert zu werden. Leichtgewichtler André Kurz bezwang Marko Lebeda, und im Halbwelter kam Sergej Haan sogar zu einem vorzeitigen Erfolg über Artjom Dashyan. In Runde drei kam aus der Cottbuser Ecke das Handtuch zum Zeichen der Aufgabe. Sebastian Formella verkaufte sich im Weltergewicht gegen Enrico Wagner gut, aber der mehrfache deutsche Meister aus Cottbus war noch zu stark für ihn. Okzkeler Gökalp (Mittel), der den verletzten Jörg Rosomkiewicz vertrat, und Anatolij Hoppe im Halbschwer machten dann bereits vorzeitig den Babelsberger Gesamterfolg perfekt. Schwergewichtler Vitalius Subacius schraubte das Ergebnis gegen den tapferen Nils Griwenka noch auf 14:10.

Zu den Wettkampf-Fotos

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

17.03.2008

Mit harter Rechten Herr im Ring

Zweitligist Motor Babelsberg erboxte sich gegen den BC Cottbus einen 14:10-Gesamterfolg

HENNER MALLWITZ

Die Frage, ob er „Ferien im Ring“ gemacht habe, nahm Vitalijus Subacius am Ende nicht übel. Schließlich hatte das Schwergewicht in den Reihen des SV Motor Babelsberg zum Abschluss eines spannenden Zweitliga-Kampfabends als letzter Athlet im Ring einen Sieg zum 14:10-Gesamterfolg seines Teams über den BC Cottbus beigetragen. Gegen Nils Griwenka machte er zwar nur das Nötigste, aber auch das reichte. „Ich war noch ein bisschen müde“, gestand der mehrfache Litauische Meister, dem noch die Mühen der Olympia-Qualifikation in Italien in den Fäusten steckten.

Die Frage nach den Ferien hatte Motor- Manager Ralph Mantau letztlich auch gar nicht ernst gemeint, denn schließlich hatte Mannschaftskapitän Anatolij Hoppe im Halbschwergewicht zuvor Babelsbergs Sieg schon klar gemacht. Unter lauten Anfeuerungsrufen der Fans im gut gefüllten Toyota-Autohaus setzte sich am Ende auch Erfahrung gegen jungen Übereifer durch. Während Hoppe schon 131 Mal im Ring stand, brachte es sein Gegner Ali El-Katan nur auf 37 Einsätze. In der zweiten Runde landete der Cottbuser zwar einen nicht ungefährlichen Treffer – am 32:18-Punktsieg, der den Gesamtsieg perfekt macht, änderte dieser aber nichts.

Den Kampf des Abends allerdings sahen die Zuschauer im Mittelgewicht. Özkeler Gökalp wollte es für die Gastgeber unbedingt richten – schließlich war der Babelsberger gleich doppelt in die Pflicht genommen. Einerseits musste er den verletzten Jörg Rosomkiewicz ersetzen, andererseits hatte er noch etwas gut zu machen. Denn seine Leistung im Hinkampf, den der Aufsteiger Cottbus 13:11 gewonnen hatte, war alles andere als berauschend. Und so legte sich Gökalp gegen Valerie Kalashyan ins Zeug, griff mit Leberhaken und gut platzierten Schlagfolgen an und zeigte von Beginn an, wer Herr im Ring ist. Kalashyan bearbeitete Gökalps Deckung phasenweise wie einen Punchingball, um dann doch von einer harten Rechten getroffen zu werden. „Ich habe ihm eine Chance gegeben, und die hat er gut genutzt“, lobte Mantau seinen Schützling nach dem Fight. „Zum Ende ließ er zwar etwas nach, aber er hat einen wirklich guten Kampf geboten.“

Das traf auch auf den Fight zu, den sich Marcel Schneider im Bantamgewicht mit Tobias Tatai vom BCC lieferte. Der Babelsberger hatte kurz zuvor vom Bundestrainer erfahren, dass dieser doch lieber dem Hallenser Ronny Beblik die Olympia- Chance gibt, und stieg deshalb nicht gerade übermotiviert in den Ring. „Aber dann habe ich den Spaß am Boxen wieder gefunden und souverän durchgezogen“, so der 21-Jährige. „Olympia ist zwar abgehakt, aber ich bin jung und hab noch viel vor.“

In die Gilde der siegreichen Motor- Mannen reihten sich auch André Kurz, der sich im Leichtgewicht gegen Marko Lebeda durchsetzte, und Sergej Haan ein. Dem Halbschwergewicht gelang ein klarer Sieg gegen Artjom Daschjan, nachdem dessen Coach in der dritten Runde das Handtuch geworfen hatte. Weltergewicht Sebastian Formella kassierte in seinem Kampf gegen Enrico Wagner ebenso eine Niederlage wie der enttäuschende Federgewichtler Jakov Terskisch, der Marten Lebeda unterlag.

Zum Gewinn der Meisterschaft reicht der Motor-Riege nun noch ein Unentschieden. Und das sollte bei den beiden noch ausstehenden Kämpfen gegen den BSK Seelze und das Boxteam Hanse Wismar durchaus möglich sein.

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

28.01.2008

Die Spitze zurückerobert

BOXEN \ Motor Babelsberg siegt im Duell mit dem Erzrivalen Hanse Wismar mit 13:10

AXEL EIFERT

Einmal im Jahr muss Boxen sein. „Wieso nur einmal?“, gibt der prominente Besucher die Frage zurück und kündigte damit schon mal indirekt sein Wiederkommen für den letzten Heimkampf der Boxer von Motor Babelsberg in der 2. Bundesliga Mitte März gegen den BC Cottbus an.

Am Sonnabend freute sich Ministerpräsident Matthias Platzeck mit den rund 600 Fans über den 13:10-Erfolg der Heimmannschaft gegen den Erzrivalen BT Hanse Wismar. Die Babelsberger verwirklichten damit das selbst gesteckte Ziel, die Tabellenführung in der 2. Bundesliga zurückzuerobern. Wesentlich dazu bei trugen die beiden Rückkehrer Marcel Schneider im Bantam- und Anatolij Hoppe im Halbschwergewicht, die in den ersten beiden Saisonkämpfen aus Verletzungsgründen noch gefehlt hatten.

Der deutsche Meister Marcel Schneider punktete den Wismaraner Oleg Lerke klar mit 46:25 aus. Und Staffelkapitän Hoppe machte mit seinem 41:14-Erfolg über Alexander Kalashyan den Gesamtsieg für sein Team vorzeitig perfekt. Den Endstand stellte der litauische Schwergewichtler Vitalius Subacius her, der beim 26:15-Erfolg über den deutschen Vizemeister Lukas Schulz diesmal weniger Probleme als in den Duellen zuvor hatte.

Mit einigen unerwarteten Ergebnissen in den leichten Gewichtsklassen hatten Babelsbergs Youngster die Weichen frühzeitig in Richtung Sieg gestellt. Vor allem Federgewichtler Constantin Klatt wuchs im zweiten Kampf in den Runden drei und vier förmlich über sich hinaus und sorgte mit dem 26:26-Remis gegen Erdal Kaplan für einen nicht erwarteten Punktgewinn. Gleich danach legte André Kurz mit dem knappen 25:24 über Howik Barsegjan nach, so dass Motor-Boxchef Ralph Mantau das Geschehen weit gelassener als erwartet betrachten konnte.

In der Folge sorgte Motors starker Neuzugang Sergej Haan im Halbweltergewicht mit dem klaren 42:6-Punktsieg über Hannes Garbe für weiteren Punktzuwachs und forderte mit technisch gekonntem Boxen den Applaus des Anhangs heraus. Babelsbergs Neuzugang aus Wismar, Sebastian Formella, musste sich zwar dem routinierten Dieter Döhl im Weltergewicht mit 25:38 geschlagen geben. Und auch der starke Niederländer Peter Mullenberg erwies sich beim 31:19 für Motors erfahrenen Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz als zu hohe Hürde. Diese beiden Niederlagen änderten aber nichts am souveränen Auftritt der Babelsberger. Sie stehen nun in der 2. Bundesliga nach drei Kampftagen mit 4:2 Punkten auf Platz eins vor dem BC Cottbus und dem BSK Seelze (beide 3:3).

Zu den Wettkampf-Fotos

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

28.01.2008

Erfolgreich zurück im Ring

Anatolij Hoppe und Marcel Schneider trugen zum Sieg der Motor-Boxer bei

Nach Verletzungspausen erstmals wieder im Ring, trugen Mannschaftskapitän Anatolij Hoppe und Bantamgewichtler Marcel Schneider am Samstag zum klaren 13:10-Erfolg der Babelsberger Motor-Boxer im Zweitligakampf gegen Hanse Wismar und damit zur Eroberung der Tabellenspitze bei. Hoppe hatte es im Halbschwergewicht zwar schwer, gegen den in Doppeldeckung stehenden Alexander Kalashyan klare Treffer zu setzen, doch eine Siegchance besaß sein inaktiver Kontrahent nie.

Auch Marcel Schneider traf mit Oleg Lerke auf einen unangenehmen Gegner. Er brauchte fast zwei Runden, um die längere Reichweite des Wismarers zu überwinden, der dann aber mehr und mehr abbaute. Schneider brillierte wieder mit seiner Schnelligkeit und gekonnten Meidbewegungen. Will er sich als Deutscher Meister beim bevorstehenden Olympia-Qualifikationsturnier in Pescara (Italien) gegen starke internationale Konkurrenz durchsetzen, braucht er aber eine deutliche Leistungsteigerung. Nur die beiden Finalisten lösen die Fahrkarte nach Peking.

Eine Glanzvorstellung bot erneut Halbweltergewichtler Sergej Haan. Mit einem Hagel variabler Schläge trieb er seinen unerfahrenen Gegner Hannes Garbe durch den Ring. Selbst die Zuschauer – unter ihnen Ministerpräsident Matthias Platzeck – empfanden Mitleid mit dem Hanseaten. Ihren Zwischenrufen „Wo bleibt das Handtuch?“ folgte das Wismarer Trainergespann aber nicht; es ließ Garbe die bittere Lektion (6:42 Punkte) bis zum Schlussgong schlucken.

Auch die Gäste brachten zwei Hochkaräter an den Start. Nicht die Spur einer Chance besaß der nach Hoppes Genesung ins Mittelgewicht zurückgekehrte Jörg Rosomkiewicz gegen den WM-Teilnehmer und mehrfachen niederländischen Meister Peter Mullenberg. Mit Kampfgeist und gelegentlichen überfallartigen Angriffen konnte „Rosi“, dem eine Ringpause gut tun würde, die boxerische und technische Überlegenheit seines Gegners nicht wettmachen. Der mit Spannung erwartete Fight zwischen den beiden „Schweren“ Lukas Schulz (Wismar), deutscher Vizemeister, und Vitalij Subacius verlief unspektakulär. Der Babelsberger boxte aus einer sicheren Defensive – in Runde 3 und 4 wurde Schulz angezählt, so dass es an Subacius’ fünftem Sieg im siebenten Kampf gegen diesen Kontrahenten keinen Zweifel gab.

Von den übrigen Babelsberger Kämpfern wurde Constantin Klatt (Federgewicht) mit einem Unentschieden schlecht bedient, denn gegen seinen unorthodox, manchmal unsauber boxenden Gegner Erdal Kaplan hatte er in der Schlussrunde deutliche konditionelle Vorteile. André Kurz (Leicht) gewann hauchdünn (25:24) gegen Hawik Barsejan, und Weltergewichtler Sebastian Formella musste sich nach verschlafener erster Runde dem kompakt agierenden Dieter Döhl geschlagen gegeben.

In einer Schweigeminute gedachten die Zuschauer im Toyota-Autohaus des kürzlich im Alter von 72 Jahren verstorbenen verdienstvollen Babelsberger Boxtrainers Fritz Fiebelkorn.

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

24.01.2008

Der Kapitän boxt wieder

Babelsbergs Anatolij Hoppe und Marcel Schneider stehen am Samstag gegen Wismar vorm Comeback

MICHAEL MEYER

Anatolij Hoppe ist wieder da. Am Samstag wird Babelsbergs Boxer beim Heimkampf gegen Hanse Wismar (18 Uhr, Toyota Auto Center Babelsberg) erstmals in dieser Zweitliga-Saison für Motor in den Ring steigen. Mitte November vergangenen Jahres hatte sich der Halbschwergewichtler kurz vor dem Start der Liga- Kämpfe bei den Norddeutschen Meisterschaften in Neukloster den Daumen der rechten Schlaghand gebrochen – nun brennt der 28-Jährige auf seinen ersten Kampf. In der vergangenen Woche brachte sich Babelsbergs Mannschaftskapitän im Trainingscamp seines litauischen Mannschaftskameraden Vitalius Subacius in Kaunas ordentlich in Schwung. „Er hat dort in fünf Tagen elfmal trainiert und nach seiner Rückkehr verkündet: Ich bin fit wie ein Turnschuh“, erzählt Motor-Manager Ralph Mantau.

Der sich auch über das Comeback Marcel Schneiders freuen kann. Babelsbergs Deutscher Meister und Vize-Militärweltmeister musste bislang wegen einer im Finale der Deutschen Meisterschaften erlittenen Augenverletzung pausieren. Der 21-jährige Bantamgewichtler ist nun aber ebenfalls wieder genesen und soll dazu beitragen, Motor zurück an die Tabellenspitze zu fighten, nachdem in seiner Gewichtsklasse Slava Bitter die ersten beiden Vergleiche verloren hatte.

Nach einem Sieg (14:9 gegen BSK Seelze) und einer Niederlage (11:13 beim BC Cottbus) sind Babelsbergs Faustkämpfer mit 2:2 Punkten momentan Tabellendritter hinter den Cottbusern und Seelze (je 3:3), die sich bereits am vergangenen Wochenende gegenüberstanden und 12:12 boxten. „Wir wollen und müssen am Samstag gegen Wismar gewinnen, um unsere Spitzenposition zu behaupten“, erläutert Mantau, der seiner Mannschaft eine klare Marschorder gegeben hat: „Unsere Gruppe ist sehr ausgeglichen, da gibt es keinen Favoriten. Um Meister zu werden, müssen wir alle noch ausstehenden vier Kämpfe gewinnen.“

Gegen das BT Hanse Wismar soll jetzt der zweite Saisonsieg her. „Das ist machbar, wird aber schwer“, weiß Motors Manager, der durch Hoppes Rückkehr übermorgen Jörg Rosomkiewicz wieder im Mittelgewicht boxen lassen kann. Dort wird es der Babelsberger, der im Dezember je einmal verlor und siegte, wohl mit dem starken Niederländer Peter Mullenberg zu tun bekommen, der seine beiden ersten Zweitliga- Kämpfe dieser Saison gewann. Im Weltergewicht könnte der 2007 von Wismar zu Motor gewechselte Sebastian Formella auf Hanses Neuzugang Dieter Döhl treffen, und im abschließenden Schwergewichts-Kampf dürfen sich die Boxfans am Samstag wieder auf das Dauer-Duell Vitalius Subacius versus Lukas Schulz freuen. Sechsmal standen sich die beiden Kraftpakete bislang gegenüber; viermal siegte dabei der Babelsberger, zweimal der Wismarer. In der vergangenen Saison gewann jeder seinen Heimkampf. „Vitalius wird sich ordentlich ins Zeug legen müssen“, ahnt Ralph Mantau. Darauf hoffend, dass der Litauer übermorgen ebenso gut vorbereitet in den Ring steigt wie Anatolij Hoppe.

 

Märkische Allgemeine Zeitung

24.01.2008

Schneider und Hoppe dabei

BOXEN \ Babelsberger wollen die Tabellenspitze in der 2. Bundesliga zurückerobern

AXEL EIFERT

Seitdem die Potsdamer wieder im Ligaboxen dabei sind, gab es fast in jedem Jahr zwei Vergleiche mit den Hansestädtern, mit einer Ausnahme. „Einmal war Wismar aufgestiegen, aber im Jahr darauf wieder abgestiegen. Aber sonst sind wir immer aufeinander getroffen und haben uns viele heiße Gefechte geliefert. Diesmal wird es sicherlich nicht anders sein“, sagt Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau.

Das Ziel für seine Staffel für das Duell mit Wismar am Sonnabend ab 18 Uhr im Toyota-Autocenter (Großbeerenstraße) ist abgesteckt. „Wir wollen die Tabellenspitze zurückerobern. Wir müssen nachziehen“, fordert Mantau. Nachdem sich der BSK Seelze und der BC Cottbus voriges Wochenende 12:12 getrennt haben, liegen diese beiden Mannschaften mit jeweils 3:3 Punkten vor Babelsberg und Wismar (je 2:2). „Es wird wieder ein schwieriges Unterfangen, denn unsere Gäste sind nicht zu unterschätzen“, so Mantau.

Der Motor-Boxchef freut sich aber darauf, beim zweiten Heimkampf sein bestes Aufgebot in den Ring schicken zu können. Mit dem Deutschen Meister Marcel Schneider (Bantam) und Staffelkapitän Anatolij Hoppe (Halbschwer) sind zwei Leistungsträger in dieser Saison erstmals dabei, die in den ersten beiden Kämpfen aus Verletzungsgründen gefehlt hatten. „Mit den beiden sind wir qualitativ natürlich wesentlich besser besetzt als zuletzt. Anatolij weilte wegen seines längeren Ausfalls gerade eine Woche zum Trainingslager in Kaunas. Und am Mittwoch waren die meisten Kämpfer von uns nochmal im Leistungszentrum in Frankfurt (Oder) zum Sparring“, sagt Mantau.

Zwei besonders interessante Duelle erwartet er in den oberen Gewichtsklassen. Der litauische Schwergewichtler Vitalius Subacius bekommt es mit dem deutschen Vizemeister Lukas Schulz zu tun, der ihn vorige Saison in Wismar einmal besiegen konnte.

Und im Mittelgewicht trifft Motor-Routinier Jörg Rosomkiewicz auf den dreifachen niederländischen Meister und WM-Fünften Peter Mullenberg. Mantau: „Das wird ein ganz schwerer Brocken für Rosi. Der Holländer soll ein großer und sehr schneller Mann sein. Mal sehen, was er daraus macht. Ich hoffe, dass am Ende alles positiv für uns ausgeht.“

 

MB Intern

16.12.2007

Haan entzaubert Wagner einstimmig

Zum ersten Bundesligaauswärtskampf der Saison 2007/2008 reisten die Motor-Kämpfer zum Bundesliga-Debütant BC Cottbus. Im ersten Kampf bis 54 Kilogramm traf Slawa Bitter auf Marko Lebeda. Bitter, der seine Leistung steigerte, konnte jedoch nicht die nötigen Punkte sammeln und unterlag deutlich mit 24:39 Punkten. Auch Jakov Terskisch fand nicht richtig in den Kampf gegen Marten Lebeda und musste sich mit 25:41 Punkten geschlagen geben. Andre Kurz, der letzte Woche gegen den Seelzer Sergej Dschullajan eine hervorragende Leistung bot, fand gegen den Dritten der Deutschen Meisterschaften Marcel Schinske nicht die passenden Argumente um den Kampf gewinnen zu können; 29:19 für Schinske.

Während den Kämpfen spielte sich ein Halli-Galli an der Punktemaschine ab. Cottbus-Verantwortliche beschwerten sich darüber, dass Motor-Coach Ralph Mantau während der Kämpfe über den aktuellen Punktestand seiner Fäustlinge informiert wurde, selber aber das gleiche ausübten.

Dann kam es zum Kampf des Abends in der Gewichtsklasse bis 64,0 kg zwischen Sergej Haan und dem mehrfachen Deutschen Meister und amtierenden Vize-Meister Enrico Wagner. Haan der letzte Woche im Heimkampf durch seine schnellen präzisen Schlagkombinationen bestach, deklassierte Wagner eindeutig, traf nach Belieben, beherrschte zu jeder Zeit das Geschehen und lag nach jeder Runde nach Punkten klar vorn. Das Urteil der Punktrichter: 34:22 für den Motor-Kämpfer.

Nach diesem Kampf kam es zu Dingen, die von Motor-Seite unbewertet bleiben: auch in diesem Kampf wurde protestiert, dass der Motor-Trainer über den aktuellen Punktestand informiert wurde; es wurde von Cottbus Protest gegen das Urteil zwischen Sergej Haan und Enrico Wagner eingereicht; nach der Pause war der BoxPointer (Punktemaschine) defekt, sodass die nachfolgenden Kämpfe nach Punktzettel bewertet wurden.

Im fünften Kampf des Abends im Weltergewicht zwischen Sebastian Formella und Vitalij Abdullaew lagen die Punktrichter, die den Bundesligakampf Cottbus gegen Babelsberg fair leiteten, jedoch falsch. Formella, der den Kampf seit der ersten Runde unter Kontrolle hatte kommentierte: "Ich bin sauer.", denn das Kampfgericht entschied zwei zu eins Richterstimmen für den Cottbuser. Im anschließenden Mittelgewichtskampf konnte sich der Motor-Kämpfer Özkeler Gökalp nicht gegen Juri Gejis behaupten und verlor mit 3:0 Richterstimmen.

Erneut überraschte Jörg Rosomkiewicz, der unseren verletzten Kapitän Anatolij Hoppe im Halbschwergewicht schon zum zweiten Mal in dieser Saison ersetzte. "Rosi" war schnell auf den Beinen, setzte klare Treffer und gab den Cottbus-Import Valeri Kalashyan keine Chance. Das sahen die Punktrichter ebenso, Sieg für Rosomkiewicz.

Letzter Kampf, Schwergewicht über 81 Kilogramm. Cottbus stellte gegen unseren WM-Teilnehmer und mehrfachen litauischen Meister Vitalijus Subacius, Waldemar Golovanov. Wie auch schon im Heimkampf gegen Seelze war der litauische Einflieger Subacius unterfordert. Golovanov zeigte sich bereits vor Kampfantritt eingeschüchtert, was sich im Kampfverlauf zeigte. Vitalijus' erster Seitwärtshaken zum Kopf beendete den Kampf nach nicht einmal 30 Sekunden- Golovanov hing orientierungslos in den Seilen: RSC 1. Runde für Vitalijus Subacius.

Zu den Wettkampf-Fotos

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

10.12.2007

Auftakt nach Maß

Motor-Boxer gewannen gegen BSK Seelze überraschend deutlich mit 14:9

Mir personellen Sorgen war Trainer und Manager Ralph Mantau in den Auftaktkampf der Motor-Boxer gegen den BSK Seelze gegangen; um so mehr konnte er am Ende der sieben Zweitbundesligakämpfe strahlen: „Super gelaufen.“ Mit einem hohen14:9 gelang den Babelsbergern im Toyota-Autohaus auch ohne die verletzten Anatolij Hoppe und Marcel Schneider ein Auftakt nach Maß.

Dazu trugen die neu verpflichteten Kämpfer erheblich bei. Vor allem mit Sergej Haan hat Motor eine echte Verstärkung eingekauft. Der aus Velbert gekommene Weltergewichtler hat 91 seiner 117 Kämpfe gewonnen und wurde auch schon in der 1. Bundesliga eingesetzt. Am Samstagabend brillierte der 24Jährige gegen den tapferen, aber hoffnungslos unterlegenen Juri Paschko mit variablem Boxen, ließ langen Geraden genaue Körpertreffer folgen. Nach dem 13:49 war Paschko froh, stehend das Kampfende erreicht zu haben.

Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 7:4 für die Gastgeber. Neuzugang Slava Bitter (Bantamgewicht) hatte den ersten Kampf verloren (21:39). Er boxte zwar technisch gut, ließ sich aber von den ungestümen, oft unsauberen Angriffen seines Gegners Mahmut-Jasin Suher zu stark beeindrucken. Der Rückstand war aber schnell wieder wettgemacht, weil Seelze das Federgewicht nicht besetzen konnte. Dann schlug Halbweltergewichtler André Kurz Sergej Dschullajan, der ihn anfangs mit überfallartigen Angriffen und harten Schlägen zu verunsichern suchte, aber immer wieder wirkungsvoll gekontert wurde. Am Ende fiel der Sieg des erstligaerfahrenen Neuzugangs mit 43:16 sehr deutlich aus.

Im Halbmittelgewicht bewährte sich mit dem aus Wismar gekommenen Sebastian Formella (70 Kämpfe, 66 Siege!) ein weiterer Neuling im Motor-Team. Sein Gegner Alexander Raynesh boxte ausschließlich im Vorwärtsgang, musste dabei aber viele Treffer nehmen. In der zweiten und dritten Runde bekam Formella den Seelzer immer besser in den Griff, verlor im Schlussgang aber seine boxerische Linie und war schließlich froh, einen knappen Erfolg (20:17) gerettet zu haben.

Ausgeglichen verlief das Gefecht im Mittelgewicht zwischen Routinier Arthur Franz (Seelze) und dem ehrgeizigen, ab der 2. Runde nach vorn marschierenden Özkeler Gökalp, ebenfalls neu in der Motor-Staffel. Der aus Hamburg gekommene 25-Jährige bekam schließlich einen 32:31-Sieg zugesprochen.

Den zweiten und letzten Gästeerfolg holte anschließend Halbschwergewichtler Eugen Schellenberg gegen den eine Klasse aufgerückten Babelsberger Mannschaftskapitän Jörg Rosomkiewicz. „Rosi“ war gegen den körperlich überlegenen Gegner lediglich auf Schadensbegrenzung aus (11:23). Im Schwergewicht ging es dagegen den Seelzern nur um den einen Punkt für den Verlierer. Im Kampf gegen Vitalijus Subacius flog schon kurz nach Beginn das Handtuch für Paul Ochotnikow.

 

Märkische Allgemeine Zeitung

10.12.2007

Krachende Hände von Haan

BOXEN \ Zweitligist Motor Babelsberg klarer Sieger 14:9 Sieger gegen BSK Seelze

DETLEF BRAUNE

Die Gäste vom BSK Seelze brachten zum Zweitligaauftakt der Boxer in Babelsberg im Schwergewicht nur eine „Attrappe“ mit.

Acht Monate mussten die Fans die Boxstaffel von Motor Babelsberg entbehren. Zum Auftakt der 2. Bundesliga vor 450 Zuschauern im Toyota-Autohaus ließen die Gastgeber die Fäuste wieder gekonnt fliegen, dass dem BSK Seelze mit zwei Ausnahmen Hören und Sehen verging. Die Überlegenheit kam beim 14:9-Sieg nur unzureichend zum Ausdruck, denn dem Gegner wird bereits für das Erscheinen im Ring ein Punkt zugebilligt.

Vom rhythmischen Klatschen bis zum gellenden Pfeifkonzert offenbarten die Augenzeugen alle Emotionen. Den größten Beifall heimste Motors Weltergewichtler Sergej Haan ein. Der Gast aus Augsburg – einer von fünf Neulingen – marschierte mit geraden Händen auf seinen Kontrahenten los und entfachte am Mann ein Trommelfeuer an Haken. Eine Klassevorstellung des zweifachen deutschen Vizemeisters, der aus Kasachstan stammt. Der Finalschlag blieb jedoch aus.

Auch Schwergewichtler Vitalijus Subacius musste sich mit 2:1-Zählern begnügen. Der Litauer teilte nicht mal eine Faust aus – ihm stand eine ängstliche, fleischgewordene Attrappe von 83 Kilogramm gegenüber, dessen Trainer bereits nach 15 Sekunden das Handtuch warf. Ein Pfeifkonzert war die Quittung. Dem Tumult schloss sich tröstlicher Beifall des Publikums für den Liebling an. „Ich will Weltmeister werden“ hatte Subacius vor einem Jahr in der MAZ erklärt. Er gewann alle WM-Vorbereitungsturniere und schlug bei den Titelkämpfen in Chigaco zum Auftakt den Weltrangslistenersten aus Kasachstan. Im zweiten Kampf gab es ein Skandalurteil – typisch für den immer wieder von Affären erschütterten Weltverband Aiba. Ein Ungar – ein Landsmann des Magyaren ist Kampfrichter-Obmann der Aiba – wurde zum Sieger gegen Subacius erklärt. „Mir ist nachts vor dem Fernseher die Brille von der Nase gefallen“, so Ralph Mantau, Trainer der Motor-Boxer und enger Freund des Litauers, der in der vierten Saison für die Babelsberger in den Ring steigt. „Ich will versuchen, mich für Peking zu qualifizieren“, so Subacius.

Starke einheimische Kämpfer sind derzeit Mangelware. Als auch noch der deutsche Meister Marcel Schneider für den Seelze-Kampf passen musste, holte das wandelnde Box-Lexikon Mantau innerhalb von zwei Tagen Slava Bitter aus Bitterfeld. Der Bantamgewichtler verlor zwar, hielt sich aber tapfer.

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

05.12.2007

Angeschlagen vor dem ersten Gong

Babelsbergs Motor-Boxer starten am Samstag in die Saison und haben mit Personalproblemen zu kämpfen

Nun auch das noch! Nachdem sich Anatolij Hoppe, der Kapitän der Boxerriege des SV Motor Babelsberg, vor der am Samstag beginnenden Saison in der 2. Bundesliga die Hand brach, meldete sich gestern auch Marcel Schneider verletzt ab. Im Finale der Deutschen Meisterschaften gegen den Chemnitzer Ronny Beblik musste der Bantamgewichtler einen Cut am Auge einstecken, von dem er sich nach wie vor nicht erholt hat. „Ich sehe nur schwarz und weiß. Da kann ich unmöglich in den Ring steigen“, teilte er Motor-Manager Ralph Mantau mit. Und der hat nun ein großes Problem. Denn: Gerade die Leichtesten – bis 56 kg – sind nicht gerade üppig gesät in Deutschlands Boxlandschaft, und auch der Babelsberger Traditionsverein hat nur ein einziges Leichtgewicht mit dennoch gehöriger Schlagkraft in seinen Reihen. „Seit der Schreckensnachricht weiß ich nicht mehr, wo mir der Kopf steht“, sagt Mantau. „Ich habe überall herumtelefoniert, denn ich will den Auftaktkampf vor eigenem Publikum natürlich nicht mit sieben Leuten bestreiten.“ Zwei Eisen hat der Coach nach eigenem Bekennen noch im Feuer, doch die Verhandlungen gestalten sich schwierig. Abwarten und Tee trinken – mehr bleibt dem Motor-Boss vorerst nicht.

Wie immer die Sache auch ausgeht: Potsdams Boxfans werden am Samstag im Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße eine leicht veränderte Truppe zu Gesicht bekommen, die sich mit dem Dauerrivalen BSK Seelze im Ring messen wird. Im Federgewicht wird Jakov Terskich zu erleben sein, der in der vergangenen Saison noch im Leichtgewicht die Fäuste schwang. An seiner Seite hat er Constantin Klatt, dem diesmal eine ganz besondere Aufgabe zukommt. Der Athlet, dessen Gewicht sich stets um die 60 Kilogramm bewegt, ist obendrein auch als zweiter Mann hinter André Kurz im Leichtgewicht vorgesehen. Dieser stieß vor kurzem zum Verein – auf Bitten seines Cousins Waldemar Völker, der bisher für Motor boxte und sich künftig mehr seiner Familie widmen möchte.

Im Halbweltergewicht haben die Motor-Mannen mit Sergej Haan einen vielversprechenden Mann aus Velbert verpflichtet. Der 24-Jährige konnte vier von sechs Erstliga-Kämpfen für sich entscheiden und kommt in seiner Statistik inzwischen auf 90 Siege in 116 Kämpfen. Als Ersatz steht mit Steffen Sparborth ein erfahrener Motor-Boxer zur Verfügung. Mit Sebastian Formella kommt ein Athlet aus Hamburg an die Havel, auf den Mantau besondere Hoffnungen setzt. In der vergangenen Saison stieg der Weltergewichtler für das Boxteam Wismar in den Ring; er kann auf eine erfolgreiche Box-Karriere verweisen. Von 69 Kämpfen konnte er 65 für sich entscheiden. Sollte er ausfallen, wird Patrick Sengebusch eingesetzt.

Einen neuen Mann gibt es auch im Mittelgewicht. An der Vormachtsstellung von Publikumsliebling Jörg Rosomkiewicz wird natürlich nicht gerüttelt, künftig wird aber auch Gökalp Özekler in dieser Gewichtsklasse zuschlagen. Er kommt ebenfalls von der Alster und wurde von Mannschaftskapitän Anatolij Hoppe vom Wechsel überzeugt. Als aktueller Norddeutscher Meister bringt es der Hamburger auf 32 Siege in 39 Kämpfen.

Im Halbschwergewicht soll wie gehabt Anatolij Hoppe die Sache richten, doch in den ersten beiden Kämpfen fällt er wegen seiner gebrochenen Hand definitiv aus. Matthias Kaiser ist deshalb reaktiviert worden, doch ob sein derzeitiger Leistungsstand schon für einen Einsatz gegen Seelze reicht, muss erst beim Abschlusstraining am Donnerstag entschieden werden. „Im Notfall muss einer der beiden Mittelgewichtler in den sauren Apfel beißen“, so Mantau, der zumindest im Schwergewicht die alte Besetzung aufbieten kann. Erster Mann ist der mehrfache litauische Meister Vitalijus Subacius; an seiner Seite steht Kickbox-Weltmeister Alex Melcher bereit.

Neben einem spannenden Boxabend erwartet die Besucher am Samstagabend ein weiteres „Schmankerl“. In der Pause werden Szenen für den Film „Ben – sein schwerster Kampf“ gedreht, die sich die Fans bei Freibier anschauen können.

Eintrittskarten für 7,50 (freie Platzwahl ab der fünften Reihe) bis 10 Euro (Ringplätze Reihen eins bis vier) gibt es an der Total-Tankstelle und im Autohaus an der Großbeerenstraße.

 

Märkische Allgemeine Zeitung

29.03.2007

Saison Halali im Ring

BOXEN / Nach 2 Titeln kann Babelsberg diesmal nur noch dritter werden

AXEL EIFERT

Im Potsdamer Toyota-Autocenter in der Großbeerenstraße fliegen am Sonnabend ab 18 Uhr noch einmal die Fäuste. Zum Saison-Halali in der 2. Box-Bundesliga erwarten die Kämpfer von Motor Babelsberg die niedersächsische Staffel vom BSK Seelze. Die ganz große Spannung liegt nicht mehr über diesem Duell, denn der neue Meister (Olympia Heidelberg) und auch der Vize (Hanse Wismar) stehen bereits fest. Es geht zwischen den um einen Punkt getrennten Mannschaften lediglich noch um Platz drei.

"Wir wollen die insgesamt doch enttäuschende Saison ordentlich zu Ende bringen. Sicherlich wird es noch einmal spannend, denn Seelze wird nicht zum Verlieren hier herkommen", sagt der Babelsberger Trainer und Manager Ralph Mantau, der weiter auf den verletzten Federgewichtler Zakhid Mekhtsijev verzichten muss. Für Potsdams Boxfans dürfte es in Live-Atmosphäre zudem eine gute Einstimmung auf das Profi-Comeback von Henry Maske am Abend im Fernsehen gegen den US-Amerikaner Virgil Hill sein.

Dass es nach zwei Meistertiteln in der 2. Liga für die Motor-Boxer diesmal höchstens noch Platz drei werden kann, ist nicht die einzige Enttäuschung der abgelaufenen Saison. Babelsbergs Boxchef Mantau stellt sich aber schützend vor seine Kämpfer. "Sicher hätte es zu Hause gegen Wismar kein Unentschieden geben dürfen. Die Leistung der Sportler war aber im Großen und Ganzen okay. Wie aber einige Auswärtskämpfe verlaufen sind, war unter der Gürtellinie", resümierte Mantau. Auch die Mini-Liga mit nur vier Teams sei unbefriedigend gewesen. Mantau: "Leider sind von einigen starrsinnigen Leuten im Boxverband die Vorschläge aus den Vereinen der 1. und 2. Liga abgewürgt worden." Die hatten sich eine gemeinsame Liga mit zwei Staffeln gewünscht, aus denen hinterher der deutsche Meister ausgeboxt worden wäre.

Als "absoluter Flop" habe sich zudem die vor der Saison anvisierte Kampfgemeinschaft mit Boxern vom Leistungsstützpunkt des BC Cottbus erwiesen. Im Nachhinein wurden vom Verband nämlich einige Regelungen modifiziert, nach denen eine Verstärkung der Motor-Staffel mit Boxern wie beispielsweise dem mehrfachen deutschen Meister Enrico Wagner nicht mehr möglich waren. "Daraus haben wir unsere Lehren gezogen und werden solche Sachen mit anderen Vereinen in Zukunft auch nicht mehr machen", kündigte Mantau schon jetzt an.

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

29.03.2007

Verzicht auf eine besondere Würze    

Motor-Boxer borgen Schwergewichtler Alex Melcher nicht aus - nicht an Seelze

Einiges hatte Ralph Mantau ja in all den Jahren schon erlebt, in denen er für die Babelsberger Boxer das Zepter schwang. Ein solches Anliegen, wie es ihm vor dem letzten Zweitliga-Saisonkampf am Sonnabend gegen den BSK Seelze ausgerechnet vom Dauerrivalen zugetragen wurde, ließ dann allerdings auch ihn als alten Hasen den Kopf schütteln. Nachdem Motor- Schwergewicht Vitalijus Subacius im Hinkampf in Seelze Serkan Kartal aus dem Ring fegte und die Niedersachsen nach der Niederlage gegen Heidelberg vor zwei Wochen auch auf ihr zweites Schwergewicht verzichten müssen, wollten sie sich ausgerechnet von den Babelsbergern Alex Melcher ausleihen. Der einstige Kickboxer muss Subacius zwar den Vortritt lassen, zählt aber zum festen Aufgebot.

„Ich habe nicht gleich abgesagt“, erzählt Motor-Manager Mantau. „Vielleicht hätte es dem Abend ja auch eine besondere Würze gegeben.“ Aber ausgerechnet den BSK Seelze zu unterstützen, der die Motor-Mannen nie sonderlich pfleglich behandelte – das ging dann doch nicht. Um ganz sicher zu gehen, besprach Mantau die Sache mit Kapitän Anatolij Hoppe und Jörg Rosomkiewicz und gab schließlich BSK-Chef Arthur Mattheis den Negativ-Bescheid. „Wir sind zwar nicht nachtragend, aber wir vergessen eben auch nicht“, sagt Mantau, der sich noch heute an so manche Schikane erinnert.

Nicht zuletzt durch die Babelsberger Entscheidung bekommt der Heimkampf am Sonnabend eine besondere Brisanz. Nach der Schlappe gegen Heidelberg steht Seelze nämlich auf dem letzten Platz und muss nun unbedingt gewinnen, um den Klassenerhalt noch zu schaffen. Für das gastgebende Motor-Team kann indes nicht mehr viel anbrennen, den dritten Tabellenplatz möchte die Truppe allerdings schon über die Saison retten.

Für dieses Ziel kann Mantau auf nahezu den kompletten Kader bauen. Allein im Federgewicht wird Zakhid Mekthysiev nicht antreten. Der mehrfache Sowjetische und Weißrussische Meister brach sich im Kampf gegen den Heidelberger Robert Tlatlik die Mittelhand. Für ihn wird allem Anschein nach Jakov Terskich in den Ring steigen. Um im Mittelgewicht glänzend zu bestehen, legte Jörg Rosomkiewicz gestern noch einmal eine Sparringseinheit in Cottbus ein. Am Freitag kommt dann Marcel Schneider hoffentlich unverletzt aus dem Moskauer Trainingslager zurück. In jedem Fall, so Mantau, wollen die Motor-Boxer den letzten Kampfabend „ordentlich“ beenden. Und dies nicht nur mit einem Subacius-Sieg im Schwergewicht.

Beginn ist am Sonnabend um 18 Uhr im Toyota-Autohaus, Großbeerenstraße.

 

Märkische Allgemeine Zeitung

08.02.2007

Ausgeruht zum Auswärtsfight

BOXEN / Motor-Staffel will in Heidelberg Titelambitionen wahren

AXEL EIFERT

Der Kampf um die Meisterschaft in der 2. Bundesliga der Amateurboxer geht in seine entscheidende Phase – und noch immer ist es keiner der vier Mannschaften im bisherigen Saisonverlauf gelungen, einen Auswärtssieg zu landen. Nach der zuletzt so umstrittenen 11:13-Niederlage der Babelsberger Faustkämpfer am 20. Januar in Wismar stellt sich für den Meister der vergangenen beiden Jahre am Sonnabend beim vorletztenSaisonauftritt beim Boxclub Olympia Rhein-Neckar in Heidelberg nicht die Frage, ob er gern als erstes diese Serie durchbrechen will. "Wir können ja gar nicht anders. Wenn wir unsere Titelambitionen aufrecht erhalten wollen, müssen wir dort gewinnen. Das haben wir uns auch fest vorgenommen und zuletzt entsprechend hart trainiert", sagte Motor-Trainer und -Manager Ralph Mantau.

Dabei verleitet die Babelsberger auch der deutliche 14:10-Heimerfolg über die Heidelberger am 13. Januar nicht dazu, den Kontrahenten auf die leichte Schulter zu nehmen. "Da haben sie etwas geschwächelt, weil sie am Kampftag schon früh um 4 Uhr in Heidelberg losgefahren sind und dann im Ring wohl etwas müde waren", meint Mantau. Die Konsequenz des Babelsberger Box-Chefs: "Wir fahren schon am Freitag Abend nach Baden-Württemberg, damit wir am Sonnabend entsprechend ausgeruht in den Ring gehen können."

Bis auf Federgewichtler Zakhid Mekhtsijev (eine Hand gebrochen) können die Brandenburger in Heidelberg auf ihr bestes Aufgebot zurückgreifen. Und die Gastgeber haben gegenüber dem Hinkampf auch nicht mehr allzu viele Variationsmöglichkeiten. Mantau vermutet, dass die Südwestdeutschen eventuell im Mittelgewicht Juri Doberstein, der zuletzt den deutschen Vizemeister Halis Baran aus Seelze K.o. schlug, und im Halbschwergewicht den Militär-Weltmeister Gottlieb Weiß bringen könnten, die in Babelsberg nicht mit dabei waren. "Da ist mir aber nicht bange, denn in diesen Klassen können wir mit Routinier Jörg Rosomkiewicz und dem sich derzeit in blendender Form befindlichen Anatolij Hoppe dagegen halten", meinte Mantau.

Die Babelsberger informierten weiter darüber, dass der Heimkampf zum Saisonfinale gegen den BSK Seelze erst am 31. März (Beginn 18 Uhr) im einheimischen Toyota-Autocenter steigen wird.

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

22.01.2007

Wütend in Wismar    

Zweitligist Motor Babelsberg verlor 11:13

Die Erwartungen vor der Reise nach Wismar am Samstag waren groß beim Box-Zweitligisten Motor Babelsberg: Ein Auswärtssieg war anvisiert, ein Remis gab der Trainer und Manager Ralph Mantau als „Minimalziel“ aus. Doch am Ende kam alles ganz anders. Der SV Motor Babelsberg fuhr ohne Punkt zurück und verlor auch noch die Tabellenführung.

Einen Tag nach der überraschenden 11:13-Niederlage beim Boxteam Hanse Wismar rang Mantau während eines Besuchs der „Grünen Woche“ in Berlin noch immer um Fassung. „Die Urteile des Kampfgerichts spotten jeder Beschreibung, das war ganz schlechtes Niveau“, meinte Mantau und verwies darauf, dass er keineswegs eine generelle Schelte vornehmen wolle: „In den letzten Jahren wurden wir auswärts und bei Heimkämpfen immer fair behandelt, aber so ein Kampfgericht wie am Sonnabend macht die Liga kaputt.“

Die Babelsberger haderten vor allem mit den Urteilen in drei Gewichtsklassen: Die Niederlage Marcel Schneiders im Bantamgewicht gegen Viktor Horst (28:29-Punktniederlage); das 10:26 im Mittelgewicht von Jörg Rosomkiewicz gegen Jacob Deines; und der verlorene Kampf von Schwergewicht Vitalijus Sabacius gegen Lukas Schulz (24:30). „Im Mittelgewicht hat Jörg dominiert. Er hätte zwischenzeitlich mit acht Punkten führen müssen, stattdessen lag er mit sechs zurück!“, berichtete Mantau. Positiv aus sportlicher Sicht war neben den Motor-Erfolgen Anatolij Hoppes im Halbschwergewicht (25:12 Punktsieg über Alexander Kalashyan) und Waldemar Völkers im Leichtgewicht (RSC in der dritten Runde gegen Christopher Hahn) der Sieg Steffen Sparborths: Gegen den starken Alexander Kuhn triumphierte er mit einem 34:16-Punktsieg.

„Diese Pleite ist schwer zu verarbeiten. Momentan sind wir demotiviert“, sagte Trainer Mantau und blickte pessimistisch voraus. „Jetzt wird es schwer, den Meistertitel zu verteidigen.“

 

Märkische Allgemeine Zeitung

22.01.2007

Motor-Staffel fühlt sich betrogen

BOXEN / 11:13 Niederlage in Wismar

AXEL EIFERT

Ralph Mantau, Trainer und Manager der Zweitliga-Boxer von Motor Babelsberg, war auch gestern immer noch außer sich. "Das war korrupt und Betrug. Marcel Schneider, Jörg Rosomkiewicz und Vitalijus Subacius sind von einem unfähigen Kampfgericht aus Sachsen-Anhalt, zu dem ich nichts weiter sagen möchte, um ihre Siege gebracht worden. So wie Wismar nun Tabellenführer geworden ist, möchten wir es nie werden", schimpfte Babelsbergs Teamchef nach der 11:13-Niederlage bei den Mecklenburgern.

In seiner ersten Erregung drohte Mantau gegenüber Alexander Mazur, Vizepräsident Sport beim Deutschen Boxverband (DBV) und DBV-Ligaobmann Hans-Werner Stryak an, die Babelsberger Staffel aus der 2. Bundesliga zurückzuziehen. "Wir wollen einfach nur fair behandelt werden. Das war beim Auswärtskampf in Seelze der Fall, und das war in den vergangenen zwei Jahren so. Aber was in Wismar abging, war völlig unter der Gürtellinie", monierte Mantau.

Am krassesten ging es wohl im abschließenden Schwergewichtskampf zu, in dem Babelsbergs Litauer Vitalijus Subacius gegen Lukas Schulz zum Verlierer erklärt wurde. "Lukas Schulz kam hinterher mit zugeschwollenem Auge zu mir und entschuldigte sich, dass er das Urteil nicht gemacht habe", so Mantau. Bei einem Sieg von Subacius wäre Babelsberg sogar noch mit einem Remis nach Hause gefahren. Motors Bantamgewichtler Marcel Schneider verlor trotz überlegener Kampfesführung gegen Viktor Horst mit 28:29 nach Punkten. Im Mittelgewicht begann Routinier Jörg Rosomkiewicz gegen Jacob Deines sehr gut, aber es war schnell klar, dass der Babelsberger nur durch K.o. hätte gewinnen können. So ging der Rest im Gewürge unter und "Rosi" verlor 10:26.

Drei Gästesiege gab es dennoch. Waldemar Völker gewann im Leichtgewicht gegen Christian Hahn durch Abbruch in der dritten Runde. Halbweltergewichtler Steffen Sparborth punktete Alexander Kuhn sicher aus. Anatolij Hoppe (Halbschwer) bestätigte seine derzeit sehr gute Form mit einem Erfolg über Alexander Kalashyan.

Gegen die Niederlagen von Jakov Terskich im Federgewicht gegen den deutschen Meister Marcel Meyerdiercks und von Artjom Daschjan im Weltergewicht gegen Sebastian Formella hatte Mantau nichts einzuwenden. Beide hätten gute Leistungen gezeigt. Daschjan als etatmäßiger Mann im Halbwelter konnte eine Gewichtsklasse höher physisch in den beiden Schlussrunden mit seinem Kontrahenten nicht mehr mithalten.
    

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

15.01.2007

Mit "Rosi, Rosi"-Rufen zum Sieg getrieben    

14:10 über starken Neuling brachte Motorboxer an die Tabellenspitze

Mannschaftskapitän Anatolij Hoppe blieb es vorbehalten, im dritten Saisonkampf der 2. Boxbundesliga beim Stand von 10:8 den Gesamtsieg seiner Babelsberger Motor-Boxer gegen den starken Neuling SC Olympia (SCO) Rhein-Neckar zu sichern. Wie er das tat, war bemerkenswert. Der Halbschwergewichtler führte Boxen als edle Kunst der Selbstverteidigung vor. Exzellente Meidbewegungen ließen den langen Hüseyin Cincara, Dritter der Deutschen Meisterschaften, ins Leere schlagen, dann folgten überfallartige Angriffe, durch die Hoppe locker die für seinen hohen Sieg (27:4) nötigen Punkte sammelte.

Andere Babelsberger mussten härter kämpfen, um den Erfolg über den 2005 aus hoffnungsvollen Talenten und einigen Spitzenboxern gebildeten Heidelberger Club zu sichern. Die Gäste brachten durchweg gut ausgebildete Boxer in den Ring, die in den ersten Runden meist dominierten, es aber an unbedingtem Siegeswillen fehlen ließen. Den besaßen dagegen die Babelsberger. Von Trainer Ralph Mantau taktisch klug eingestellt, mobilisierten sie gegen Ende der Kämpfe neue Kräfte und holten Punktrückstände auf. Dies traf auf Federgewichtler Zakhid Mekhtsiyev, der dem stilistisch besseren Robert Tlatlik mit wuchtigen Angriffen den Schneid abkaufte, ebenso zu wie auf Publikumsliebling Jörg Rosomkiewicz, der im Endspurt unter „Rosi, Rosi“-Rufen der mit rund 500 Zuschauern gefüllten Halle im Toyota- Autohaus gegen Stefan Härtel den Kampf im Mittelgewicht noch drehte und zu einem freilich etwas glücklichen Erfolg kam

Nicht ganz zum Sieg reichte es dagegen für Alexander Völker (Leichtgewicht), der gegen Sandro Schaer, mehrfacher Medaillengewinner bei Deutschen Meisterschaften, in der vierten Runde zur Aufholjagd ansetzte und Punkt um Punkt gutmachte. Ein einziger Zähler entschied schließlich gegen ihn. Zweiter Babelsberger Verlierer war Weltergewichtler Tobias Drobig. Schon nach gut 30 Sekunden schlug in der ersten Runde eine schwere Rechte von Alexander Miller bei ihm ein. Zwar kam Drobig wieder auf die Beine und signalisierte Kampfbereitschaft, doch der Ringrichter schickte ihn in die Ecke.

Dem optischen Eindruck widersprach das Urteil im Halbweltergewicht. Der technisch hochklassige Heidelberger Dimitri Sorokin beherrschte Steffen Sparborth drei von vier Runden. Nur die dritte gab er ab, aber da sammelte Sparborth so viele Punkte, dass er zum Sieger erklärt wurde.

Als Fehlurteil wertete dies der schwergewichtige SCO--Trainer Vladimir Pletnev, wie überhaupt der „Heimbonus“ beim vom thüringischen Verband gestellten Kampfgericht eine zu große Rolle gespielt habe. Zum Sieg hätte es für die Gäste aber ohnehin nicht gereicht. Der technisch hochbegabte Fliegengewichtler Marcel Schneider ließ Denis Markow ebenso wenig eine Chance wie Schwergewichtler Vitalijus Subacius seinem Gegner Markus Tomala, der nach tapferem Widerstand heilfroh war, stehend das Kampfende zu erreichen.

Während die Heidelberger Aufstiegsambitionen einen Dämpfer erhielten, sind die Motor-Boxer nach dem klaren 14:10-Erfolg Tabellenerster und können die Verteidigung des Meistertitels nun wieder zuversichtlicher angehen.

 

Märkische Allgemeine Zeitung

15.01.2007

Zuckerbrot und Peitsche

BOXEN / Nach dem 14:10-Sieg ist Motor Babelsberg Zweitliga-Spitzenreiter

DETLEF BRAUNE

Heikle Dinge soll man erst überschlafen. Einen Tag nach dem Auftritt der Zweitliga-Boxer von Motor Babelsberg folgt die Auswertung. Auch gestern startete Trainer Ralph Mantau seinen telefonischen Rundruf in die Heimatstädte der Boxer. "Da verteile ich Zuckerbrot und Peitsche", sagt er genüsslich.

Auf den Peitschenknall konnte er verzichten. Seine Staffel hatte sich mit dem 14:10-Erfolg gegen den BC Olympiastützpunkt Rhein-Neckar Heidelberg ätzender Kritik entzogen. 600 Zuschauer feierten im Babelsberger Autohaus Toyota nach beinahe durchweg gelungenen Auftritten der einheimischen Kämpfer den neuen Spitzenreiter, der nun vor dem Samstag-Duell in Wismar das Viererfeld mit 4:2 Punkten anführt.

Einer hatte es am Kampfabend besonders eilig an den heimatlichen Herd in Hamburg zu eilen. Die am Heiligabend 2005 geborene Tochter Julia von Anatolij Hoppe lag mit Fieber im Bett. Seiner Aufgabe im Ring hatte sich der Motor-Kapitän zuvor im Halbschwergewicht mit einem klaren Punktsieg gegen Hüseyin Cincara, den Dritten der Titelkämpfe 2006, gewidmet. Hoppe, 1997 aus Kasachstan gekommen, hält im sechsten Jahr Kopf und Fäuste für Motor hin. Von 48 Kämpfen verlor der deutsche Vizemeister von 2005 nur sechs.

Wie gewohnt "verschlief" der Publikumsliebling am Sonnabend die erste Runde. "Das ist bei ihm nicht rauszukriegen", bemerkte Mantau Doch dann war der Gegner ausgeguckt, und der liebe Pappi demonstrierte sein boxerisches Können mit blitzschnellen Aktionen. Wobei die linke Führhand noch härter kommt als die rechte.

"Motor hat ein tolles Publikum, darum bin ich schon solange hier", sagt der gelernte Tischler. Und die Spesen stimmen auch. Bei den Profis waren die Angebote zu mager, deshalb pendelt er weiter zwischen der Elbe und der Havel. Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit montiert er jetzt bei Phillips Leuchten für die Regale von Modehäusern. Ehefrau Katarina trägt als Erzieherin zum Familienetat bei. Das Glück wäre vollkommen, "wenn ich in diesem Jahr deutscher Meister werde", so Hoppe.

In Schuss zeigten sich in den Motor-Reihen bei ihren Punktsiegen auch Marcel Schneider, der 34-jährige Senior Zakhid Mekhtsiyev, Steffen Sparborth, Jörg Rosomkiewicz und der "Schwere" aus Litauen Vitalijus Subacius.

Für Subacius gab es die "Ansage" gestern im Auto. Trainer und Manager Mantau holte ihn und seinen Coach nach der Übernachtung im Gastquartier ab und brachte die beiden zum Flieger nach Schönefeld. "Sicher gewonnen, aber nicht spektakulär", so Mantaus Fazit.

Waldemar Völker unterlag nach respektabler Gegenwehr. Kritik gab es nur für Tobias Drobig (-69 Kg), der gegen Alexander Miller durch RSC in der 1. Runde verlor.

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

10.01.2007

Trainingslager in Kaunas für ersten Sieg

Wieder Zweitliga-Boxen im Babelsberger Autohaus

MICHAEL MEYER

Am Samstag wird das Toyota Auto Center Babelsberg wieder zum Box-Mittelpunkt der Landeshauptstadt. Mitarbeiter des Autohauses werden die Kraftwagen hinüber in die Werkstätten fahren und so Raum schaffen für das Seilquadrat und 500 Zuschauer, die Babelsbergs Motor-Boxer ab 18 Uhr im Zweitliga-Kampf gegen den BC Olympia Heidelberg anfeuern wollen.

„Das wird alles andere als einfach“, weiß Motors Trainer und Manager Ralph Mantau, dessen Riege zum Auftakt beim BSK Seelze durch ein 12:12 überraschend einen Punkt gewann, um dann zu Hause gegen das Boxteam Hanse Wismar durch ein weiteres 12:12 einen Punkt zu verschenken. Mantau erwartet den Spitzenreiter „als ein komplettes U21-Nationalteam, denn Heidelberg ist Olympiastützpunkt fürs Boxen“. Im Halbschwergewicht beispielsweise wird mit Gottlieb Weiss der aktuelle Militär-Weltmeister erwartet, im Weltergewicht der starke Alexander Miller, im Leichtgewicht der mehrfache Deutsche Meister Sandro Schaer. Und Babelsbergs litauisches Schwergewicht Vitalijus Subacius wird es mit Polens Meister Markus Tomala zu tun bekommen. Stichwort Subacius: Bei ihm daheim in Kaunas bestreiten derzeit mit ihm, Zakhid Mekthysiev (47 kg), Steffen Sparborth (64 kg), Tobias Drobig (69 kg) und Jörg Rosomkiewicz (75 kg) fünf Babelsberger bis zum Freitag ein mehrtägiges Trainingslager, um Samstagabend im Autohaus an der Großbeerenstraße zum ersten Saisonsieg beitragen zu können.

Die Motor-Company, seit Ende 1998 als Motor-Sponsor Gastgeber der Babelsberger Heimauftritte, stellt ihr Haus den Boxern kostenlos zur Verfügung; alle Einnahmen der Kampfabende kommen so der Abteilung zugute. „Wir haben seit damals keinen Vertrag miteinander, sondern vertragen uns“, erklärte gestern Detlef Slupinski, Geschäftsführer der Motor-Company, ehe er Mantau offiziell neue Trikots für den Samstag überreich- te. Obwohl Babelsbergs Faustkämpfer dank ihrer Erfolgsstory der letzten Jahre auf zahlreiche Gönner setzen können – gestern verlängerte auch die Mittelbrandenburgische Sparkasse ihr finanzielles Engagement –, reichte das Geld noch nie, um den nötigen Saisonetat von rund 50 000 Euro wirklich zu stemmen. Der Aufstieg in die 1. Liga, für die die doppelte Summe gebraucht wird, scheiterte in den beiden letzten Jahren nur am Geld; sportlich war Motor als Meister der 2. Liga qualifiziert. „Unser Ziel ist trotzdem weiter die 1. Bundesliga“, sagte Mantau gestern. Vielleicht klappt der Aufstieg ja in diesem Jahr mit Burkhard Jungkamp – Staatssekretär im Sportministerium – als künftigem Vereinsmitglied, Abteilungs-Chef und „Klinken-Putzer“. Zuvor aber muss Heidelberg besiegt werden.

 

Märkische Allgemeine Zeitung

10.01.2007

Ein Sieg ist Pflicht

BOXEN / Vier Babelsberger zur Vorbereitung im Trainingscamp in Litauen

AXEL EIFERT

Die Boxer von Motor Babelsberg wollen in der 2. Bundesliga ihren im Vorjahr errungenen Meistertitel verteidigen. Nach zwei Unentschieden in den ersten beiden Kämpfen haben sie dieses Ziel noch nicht aus den Augen verloren, aber beim Heimkampf am Sonnabend (18 Uhr, Toyota-Autocenter Großbeerenstraße) gegen den BC Olympiastützpunkt Rhein-Neckar Heidelberg muss nun ein voller Erfolg her. "Ein Sieg ist Pflicht", gab deshalb Motor-Trainer und -Manager Ralph Mantau als Parole heraus. "Ansonsten weiß ich nicht, gegen wen wir sonst noch gewinnen sollten."

Auch über die Feiertage wurde deshalb bei den Babelsbergern hart gearbeitet. Mit Zakhid Mekhtsijev, Steffen Sparborth, Tobias Drobig und Jörg Rosomkiewicz befinden sich vier Motor-Boxer derzeit noch im Trainingslager in Litauen im Camp von Schwergewichtler Vitalius Subacius, um sich speziell auf diesen Heimkampf am Sonnabend vorzubereiten. Marcel Schneider weilt zu einem Auswahl-Lehrgang eben im Stützpunkt in Heidelberg und müsste ebenfalls topfit sein. Personell kann Mantau sowieso aus dem Vollen schöpfen, denn alle Mann sind an Bord und können eingesetzt werden.

Gegen das Team aus Heidelberg, dass erst seit gut einem Jahr am Ligabetrieb teilnimmt und aus der Oberliga aufgestiegen ist, haben die Babelsberger noch nie geboxt. Die Kämpfer kennen die Motor-Verantwortlichen aber sehr gut. "Ich habe sie beim Auswärtskampf in Wismar, den sie 11:13 verloren haben, gesehen. Das ist eine starke Truppe, die nicht zu unterschätzen ist. Schließlich wird sie in Boxerkreisen auch als U 21-Nationalmannschaft bezeichnet. Aber mit dem Heimvorteil im Rücken wollen wir sie besiegen", sagte Mantau über den kommenden Gegner. Heidelbergs Halbschwergewichtler Gottlieb Weiß wurde im vorigen Jahr Militär-Weltmeister. Sandro Schaer (Leicht) und Markus Tomala (Schwer) sind jeweils DM-Dritte. Und im Mittelgewicht boxt bei den Gästen mit Stefan Härtel ein Berliner, der im vorigen Jahr in Magdeburg deutscher Juniorenmeister wurde.

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

11.12.2006

Harte Weihnachten    

Motor boxte nur unentschieden – jetzt wurde Sondertraining angeordnet

HENNER MALLWITZ

Es war also doch kein Understatement. Dass es diesmal eine besonders harte Saison werde, in der jeder jeden schlagen kann, hatte Ralph Mantau vor Beginn der Wettkampfserie der zweiten Box-Bundesliga gesagt. Er sollte Recht behalten: Nach dem Punktgewinn in Seelze vor einer Woche mussten die Faustkämpfer Motor Babelsbergs am Samstagabend einen Zähler abgeben. Im Toyota-Autohaus kam Mantaus Truppe gegen das Boxteam Hanse Wismar allenfalls zu einem 12:12 und hatte sich wahrlich mehr ausgerechnet.

Da reichte es auch nicht, dass die ersten drei Athleten ihre Aufgabe in bester Manier meisterten und einen Vorsprung heraus arbeiteten, auf den man eigentlich hätte aufbauen müssen. Im Bantamgewicht sorgte Marcel Schneider gegen David Preisner von Beginn an für klare Verhältnisse, und auch im Federgewicht hatte Babelsbergs Zakhid Mekhtsiyev mit Christopher Hahn eher einen guten Sparringspartner. Im Leichtgewicht wurde nach langer Zeit wieder einmal Waldemar Völker eingesetzt. Der Athlet aus Demmin, der inzwischen in München wohnt, hatte bereits in der vergangenen Saison Juri Paschko in Wismar bezwungen und traf auch diesmal auf ihn. Am Ende war alles wie gehabt: Sieg für Völker. Wahre Lobeshymnen hatte Mantau nach dem Debüt von Artjom Daschjan beim Saisonauftakt in Seelze gesungen, doch diesmal enttäuschte das Halbweltergewicht ein wenig. Gegen Alexander Kuhn bot er dennoch einen ausgeglichenen Kampf, der am Ende denkbar knapp für den Hanseaten gewertet wurde.

Daschjans Kampf – er leitete letztlich eine Niederlagenserie ein, mit der keiner gerechnet hatte. Im Weltergewicht musste sich Tobias Drobig bereits in der zweiten Runde Sebastian Formella geschlagen geben. „Die Maßgabe war, die Deckung zu verbessern und die Schlaghand stärker zu bringen. An die Anweisungen hat er sich allerdings nicht gehalten“, sagte Trainer Mantau, der nach einem Niederschlag seines Schützlings dem Ringrichter zu verstehen gab, den Kampf abzubrechen.

Nach seiner Niederlage in Seelze machte es anschließend auch Jörg Rosomkiewicz nicht besser. Der Mittelgewichtler führte nach der dritten Runde klar nach Punkten und verlor gegen Henry Weber am Ende dennoch. Nachdem danach auch Motor-Kapitän Anatolij Hoppe dem schwedischen Meister Babakar Kamara in einem harten Fight unterlag, war wieder einmal Vitalijus Subacius das Zünglein an der Waage. Viel zu schnell ging der Schwergewichtler gegen Lukas Schulz allerdings in den Kampf; er ließ phasenweise nach, um in der vierten Runde dann doch noch alles klar zu machen. Dramatik pur in einem Kampf, der den Gastgebern zumindest das Unentschieden rettete.

Mantau war am Ende vor allem von der Leistung enttäuscht, die Drobig und Rosomkiewicz boten. Letzterem sprach er inzwischen eine Woche Trainingsverbot aus: „Er soll sich mal regenerieren“, so der Coach, der den beiden gestern auch eine „intensive Zeit zwischen Weihnachten und Silvester“ versprach. Dann ist vor- und nachmittags Training angesagt: „Gern auch öffentlich.“ Zum nächsten Heimkampf empfängt Motor den Aufsteiger Heidelberg. Der fegte am Sonnabend Seelze aus dem Ring.

 

Märkische Allgemeine Zeitung

11.12.2006

 

Diesmal nur unentschieden

BOXEN / Schwergewichtler Subacius verhindert Motor-Heimniederlage

AXEL EIFERT

Ausgeglichenheit ist Trumpf in der neuen Saison der 2. Box-Bundesliga. Oft entscheidet nur ein Wimpernschlag über Sieg, Niederlage oder Unentschieden. Das war auch am Sonnabend bei der Heimpremiere der Faustkämpfer von Motor Babelsberg so, die sich vor den Augen vom inzwischen zum Stammgast gewordenen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck gegen die starke Gästestaffel von Hanse Wismar mit einem 12:12-Unentschieden begnügen mussten. Somit sind die Babelsberger zwar weiterhin ungeschlagen, aber der eine Woche zuvor als Gewinn verbuchte Auswärtspunkt beim BSK Seelze ist wieder weg, weil gegen die Mecklenburger ein Sieg eingeplant war.

Den hatte vorher auch Wismars Mannschaftsleiter Fiete von Thien, der am Kampftag seinen 67. Geburtstag feierte und von Motor-Boxchef Ralph Mantau dafür im Ring ein kleines Präsent erhielt, erwartet. "Wir boxen seit über zehn Jahren gegen Babelsberg, aber auswärts haben wir gegen sie gerade einmal ein Unentschieden geholt. Für mich gehört Babelsberg eigentlich in die 1. Bundesliga", sagte von Thien vorher und freute sich hinterher umso mehr, dass er sich geirrt hatte.

Bis zum Schluss hätte das Duell so oder so ausgehen können. Nach zuvor jeweils drei Siegen für beide Teams musste Motor-Kapitän Anatolij Hoppe im Halbschwergewicht quasi mit dem letzten Schlagabtausch eine denkbar knappe und unglückliche 27:28-Niederlage gegen den schwedischen Meister Babacar Kamara hinnehmen. Damit war die noch mögliche Chance auf den Gesamtsieg für die Babelsberger dahin. Vitalius Subacius musste nun im Schwergewicht gegen deutschen Vizemeister Lukas Schulz gewinnen, um den Gastgebern das Remis zu sichern. Bis zum Ende der dritten Runde sah es aber gar nicht gut aus für den Litauer, denn er lag gegen den selbstbewussten Mecklenburger mit einem Punkt zurück. Mit einem starken Endspurt im Schlussdurchgang sicherte Subacius aber noch den 38:33-Erfolg.

Dabei hatte der Kampftag eigentlich ganz nach Plan für die Gastgeber begonnen. Marcel Schneider (Bantam), Zakhid Mekhtsiyev (Feder) in seinem 350. Kampf (!) und Waldemar Völker (Leicht) landeten gegen David Preisner, Christopher Hahn (Ersatz für den erkrankten deutschen Meister Marcel Meyerdiercks) und Juri Paschko mehr oder weniger hohe Punktsiege. Dann riss aber diese Serie und es folgten für die Gastgeber vier Niederlagen hintereinander. Vor allem das 41:46 von Routinier Jörg Rosomkiewicz im Mittelgewicht gegen Henry Weber tat den Babelsbergern sehr weh. Wie schon bei den deutschen Meisterschaften und in Seelze gab "Rosi" den Kampf trotz einer Führung nach der ersten Runde noch ab. Dieses Manko auszumerzen, wird Aufgabe bis zum Heimkampf am 13. Januar gegen den BC Olympia Heidelberg sein.

 

03.12.2006

MB Boxen

 

Auftakt nach Maß

Motor-Boxer erkämpfen mit starker Teamleistung ein 12:12 beim BSK Seelze 

Besser hätte es zum Saisonstart in der 2.Bundesliga für die Boxer von Motor Babelsberg fast nicht kommen können. Mit starken Leistungen aller Athleten konnte das Team beim BSK Seelze ein Remis erkämpfen und legte damit den ersten Meilenstein in Richtung dritter Titelverteidigung in der 2. Box-Bundesliga.

Der amtierende Deutsche Vizemeister Marcel Schneider tat sich in den ersten beiden Runden schwer gegen Eugen Pister, steigerte sich im Verlauf, unterlag dann aber trotzdem nach Punkten – eine unerwartete Punktabgabe für Motor-Manager Ralph Mantau.

Anschließend wollte es Zakhid Mekthysiev gegen Igor Oreschkin besser machen und gewann mit deutlichem Punktevorsprung trotz zweier umstrittener Verwarnungen in Runde 4 seinen Kampf.

Im dritten Kampf des Abends bekam Jakov Terskich Eugen Burhardt vor die Fäuste. Nach starken zwei Runden machte sich jedoch der Trainingsrückstand Terskichs bemerkbar und er musste sich nach Punkten geschlagen geben.

Nun war es Zeit für Motor-Neuzugang Artjom Daschajan seien Nominierung in den Kader zu bestätigen. Ihm gegenüber stand kein geringerer als Slave Kerber – amtierender Deutscher Vizemeister. Beide Sportler begeisterten das Publikum mit einem sehr guten technisch-kämpferischen Kampf, in dem der Babelsberger Daschajan immer die entscheidenden Akzente setzen konnte und knapp aber verdient nach Punkten gewann.

Halbzeit – 6:6. Nun schienen die Babelsberger Kämpfer ihrem gesetzten Minimalziel näher zu kommen: in Seelze ein Remis zu erkämpfen.

Weltergewichts-Neuzugang Dimitri Hait musste sich Alexander Raynesch vom BSK Seelze stellen. Jedoch fand Hait nicht zu seiner erwarteten Leistung und musste sich nach Punkten geschlagen geben.

Routinier Jörg Rosomkiewicz boxte eine sehr starke erste Runde gegen den Seelzer Halis Baran und führte deutlich nach Punkten. „Rosi“ kam ab Runde 2 völlig von seiner Linie ab musste sich mit deutlichem Punkterückstand geschlagen geben.

Nun war es Zeit für die „schweren Jungs“ Anatolij Hoppe und Vitalijus Subacius das Minimalziel zu verwirklichen.

Anatolij Hoppe kämpfte gegen Alexander Goltz, der zu jeder Zeit das Nachsehen hatte und schon nach Runde 1 weit nach Punkten zurücklag. Nach taktischen Anweisungen aus der Motor-Ecke steigerte Kapitän Hoppe seine Leistung und schickte den Seelzer Goltz in Runde 2 auf die Bretter – RSC-Sieg für Hoppe.

Nun waren die Erwartungen an den amtierenden Studentenweltmeister und Publikumsliebling Vitalijus Subacius hoch, denn er könnte mit einem Sieg gegen Serkan Kartal das Remis festmachen. Wie gewohnt war der sympathische Litauer stark, diesmal jedoch bewies er, dass seine boxerischen Fähigkeiten noch lange nicht erschöpft sind, und versetzte die Boxstätte in ungewohnte Stille. Nach eindeutiger Überlegenheit in Runde 1 setzte Subacius in Runde 2 ein Ende, gewann durch RSC und sicherte den Babelsbergern den verdienten Auswärtspunkt.  [Hier Bilder sehen]

 

27.11.2006

Potsdamer Neueste Nachrichten

Weltmeister im Kickboxen geht zu Motor

DIMITRI HAIT VERSTÄRKT DAS WELTERGEWICHT

Henner Mallwitz

Babelsbergs Motor-Boxer können ein wenig entspannter in die neue Saison der 2. Bundesliga gehen: Tobias Drobig, bislang einziger Weltergewichtler im Team und somit in Anbetracht zu erwartender Verletzungen ein permanenter „Wackelkandidat“ bekommt einen zweiten Mann an seine Seite. Dimitri Hait, 27, wird fortan die Babelsberger im Kampf um den dritten Titelgewinn in Folge verstärken. Mit dem Mann vom Amateur Kick-Box-Club (AKBC) Wolfsburg kommt kein geringerer als der bisherige Kickbox-Weltmeister an die Havel – in diesem Jahr verlor er seinen Titel. Zustande kam der Kontakt durch Alex Melcher. Der Schwergewichtler, der 1996 und 2002 Kickbox-Europameister wurde, ist nach wie vor Vereinsmitglied bei Motor Babelsberg und betreibt in Wolfsburg ein Fitnessstudio, das auch Dimitri Hait oft besucht.

„Mit Dimitri haben wir eine ganz wichtige Verstärkung für unsere Mannschaft gewinnen können“, sagt Motor-Manager Ralph Mantau daher über den 27-jährigen Neuzugang, der zurzeit im Olympiastützpunkt Gifhorn trainiert. „Zuvor war das Weltergewicht allein durch Tobias Drobig besetzt – nun teilen es sich die beiden.“ Bislang musste im Notfall David Sprenger vom Halbweltergewicht bis 64 kg fünf Kilogramm „Gewicht machen“, um im Weltergewicht eingesetzt werden zu können. Er ist derzeit jedoch bei der Bundeswehr, und Patrick Mittag als weiterer Weltergewichtler fehlt durch seinen beruflichen Einsatz in der Schweiz dem Verein sehr häufig.

„Dimitri ist einer der besten Athleten, die ich jemals betreut habe“, sagt sein Trainer Antonio Spatola. „Er ist sehr fleißig, ist seit seinem zwölftem Lebensjahr als Kickboxer aktiv und hat im boxerischen Bereich allerdings noch Potenzial, das er abrufen kann und wird.“ In der vergangenen Saison boxte der gebürtige Russe, der seit frühester Kindheit in Deutschland aufwuchs, beim Zweitliga-Konkurrenten Wolfenbüttel und ist den Babelsbergern somit kein Unbekannter.

Indes hat auch sein „Weltergewichts- Kollege“ Tobias Drobig eine wichtige Entscheidung getroffen: Nach langem Bemühen gab der sächsische Landesverband dieser Tage endlich die ersehnte Freigabe des 19-jährigen Box-Talents bekannt. Und so zögerte Drobig dann auch keinen Moment und wurde inzwischen als neues Vereinsmitglied von Motor aufgenommen. Ob jedoch er oder Dimitri Hait am ersten Kampftag in den Ring steigt, steht noch nicht fest. Fakt ist allerdings, dass der Auftakt beim Dauerrivalen BSK Seelze am 2. Dezember ein ganz schweres Unterfangen wird.

 

08.11.2006

   Märkische Allgemeine Zeitung

Cottbuser Hilfe für Motor-Riege

BOXEN / TERMINE FÜR LIGA UND POKAL

PETER STEIN

Das deutsche Amateurboxen hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt. Nach vielem Hin und Her fanden sich gerade mal je vier Mannschaften für die erste und die zweite Bundesliga. Ralph Mantau, Manager des Zweitligisten Motor Babelsberg, steckte mit ein paar anderen Machern die Köpfe zusammen. "Ursprünglich sollte es in beiden Ligen nach Hin- und Rückrunde noch einmal Play-offs Erster gegen Vierter, Zweiter gegen Dritter und so weiter geben. Das fanden wir aber wenig attraktiv", so der Unternehmer aus Saarmund. Nun ist ein Modell, das er "Liga-Pokal" nennt, herausgekommen, "mit dem alle Beteiligten leben können". Danach wird es ab Mitte März 2007 Duelle Zweitliga-Meister kontra Bundesliga-Champion, Zweitliga-Zweiter gegen Bundesliga-Zweiter und so weiter mit Hin- und Rückkämpfen in acht Gewichtsklassen nach den Zweitliga-Regularien geben.

"Das wäre doch ein Kracher, wenn wir unserem Super-Publikum mal den Serienmeister Velbert präsentieren könnten", findet Mantau. Denn Velbert holte zuletzt drei Mal in Folge die Meisterschaft und gilt erneut gegenüber Berlin, Hamm und Gotha als haushoher Favorit. Und im Unterbau?

"Natürlich wollen wir wieder Staffelsieger werden", macht Mantau keine Abstriche an den hohen sportlichen Zielen für die am 2. Dezember in Seelze beginnende Saison, wenngleich auf das Aufstiegsrecht verzichtet wurde.

 

05.11.2006

Richtigstellung zu den Presseartikeln aus dem Potsdamer Stadtmagazin "EVENTS" und der "Potsdam am Sonntag" zur 4. Potsdamer Fight Night am 12. November 2006

In den Artikeln der "EVENTS" (Ausgabe November) und der "Potsdam am Sonntag" (vom 05.11.2006) zur 4. Potsdamer Fight Night  am 12. November 2006 wird erwähnt, dass Sportler vom SV Motor Babelsberg e.V. Abteilung Kickboxen an dieser Veranstaltung teilnehmen werden.

Richtigstellung: Es gibt keine Abteilung Kickboxen beim SV Motor Babelsberg e.V. und es werden auch keine Sportler von der Abteilung Boxen an der Veranstaltung teilnehmen.

 

www.boxverband.de

 

18.10.2006

Märkische Allgemeine Zeitung 

"Rosi" peilt den Titel an

BOXEN / TRAININGSLAGER IN LITAUEN - FAHRPLAN FÜR DIE 2. BUNDESLIGA STEHT

AXEL EIFERT 

Nach einer langen Sommerpause mit einigen Aufregungen, was den Austritt von Sportlern aus dem Verein betraf (MAZ berichtete), wird es für die     Amateurboxer von Motor Babelsberg nun wieder ernst. Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz war schon aktiv, holte sich erneut den Landesmeistertitel   und qualifizierte sich für die deutschen Meisterschaften, die vom 24. bis 29. Oktober in Straubing (Bayern) stattfinden. Beim Regionalausscheid  gegen Sachsen am 7. Oktober in Jüterbog kletterte Rosomkiewicz in den Ring und gewann gegen Adam Gadajew (Torgau) mit 26:6 nach Punkten. Im Nachhinein stellte sich überraschend heraus, dass der Babelsberger dort gar nicht hätte boxen müssen, denn Gadajew ist kein Deutscher und bei der DM nicht startberechtigt. "Für die Vorbereitung auf die Meisterschaft war der Kampf aber gut", sagte Trainer Ralph Mantau.

Gestern flog Rosomkiewicz nun zu einem einwöchigen Trainingslager nach Kaunas in Litauen. Dort will sich der 30-Jährige unter Trainer Vidas Bruzas intensiv auf Straubing vorbereiten. Ziel von Rosomkiewicz ist nämlich nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr diesmal der Titel, nachdem Vorjahrs-Champion Eduard Gutknecht inzwischen bei den Profis boxt. Bruzas trainiert beispielsweise Schwergewichtler Vitalius Subacius, der ja der Publikumsliebling bei den Babelsberger Ligaveranstaltungen ist. Aus Litauen kam jetzt die Kunde, dass Subacius, der in der neuen Saison wieder für die Potsdamer kämpfen wird, vor einigen Tagen in Kasachstan Studenten-Weltmeister geworden ist.

Inzwischen steht auch der Liga-Fahrplan für die neue Saison fest. Babelsberg boxt wieder in der 2. Bundesliga, der diesmal nur vier Teams angehören werden. Neben der Motor-Staffel sind noch der BSK Seelze, der PSV Wismar und der BC Heidelberg als Aufsteiger aus der Oberliga dabei. Die Babelsberger müssen zum Auftakt am 2./3. Dezember in Seelze antreten. Erster Heimkampf ist dann am 9. Dezember gegen den PSV Wismar. "Wir bestreiten unsere Heimkämpfe wie schon in den vergangenen Jahren immer am Samstagabend ab 18 Uhr im Toyota-Autocenter, das unsere Mannschaft weiter unterstützen wird", sagte Mantau, der auch Manager der Babelsberger Ligamannschaft ist. Die weiteren Heimkämpfe finden am 13. Januar 2007 gegen Heidelberg und am 10. Februar 2007 gegen Seelze statt. An die einfache Runde sollen sich dann noch Halbfinals und Finals mit Hin- und Rückkämpfen anschließen, was derzeit noch für Diskussionen sorgt. "Es ist doch nicht attraktiv, andauernd gegen die gleichen Gegner zu boxen", meint Mantau. Er ist dafür, die 2. mit der 1. Bundesliga, der ebenfalls nur vier Teams (Velbert, Berlin, Hamm und Gotha) angehören, zusammenzulegen und zunächst in zwei Staffeln zu kämpfen. Mal sehen, ob sich der Liga-Ausschuss noch zu einer Änderung überreden lässt.

www.boxverband.de

20.09.2006

 Vorgeschlagene Termine für die Boxligen der Saison 2006/2007 

Die allgemeine Terminplanung für den DBV, auch für die drei Ligen, ist in diesem Jahr etwas schwieriger zu gestalten. Nach zweimaliger Anfrage beim EABA- Büro in Moskau wurde noch nicht reagiert, somit stehen zum jetzigen Zeitpunkt auch keine internationalen Termine exakt fest. Um eine Planungssicherheit für die Vereine der deutschen Ligen zu haben, wurde folgender Terminplan erstellt: Es wird angenommen, dass Sechsergruppen gebildet, also 10 Termine benötigt werden, 1. Bundesliga, 2. Bundesliga je 6 Mannschaften, Oberliga je  2x 5 Mannschaften mit Play-offs der jeweils Ersten der jeweiligen Gruppe mit Hin und Rückkampf.

Der Liga-Beginn für die 1./2. Bundesliga könnte der 10. Dezember sein. Dieser Termin ist bis jetzt jedoch unverbindlich, da sich noch nicht genug Mannschaften für den Ligawettbewerb angemeldet haben.

Märkische Allgemeine Zeitung

20.04.2006 

MOTOR BABELSBERG VORZEITIG MEISTER

BOXEN / 12:11 – AUSWÄRTSSIEG IN WISMAR

AXEL EIFERT

Die Boxer von Motor Babelsberg griffen am Sonnabend gleich die erste Chance beim Schopfe und sicherten sich mit einem 12:11-Auswärtserfolg beim BT Hanse Wismar vorzeitig die Meisterschaft in der 2. Bundesliga. Mit 11:3 Punkten sind die Potsdamer vor dem letzten Saisonkampf in Wolfenbüttel am 22.April nicht mehr einzuholen und schafften somit bereits vorzeitig die erfolgreiche Titelverteidigung.

"Es macht mich schon etwas stolz, was sich hier in den letzten Jahren entwickelt hat. Wenn mir das jemand vor zehn Jahren prophezeit hätte, als wir wieder in das Ligaboxen eingestiegen sind, hätte ich es nicht für möglich gehalten", freute sich Motors Manager und Trainer Ralph Mantau. Eine spontane kleine Meisterfeier gab es gleich im Wismarer Restaurant "Seeblick". "Erst haben sie sich dort von uns etwas überrumpelt gefühlt, aber dann sehr gut um uns gekümmert und uns sogar einen separaten Raum gegeben", berichtete Mantau.

Grundlage für den neuerlichen Babelsberger Erfolg waren die wohl größte Konstanz aller Kämpfer über die gesamte Saison hinweg und auch ein wenig Glück in Sachen Verletzungen. "Davon sind wir zum Glück weitgehend verschont geblieben. Mit nur elf Boxern über die Saison zu kommen, ist sonst eigentlich nicht machbar", meinte Mantau, der über einen Aufstieg in die 1. Bundesliga noch nicht reden will. "Die neue Saison ist noch ganz weit weg", so Babelsbergs Boxchef. Die diesjährigen schwachen Auftritte der früheren Mitkonkurrenten Hamm und Mülheim haben ihn allerdings nicht darin bestärkt, ins Oberhaus zu gehen.

Beim Duell in Wismar ging es vor 500 Zuschauern noch einmal sehr spannend zu. Mantau zog dort allerdings einen Joker aus dem Ärmel, der auch stach. Weil Marcel Schneider kurzfristig ausfiel, verpflichteten die Filmstädter für die letzten beiden Kämpfe Leichtgewichtler Waldemar Völker vom Erstligisten Demmin, der gegen Juri Paschko auch mit 24:19 nach Punkten gewann. Zakhid Mekhtsiev und Jakov Terskich mussten deshalb beide eine Gewichtsklasse nach unten gehen. Mekhtsiev erreichte im Bantamgewicht gegen Xeevdet Gashi ein 15:15. Terskich wuchs im Federgewicht beim 32:29-Erfolg über Nationalstaffelboxer Marcel Meyerdierks über sich hinaus und holte zwei vorher nicht eingeplante Punkte. Einen starken Auftritt legte auch Steffen Sparborth im Halbwelter beim 24:20-Punktsieg über Artur Matevosyan hin.

Routinier Jörg Rosomkiewicz (Mittel) war es dann vorbehalten, mit seinem RSC-Sieg in Runde drei über Juri Vorobev die Meisterschaft für die Babelsberger vorzeitig perfekt zu machen. Völlig von der Rolle war dagegen Schwergewichtler Vitalius Subacius, dem offenbar die schweren Kämpfe bei der litauischen Meisterschaft am Wochenende zuvor in den Knochen steckten. Er war völlig platt und unterlag Lukas Schulz durch RSC in Runde drei. "So ist eben Boxen. Vitalius hat aber vorher schon viele entscheidende Dinger für uns rumgerissen", konnte Mantau nicht mehr sauer sein. Der Titel war ja schon unter Dach und Fach.

 Märkische Allgemeine Zeitung

20.03.2006

Nichts für schwache Nerven

BOXEN / BABELSBERG SCHLÄGT SEELZE KNAPP 13:11 UND WAHRT ALLE CHANCEN

AXEL EIFERT

 

Dass es im Sport ebenso auf- und abgeht wie manchmal in der Politik, konnte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) am Sonnabend beim letzten Saison-Heimkampf der Boxer von Motor Babelsberg in der 2. Bundesliga gegen den BSK Seelze aus Niedersachen miterleben. Nach fünf Duellen hing der gastgebende Spitzenreiter gegen den zuvor punktgleichen Tabellenzweiten noch mächtig in den Seilen, ging aber durch einen tollen Endspurt von drei gewonnen Fights hintereinander in den oberen Gewichtsklassen noch als 13:11-Sieger aus dem Ring. Die Babelsberger blieben in dieser Saison im heimischen Toyota-Autocenter ohne Punktverlust und wahrten damit ihre Chance auf eine erfolgreiche Meisterschaftsverteidigung. Motor-Trainer und -Manager Ralph Mantau weiß aber auch, dass bis dahin in den beiden noch ausstehenden Kämpfen in Wismar und in Wolfenbüttel noch einige Klippen zu umschiffen sind.

Zunächst lief es vor den 400 engagiert mitgehenden Fans gegen Seelze nicht nach Plan der Babelsberger. Nach Marcel Schneiders sicherem Auftakterfolg im Bantamgewicht gegen Nebil Yilmam kassierte der routinierte Federgewichtler Zakhid Mekhtsiyev (346 Kämpfe/314 Siege) seine erste Niederlage im Motor-Dress gegen Igor Oreschkin. Grund war offensichtlich ein Kommunikationsproblem. "Ich bekam signalisiert, dass Zakhid deutlich führt und stellte ihn so ein, dass er den Vorsprung absichert. Doch nach einer Verwarnung in Runde vier lag er auf einmal hinten und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen", sagte Ralph Mantau. Danach verlor auch noch Babelsbergs Jakov Terskich (Leicht) in Runde eins gegen Slava Kerber. Mit einer konzentrierten Leistung und einem deutlichen Punktsieg über Dennis Dehling stellte Motors Halbweltergewichtler Steffen Sparborth zwar wieder den Gleichstand her. Doch dann war David Sprenger bei seinem Comeback gegen den physisch starken Alexander Reynesh überfordert. Dem 20-jährigen Sprenger war die fehlende Wettkampfpraxis anzumerken, und das Weltergewicht ist für den angestammten Leichtgewichtler nicht passend. Trotz der RSC-Niederlage in Runde drei soll er aber auch in Wismar wieder für Babelsberg in den Ring gehen.

Nun mussten die Gastgeber alle drei Schlusskämpfe gewinnen, um ein Remis zu vermeiden, was wohl das Ende der Titelverteidigung bedeutet hätte. Routinier Jörg Rosomkiewicz (Mittel) gegen Dimitri Beck und Kapitän Anatolij Hoppe (Halbschwer) gegen Eugen Schellenberg setzten sich dann auch knapp, aber verdient durch.

Motors litauischer Einflieger Vitalijus Subacijus hatte im Schwergewicht gegen den Deutschen Meister Boris Boshenko eine kritische Situation Ende der ersten Runde zu überstehen, da rettete ihn nach einem Wirkungstreffer der Gong. In der Folge fuhr Subacius dann einen souveränen Punktsieg ein und sicherte den Babelsberger Erfolg.

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

20.03.2006 

Ordnung wieder hergestellt

MOTOR-BOXER BEZWANGEN NACH SPANNENDEN KÄMPFEN DEN BSK SEELZE MIT 13:11

HENNER MALLWITZ

 

„Eigentlich wollte ich heute meine ganz persönliche Rache nehmen. Schade drum.“ Statt die Boxhandschuhe anzuziehen, hatte Tobias Drobig diesmal die Rolle als Kameramann übernommen und filmte von der Treppe des Toyota-Autohauses aus den letzten Heimkampf der Boxer von Motor Babelsberg in der laufenden Saison der 2. Bundesliga. Nach seinem K.o.- Schlag beim BSK Seelze vor einem Monat war er mit einer Sperre belegt worden, aber seine Mitstreiter sorgten auch ohne ihn für eine erfolgreiche Revanche. Letztlich war es ein Abschied nach Maß. Zwar nicht durchweg souverän, aber in jedem Fall spannend bis zur letzten Minute gestalteten die Motor-Boxer den Abend und setzten sich schließlich mit 13:11 durch.

Im Bantamgewicht machte Marcel Schneider den Anfang und schlug den dänischen Meister Nebil Yilmam aus dem Ring. Enttäuschend die anschließende Leistung von Zakhid Mekhtsiyev: Der Federgewichtler schien im Kampf gegen Igor Oreschkin nahezu von der Rolle zu sein und musste den Fight zu Recht abgeben. „Das darf einem Mann mit seinen Erfahrungen einfach nicht passieren“, urteilte Motor-Manager Ralph Mantau. Als sich anschließend auch noch Leichtgewichtler Jakov Terskisch geschlagen geben musste, waren nicht nur aus der blauen Ringecke missmutige Blicke zu sehen. Zu wenig achtete Terskisch auf die lange Linke von Slava Kerber, fing sich einige harte Treffer ein, so dass der Fight in der dritten Runde durch RSC abgebrochen wurde. Steffen Sparborth sorgte im Halbwelter gegen Dennis Dehling dann jedoch wieder für Ordnung und besorgte das 6:6 zur Pause. Nach jeder Aktion kam die geschlossene Doppeldeckung.

Der für Tobias Drobig eingesetzte David Sprenger hatte es anschließend schwer. Nach langer Wettkampfpause traf er im Weltergewicht auf Alexander Raynesh, der einst Alexander Philipp den Kiefer brach, und schied gegen ihn ebenfalls durch RSC aus. „Die lange Pause machte sich leider bemerkbar“, so Mantau. „Wenn der Kampf nicht abgebrochen worden wäre, hätte ich für David das Handtuch geworfen.“

Der Druck lag im Mittelgewicht nun auf Jörg „Rosi“ Rosomkiewicz, der in der dritten Runde gegen Dimitri Beck nachließ und dennoch ebenso den Sieg errang. Ebenso wie anschließend Anatolij Hoppe gegen Eugen Schellenberg. Eine knappe Entscheidung, die auch hätte anders ausgehen können – ein klein wenig Heimvorteil. Beim Stand von 11:10 war wieder einmal Schwergewicht Vitalijus Subacius das Zünglein an der Waage. Zum ersten Mal in seiner Laufbahn wurde der Hüne mit dem Gongschlag der ersten Runde angeknockt, fing sich aber wieder und schlug Boris Boshenko aus dem Ring.

Ein Abend – so ganz nach den Wünschen der Fans, zu denen sich auch diesmal wieder Ministerpräsident Matthias Platzeck gesellte. Zwei Auswärtskämpfe stehen nun noch für die Babelsberger an. Zunächst soll am 8. April Wismar bezwungen werden.

 

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

17.03.2006 

Revanche gegen Seelze ist angesagt

BOXEN / GASTGEBER BABELSBERG KÜNDIGT BESTBESETZUNG AN / COMEBACK  VON DAVID

SPRENGER IM WELTERGEWICHT

AXEL EIFERT

 

Die Saison in der 2. Bundesliga der Amateurboxer geht in ihre entscheidende Phase. Für die Faustkämpfer von Tabellenführer Motor Babelsberg (7:3) bedeutet dies im morgigen Spitzenduell zu Hause (18 Uhr, Toyota-Auto-Center) gegen den punktgleichen Zweiten vom BSK Seelze aus Niedersachsen, dass unbedingt ein Sieg eingefahren werden muss, wenn die Potsdamer ihr Saisonziel Verteidigung der Vorjahresmeisterschaft weiter im Visier behalten möchten.

Motor-Trainer und -Manager Ralph Mantau war am vergangenen Wochenende extra nach Seelze gefahren, um den morgigen Gegner noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Beim 13:9-Gastgebersieg über Hanse Wismar musste Babelsbergs Boxchef sehen, dass Seelze zu Hause auch dank der Unterstützung einiger Kampfrichter in dieser Saison wohl nicht zu schlagen ist. "Also müssen wir bei uns gegen sie gewinnen, wenn wir Erster werden wollen", meint Mantau und sieht die Chancen dafür recht gut. Denn er hat von Marcel Schneider (Bantam) bis zu Vitalijus Subacius (Schwer) morgen alle Leistungsträger an Bord. "Steffen Sparborth und Anatolij Hoppe wollen sich für ihre umstrittenen Punktniederlagen in Seelze revanchieren, und auch Jörg Rosomkiewicz möchte das fragwürdige Unentschieden vor dem eigenen Publikum korrigieren", sagte der Motor-Trainer.

Zudem gibt es für Babelsbergs Fans ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. David Sprenger (20), der im Vorjahr maßgeblich am Meisterschaftsgewinn in der 2. Liga beteiligt war, wird für die Gastgeber erstmals in dieser Saison in den Ring klettern, und zwar im Weltergewicht. Motors junger Neuzugang Tobias Drobig, der in Seelze gegen Alexander Raynesh K.o. ging, soll nicht verheizt werden.

Sprenger sei außer Form, hieß es in dieser Saison immer. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Sein Trainer Falk Huste im Stützpunkt in Frankfurt/Oder weigert sich seit längerem ihn zu trainieren, obwohl Sprenger ein Kaderathlet ist. Seitdem der Boxer im Oktober eine Krankschreibung etwas zu spät abgegeben hat, ist das Tischtuch endgültig zerschnitten. Seither trainiert Sprenger in der Oderstadt für sich selbst, bekommt aber keine Sparringspartner. Das ist nun in den vorigen Wochen in Babelsberg geschehen und deshalb kann er jetzt wieder boxen. "Er kam mit 65 kg hier an, hat zu Haus also gut trainiert", so Mantau. Trotzdem ist es in Frankfurt für einen Kaderboxer ein unhaltbarer Zustand. Unter echten Boxern sollte sich für beide Seiten doch eine Lösung finden.

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

16.03.2006 

Den Kampf im Ring entscheiden

Im letzten Heimkampf der Saison treffen die Boxer von Motor Babelsberg am Sonnabend auf den BSK Seelze

HENNER MALLWITZ

 

Als Ralph Mantau vor einem Monat mit seinem Team aus Seelze zurückkam, war da einfach nur noch Frust. Verärgerung über einen Abend, in dem man seinen Boxern im wichtigen Zweitligakampf nicht die Spur einer Chance gelassen hatte. Mit 10:13 musste der bislang ungeschlagene Tabellenführer am Ende den Ring verlassen, und das Wort Fairness wollte der Manager von Motor Babelsberg nicht annähernd in den Mund nehmen. Von Schikanen bei der ärztlichen Untersuchung vor dem Kampf erzählte er und von äußerst fragwürdigen Entscheidungen der Ringrichter.

Aber all das soll vergessen sein, wenn der BSK am Sonnabend zum fälligen Rückkampf, dem letzten Heimkampf der Saison, in das Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße kommt. Von Rache will keiner etwas wissen. „Wir wollen den Kampf im Ring entscheiden und die Sache nicht dem grünen Tisch oder gar einem Arzt überlassen“, stellt Mantau klar.

Über mangelnde Motivation seiner Boxer wird er in keinem Fall klagen können – ein jeder von ihnen ist heiß auf den Fight und strebt insgeheim wahrscheinlich doch zumindest ein klein wenig Revanche an. Für dieses Vorhaben sind zumindest alle an Bord: Von Marcel Schneider im Bantamgewicht bis hin zum litauischen Schwergewicht Vitalius Sobacijus haben sich alle bestens auf den Kampf vorbereitet.

Allein Tobias Drobig wird diesmal noch zuschauen müssen. Der 18-jährige Weltergewichtler hatte in Seelze eine K.o.-Niederlage gegen Alexander Raynesh einstecken müssen und muss deshalb vier Wochen pausieren. Für ihn wird David Sprenger in den Ring steigen, der nach längerer Pause künftig wieder für Motor boxen will. „Das wird eine spannende Sache“, vermutet Mantau. „Als Halbwelter ist das Weltergewicht ja eigentlich nicht seine Klasse. Aber wahrscheinlich wird er mit seiner Schnelligkeit einiges kompensieren können.“ In jedem Fall plane der Verein die beiden letzten noch ausstehenden Kämpfe mit Spengler. Drobig dürfe nicht „verheizt“ werden.

Auch wenn die Motor-Boxer am Sonnabend ihren letzten Heimkampf der Saison bestreiten – Freibier gibt's nach einem Sieg nicht. „Da sind wir abergläubisch, denn zwei schwere Kämpfe stehen uns ja noch bevor“, sagt Mantau. Um die Meisterschaft zum zweiten Mal in Folge für sich zu entscheiden, müssen die Babelsberger zu Hause gewinnen und dürfen anschließend nicht mehr verlieren. Am Sonnabend ertönt der erste Gong um 18 Uhr.

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

16.03.2006 

Mit der Führhand auf Punktejagd

BOXEN / Sparborths „Rechte“ wieder fit

DETLEF BRAUNE

 

Die Faustkämpfer von Motor Babelsberg wollen auch in diesem Jahr in der 2. Box-Bundesliga zum großen Schlag ausholen und den Spitzenplatz aus dem Vorjahr verteidigen. Im letzten Heimkampf der Saison am Sonnabend um 18 Uhr im Babelsberger Toyota-Autohaus gegen BSK Seelze möchte sich ein neues Gesicht in der Staffel des Gastgebers erneut so präsentieren wie bei den bisherigen Fights.

In sechs Kämpfen für Motor verließ Steffen Sparborth dreimal als Sieger den Ring. Und dies trotz eines Kapselrisses in der rechten Schlaghand, den er sich im Herbst zugezogen hatte. Im jüngsten Heimkampf gegen Hanse Wismar führte der 21-jährige Halbweltergewichtler die linke Führhand immer wieder florettartig zum Kopf des Gegners, schlug auch mehrere Haken, so dass der Ausfall des anderen Körperteils nicht ins Gewicht fiel. Der selbstsicher auftretende Fighter, der in Eilenburg zu Hause ist, beeindruckte seinen Kontrahenten und wurde zum 15:4-Punktsieger erklärt. Motors Manager und Trainer Ralph Mantau hinderte seinen Schützling nicht an den Auftritten. "Er wollte unbedingt immer wieder in den Ring." Der Athlet sagte: "Ich beiße auf die Zähne." Nun hat er die Verletzung auskuriert und will gegen Seelze sein ganzes Vermögen zeigen.

Mit zehn Jahren hatte sich Steffen Sparborth für den Faustkampfsport entschieden. "Feuer gefangen hatte ich beim WM-Kampf von Axel Schulz gegen Francis Botha im Schwergewicht im Fernsehen." (Der gedopte Südafrikaner schlug 1995 Schulz nach Punkten.) Seine ersten größeren Auftritte vollzog Newcomer Sparborth mit der Staffel von Halle in der Oberliga und als Babelsbergs Konkurrent in der 2. Bundesliga. Doch Halle zog sich nach der vergangenen Saison zurück. "Ich war froh, dass mich Herr Mantau nach Babelsberg holte", so der talentierte Bursche, der bisher von 59 Kämpfen 34 gewann. "Noch habe ich nichts erreicht", schränkt er ein, "ich will mindestens einmal deutscher Meister werden."

Ehrgeiz beweist Sparborth auch beruflich. Er hat in Wurzen die Ausbildung als Karosseriefahrzeugbauer beendet. Havelstädter will er spätestens im nächsten Jahr werden. Der 1,76 Meter große Athlet möchte ein Betriebswirtschaftsstudium in Potsdam oder Berlin aufnehmen.

Für Motor war Steffen Sparborth anstelle des formschwachen David Sprenger in den Ring gestiegen. Sprenger hat seine Krise nun überwunden und soll am Sonnabend im Weltergewicht aufgeboten werden. Sparborth hat sich im Halbwelter festgeboxt. "Er hat das Boxen im Blut und bringt viel Biss mit. Solche Fighter wollen die Fans im Ring erleben", lobt Mantau.

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

20.02.2006 

Bittere Niederlage

Motor-Boxer unterlagen dem BSK Seelze

HENNER MALLWITZ

 

Ralph Mantau musste gestern noch um Fassung ringen. Vieles hatte der Manager und Trainer der Boxer von Motor Babelsberg schon erlebt, doch was sich am Samstagabend beim BSK Seelze abspielte, war auch für ihn in dieser Form neu. Nein, es war nicht in erster Linie die 10:13-Niederlage, die der bis dato ungeschlagene Tabellenführer der 2. Bundesliga hinnehmen musste. Es war eher das Szenario, das sich erst im Vorfeld und schließlich während der Kämpfe abspielte. Da befand der zuständige Ringarzt die Pulsfrequenz von Bantamgewichtler Fatih Yilmaz und Weltergewichtler Tobias Drobig als zu hoch und zitierte die Gäste obendrein zum Fiebermessen. Erst auf starken Protest Mantaus hin setzte der Arzt erneut sein Stethoskop an und befand nun plötzlich alles für rechtens. „Schon da wollte ich am liebsten mit dem Team wieder abreisen“, so Mantau. „Die Folgen für den Verein wären aber geradezu vernichtend gewesen.“

So also stellten sich die Babelsberger dem Tabellendritten – schon ahnend, dass es noch einige Überraschungen geben wird. Der für den verletzten Marcel Schneider eingesprungene Yilmaz musste sich gegen Nebil Yilman in der dritten Runde durch RSC geschlagen geben, dafür gab es anschließend einen Sieg im Federgewicht. Zakhid Mekhitev ließ dem Seelzer Alexander Gerber keine Chance. Im darauf folgenden Leichtgewichtskampf wurde Jakov Terskisch zwar bereits in der ersten Runde angezählt, nahm dann jedoch noch einmal alle Kräfte zusammen und bestimmte die zweite und dritte Runde gegen Skala Kerter deutlich. Allein die Ringrichter sahen dies anders und entschieden auf Sieg für die Gastgeber. „Spätestens da wussten wir, dass hier nichts zu machen ist“, sagte Mantau. Nicht anders das Bild im Halbwelter, wo Steffen Sparborth auf Dennis Dehling traf. Nach verhaltener erster Runde konnte er die zweite und dritte Runde klar für sich verbuchen, fing sich in der vierten jedoch einen folgenlosen Treffer – Sieg für Dehling.

Im Weltergewicht war die Sache klar: Schon in der ersten Runde ging Tobias Drobig nach einem Schlag von Alexander Raynisch K. O. zu Boden und ist somit vier Wochen lang gesperrt. Bitter auch das anschließende Unentschieden, das es für den Mittelgewichtskampf zwischen Dimitri Beck und Jörg Rosomkiewicz gab. „Rosi bestimmte den Kampf klar, der Sieg stand außer Frage“, so Mantau. Als Eugen Schellenberg dann im Halbschwergewicht Anatolij Hoppe einen Kopfstoß verpasste, der Babelsberger aber angezählt wurde und den Kampf verlor, war für die Gäste das Maß voll. Da konnte auch der deutliche Sieg von Vitalijus Subacius über Erkan Kardal nichts mehr ändern. Vier Wochen haben die noch immer auf Platz eins stehenden Motorboxer nun Pause. Dann steht am 18. März der nächste Heimkampf. Der Gast heißt BSK Seelze.

 

Märkische Allgemeine Zeitung

20.02.2006 

Aufregung vor dem ersten Gong

BOXEN / Niederlage für Motor Babelsberg

AXEL EIFERT


Schon vor dem Auswärtskampf der Boxer von Motor Babelsberg in der 2. Bundesliga am Sonnabend beim BSK Seelze in Niedersachsen wäre es fast zum Eklat gekommen. Bei der obligatorischen Untersuchung wollte der Ringarzt den beiden Gästekämpfern Fatih Yilmaz und Tobias Drobig Startverbot erteilen, weil bei ihnen angeblich die Herzfrequenz nicht stimmte. Babelsbergs Manager und Trainer Ralph Mantau drohte daraufhin, mit seiner Mannschaft ohne zu boxen abzureisen. "Bei einem 0:4-Rückstand vor dem ersten Kampf hätte es doch gar keinen Sinn gehabt anzufangen", sagte Mantau. Nach einigen Diskussionen durften die beiden Babelsberger dann doch in den Ring.

Das Kampfgericht hatten die Gäste mit der Boykottdrohung allerdings nicht gerade positiv beeinflusst. So gab es in der Folge aus Babelsberger Sicht auch einige merkwürdige Urteile, die schließlich mit 10:13 zur ersten Saisonniederlage für die Motor-Staffel führten. Trotzdem bleiben die Babelsberger Tabellenerster punktgleich vor dem BT Hanse Wismar (beide 7:3), das in Wolfenbüttel zu einem 12:12 kam.

Zunächst verlief alles in normalen Bahnen. Bantamgewichtler Fatih Yilmaz, der kurzfristig für Marcel Schneider einsprang, hatte gegen den dänischen Auswahlboxer Nebil Yimam nichts zu bestellen und verlor durch RSC in Runde drei. Motors "Siegerbank" Zakhid Mekhtsiev (Feder) punktete souverän Alexander Gerter aus.

Dann rieb sich Mantau allerdings zweimal hintereinander verwundert die Augen. Sowohl Jakov Terskich gegen Slawa Kerber als auch Steffen Sparborth gegen Dennis Dehling hatten zwar jeweils die erste Runde abgegeben, im weiteren Verlauf aber dominiert. Dennoch gingen beide als Verlierer aus dem Ring. Ähnliches wiederfuhr Jörg Rosomkiewicz im Mittelgewicht gegen Dimitri Beck, doch bekam der Motor-Routinier wenigstens noch ein Remis zugesprochen. Auch nach der Niederlage von Anatolij Hoppe im Halbschwer konnte Babelsbergs Boxchef nur mit dem Kopf schütteln, zumal ein Kopfstoß des Seelzers Eugen Schellenberg in Runde zwei ungeahndet blieb. Da half dann auch der Aufgabesieg von Vitalius Subacius in Runde zwei über Serkan Kartal nichts mehr.

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

06.02.2006 

Bühne frei: Theater im Boxring

Trotz Skandalurteils im Schwergewicht entschieden Motor-Boxer den Kampf gegen Gotha für sich

HENNER MALLWITZ

 

So richtig wollte die Freude am Ende nicht aufkommen. Zwar hatten die Boxer von Motor Babelsberg am Sonnabend ihr selbstgestecktes Ziel erfüllt und den Boxclub Wacker Gotha mit 14:10 auf die Heimreise geschickt, doch ein Wermutstropfen blieb trotz allem. Ausgerechnet den Schwergewichtskampf, in den Babelsbergs Punktegarant Vitalijus Subacius als haushoher Favorit ging, mussten die Mannen um Coach und Manager Ralph Mantau abgeben. Michael Werner war gegen den mehrfachen litauischen Meister chancenlos, Subacius platzierte mehrere Treffer wirkungsvoll und beförderte den Gothaer vor allem in den ersten beiden Runden mehrfach in die Seile. Auch in Runde drei landete das Schwergewicht mehrere Kopftreffer. Ein rechter Aufwärtshaken folgte und ließ Werner zu Boden gehen. Dann der Ruf aus der roten Ecke: „Bleib liegen, mach auf Tiefschlag“, war da von Werners Vater und Coach Konrad zu vernehmen. Und sein Sohn hielt sich an die väterlichen Anweisungen.

Nicht auszudenken, wenn Subacius mit seiner enormen Schlagkraft den Haken tatsächlich zu tief platziert hätte – der Ringrichter fiel jedenfalls auf das Spiel herein und disqualifizierte ihn. Werner ging es indes schon wieder besser: Unter anerkennenden Worten aus seiner Ringecke wie „Hast du gut gemacht!“ verließ er den Ring, nicht jedoch ohne sich vom Publikum mit dem so genannten „Stinkefinger“ zu verabschieden. Coach Werner setzte der Sache zudem noch provokatorisch die Krone auf. Er lese auch Zeitung, sagte er zu Ralph Mantau und erwähnte den Vorschauartikel der PNN. „Ihr wolltet doch einen kurzrundigen Kampf. Den habt ihr bekommen.“ Nicht nur Subacius war nach dem ungerechten Ende bedient. Auf die Disko mit den anderen im A 10-Center hatte er sich schon gefreut – die Lust war ihm vergangen. Das Video vom Kampf hatte er sich nochmals angesehen, wusste, dass er keinen Tiefschlag gesetzt hatte und bekam dies auch bestätigt.

Ansonsten sahen die Zuschauer im Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße einen fairen und spannenden Kampfabend, bei dem Bantamgewichtler Marcel Schneider mit seinem Sieg über Daniel Preisler den Auftakt machte. Immer wieder ließ er seinen Gegner ins Leere laufen und entschied den Fight klar für sich. Beim anschließenden Kampf von Federgewichtler Zakhid Mekhtsiyev gegen Tarek Gläser musste man genau hinsehen: Bereits nach wenigen Sekunden ließ ein Haken den Gothaer zu Boden gehen und das Handtuch aus der roten Ecke fliegen. Jakov Terskisch sorgte im Leichtgewicht für die Überraschung des Abends. Die letzten beiden Kämpfe hatte er verloren – gegen Alexander Stephan wuchs er jedoch über sich hinaus. Nicht hingegen Steffen Sparborth, der sich im Halbwelter Alex Lais geschlagen geben musste.

Weltergewichtler Tobias Drobig sorgte mit einem Sieg gegen Thomas Bolz wieder für Ordnung, und auch Jörg Rosomkiewicz hatte im Mittelgewicht mit Ömer Yagcioglu kaum Probleme. Anatolij Hoppe erkämpfte im Halbschwergewicht gegen Ali Choucair zwar ebenfalls einen Sieg – mit 31:30 Punkten fiel dieser jedoch äußerst knapp aus. Mit dem Sieg hat Motor die Tabellenspitze der zweiten Bundesliga behauptet: Anscheinend auch ein Grund für den Boxstall von Wilfried Sauerland, sich in Babelsberg umzuschauen. Neben Sportdirektor Hagen Döring saß am Sonnabend auch Coach Uli Wegner am Ring, der mit Autogrammeschreiben alle Hände voll zu tun hatte.

 www.boxverband.de

06.02.2006

 

Der Deutsche Boxverband Verband beschrieb Michael Werners (Boxclub Wacker Gotha) unsportliches Verhalten folgendermaßen:

 

[…]Der Erfolg von Babelsberg hätte sogar noch höher ausfallen können, denn der beste Starter, Schwergewichtler Vitalijus Subacius, wurde nach klarem Punktevorsprung (24 Punkte) gegen Michael Werner (Gotha) in der 3. Runde wegen eines Tiefschlages disqualifiziert.

Fachexperten sahen diese von Michael Werner genommene Ruhepause als Schwalbe an, denn selbst Videoaufnahmen konnten den Beweis eines Regelverstoßes nicht aufklären. […]

 

Wie so oft traf auch hier Subacius’ krachender rechter „Hammer“, den im Nachhinein ziemlich demolierten Michael Werner aus Gotha, welcher seine Chance zu gewinnen nur noch durch einen filmreifen Tiefschlag sah.

Durch Videoanalyse konnte schon direkt nach dem Kampf belegt werden, dass Subacius’ Schlag regulär über der Gürtellinie landete, sonst wäre Werner wohl nicht direkt nach dem Auszählen wieder aufgestanden und mit einem schelmischen Grinsen in seine Ecke gegangen.

Ebenso unsportlich wie der vorgespielte Tiefschlag, verabschiedete sich  Werner mit dem „Stinkefinger“ vom Babelsberger Publikum, von dem er berechtigt ausgepfiffen wurde.  

 

 Märkische Allgemeine Zeitung

06.02.2006 

Phantom – Tiefschlag hilft Gotha nicht

BOXEN / BABELSBERG VERTEIDIGT SPITZE

AXEL EIFERT

 

Das Boxerduell in der 2. Bundesliga zwischen Motor Babelsberg und Wacker Gotha war am Sonnabend längst zu Gunsten der Gastgeber gelaufen, da kam es noch zu einem Eklat. Im Schwergewicht lag Gästekämpfer Michael Werner in der dritten Runde schon aussichtslos gegen den Litauer Vitalijus Subacius zurück, da ging der Gothaer plötzlich zu Boden und hielt sich den Unterleib. Der Ringrichter disqualifizierte daraufhin den für Babelsberg boxenden Subacius, der damit seine erste Niederlage im Motor-Dress hinnehmen musste.

Die Aufnahme einer Motor – Betreuerin mit einer Digitalkamera zeigte aber sehr deutlich, dass es bei weitem kein Tiefschlag war und Werner sich einfach fallen ließ. Der Gothaer beließ es nicht bei dieser einen Unsportlichkeit, sondern zeigte dem Publikum auch noch den Mittelfinger. Nur gut, dass in Boxerkreisen Disqualifikationssiege verpönt sind. Anders hätte der "Gewinner" sonst wohl keine Chance, heißt es dort.

Positiver Aspekt aus Sicht der Babelsberger war, dass diese Aktion keinen Einfluss mehr auf den Kampfausgang hatte. Denn die Gastgeber lagen zu diesem Zeitpunkt schon uneinholbar vorn. So hieß es schließlich 14:10 für die Babelsberger anstatt 15:9, wie es bei einem Subacius-Sieg gewesen wäre. Einzig Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau fand noch ein Haar in der Suppe: "Hoffentlich gibt dieser eine Punkt am Ende nicht den Ausschlag für unsere Platzierung." Vorerst hat seine Mannschaft mit 7:1 Punkten die alleinige Tabellenführung in der 2. Bundesliga verteidigt.

Gleich zum Auftakt stellte Bantamgewichtler Marcel Schneider für sein Team die Weichen auf Sieg. Die Deckung des Babelsbergers ist sicherlich noch verbesserungswürdig, sein deutlicher Punktsieg über den DM-Dritten Daniel Preisner war aber ungefährdet. Nach einem schnellen Erfolg für Zakhid Mekhtiev - aus der Ecke des Gothaers Tarek Gläser kam schon nach der ersten Aktion das Handtuch zur Aufgabe - wuchs dann Motors Leichtgewichtler Jakov Terskich über sich hinaus. Zunächst hatte Gästeboxer Alexander Stephan mehr vom Kampf, aber ein toller Konter Terskichs mit einem rechten Aufwärtshaken, der Stephan in Runde zwei zu Boden zwang, wendete das Blatt. Nach der unnötigen Punktniederlage Steffen Sparborths (Halbwelter), machten Weltergewichtler Tobias Drobig und Routinier Jörg Rosomkiewicz (Mittel) mit ihren Siegen den vorzeitigen Gesamterfolg für die Gastgeber perfekt. Etwas Glück hatte dann Anatolij Hoppe (Halbschwer), der erst mit der letzten Aktion zum knappen Punktsieg über den Gothaer Ali Choucair kam.

Wieder wurden am Babelsberger Ring Gäste vom Berliner Sauerland-Profistall begrüßt. Nachdem zwei Wochen zuvor gegen Wismar der frühere Maske-Coach Manfred Wolke bei seinem ehemaligen Verein vorbeischaute, war diesmal mit Ulli Wegner der Trainer der Weltmeister Sven Ottke und Markus Beyer ein interessierter Zuschauer. "Eine für die 2. Bundesliga gut aufgezogene Veranstaltung. Wenn ich die Zeit habe, komme ich gerne wieder", so Wegner.

 Märkische Allgemeine Zeitung

03.02.2006

Heimsieg fest im Visier

BOXEN / EIN BABELSBERGER TRIO IST GEGEN GOTHA BESONDERS MOTIVIERT

AXEL EIFERT

 

Die Marschroute für den morgigen Heimkampf der Boxer von Motor Babelsberg in der 2. Bundesliga gegen Wacker Gotha (18 Uhr, Toyota-Autocenter) hatte Manager und Trainer Ralph Mantau schon vor gut zwei Wochen bekannt gegeben. "Gegen Wismar wollen wir die Tabellenführung zurückerobern und dann gegen Gotha mit einem Sieg verteidigen beziehungsweise ausbauen", sagt er damals.

Teil eins der Forderung ihres Chefs haben Staffelkapitän Anatolij Hoppe und Co. mit dem 13:11 über die Mecklenburger erfüllt. Die zweite Sache soll nun morgen geklärt werden, zumal die Babelsberger mit den Thüringern noch eine Rechnung offen haben. Denn beim 11:11 in Gotha musste das Motor-Team seinen bisher einzigen Punktverlust einstecken. Dies wurde allerdings begünstigt durch einige fragwürdige Kampfrichter-Urteile zu Gunsten der Gastgeber. So kassierte Halbweltergewichtler Steffen Sparborth eine umstrittene Niederlage, und auch die beiden Unentschieden von Routinier Jörg Rosomkiewicz (Mittel) und Anatolij Hoppe (Halbschwer) waren nicht ganz astrein.

"Alle drei sind jetzt natürlich besonders motiviert und wollen die Ergebnisse vom Hinkampf vor den heimischen Fans wieder gerade rücken", sagte Mantau. Gleiches hätte sicher auch Alex Melcher gern getan, denn seine Niederlage in Gotha gegen Michael Werner war sogar ein krasses Fehlurteil. Doch für den Schwergewichtler wird diesmal der damals verhinderte litauische Einflieger Vitalius Subacius zum Einsatz kommen. "Schon gegen Melcher war Werner eigentlich chancenlos, doch diesmal wird er nicht einmal den Hauch einer Chance haben", meinte Mantau, der wieder auf die gegen Wismar siegreiche Mannschaft zurückgreifen kann. "Bis jetzt hat sich noch keiner bei mir abgemeldet und es gibt keinen Grund, das zuletzt erfolgreiche Team auseinander zu reißen", sagte Babelsbergs Box-Chef. Auch Weltergewichtler Tobias Drobig ist wieder mit dabei und will zeigen, dass er die RSC-Niederlage gegen den Wismaraner Fabian Nitsche gut verkraftet hat.

 Potsdamer Neueste Nachrichten

02.02.2006 

Motor Babelsberg empfängt Wacker Gotha

HENNER MALLWITZ

 

Ralph Mantau bringt es auf den Punkt. „Wir haben noch eine Rechnung offen“, sagt der Manager der Boxer von Motor Babelsberg und denkt nicht ohne Gram an den Kampf seiner Truppe gegen Wacker Gotha zurück. Während in der Berliner Max-Schmeling-Halle der „Riesen- Russe“ Nikolai Valuev am 17. Dezember in einem eher ernüchternden Kampf dem bisherigen WBA-Champion John Ruiz den Titel streitig machte, mussten sich die favorisierten Babelsberger Zweitliga-Boxer ausgerechnet beim Tabellenletzten mit einem mageren 11:11 begnügen. Der Ärger sei umso größer gewesen, da der Sieg allein durch äußerst fragwürdige Kampfrichterentscheidungen verhindert wurde, klagte Mantau nach dem Kampf. „Das war streckenweise nicht nachzuvollziehen, und sogar das einheimische Publikum sah das Ganze mit gemischten Gefühlen.“

Nun soll es also anders laufen: Am Sonnabend kommen die Mannen aus Gotha in das Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße und können sich auf eine Revanche gefasst machen. Nach dem 13:11-Sieg gegen Hanse Wismar vor zwei Wochen gehen die Gastgeber hoch motiviert in den Kampfabend. Für diesen hat Mantau alle Athleten an Bord – auch Tobias Drobig, der sich in der zweiten Runde Fabian Nitsche beugen musste und durch RSC unterlag, hat die Niederlage und harten Schläge gut verkraftet und wird abermals im Weltergewicht in den Ring gehen.

Motors Mannschaftskapitän Anatolij Hoppe hat sich ebenfalls viel vorgenommen. Nachdem sein Kampf gegen René Krause, auf den bereits der Sauerland-Boxstall ein Auge geworfen hat, für den Mecklenburger gewertet wurde, machte sich Hoppe viele Vorwürfe. Mantau baute ihn auf, und am Sonnabend will der Halbschwergewichtler nun unbedingt wieder einen Sieg für sein Team erkämpfen. In Gotha wurde der Kampf gegen Björn Blaschke unentschieden gewertet. „Ich hoffe, dass er diesmal wieder antritt“, so Hoppe. Sollte Blaschke ihm diesen Gefallen nicht tun, müsste Gotha mit Ali Choucair einen Boxer aufstellen, der noch leichter zu schlagen sein sollte.

In jedem Fall soll auch Motors Schwergewichts-Ass Vitalius Subacius wieder die Krönung des Abends werden. „Ihm traue ich gegen Michael Werner durchaus einen kurzrundigen Sieg zu“, sagt Mantau, dessen Team mit einem Sieg die Führung in der zweiten Bundesliga ausbauen möchte. Die Kämpfe beginnen um 18; Einlass ist ab 17 Uhr. Karten für 10 und ermäßigt 7,50 Euro sind im Toyota-Autohaus und in der Total-Tankstelle an der Großbeerenstraße erhältlich.

Märkische Allgemeine Zeitung

23.01.2006 

Babelsberg wieder Spitze

BOXEN / MOTOR SCHLÄGT WISMAR 13:11 – BLITZBESUCH VON MANFRED WOLKE

DETLEF BRAUNE

 

Die Faustkämpfer von Motor Babelsberg schlugen im Toyota-Autohaus im Spitzenkampf der 2. Bundesliga den bisherigen Tabellenführer Boxteam Hanse Wismar mit 13:11 und platzierten sich nach drei Kampfabenden wieder dort, wo sie zum Abschluss der vergangenen Saison standen: ganz vorn. Den erneuten Höhenflug vor 500 Zuschauern ließ sich ausgerechnet der prominenteste Mann entgehen, der je aus den Motor-Reihen hervorgegangen war. Manfred Wolke "schaute vorbei", doch seine Aufwartung am Ring machte der ehemalige Babelsberger - für die Fans war er nur "Manne" - nicht. Schade. Dabei ist die Euphorie rund um das Seilgeviert genauso groß wie zu seinen aktiven Zeiten an der Havel vor vier Jahrzehnten.

Die Begierde des Olympiasiegers von 1968 und jetzigen Trainers im Sauerland-Stall in Frankfurt (Oder) gehörte ausgerechnet einem Gast. Der für Wismar boxende Halbschwere Rene Krause könnte bald das nicht übermäßig mit Talenten besetzte Gym an der Oder bereichern. Wolke setzte sich mit Krauses Vater in ein Auto, verhandelte in einer Gaststätte und hinterließ nach der Rückkehr zum Autohaus nur einen Gruß an Fritz Fiebelkorn. Der einstige Motor-Trainer feierte am Wochenende Goldene Hochzeit. Mit einem "Ich muss weiter" gegenüber Babelsbergs Manager Ralph Mantau zog der verlorene Sohn von dannen,

Wolke ließ seinen Co-Coach Rudi Fink, Olympiasieger von 1980, und Hagen Doering von der Sauerland-Promotion am Ring zurück. Beide erlebten einen überzeugenden Auftritt des 20-jährigen Krause. Das "Opfer" des Dritten der deutschen Meisterschaft 2005 aus Köln, war ausgerechnet Motor-Kapitän Anatolij Hoppe. Der Vizemeister der Titelkämpfe vom Oktober in Mülheim hatte Krause schon zweimal besiegt. Doch diesmal fand der einen Kopf kleinere Hoppe nicht die richtige Distanz und wurde von seinem schneller schlagenden Gegner nach Punkten gestoppt. Hoppe und die Fans verschmerzten die Niederlage. Die Zuverlässigkeit in Person kassierte in seinem 60. Kampf in sechs Jahren für Motor erst die zweite Niederlage.

11:10 stand es für die Einheimischen vor dem letzten Gefecht. Dann entledigte sich der Schwere Vitalius Subacius wieder souverän seiner Aufgabe und wurde enthusiastisch gefeiert. Nach einer krachenden Linken wurde der zunächst gut mithaltende Lukas Schulz in der 3. Runde angezählt. Eine Runde weiter wurde Schulz zur Aufgabe gezwungen. Gegen Subacius, den WM-Fünften aus Litauen, ist in deutschen Ringen kein Kraut gewachsen.

Die Motor-Anhänger erlebten ein spektakuläres Finale - der Auftakt war nicht minder niveauvoll. Klasse die Vorstellung des zweifachen deutschen Vizemeisters Marcel Schneider im Bantamgewicht. Aufreizend sein Kampfstil mit herunter hängenden Fäusten. Die florettartig geführte Linke bereitete immer wieder ganze Serien an Treffern vor. Sein Gegner Cevdert Gashi war überfordert.

Weitere Babelsberger Punktsiege feierten Zakhid Mekhtsiyev (Feder), Steffen Sparborth (Halbwelter) und Jörg Rosomkiewicz (Mittel). Javov Terskich (Leicht) verlor nach Punkten, Tobias Drobig (Welter) durch RSC (2. Runde).

Motors dritter Vizemeister, Jörg Rosomkiewicz, hatte im Ring über vier Runden mächtig zu knabbern. "Ich habe mir die linke Hand durchgeschlagen", erklärte er. Da kam die vom Ringsprecher verkündete 150-Euro-Prämie von der Physiotherapie Lutz Kremer gerade recht.

Potsdamer Neueste Nachrichten

23.01.2006

 

Ordnung wieder hergestellt

Motor-Boxer schlugen Wismar 13:11 und holten sich die Tabellenspitze zurück

HENNER MALLWITZ

 

Das Ziel war klar gesteckt, die Halle gut gefüllt und wie immer leisteten die Fans ihren Teil, um die Babelsberger Motor-Boxer zum Sieg zu führen. Mit Erfolg: Im Kampf um die Tabellenspitze der zweiten Bundesliga ließen sich die Mannen um Coach und Manager Ralph Mantau am Samstagabend im Toyota-Autohaus die Butter nicht vom Brot nehmen und fegten den bisherigen Tabellenführer Hanse Wismar mit 13:11 aus dem Ring.

Schon im ersten Kampf wurden die Weichen auf Sieg gestellt.Im Bantamgewicht musste Marcel Schneider gegen Cevdet Gashi antreten und entschied die Sache klar für sich. Auch diesmal kam wieder die Punktmaschine zum Einsatz – am Ende zeigte sie 25:9 Treffer für den Babelsberger an. Motors Neuzugang Zakhid Mekhtsiyev wollte dem in nichts nachstehen und behauptete sich im Federgewicht mit 29:18 gegen Marcel Meyerdiercks. Der erst 18-jährige Mecklenburger gilt als hoffnungsvolles Talent, trainiert am Bundesstützpunkt in Frankfurt (Oder) und schlug sich gegen den Favoriten recht achtbar.

Zwei Siegen folgte schließlich eine Niederlage: Jakov Terskisch zeigte sich abermals wechselhaft in seinen Leistungen, fing gut an, führte sogar in der ersten Runde und gab den Leichtgewichtskampf schließlich doch noch mit 16:22 an Juri Pachko ab. „Das war Schlaftablettenboxen“, ärgerte sich Mantau. „Mir fehlt beim ihm einfach die Konstanz, und deshalb werden wir nun ausführlicher nach Ursachen forschen.“ Steffen Sparborth machte gegen Sergej Dschullajan hingegen seine Sache besser. Vor allem mit der Führhand punktete der Halbweltergewichtler und bezwang seinen Gegner letztlich klar mit 16:4.

SVB-Neuzugang Tobias Drobig hatte am Sonnabend ein schweres Los. Ausgerechnet gegen Fabian Nitsche, einen gestandenen Weltergewichtler, der auch in Babelsberg kein Unbekannter ist, musste er in den Ring. Für Drobig, der ohne Oberligaerfahrung im ersten Jahr bei den Männern boxt, ging es vor allem um Schadensbegrenzung. RSC in der zweiten Runde hieß es schließlich – nach einem Wirkungstreffer am Kopf war er sichtlich angeschlagen. „Wir haben den Kampf dann gleich beendet, um nicht noch ein Kopf-K.o. zu riskieren“, so Mantau.

Im anschließenden Kampf konnte sich Jörg Rosomkiewicz – am Tag zuvor 30 geworden – gegen Valerie Becker zwar durchsetzen, nur allzu oft ließ sich der Mittelgewichtler jedoch die Linie des Gegners aufdrängen. Zum Schluss waren es aber klare Treffer in der zweiten und vierten Runde, die zum verdienten 24:5-Sieg führten. Auf den vorletzten Kampf dürfte einer besonders geachtet haben: Am Ring saß Hagen Doering, Sportdirektor des Sauerland-Stalls, und er hatte ein Auge auf den Wismarer Halbweltergewichtler René Krause. Dieser hatte vor allem an seiner Schnelligkeit arg gefeilt, landete gegen Babelsbergs Kapitän Anatolij Hoppe klare Treffer und entschied den Fight so mit 13:7 für sich. Hoppe rief gestern morgen aus Hamburg an. Um sich zu entschuldigen und um von Manager Mantau aufgebaut zu werden.

Sieg oder Unentschieden: Diese Frage hatte nun Schwergewichtler Vitalijus Subacius zu beantworten. Der litauische Meister nahm das Motto „Hau den Lukas“ wörtlich und startete gegen Lukas Schulz ein wahres Trommelfeuer. In der vierten Runde flog das Handtuch und Motor hatte sich die Tabellenspitze zurück erobert.

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

19.01.2006

 

Motor-Boxer wollen an die Tabellenspitze

HENNER MALLWITZ

 

Das vergangene Wochenende verbrachte Ralph Mantau in Wismar. Unter anderem im „Wonnemar“, einem weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus begehrten Spaßbad, was seiner Meinung nach „Potsdam leider wohl nie bekommen wird“. Aber das ist eine andere Sache, denn der Manager der Boxer von Motor Babelsberg war nicht da, um sich zu entspannen, sondern um sich in der modernen Tennishalle den Zweitliga-Boxkampf zwischen dem gastgebenden BT Hanse und dem BSB Seelze anzusehen. Mit 9:14 schickte Wismar die Männer aus Niedersachsen auf die Heimreise.

Ein Achtungszeichen für den Babelsberger Coach. Am Sonnabend nämlich ist der derzeitige Tabellenerste im Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße zu Gast, und Motor will den Nordlichtern die Tabellenspitze mit einem Sieg entreißen. „Es wird nicht leicht, ist aber durchaus machbar“, schätzt Mantau ein. „Wismar hat sich als einstiges Boxteam Mecklenburg von Schwerin getrennt und sich neu formiert.“ Vor einer Aufgabe mit vielen Unbekannten stehen die Babelsberger da folglich: In Wismar beobachtete Mantau vor allem im Leicht- und Halbweltergewicht einige ausländische Neuzugänge.

Guten Mutes gehen die Gastgeber allemal in die Kämpfe, denn ein jeder von ihnen ist ohne Verletzung und Krankheit ins neue Jahr gekommen, so dass alle an Bord sich. Im Bantamgewicht hat Marcel Schneider ordentlich Gewicht gemacht und die 54 Kilogramm wieder erreicht, und Neuzugang Zakhid Mekhitev, der vor dem Auswärtskampf gegen Gotha noch sechs Kilo abspecken musste, wird diesmal im Federgewicht bis 57 Kilogramm zum Einsatz kommen. Allein auf David Sprenger muss Mantau noch verzichten: Den Halbweltergewichtler plagen neben gesundheitlichen auch persönliche Probleme, so dass der Kopf für einen solch wichtigen Kampf nicht frei ist.

Nichts Neues hingegen gibt es in den weiteren Gewichtsklassen – die Babelsberger Fans werden aller Wahrscheinlichkeit wieder jene Formation im Ring sehen, die zum Saisonauftakt am 3. Dezember den BAC Wolfenbüttel mit 15:9 aus dem Ring fegte. Mit stolzem Haupt, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, werden dabei vor allem Anatolij Hoppe (Halbschwergewicht) und Schwergewichtler Vitali Subacius die Halle betreten. Während sich der Mannschaftskapitän erst kürzlich über die Geburt seiner Tochter Julia freuen konnte, erkämpfte sich der litauische Riese zum achten Mal in Folge den nationalen Meistertitel seines Landes.

Der Kampf am Sonnabend beginnt wie stets um 18 Uhr; ab 17 Uhr werden die Türen geöffnet. Karten für 7,50 und 10 Euro gibt es vorab sowohl im Autohaus als auch an der Total-Tankstelle an der Großbeerenstraße. Motor-Urgestein Fritz Fiebelkorn wird allerdings den Fight nicht verfolgen können: Der langjährige Trainer feiert am Sonnabend seine Goldene Hochzeit. „Ein Sieg“, so Mantau, „wäre für ihn wohl das beste Geschenk.“

 

Märkische Allgemeine Zeitung

19.01.2006

 

Platz eins fest im Visier

BOXEN / 2. BUNDESLIGA: BABELSBERG ERWARTET WISMAR ZUM SPITZENDUELL

AXEL EIFERT

 

Gleich richtig in die Vollen geht es für die Boxer von Motor Babelsberg beim ersten Auftritt im neuen Jahr. Nachdem die Gäste vom Boxteam Hanse Wismar am vergangenen Wochenende mit dem 14:9 zu Hause gegen den BSK Seelze mit 4:0 Punkten die Tabellenführung übernommen haben, kommt es am Sonnabend (18 Uhr, Toyota-Autocenter Großbeerenstraße) bei den ebenfalls noch ungeschlagenen Potsdamern (Zweiter mit 3:1) zum Spitzenduell in der 2. Bundesliga.

Die Motor-Kämpfer haben dabei nur ein Ziel fest im Visier. "Wir wollen uns die Spitzenposition zurückerobern. Auf keinen Fall können wir es zulassen, dass Wismar seinen Vorsprung noch weiter ausbaut", formulierte Babelsbergs Manager und Trainer Ralph Mantau glasklar seine Erwartungshaltung an das Duell mit den ambitionierten Mecklenburgern.

Eigentlich gibt es auf Gastgeberseite nur einen "Ausfall", und der betrifft nicht einmal einen Kämpfer, sondern einen Stammgast im Babelsberger Toyota-Autocenter. Fritz Fiebelkorn, der langjährige Motor-Trainer, der vor einem runden Jahrzehnt das Liga-Boxen in Brandenburgs Landeshauptstadt zusammen mit Ralph Mantau wiederbelebte und bis zu seinem Abschied aus dem aktiven Sport immer weiter nach vorn brachte, feiert am Kampftag seine Goldene Hochzeit und kann deshalb nicht am Ring sitzen. Die Jungs werden natürlich trotzdem alles daran setzen, dem "Ehemaligen" den Ehrentag noch zu versüßen.

Zumal die Babelsberger Verantwortlichen gegen Wismar personell aus dem Vollen schöpfen können. "Es sind alle Mann an Deck. Einzig David Sprenger, dem vor gut einem Monat die Weisheitszähne heraus operiert wurden, hat noch einigen Trainingsrückstand und wird deshalb wohl nicht boxen", sagte Mantau, der in der Mannschaft gegenüber dem Auswärtskampf in Gotha (11:11) in einigen Gewichtsklassen Veränderungen vornehmen will. So sollen beispielsweise Bantamgewichtler Marcel Schneider und Schwergewichtler Vitalius Subacijus in die Staffel zurückkehren. Deshalb sieht alles danach aus, dass Babelsberg die gleiche Vertretung in den Ring schicken wird, die zum Saisonauftakt das stark einzuschätzende Team vom BAC Wolfenbüttel unerwartet hoch mit 15:9 besiegt hatte.

Um vor Überraschungen vor dem Spitzenduell gefeit zu sein, machte sich Mantau am vergangenen Samstag selbst auf den Weg nach Wismar, um den kommenden Gegner beim Kampf gegen Seelze in Augenschein zu nehmen. Immerhin sah er bei den Mecklenburgern eine Reihe ihm zuvor unbekannter Athleten und mit Schwergewichtler Lukas Schulz einen Mann, der den deutschen Meister Boris Boshenko überraschend deutlich nach Punkten in die Schranken wies. Schlaflose Nächte bereitete dies dem Motor-Manager indes nicht. "Boshenko hat an diesem Tag enttäuschend schlecht geboxt. Er stand meist nur in Doppeldeckung da und startete kaum selbst Aktionen. Und schließlich haben wir in dieser Klasse mit Subacijus einen Mann, der für uns bislang alle Kämpfe souverän gewonnen hat."

Auch die gegenwärtige Tabellenführung der Wismarer, die ja im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ohne die Aktiven vom Schweriner SC (hat jetzt eine eigenständige Mannschaft in der Oberliga) auskommen muss, verwundert den Babelsberger Übungsleiter nicht. "Sie hatten bisher ja zwei Heimkämpfe", sagte Mantau in Anspielung darauf, dass die Mecklenburger in der vorigen Saison trotz ihres vierten Platzes ohne einen einzigen Auswärtssieg geblieben waren.

 

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

19.12.2005

Gute Auftritte nicht durchgängig belohnt

 

BOXEN / FÜR BABELSBERGER WAR IN GOTHA DEUTLICH MEHR ALS EIN 11:11 UNENTSCHIEDEN DRI N

AXEL EIFERT

 

Dass die Trauben in allen deutschen Box-Ligen auch für die Favoriten sehr hoch hängen, mussten Motor Babelsbergs Faustkämpfer am Sonnabend einmal mehr erleben. Beim Aufsteiger Wacker Gotha verloren die Potsdamer zwar nicht, hatten sich aber auch etwas mehr als das letztliche 11:11-Unentschieden ausgerechnet. "Mit dem einen Punkt können wir zwar leben, aber eigentlich hätte es einen Sieg, wenn nicht sogar einen klaren Sieg für uns geben müssen", zeigte sich Motors Boxchef Ralph Mantau von einigen Urteilen des sächsischen Kampfgerichts überrascht.

Vor allem mit dem Resultat im Mittelgewicht haderten die Gäste aus Brandenburg. Und es ist in der Tat schon kurios, dass der deutsche Vizemeister Jörg Rosomkiewicz im Duell mit Ömer Yagcioglu nur ein Unentschieden erhielt. Bei ausgeglichenem Verlauf bekam der gastgebende Kämpfer wegen seines unsauberen Stils zwei Verwarnungen und wurde zudem nach einem Wirkungstreffer einmal angezählt. Wie es da noch zu einem Remis reichen konnte, blieb ein Rätsel.

Bis dahin war der Kampfabend ganz nach den Babelsberger Vorstellungen verlaufen. Motor-Neuzugang Zakhid Mekhtiev boxte diesmal für den erkrankten Marcel Schneider im Bantamgewicht und entledigte sich seiner Sache locker mit einem klaren Punktsieg über Daniel Preisner. Jakov Terskich "kochte" ins Federgewicht ab, was ihm deutlich guttat. Denn dadurch musste er mehr trainieren und zeigte sich beim Punktsieg über Mirko Weisel (DM-Dritter 2004) gegenüber dem Heimkampf deutlich verbessert. Die Niederlage des erstmals bei Babelsberg eingesetzten Lars Lauterbach im Leichtgewicht gegen Alexander Stephan akzeptierten die Gäste, denn der Gothaer besaß leichte Vorteile. Das erste Mal verwundert war die Babelsberger Seite dann, als Steffen Sparborth trotz guten Kampfes und vieler klarer Treffer gegen Issa El-Steinman zum Verlierer erklärt wurde. Nach der Pause ging es gleich wieder gut los für die Motor-Staffel, den Weltergewichtler Tobias Drobig ließ Phil Hoyer keine Chance. Es folgte der schon beschriebene Kampf von Rosomkiewicz, doch noch war alles drin für die Gäste.

Im Halbschwer kam Anatolij Hoppe zu einem Unentschieden gegen Björn Blaschke (DM-3. im Schwergewicht), war aber wohl zu sehr mit seinen Gedanken zu Hause bei seiner Frau, die kurz vor der Entbindung steht. Im Schwergewicht hatte Alex Melcher, der Vitalius Subacius vertrat (wurde am Wochenende zum achten Mal in Folge litauischer Meister), den Gothaer Michael Werner am Rande des K.o., verlor letztlich aber ebenfalls recht fragwürdig mit 1:2. Entsetzen pur bei den Babelsbergern: "Wir hatten uns vielleicht etwas zu früh gefreut", so Mantau.

 

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

05.12.2005

Motor-Boxer mit erfolgreichem Saisonstart

HENNER MALLWITZ

Besser hätte der Saisonauftakt für Babelsbergs Motor-Boxer nicht laufen können: Im nahezu ausverkauften Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße bezwang das Team am Samstagabend den BAS Wolfenbüttel klar mit 15:9 und schraubte sich damit gleich zu Beginn an die Tabellenspitze der zweiten Bundesliga. Dies sollte zwar noch nicht überbewertet werden, doch zeigten die Athleten gleich im ersten Saisonkampf eine gute und zum großen Teil noch steigerungsfähige Leistung. Allein ein Kampf musste abgegeben werden.

Den Anfang machte Marcel Schneider im Bantamgewicht, der sich klar gegen Erdal Kaplan durchsetzte. Motors Neuzugang Zakhid Mekhtsiyev enttäuschte anschließend im Federgewicht ebenfalls nicht. Sein Gegner Andreas Bender hatte wenig zu bestellen, so dass der „Neue“ im Team alle Erwartungen erfüllte. „Er ist eine ganz sichere Bank“, lobte Motor-Manager Ralph Mantau. „Schwer vorzustellen, dass er überhaupt einen Kampf abgeben wird.“ Dies tat allerdings Jakov Terskisch: Gegen Eugen Burhard tat sich der Leichtgewichtler schwer; er führte in der ersten Runde sogar und unterlag letztlich doch. Die einzige Niederlage der Gastgeber – sie war zu verkraften. Mit Steffen Sparborth kam im Halbweltergewicht ein weiterer Neuzugang in den Ring. Mit dem Wolfenbütteler Dieter Döhl lieferte er sich einen ausgeglichenen Fight, der schließlich ein reines „Punktmaschinenurteil“ zur Folge hatte. Demnach setzte Döhl zwar mehr Treffer – vor allem jedoch auf die Deckung. Die wirkungsvolleren erkannten die Punktrichter jedoch Sparborth zu, so dass auch dieser Kampf für Babelsberg gewertet wurde.

Als dritter Neuer hatte Tobias Drobig im Weltergewicht die Sache gegen Dimitri Hait zu richten. Keine leichte Aufgabe für den erst 18-Jährigen, dem immerhin der amtierende Kickbox-Weltmeister gegenüber stand. Ein Kampf, in dem Mantau clever am Ring agierte. „Als er mit 15 Punkten führte, sagte ich ihm, es sei ausgeglichen“, so der Coach. „Und siehe da, er machte noch weitere acht.“ So leicht hatte es Jörg Rosomkiewicz anschließend jedoch nicht. Der Mittelgewichtler traf wie kürzlich bei den Deutschen Meisterschaften auf Halis Baran, der Revanche angekündigt hatte. Und in der Tat lag „Rosi“ streckenweise hinten, kippte den Kampf am Ende aber doch noch.

Kaum ein anderes Bild bei Anatolij Hoppe. Gegen Ruslan Kress als vermeintlich leichtem Gegner hatte der Mannschaftskapitän Probleme, wechselte dann aber die Taktik, kam mit der Schlaghand zuerst und sorgte somit für einen weiteren Motor-Erfolg. Im letzten Kampf des Abends hätte Wolfenbüttels Coach gut daran getan, schon in der ersten Runde das Handtuch für seinen Schützling Marian Jantchev zu werfen. Zwar tat Schwergewichtler Vitalijus Subacijus nur das Nötigste, doch das reichte zum klaren Sieg. „Mit einem insgesamt so deutlichen Ergebnis hatten wir nicht gerechnet“, resümierte Ralph Mantau. „Vor allem die Neuzugänge haben sich gut präsentiert.“

Am 17. Dezember treten die Motor-Mannen beim BC Gotha an, der sich in Wismar 11:13 geschlagen geben musste.

Märkische Allgemeine Zeitung

05.12.2005

 

Starker Einstand der Neuen

BOXEN / Motor-Staffel mit hohem 15:9-Auftaktsieg über Wolfenbüttel

AXEL EIFERT

 

Der Vorjahrsmeister hat sich gleich wieder in die Favoritenrolle geboxt. Gegen den gewiss nicht schlechten Aufsteiger BAC Wolfenbüttel feierten die Faustkämpfer von Motor Babelsberg am Sonnabend zum Saisonauftakt in der 2. Bundesliga einen überaus deutlichen 15:9-Erfolg. Vor rund 500 Zuschauern im Babelsberger Toyota-Autocenter überließen die Gastgeber den Niedersachsen nur in einer Gewichtsklasse einen Sieg. Die anderen sieben Kämpfe entschieden die Motor-Kämpfer mehr oder weniger deutlich nach Punkten für sich. "Schade, dass Jakov Terskich im Leichtgewicht nicht auch noch gewonnen hat, dann hätten wir einen glatten Durchmarsch hingelegt. Aber das wäre des Guten vielleicht doch etwas zu viel gewesen", zeigte sich Babelsbergs Manager und Trainer Ralph Mantau zufrieden. Besonders freute er sich über die starken Auftritte der drei Neuzugänge. "Sie hatten alle nicht gerade schlechte Gegner und es war von vornherein kaum zu erwarten, dass alle drei als Sieger aus dem Ring gehen würden", meinte Mantau.

Im Federgewicht zeigte der überaus erfahrene Rechtsausleger Zakhid Mekhtiev (über 340 Kämpfe) mit seinem deutlichen 35:12 - gewertet wurde mit der Punktmaschine - über den DM-Dritten Andreas Bender, dass er zu einer "Bank" für die Babelsberger in seiner Gewichtsklasse werden kann. Der aus Eilenburg kommende Halbweltergewichtler Steffen Sparborth, der demnächst nach Berlin umziehen will, punktete mit dem DM-Dritten Dieter Döhl einen der besten Wolfenbütteler mit 38:27 aus. "Das Publikum ist wirklich toll hier und hat mich immer wieder nach vorn getrieben. Mit meiner eigenen Leistung bin ich nicht einmal voll zufrieden, denn wegen einer Kapselverletzung an der Hand konnte ich zwei Wochen kein Sparring machen", sagte der 20-jährige Sparborth. Der dritte Neue im Bunde, der erst 18-jährige Tobias Drobig aus Döbeln, nutzte beim klaren 34:10 über Kickboxweltmeister Dimitri Haid konsequent seine Reichweitenvorteile.

Doch auch auf Babelsbergs Stammkräfte war einmal mehr Verlass. Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz benötigte in der Neuauflage des DM-Halbfinals gegen Halis Baran zwei Runden Anlaufzeit und lag bis dahin mit zwei Punkten im Hintertreffen. Dann spielte der 29-jährige Babelsberger aber seine ganze Routine aus und setzte sich noch sicher mit 25:18 durch.

Am deutlichsten ihren Gegnern überlegen zeigten sich mit Bantamgewichtler Marcel Schneider (36:10 über Erdal Kaplan) und Schwergewichtler Vitalius Subacius (41:9 über Marian Jantschev) der kleinste und der größte Motor-Boxer. Auch Kapitän Anatolij Hoppe im Halbschwergewicht fuhr beim 27:19 gegen Ruslan Kress die von ihm erwarteten Siegpunkte ein.

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

30.11.2005

 

Unternehmen Titelverteidigung beginnt: Motor-Boxer starten in die neue Saison

HENNER MALLWITZ

Die vergangenen Tage wurden häufig gemeinsam verbracht. Ausgiebiges Sparring, Training an den Sandsäcken und gemütliches Abendessen im Team: Alles, um einerseits die „Neuen“ besser in die Mannschaft zu integrieren, aber eben auch, um mit einem guten Wir-Gefühl an die bevorstehenden Aufgaben zu gehen. Und die werden für die Boxer von Motor Babelsberg nicht unbedingt leicht. In der vergangenen Saison der zweiten Bundesliga setzten sie sich ungeschlagen an die Tabellenspitze, und so kann es in der am Sonnabend beginnenden Saison nur darum gehen, den Titel zu verteidigen.

Das Team von Motor-Manager Ralph Mantau startet gleich mit einem Heimkampf: Um 18 Uhr ist der BAC Wolfenbüttel im Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße zu Gast. Gegen die Männer aus Niedersachsen werden erstmals auch einige Neuzugänge antreten.

Im Federgewicht konnte Zakhid Mekhitev verpflichtet werden. Er boxte bislang in der 1. Bundesliga in Chemnitz, war nach deren Absturz in die Oberliga dort jedoch unterfordert. „Er wird für uns ein ganz wichtiger Mann“, sagt Mantau, der mit Tobias Drobig und Steffen Sparborth zwei weitere Boxer für Motor gewinnen konnte. Drobig ist mehrfacher Sachsen- und Süddeutscher Meister und kam in 110 Kämpfen auf 76 Siege. Sparborth boxte zuvor für Halle in der zweiten Bundesliga, stammt aus Eilenburg und muss wegen seines Studiums in Berlin den Wohnort wechseln. Die Zweitliga-Herausforderungen, die sich da bei den Babelsberger Faustkämpfern bieten, nahm er deshalb gern an.

„Natürlich setzen wir aber auch in der kommenden Saison auf unsere bewährten Boxer“, sagt Mantau, dem ein starkes Team für das Unternehmen Titelverteidigung zur Verfügung steht. Im Bantamgewicht ist dies allein Marcel Schneider, im Federgewicht neben Mekhitev auch Jakov Terskish und Constantin Klatt. Im Leichtgewicht steht Daniel Schulz zur Verfügung, und im Halbwelter muss sich neben Sparborth auch David Sprenger durchsetzen.

Drobig stößt im Welter zu den bekannten Kämpfern Patrick Mittag und Jörg Rosomkiewicz, der in diesem Jahr Deutscher Vizemeister wurde. Mannschaftskapitän Anatolij Hoppe soll die Sache im Halbschwergewicht richten. Im Schwergewicht liegen die Hoffnungen auf Vitalius Sobacijus, der in der vergangenen Saison keinen Kampf abgeben musste. Vor kurzem wurde er in China Sechster der Amateur-Box-WM.

Das Team aus Wolfenbüttel ist zwar Zweitligaaufsteiger – den Motor-Boxern jedoch noch gut aus gemeinsamen Oberligazeiten bekannt. Zwei, drei sehr gute Athleten hat der Gegner in seinen Reihen: „Da ist am Sonnabend Brisanz drin“, wie Mantau vermutet. „Wir sind in dieser Saison ganz klar die Gejagten, aber die Jungs sind sehr gut drauf.“ Einlass im Autohaus ist um 17 Uhr. Karten für 7,50 und 10 Euro gibt es sowohl an der Abendkasse als auch zuvor in der Total-Tankstelle an der Großbeerenstraße. Karten, die für den ausgefallenen Kampftag gegen Berlin gekauft wurden, behalten ihre Gültigkeit.

Märkische Allgemeine Zeitung

30.11.2005

 

Diesmal die Gejagten

BOXEN / Babelsberg will in der 2. Bundesliga wieder ganz vorn landen

AXEL EIFERT

 

Ab Sonnabend fliegen in der 2. Bundesliga der Amateurboxer wieder die Fäuste. Vorjahrsmeister Motor Babelsberg, der aus finanziellen und sportlichen Gründen auf dem Aufstieg in die 1. Bundesliga verzichtet hatte, beginnt mit einem Heimkampf (Beginn um 18 Uhr im Toyota-Autocenter Großbeeren-/Ecke Neuendorfer Straße) gegen die aus der Oberliga aufgestiegene Staffel des BAC Wolfenbüttel.

Natürlich wollen die Babelsberger dann ihre traditionelle Heimstärke unter Beweis stellen und einen Auftaktsieg landen. Im Vorfeld der neuen Saison lief in der Motor-Staffel allerdings nicht alles rund. So gibt es bei dem als Neuzugang vorgesehenen Victor Weißenburger noch einige Ungereimtheiten. Halbweltergewichtler David Sprenger, dem gerade die Weisheitszähne herausoperiert wurden, kann ebenso nicht boxen wie Schwergewichts-Ersatzmann Alex Melcher, der noch einige Probleme mit den Justizbehörden zu lösen hat.

Motor-Trainer und Manager Ralph Mantau ist dennoch nicht bange, denn für die neue Saison hat er eine Mannschaft zusammen, die auch solche Ausfälle kompensieren kann. Das Gerüst bilden wie schon im Vorjahr Marcel Schneider (Bantam), Jörg Rosomkiewicz (Mittel) und Anatolij Hoppe (Halbschwer), die im Oktober in Mülheim als deutsche Vizemeister in ihren Gewichtsklassen gewachsenes Leistungsvermögen nachgewiesen haben. Zu den Stützen zählt erneut der litauische Einflieger Vitalius Subacius, der bei den Amateur-Weltmeisterschaften in China als Viertelfinalist nur knapp an einer Medaille vorbeigeschrammt ist.

 

Eine "Bank" sollte auch Federgewichtler Zakhid Mekhitev werden. Der 33 Jahre alte, aus Weißrussland stammende Neuzugang ist mit 340 Kämpfen (308 Siegen) ein ganz erfahrener Ringfuchs, der im Vorjahr in der 1. Bundesliga für den BC Chemnitz neun seiner zehn Fights gewinnen konnte.

Hoffnungsvolle Nachwuchskämpfer sind auch die neu in die Motor-Staffel gekommenen Steffen Sparborth (20/Halbwelter) und Tobias Drobig (18/Welter). Im Gros sind die Stammkräfte bei den Babelsbergern dabei geblieben, die mit Weltergewichtler Alexander Philipp, der seiner Boxkarriere beendete, nur einen wichtigen Abgang zu verzeichnen haben.

Mantau sieht der neuen Saison deshalb auch ganz selbstbewusst entgegen. "Sicher sind wir als Vorjahrsmeister nun die Gejagten. Aber wir haben erneut eine sehr gute Truppe zusammen. Ziel ist es deshalb auch wieder, ganz vorn mitzumischen und eventuell den Titel zu verteidigen", umreißt Babelsbergs Boxchef die Zielstellung. Abzuwarten sei, so Mantau, inwiefern sich die Gegner verstärkt haben. "Der BSK Seelze und Wismar sind nach den Leistungen des Vorjahrs sicher nicht zu verachten. Wolfenbüttel nach dem Neuaufbau und Gotha als Aufsteiger sind für uns noch etwas unbekannte Größen", so Mantau.

Voran ging es auch bei den Sponsoren der Motor-Staffel. Dank der langjährigen Partner (Toyota-Autocenter, Spedition Greif, Brun und Böhm- Baustoffe, Frey Straßen- und Tiefbau) dürfte es kein übermäßiges Problem werden, den wieder fünfstelligen Etat zusammen zu bekommen. Mit der Firma Energie und Wasser Potsdam kam jetzt sogar noch ein neuer Sponsor hinzu.

Tickets: an den Vorverkaufsstellen Tankstelle Total Großbeerenstraße und im Toyota-Autocenter Großbeerenstraße.

 

 

Motor Babelsberg Boxen

28.11.2005

 

Der Countdown läuft

 

Die Boxfreunde der Region können sich bald auf einen Leckerbissen der besonderen Art freuen. Viele zählen die letzten Tage bis Weihnachten 2005 oder bis zur Fußballweltmeisterschaft. Die Boxer des SV Motor Babelsberg zählen die restlichen Tage bis zum ersten Heimkampf in der 2. Box-Bundesliga am 03. Dezember 2005.
 
Derzeit bereiten sich die Boxer um Trainer Ralph Mantau, Gerhard Swientek und Karl-Heinz-Krüger auf die erste Begegnung gegen den BAC Wolfenbüttel am 3. Dezember im Toyota – Autohaus (Großbeerenstr. 249-253) vor.

Kondition bolzen, technischer Feinschliff und Sparring stehen hoch im Kurs, schließlich wollen die Motor-Boxer gleich beim ersten Auftritt in der zweithöchsten Liga dem Potsdamer Publikum tolle Kämpfe liefern. Doch bis dahin heißt es noch ein paar Tagen: schwitzen, schwitzen...

Das Motor-Team in den einzelnen feststehenden Gewichtsklassen: Bantamgewicht: Marcel Schneider, Mittelgewicht: Jörg Rosomkiewicz, Halbschwer: Anatolij Hoppe - Schwergewicht: Vitalijus Subacius.

 

 

 

 

 

Motor Babelsberg Boxen

21.10.2005

 

Zwei Neuverpflichtungen für die 2. Liga

 

Trainer und Manager Ralph Mantau gibt mit Freude die Neuverpflichtung von Zakhid Mekthiev und Tobias Drobig bekannt.

Der 33-jährige Zakhid Mekthiev soll es in dieser Saison im Federgewicht richten. Er bestritt bisher 340 Kämpfen, von denen er 308 gewann. Seine Erfolge waren: 3-mal sowjetischer Meister, 5-mal Weißrussischer Meister, 3. Platz WM in Housten/USA, 4-mal Sachsenmeister und 3-mal Sieger beim internationalen Turnier in Chemnitz.                                

In der Gewichtsklasse bis 69 Kg rückt der erst 18-jährige Tobias Drobig ins Team auf. Er bestritt bisher 110 Kämpfe, von denen er 76 siegreich gestalten konnte, 9-mal boxte er Remis. Seine Erfolge waren: 6-mal Sachsenmeister und Süddeutscher Meister der Junioren.

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

20.10.2005

Recken aus der Filmstadt

Motor-Boxer gehen verstärkt in die Saison – am Wochenende testen sie sich beim Turnier in Dänemark

HENNER MALLWITZ


Der Hüne ist zurück. Als Alex Melcher im März vergangenen Jahres seinen Einstand bei den Boxern von Motor Babelsberg gab, kannte ihn vor Beginn des letzten Kampfes niemand. Manager Ralph Mantau hatte im alles entscheidenden Fight gegen den Mülheimer Erkan Teper das Ass aus dem Ärmel gezogen und den damals 30-Jährigen beim Stand von 10:10 eingesetzt. Der sorgte für den Sieg, trotzdem er damals anfangs kleine Probleme mit den Regeln hatte. „Seitdem ich 1996 und 2000 Europameister im Kickboxen wurde, stand ich kaum noch im Ring“, so der Schwergewichtler. „Manchmal hätte ich ihn fast getreten.“

Das ist lange her, Melcher war inzwischen mehrere Monate verletzt, hielt sich in seinem Fitness-Center in Isenbüttel in Form, blieb dem Verein als Mitglied aber treu und steigt nun wieder für Motor in den Ring. Als zweiter Mann neben dem litauischen Meister Vitalius Sobacijus soll er künftig die Sache richten.

Schon am Wochenende wird er mit dem Babelsberger Team an einem Turnier in Dänemark teilnehmen, bei dem die Babelsberger neben dem Gastgeber auch auf die Mannschaften aus Rumänien und Schweden treffen. Einige Leistungsträger muss Mantau jedoch zu Hause lassen. „Vitalius kann nicht antreten, weil er in Polen für die WM-Vorbereitung boxen muss“, so der Manager. „Jörg Rosomkiewicz ist nach den Deutschen Meisterschaften noch angeschlagen, und Anatolij Hoppe hat sich nach sechs Kämpfen in vier Wochen einfach etwas Ruhe verdient.“

In Dänemark wird Mantau das Turnier deshalb vor allem nutzen, um die möglichen Neuzugänge zu testen. Im Federgewicht bis 57 Kilogramm, das bislang immer ein Schwachpunkt der Mannschaft war, konnte bereits Zakhid Mekthiev verpflichtet werden. Der bislang beim Erstligisten Chemnitz/Döbeln unter Vertrag stehende Boxer ging in 320 von 340 Kämpfen als Sieger hervor und wird auf dem Weg nach Babelsberg möglicherweise von einem Clubkameraden begleitet – im Weltergewicht könnte sich Tobias Drobig empfehlen.

Im Schwergewicht bietet Mantau obendrein einen weiteren Mann auf: Dennis Kisser vom RF Ludwigsfelde/Brandenburg trainiert schon seit längerer Zeit bei Motor. Alex Melcher wird beim Turnier in Dänemark im Superschwergewicht über 91 Kilogramm antreten, das es in der Bundesliga jedoch nicht gibt.

Da die Fans von Motor Babelsberg lange auf einen Heimkampf warten mussten – der letzte fand am 30. April gegen Mülheim statt –, treten die Motor-Mannen schon vor Saisonbeginn an. Am Sonnabend, 29. Oktober, geht es gegen eine Berliner Auswahl mit Erst- und Oberligaboxern in den Ring. Beginn ist um 18 Uhr traditionsgemäß im Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße. „Wir hatten eine lange Pause, da wollen wir uns den Fans schon vorab mal präsentieren“, sagt Ralph Mantau.

Und Fans werden wahrscheinlich auch wieder zu Hauf in den Autosalon stürmen, wenn am 3. Dezember der BAC Wolfenbüttel zum Bundesligaauftakt erwartet wird. Vielleicht steht dann auch Alex Melcher im Ring. An ihm zeigte sich indes auch das Boxteam Hanse Wismar interessiert. Und erhielt eine Absage. „Den“, so Mantau, „geben wir nicht her.“

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

20.10.2005

 

Neuer Mann fürs Halbweltergewicht
BOXEN / Vergleich mit Hertha BSC

AXEL EIFERT

Eine weitere Neuverpflichtung für die im Dezember beginnende Saison in der 2. Bundesliga vermeldeten gestern die Boxer von Motor Babelsberg. Steffen Sparborth (BSV Eilenburg) wird künftig für die Potsdamer im Halbweltergewicht in den Ring klettern. Der 19-jährige Sachsenmeister zieht Anfang nächsten Jahres nach Berlin um und will dort zunächst sein Abitur nachmachen. Bereits am 29. Oktober wird Sparborth, der bei den vergangenen Regionalmeisterschaften den Motor-Kämpfer David Sprenger (BC Frankfurt/Oder) durch RSC in der zweiten Runde bezwang, erstmals für die Babelsberger boxen. An diesem Tag kommt es im Toyota-Autocenter (Großbeeren-/Neuendorfer Straße) zu einem Vergleichskampf mit dem Erstligisten Hertha BSC Berlin (Vorverkauf ab Freitag auch in der Total-Tankstelle Großbeerenstr.). Bei dieser Gelegenheit soll die Motor-Staffel für die neue Saison, die für die Babelsberger mit einem Heimkampf am 3. Dezember gegen den BAC Wolfenbüttel beginnt, vorgestellt werden. Nichts zu werden scheint unterdessen aus der Verpflichtung des deutschen Meisters und WM-Teilnehmer Martin Dreßen (Schwerin).

 

 

 

14.10.2005

www.powerfboxing.com

 

Größter Erfolg in der Vereinsgeschichte



Babelsbergs Manager Ralph Mantau jubelt über die Meisterschaft in der 2. Bundsliga und verzichtet auf den Aufstieg

AXEL EIFERT

 

Die Amateurboxer von Motor Babelsberg schlossen die 2. Bundesliga als Staffelsieger ab. Trotzdem wird nach dem Höhenflug nun ein Stoppzeichen gesetzt und auf den Aufstieg verzichtet. Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau, ein 44-jähriger Fuhrunternehmer, bilanziert in einem Interview die erfolgreiche Saison. Welchen Stellenwert hat die Zweitliga-Meisterschaft? Mantau: Für mich ist das der größte Erfolg in der 55-jährigen Vereinsgeschichte. Ich stelle den Titel auch über die große Motor-Ära in den 60er und 70er Jahren. Denn diesmal haben wir uns unter ungleich schwierigeren Bedingungen behauptet.

Wie meinen Sie das?

Mantau: Damals waren die besten Sportler beim Trägerbetrieb Karl-Marx-Werk angestellt und für Training sowie Wettkämpfe problemlos freigestellt. Das Finanzielle spielte also keine Rolle. Heutzutage ist es immens schwierig, den Etat im mittleren fünfstelligen Bereich zusammen zu bekommen. Immerhin hat sich unser Etat für die Saison in der 2. Bundesliga auf etwa 43 000 Euro belaufen. Von den Freistellungen für die Sportler ganz zu schweigen. Natürlich will ich damit die Erfolge früherer Generationen nicht schmälern. Ich habe mich auch darüber gefreut, dass unser alter Trainer Fritz Fiebelkorn gleich angerufen hat und uns beglückwünschte, genauso wie viele ehemalige Boxer.

Welche Sportler haben Sie in den zehn Bundesliga-Kämpfen überrascht, mit wem waren Sie weniger zufrieden?

Mantau: Erst einmal gilt allen 14 Kämpfern und meinem Trainerkollegen Gerhard Swientek der Dank dafür, dass sie zu diesem unerwarten Erfolg und Durchmarsch - wir sind voriges Jahr erst aus der Oberliga aufgestiegen - beigetragen haben. Als Stützen möchte ich David Sprenger, Jörg Rosomkiewicz, Kapitän Anatolij Hoppe und Vitalius Subacius hervorheben. Letzterer, unser litauisches Schwergewicht, kam in neun Kämpfen auf neun Siege, hat unter anderem ehemalige WM-Medaillengewinner und deutsche Meister geschlagen. Halbweltergewichtler Sprenger hat mit seinen 19 Jahren eine tolle Entwicklung genommen und wird uns noch viel Freude machen. Alle haben ihre Leistung gebracht. Ich persönlich kreide mir indes an, dass es nicht gelungen ist, nach dem Ausfall von Weltergewichtler Alexander Philipp einen adäquaten Ersatz zu finden.

Trotzdem wird nun auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga verzichtet warum?

Mantau: Zu allererst aus finanziellen Gründen. Wir müssten den Etat mehr als verdoppeln, so ungefähr an die 100 000 Euro herankommen. Das ist nicht machbar, höchstens wenn auf einmal völlig überraschend mehrere Sponsoren mit großen Geldkoffern vor der Tür stehen würden. Aber daran glaube ich nicht. Zudem müssten wir mindestens drei, vier neue Leute für die erste Liga holen. Da muss zum Beispiel das Weltergewicht, wo wir dieses Jahr so große Schwierigkeiten hatten, doppelt besetzt werden. Wir wollen uns erstmal in der 2. Liga etablieren, möglichst im ersten Jahr unseren Titel verteidigen. Bis August haben wir aber zu tun, um die Lizenz zu beantragen. Auch das Geld für die zweite Liga wieder zusammen zu bekommen ist ja kein Pappenstiel.

Wer steigt nun für Babelsberg auf?

Mantau:
Seelze oder Hamm werden wohl vom Recht als Nachrücker Gebrauch machen. Oder es bleibt so, wie es ist. Es ist ja schon öfters vorgekommen, dass die Zweitligateams aus finanziellen und sportlichen Gründen auf die erste Liga verzichtet haben.

Das Toyota-Autohaus hat sich als Heimkampfstätte etabliert. Das Haus ist voll, die Stimmung prächtig. Wird es da Veränderungen geben?

Mantau:
Wir werden an Bewährtem festhalten. Vom Geschäftsführer haben wir die Zusage, dass sein Toyota-Autohaus weiter zur Verfügung steht. Unsere Aufgabe ist es, niveauvollen Boxsport zu bieten.

Fünf Bundesliga-Kämpfer kommen aus der eigenen Motor-Trainingshalle. Rückt da schon für die nächste Saison was nach?

Mantau:
Die Nachwuchsarbeit hat sich - auch dank der greifbaren Vorbilder in der Liga-Staffel - gut entwickelt. Talente sind vorhanden. Vielleicht kann ja mein 18-jähriger Sohn Marcel schon im Halbschwergewicht zum Einsatz kommen als zweiter Mann hinter Hoppe. Das ist auch für den jetzt noch 16-jährigen Patrick Sengebusch in den Klassen bis 57 beziehungsweise 60 kg möglich.

Motor Babelsberg Boxen

03.10.2005

 

3 Deutsche Vizemeister im Kaderaufgebot für die 2. Bundesliga

 

Jörg Rosomkiewicz unterlag bei den 83. Deutschen Meisterschaften in Mülheim an der Ruhr in einen sehr spannenden Kampf gegen Eduard Gutknecht knapp nach Punkten.

Neben Rosomkiewicz wurden auch seine Teamkollegen Marcel Schneider, der sich gegen Rustam Rahminov nach Punkten geschlagen geben musste, und Anatolij Hoppe, der im Finale Robert Woge unterlag, Deutsche Vizemeister.

                       

                                                      

 

Anatolij Hoppe                                      Jörg Rosomkiewicz                               Marcel Schneider

Deutscher Vizemeister 2005                  Deutscher Vizemeister 2005                  Deutscher Vizemeister 2005

-81,0 Kg                                               -75,0 Kg                                               -54,0 Kg

 

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

01.10.2005

 

Fast geschafft

Jörg Rosomkiewicz im Meisterschaftsfinale

HENNER MALLWITZ

 

 

Mit acht Punkten Vorsprung hat Jörg Rosomkiewicz bei den Deutschen Amateurbox-Meisterschaften in Mülheim/Ruhr gestern den Kampf gegen Ali Balhas aus Wolfenbüttel für sich entschieden. Damit sicherte sich der Boxer von Motor Babelsberg bereits die Silbermedaille nachdem er mit seinem Sieg über Nico Schöpf (1860 München) am Donnerstag schon Bronze sicher hatte. Im Kampf um den Titel muss der Mittelgewichtler heute gegen Eduard Gutknecht aus Gifhorn antreten.

„Kampf und Krampf lagen ziemlich eng bei einander“, sagte Motor-Coach Ralph Mantau nach dem Fight. „Vor allem die zweite und dritte Runde ließen zu wünschen übrig. In der vierten zeigte Rosi dann aber, was er drauf hat und entschied den Kampf für sich.“ Vor allem die schnelle Beinarbeit und die harte Gerade waren dafür verantwortlich. Balhas indes wird man sicherlich noch in Potsdam sehen, wenn er für den Zweitligisten Wolfenbüttel in den Ring steigen wird.

Heute nun muss Rosomkiewicz am Abend gegen den Russlanddeutschen Gutknecht antreten. Jener geht als klarer Favorit ins Rennen. „Mich beeindruckt das nicht, ich habe den Kopf frei“, gibt sich der Babelsberger optimistisch. „Man darf nur nicht an sich zweifeln, dann klappt das schon. Gegen einen Favoriten habe ich ja nichts zu verlieren.“ Gutknecht gab sich vor dem entscheidenden Kampf ebenso optimistisch: „Ich weiß, dass ich der große Favorit bin. Ich gehe davon aus, dass ich gewinne. Bei der WM in China möchte ich dann die Bronzemedaille“, sagte er.

Gutknecht legte gestern ebenfalls vor und fegte den Hallenser Enrico Wolf vorzeitig aus dem Ring.

 

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

30.09.2005

„Rosi“ hat Bronze schon sicher

HENNER MALLWITZ

 

Jörg Rosomkiewicz ist seinen Titelambitionen einen Schritt näher gekommen: Bei den 83. Deutschen Amateurbox-Meisterschaften in Mülheim/Ruhr hat der Mittelgewichtler von Motor Babelsberg gestern den Kampf gegen Nico Schöpf vom TSV 1860 München für sich entschieden. Mit 33:18 Treffern bezwang „Rosi“ den Bayern, sicherte sich damit bereits die Bronzemedaille und war dennoch nicht ganz zufrieden. „Er hatte einen ziemlich unorthodoxen Boxstil, der mir nicht lag“, so der Babelsberger. „Ich musste zu viele unnötige Treffer einstecken.“ Gestern ging es vor allem darum, mit Trainer Ralph Mantau die Taktik für den heutigen Kampf gegen Ali Balhas (Wolfenbüttel) zu besprechen. Rosomkiewicz konnte den Gegner bereits beobachten. Fazit: „Aus Bronze will ich Silber machen“, sagt er. „Und das werde ich mit einem Sieg schaffen.“

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

30.09.2005

 

Bronze ist "Rosi" sicher

BOXEN / ROSOMKIEWICZ ÜBERZEUGEND

AXEL EIFERT

 

Erfolgreicher Auftakt für Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz von Motor Babelsberg bei den 83. deutschen Amateurboxmeisterschaften in Mülheim an der Ruhr. Der 29-Jährige gewann gestern seinen Viertelfinalkampf gegen Nico Schöpf (1860 München) mit 33:14 nach Punkten und hat so Bronze schon sicher.

"Für den Anfang bin ich zufrieden. Zumal ich gegen Rechtsausleger, die auch noch größer sind als ich, nicht gern boxe. Ich habe eine günstige Auslosung erwischt, deshalb ist der Einzug ins Finale mein Ziel", sagte Rosomkiewicz, der bei den nationalen Titelkämpfen 1998 und 1999 schon zweimal Silber gewonnen hat, nach dem 169. Sieg in seinem 226. Kampf. Mit seinem Auftritt war auch Trainer Ralph Mantau zufrieden: "In der ersten und dritten Runde hat Rosi sehr gut mit der rechten Schlaghand getroffen."

Im heutigen Halbfinale trifft der Babelsberger auf Baran Halle vom BAC Wolfenbüttel, der Richard Radke (Hilden) vorzeitig in Runde vier bezwang. "Gegen den habe ich bisher noch nie gekämpft", rechnet sich Rosomkiewicz reelle Finalchancen aus.

Mit Bantamgewichtler Marcel Schneider (KSV Fürstenwalde) erreichte ein weiterer Bundesligaboxer von Motor Babelsberg das Halbfinale. Er zeigte sich Michael Loginov (Karlsruher SC) mit 43:15 überlegen, bekommt aber nun mit dem Olympiadritten Rustam Rachimov (Velberter BC) einen ganz dicken Brocken vor die Fäuste.

 

 

 

www.boxverband.de

15.05.2005

 

SV Motor Babelsberg nun in der 1. Boxliga?

ALEXANDER MAZUR

 

Im Gegensatz zur 1. Box-Bundesliga verlief die Saison in der 2. Liga wesentlich spannender, denn erst am letzten Kampftag wurde über die Meisterschaft und damit über den Aufstieg in die 1. Boxliga entschieden.

Dem SV Motor Babelsberg reichte eine Punkteteilung von 11:11 beim heimstarken MBR Hamm, um sich mit dem Meistertitel der 2. Liga krönen zu können.

Beide Clubs mussten auf je einen Nationalboxer verzichten, die für den dbv bei internationalen Turnieren in Bastia/Korsika bzw. in Kuba zum Einsatz kamen.

 

Die Vizemeisterschaft erboxte sich der BSK Seelze durch den 12:10 Auswärtssieg in Mülheim, hatte dabei auf einen Ausrutscher von Babelsberg in Hamm gerechnet, der dann die Niedersachsen dank des besseren Kampfpunktverhältnisses an die 1. Position befördert hätte..

Der BSK Seelze boxte bei seinen Heimstarts stets vor ausverkaufter Halle, hatte den höchsten Zuschauerzuspruch aller Bundesligaclub und kann sich mit dem Titel als beliebte Gastgebermannschaft schmücken.

 

Energisch trumpfte bei den beiden letzten Kampftagen der Ligarunde das Boxteam von Mecklenburg auf, gewann überraschend gegen BSK Seelze 13:10 und am Samstag gegen den hoch eingeschätzten SV Halle mit 13:9.

Etwas unglücklich verlief die Saison für den Ausrichter der Ende September stattfindenden deutschen Meisterschaften der Männer, dem BC Ring Frei Mülheim, diese Mannschaft behielt trotz guter Leistungen am Ende die rote Laterne.

 

 

Märkische Allgemeine

23.04./24.04.2005

 

Hände hoch!
Die Boxer von Motor Babelsberg dominieren die Zweite Liga und greifen den Erfolg mit Fäusten

LARS GROTE

 

Hände ans Kinn, heißt die Devise, "schützt euer Gesicht! Sonst lauft ihr rum mit Platzwunden über den Augen und platt geschlagenen Nasen wie die Boxer auf alten Fotos!" Was soll Jörg Rosomkiewicz im Ring da antworten? Er schweigt und schwitzt. Der Mittelgewichtler, 29 Jahre, 75 Kilo, bringt seine Führung gegen Andreas Schmidt vom Boxteam Mecklenburg über die Runden, dem auch das "weiddää soo, Schmiddi" seiner norddeutschen Anhänger nur bedingt den Rücken stärkt. Doch weil Rosomkiewicz' Deckung für einen Moment bricht, flattert Schmidts Faust ihm mittenmang ans Nasenbein. Die Nase blutet, das linke Auge zugeschwollen. Wird sich wieder legen. Aber sein 13:10-Punktsieg, der bleibt.

"Boxen ist ein Sport, der weh tut", hat Rosomkiewicz, der Mann von Zweitliga-Tabellenführer Motor Babelsberg, eine Stunde vor dem Kampf am letzten Samstag gesagt. Ein Satz, so endgültig wie ein Gong, der aufräumt mit der romantischen Mär, Boxen sei ein Salonstück; Boxen ist kein Sport des Naja. Fußball spielt man, Boxen nicht.

Wer noch nie am Ring stand, dem schießen wohlig unsortierte Vorurteile vom Haudrauf, von Handgemenge und halbseidenem Publikum durch den Kopf. Haltlose Klischees. In Potsdam führen sie keine Rummelboxer durch den Ring. Der Zweitligist hat ein Babelsberger Autohaus frei geräumt, einen großen Pavillon, der gut 700 Zuschauer fasst. Acht Gewichtsklassen kreuzen ihre Fäuste, die Teams sind aufgestellt wie Orgelpfeifen, vom Bantamgewicht (bis 54 Kilo) hinauf zum Schwergewicht (über 81 Kilo). Zum Auftakt tanzt eine Frau Flamenco, Kastagnetten in der Hand und einen Gitarristen an der Seite - ein bisschen Schattenboxen, eine Spur Hypnose, so stampft sie in roter Robe übers Parkett und bereitet das Feld für jene Jungs, die mit ihren hochgeschnürten Schuhen und knappen Leibchen wie junge Hunde oder wilde Stiere durchs Karree tänzeln. Am Grill gibt es Hüftsteaks, zwischen den Runden ein Nummerngirl mit weißen Plateaustiefeln: Faustkampf ist nichts für Vegetarier. "Zusammen ein Verein, doch jeder kämpft allein", tönt der Bass aus den Boxen. Der Männerbund von Motor Babelsberg schwört sich die Treue, einer für alle, alle für einen - am Ende haben sie alle zusammen 14:10 gegen Mecklenburg gewonnen. Weiterhin Tabellenführer!

Der Erfolg hat viele Väter, doch vor allem einen Macher: Manager und Trainer Ralph Mantau, 44 Jahre alt. Es ist leicht, in den Ring zu steigen und draufzuhauen. Doch das ist kein Boxen, nicht das, was Mantau darunter versteht. Boxen ist ein Sport, der durch den Kopf geht. Und wichtig ist, den Kopf im richtigen Moment wegzuziehen.

Beim Kampf hebt Mantau die Hände, seine Stimme ist plötzlich eine andere, atemlos, fordernd, voller strotzender Zuversicht. Dann wieder schaut er abwesend, als halte er eine Flasche Bier in Händen und gucke das Spektakel weit weg im Fernsehen. Wer ihm freilich mit der ersten Liga in den Ohren liegt, mit Aufstieg, der hat schon verloren. "Hör'n Se auf!", sagt er, halb beschwichtigend, halb beschwörend. "Das ist reine Utopie, finanziell wie sportlich." Er lächelt, doch sein Lächeln wächst sich nicht zum Lachen aus; wenn es um den Erfolg seines Vereins geht, kehrt er konzentrierten Pragmatismus hervor - so unwirsch indes, wie Mantau alle Träumereien vom Aufstieg klein redet, keimt der Verdacht: Wenn sich doch ein Türchen nach oben öffnen ließe, wäre Mantau der Erste, der es aufstieße. Bei allem Teamgeist seiner Truppe, bei allem Potenzial des Kaders, der über Jahre zusammen blieb und wuchs, sich letztes Jahr in der Oberliga A behauptet hat und nun ganz unverhofft die Liga dominiert: Diese Mannschaft würde beim Aufstieg in Frage gestellt. Es kämen neue Leute: "Gucken Sie mal, wer in der ersten Liga kämpft: Bulgaren, Russen. Die bräuchten wir auch." Warum Osteuropäer? "Deren soziale Motivation ist höher als unsere, durchs Boxen finanziell auf die Beine zu kommen." Mantau sagt, 1000 Euro pro Kampf seien für einen Bulgaren enormes Geld. Für Deutsche ist es lediglich ein lukrativer Zuverdienst.

Vor allem aber mangelt es am Etat für die Eliteliga. "100 000 Euro bräuchten wir, einen Sponsor in dieser Größenordnung findest du hier aber nicht." Derzeit liegen sie "deutlich im fünfstelligen Bereich". Mit der aktuellen Mannschaft - gegen Mecklenburg kämpften vier Deutsche, ein Türke und drei Männer aus Osteuropa - wäre der Schritt nach oben nicht aussichtslos, aber gewagt.

Gut 100 000 Euro müssten sie haben in Babelsberg. Das ist exakt jene Summe, die RTL anno 1995 für einen 30-Sekunden-Werbespot beim Kampf Axel Schulz gegen Fancis Botha kassierte. Vor zehn Jahren hatte der Kölner Kanal das Boxen aus dem Rotlichtmilieu geholt und feierte mit mehr als 17 Millionen Zuschauern während des Kampfes zwischen Henry Maske und Graciano Rocchigiani die bislang höchste Quote eines Privatsenders. Der Boom ist vorüber - heute gibt es in Deutschland die Klitschkos, adoptierte Ukrainer, zu denen Mantau eigentlich nichts sagen will. Er verdreht die Augen und sagt's dann doch: "Wenn da mal einer zurück haut, fallen die auf den Arsch."

Jörg Rosomkiewicz ist der einzige Brandenburger im Babelsberger Team, das alle fünf Heimkämpfe gewann und nun in Mülheim und Hamm antritt. Rosomkiewicz galt mal als große Hoffnung, ist Zweiter geworden bei der Junioren-Europameisterschaft und Dritter bei der Junioren-Weltmeisterschaft. Dann rückte er auf zu den Senioren, die Taktik war gewiefter, der Punch härter. Irgendwie blieb er auf der Strecke. "Ich war übermotiviert, hatte die falschen Trainer", glaubt er, "sonst wäre ich jetzt nicht hier". "Nicht hier" heißt: Zweite Liga. Amateur, kein Profi. Er klingt nicht verbittert, enttäuscht vielleicht - Rosomkiewicz spricht mit freundlicher Milde und einem stabilen Gemüt. Aus Frankfurt (Oder) kommt er, dem Boxstall, in dem auch Manfred Wolke arbeitete, der Trainer von Schulz und Maske. Wolke ist ein alter Potsdamer. Mit ihm hätte Rosomkiewicz womöglich mehr erreicht. Hauptberuflich ist er beschäftigt beim Schienenfahrzeugbau in Werder. Mit seinen drei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen in dieser Saison ist er "nicht zufrieden". Gegen Mecklenburg kam ein Sieg dazu.

Doch nicht nur Siege werden gefeiert. Vor zwei Wochen hat Anatolij Hoppe, Kapitän und Publikumsliebling bei Motor, in Hamburg geheiratet. Neun Trainer und Boxer aus Potsdam waren angereist: "So was habe ich noch nicht erlebt", schwärmt Mantau, "Kaviar, dreistöckige Torte, Tanz bis morgens um fünf". Vielleicht fußt der Erfolg tatsächlich auf dem Zusammenhalt des Teams, das sich unter der Woche in viele Winde verstreut. Manche trainieren in Babelsberg, andere in Hamburg, Schwergewichtler Vitalius Subacijus kommt freitags vor dem Kampf aus Litauen (dort ist er siebenmaliger Landesmeister) eingeflogen - per Billig-Airline für 19,90 Euro. Egal wo, das individuelle Training summiert sich täglich auf zwei, drei Stunden.

Mitunter muss ein Boxer binnen zweier Tage fünf Kilo abnehmen, wenn der Kollege einer unteren Gewichtsklasse ausfällt. Dann gibt's Knäckebrot mit Kochschinken, Obstsalat und viel zu trinken. "Kein Problem", sagt Mantau. Hauptsache, sie bleiben hungrig auf Erfolg.

 

 

Pressebericht Deutscher Boxverband (DBV)

18.04.2005

 

BSK Seelze im Vormarsch

ALEXANDER MAZUR

 

Zwei Großkampftage wurden am letzten Wochenende jeweils in Auto - Pavillons in Hannover über 1000 Zuschauer und in Babelsberg 500 Besucher abgewickelt. Beide Gastgeber hatten mit den angereisten Teams MBR Hamm und dem Boxteam Mecklenburg auch attraktive Rivalen. Sensationell deklassierte der BSK Seelze den starken MBR Hamm mit 15:8 Punkten. Die drei Nationalstaffelboxer Albert Dorn, Artur Schmidt, Juri Gejs und die restlichen Teamkollegen aus Hamm standen gegen die bestens disponierten Niedersachsen auf verlorenem Posten und konnten keinen einzigen Sieg landen..

Damit startete Seelze den Angriff auf die Spitzenposition der 2. Box-Bundesliga und will dort den derzeitigen Tabellenführer, den SV Motor Babelsberg, verdrängen.

Den knappen Vorsprung in der Tabelle verteidigte Babelsberg jedoch mit einer soliden Leistung und dem 14:10 Gewinn über die sich tapfer wehrenden Athleten des Boxteams Mecklenburg.

 

Märkische Allgemeine

18.04.2005

 

Heimbilanz bleibt makellos

HÖCHSTER ERFOLG ZUM SAISONABSCHLUSS. BABELSBERG – MECKLENBURG 14:10

AXEL EIFERT

 

Viel besser geht es nicht. Die Boxer von Motor Babelsberg gingen auch im letzten Heimkampf ihrer ersten Saison in der 2. Bundesliga am Sonnabend gegen das Boxteam Mecklenburg als Sieger aus dem Ring. Mit dem fünften Erfolg im fünften Auftritt vor eigener Kulisse verteidigten die Brandenburger mit 12:4 Punkten ihre Position an der Tabellenspitze. Das 14:10 über die ersatzgeschwächten Gäste aus dem Norden war zugleich der bisher höchste Sieg für die Motor-Boxer in dieser Saison.

Zwar hatten auch die Gastgeber mit Bantamgewichtler Marcel Schneider (Nasenbeinbruch) einen ganz wichtigen Mann zu ersetzen, der alle seine fünf Kämpfe dieser Saison erfolgreich gestaltet hatte. Doch Ersatzmann Fathi Yilmaz sprang diesmal erfolgreich in die Bresche. Nach drei guten Runden rettete der Babelsberger gegen Xhevdet Gashi einen 15:14-Punktsieg nach der Computerwertung ins Ziel und sorgte für nicht unbedingt erwartete Siegpunkte. Ebenso knapp mit 16:17 musste sich dann Jakov Terskich (Feder) gegen Ervis Masha geschlagen geben. Doch danach bogen die Babelsberger durch Leichtgewichtler Daniel Schulz, der Steffen Zeeck vorzeitig in Runde zwei bezwang, und Halbweltergewichtler David Sprenger, der beim 22:18 über den erst 17-jährigen Surik Korojan mehr Mühe als erwartet hatte, auf die Siegerstraße ein.

Etwas unerklärlich war dann, was sich im Weltergewichtskampf abspielte, aber von den rund 400 Zuschauern wohl weitestgehend unbemerkt blieb. Denn die Babelsberger Zeitnehmer ließen aus unerfindlichen Gründen den Gong bei diesem Kampf zweimal zu früh ertönen, einmal sogar um mehr als 30 Sekunden (bei zwei Minuten Kampfzeit pro Runde). Erst wollten die Mecklenburger schon protestieren, weil ihr Stephan Alms gegen Patrick Mittag lange Zeit hinten lag. Dann waren die Gäste aber ganz ruhig, als ihr Mann zum Schluss knapp mit 21:19 Punkten die Nase vorn hatte. Es sollte aber der letzte Sieg der Mecklenburger an diesem Abend sein.

Schließlich fuhren Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz gegen den Andreas Schmidt (13:10), der frisch verheiratete Halbschwergewichtler Anatolij Hoppe gegen Frank Blümle (24:16) und Schwergewichtler Vitalius Subacius die von ihnen erwarteten Siegpunkte ein. Subacius gewann sogar vorzeitig, weil sein Gegner Christian Laarz, der angeblich mit einer Verletzung in den Kampf gegangen war, in der Pause zur zweiten Runde aufgab. "Schade, denn Vitalius hätte seinen Fans sicher gerne mehr gezeigt", sagte Motor-Trainer und -Manager Ralph Mantau, der es nach der tollen Siegesserie seiner Jungs vor heimischem Publikum etwas bedauerte, dass es gegen Mecklenburg schon der letzte Saison-Heimkampf war. Mantau: "Mal sehen, was in den letzten beiden Auswärtskämpfen in Mülheim und Hamm noch möglich ist." Mit seiner Staffel würde er im ersten Jahr in der 2. Bundesliga natürlich gerne Erster werden. An einen Aufstieg in die 1. Liga denkt er dennoch weiter aus sportlichen und finanziellen Gründen nicht.

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

18.04.2005

 

Pflichtsieg

Motor-Boxer bezwangen im letzten Heimkampf BT Mecklenburg mit 14:10

HENNER MALLWITZ

 

Auf einen 13:11-Sieg gegen das Boxteam Mecklenburg hatte Ralph Mantau getippt, doch auch mit dem 14:10 im letzten Heimkampf der Saison war der Manager der Zweitliga-Boxer von Motor Babelsberg mehr als zufrieden. An einem packenden Kampfabend behaupteten die Babelsberger am Sonnabend im heimischen Toyota-Autohaus die Tabellenspitze und waren diesmal zu einer anderen Taktik gezwungen. Der Grund: Im gegenseitigen Einvernehmen kam erstmals eine Punktmaschine der Mecklenburger zum Einsatz, die ausschließlich klare Treffer zählt. So bekamen die Zuschauer diesmal noch mehr gute Einzelaktionen zu sehen.

Im Bantamgewicht setzte sich Fatih Yilmaz in einem überlegenen Fight gegen Xhevdet Gashi durch; Jakov Terskisch (Federgewicht) musste sich anschließend dem dänischen Meister Ervis Masha geschlagen geben. Leichtgewichtler Daniel Schulz siegte gegen Steffen Zeeck durch RSC in der zweiten Runde, und auch David Sprenger machte im Halbwelter gegen Surik Korojan alles klar. Im Weltergewicht steckte Patrick Mittag gegen Stephan Alms eine Niederlage ein, doch Jörg Rosomkiewicz (Halbschwer) bezwang anschließend Andreas Schmidt. Anatolij Hoppe schien die Hochzeitsfeier noch etwas in den Knochen zu stecken, doch schließlich punktete er gegen Frank Blümle ebenso wie Schwergewichtler Vitalius Subacius gegen Christian Laarz, der in der zweiten Runde aufgab.

In zwei Wochen müssen die Boxer von Motor Babelsberg in Mülheim antreten, bevor es zum letzten Saisonkampf nach Hamm geht. Zumindest ein Sieg in Mülheim ist nötig, um die Saison als Tabellenführer zu beenden.

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

04.04.2005

 

Nun hat’s auch Babelsberg erwischt

BOXEN / TROTZ NIEDERLAGE WEITER ERSTER

AXEL EIFERT

 

Beim siebenten Kampf hat es nun auch die Zweitliga-Boxer von Motor Babelsberg erwischt. Bei der heimstarken Staffel vom BSK Seelze kassierten Brandenburgs Faustkämpfer am Sonnabend in Hannover beim 10:14 die erste Saisonniederlage. Sie bleiben aber weiter an der Tabellenspitze, weil auch Verfolger MBR Hamm gegen den SV Halle mit 10:12 unterlag.

"Zwei kurzfristige Ausfälle haben unsere Chancen erheblich sinken lassen. Das Ergebnis hört sich am Ende zwar ziemlich hoch an, enttäuscht hat aber keiner unserer Boxer", meinte Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau, der die erste Niederlage auch deshalb etwas gelassen nahm, weil sie ja irgendwann mal kommen musste.

Leichtgewichtler Daniel Schulz boxte wegen einer noch nicht ganz auskurierten Verletzung auf Anraten der Ärzte doch nicht, und Routinier Jörg Rosomkiewicz (Mittel) hatte sich in den Finger geschnitten (musste genäht werden). So kamen Benjamin Mohr und Rico Kulb zu ihren Zweitligadebüts. Ihre längere Boxabstinenz - beide standen rund zwei Jahre nicht mehr im Ring - war ihnen gegen die Seelzer Benjamin Dehling und Dimitri Beck doch anzumerken und deshalb kamen ihre Niederlagen nicht ganz so überraschend. "Es ist aber sehr positiv, dass sich beide so kurzfristig in den Dienst der Mannschaft gestellt haben und die Antrittspunkte geholt haben, die in der Endabrechnung vielleicht noch wichtig sein könnten", sagte Mantau.

Für Babelsberger Siege beim neuen Tabellenzweiten in Seelze sorgten Bantamgewichtler Marcel Schneider, der den dänischen Meister Nebil Yimam auspunktete, und Schwergewichtler Vitalius Subacius, der den DM-Dritten Erkan Teper einmal mehr sicher beherrschte.

Die Hoffnungen der Gäste auf David Sprenger (Halbwelter) und Anatolij Hoppe (Halbschwer) und somit auf ein mögliches Unentschieden erfüllten sich nicht. "David war gegen Victor Kremer physisch unterlegen und gab sich dann auch etwas auf. Anatolij steigerte sich zwar nach verhaltenem Beginn gegen Eugen Schellenberg, verlor aber knapp 1:2", so Mantau. Punktniederlagen gab es auch für Jakov Terskich (Feder) gegen den weiter unbesiegten Konstantin Wagner und Weltergewichtler Anatoli Skidonov gegen Alexander Raynesh.

 

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

04.04.2005

 

Motor-Boxer mit erster Niederlage

Babelsberger unterlagen 10:14 beim BSK Seelze

BENJAMIN UNGER

 

In der 2. Boxbundesliga ist der Ausgang über die Meisterschaft wieder offen, denn Tabellenführer SV Motor Babelsberg verlor beim BSK Seelze vor 800 Zuschauern mit 10:14 und hat nur noch einen Punkt Vorsprung zum Verfolger Seelze. Dabei kam die Auswärtspleite – die erste Saisonniederlage für den SV Motor – für die Babelsberger nicht überraschend, da zwei ihrer Leistungsträger ausfielen: Daniel Schulz (Verletzung im Bauchbereich) stieg auf Anraten von Mannschaftsarzt Klaus Dräger nicht in den Ring. Zudem fiel Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz mit einer Schnittwunde am Finger aus. „Wir haben mit der Niederlage schon im Vorfeld gerechnet“, gestand Trainer Ralph Mantau später ein.

Am Sonnabend gewannen für die Babelsberger Marcel Schneider (bis 54 kg) mit einem Punktsieg über Nebil Yimam und Schwergewichtler Vitalius Subacius mit Punktsieg gegen Erkan Teper. Einen großen Kampf lieferte David Sprenger (bis 64 kg) seinem BSK-Gegner Viktor Kremer, er verlor aber durch K.O. in der dritten Runde. Coach Mantau resümierte abschließend: „Die Niederlage war nicht so dramatisch, das kann auswärts passieren. In zwei Wochen gegen Mecklenburg daheim treten wir wieder in Bestbesetzung an. Und dann sollte wieder ein Erfolg gelingen.“

 

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

01.04.2005

 

Harte Nuss zu knacken

BOXEN / BABELSBERGER TRETEN BEI DEN HEIMSTARKEN SEELZERN IN HANNOVER AN

AXEL EIFERT

 

In den ersten Oberliga-Jahren waren die Amateurboxer von Motor Babelsberg auswärts meist die Prügelknaben. Von Mal zu Mal wurden sie aber in fremden Gefilden immer stärker, und nun in ihrer ersten Saison in der 2. Bundesliga sind die Potsdamer auswärts bei zwei Unentschieden in Mecklenburg und in Halle sogar noch ungeschlagen. Was bei dem gegenüber anderen Sportarten großen Heimbonus, den die Kampfgerichte zumeist gewähren, bemerkenswert ist. Gepaart mit der Stärke von vier Siegen bei vier Auftritten in heimischer Umgebung bedeutet dies Platz eins für die Babelsberger in der zweiten Liga.

Und diese Position soll auch beim dritten Auswärtskampf morgen in Hannover beim BSK Seelze gehalten werden. "Einen Punkt wollen wir wieder mit nach Hause nehmen, um weiter vorn zu bleiben. Es ist aber wieder eine knappe Entscheidung zu erwarten, denn beide Staffeln sind sehr ausgeglichen besetzt", beschrieb Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau seine Erwartungen.

Aus dem Hinkampf sind die Babelsberger genügend gewarnt, schließlich gab es da gegen Seelze beim 12:11 den bisher knappsten aller Heimerfolge in dieser Saison. Erst der noch ungeschlagene litauische Schwergewichtler Vitalius Subacius in Reihen der Brandenburger machte da im letzten Kampf gegen den deutschen Vizemeister Erkan Teper den knappen Sieg perfekt.

Andererseits hat auch Seelze seine bisherigen drei Heimkämpfe gegen Mülheim, Mecklenburg (jeweils 12:10) und Halle (14:10) durchweg gewonnen. Eine ganz harte Nuss haben die Babelsberger dort also zu knacken.

Derzeit sieht es ganz danach aus, dass die Motor-Staffel in Hannover in Bestbesetzung in den Ring klettern kann. Die zuletzt gegen Mülheim wegen Verletzung fehlenden Marcel Schneider (Bantam) und Daniel Schulz (Leicht) sind wieder fit. Steigerungsmöglichkeiten aus Babelsberger Sicht gegenüber dem Hinkampf gibt es sicherlich im Halbweltergewicht, wo David Sprenger seinerzeit gegen den Seelzer Dennis Dehling verlor, sich seitdem aber von Kampf zu Kampf gesteigert hat.

Auch im Mittelgewicht, wo sich Babelsbergs Jörg Rosomkiewicz im Dezember von Dimitri Beck unentschieden getrennt hatte, könnte ein besseres Ergebnis drin sein. Beck ist aber ebenso wie Federgewichtler Konstantin Wagner, der sogar alle seine sechs Ligakämpfe bisher gewann, in Reihen der Seelzer in dieser Saison noch ungeschlagen.

 

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

14.03.2005

 

„Schwere Jungs richten es!“

BOXEN / 13:11 Erfolg von Motor Babelsberg gegen Ringfrei Mülheim

DETLEF BRAUNE

 

"Geh mit!" "Beide Hände!" "Setz nach!" Als Stakkato kamen die Anfeuerungen von Jörg Rosomkiewicz am Ring für seine Mitstreiter auf der Kampffläche. Während das Duell für den 29-Jährigen noch bevorstand, hatten seine Staffelkollegen von Motor Babelsberg im Zweitligaduell vor 600 Fans im Autocenter Toyota gegen den Tabellenletzten Ringfrei Mülheim bange Minuten zu durchstehen. Erst als Mittelgewichtler Rosomkiewicz und nach ihm der Halbschwere Anatolij Hoppe sowie der "schwerste Junge", Vitalius Subacijus, die Fäustlinge überstreiften, kam der Tabellenführer zum 13:11-Erfolg. Damit behaupteten die Babelsberger Rang eins mit 10:2 Punkten.

Beim Gastgeber sprangen Fatih Yilmaz (Bantam) für Marcel Schneider (Kapselstauchung am rechten Daumen) sowie Benjamin Mohr (Leicht) für Daniel Schulz (ließ sich einen Leberfleck an der Bauchdecke entfernen) ein. Beide Motor-Mannen unterlagen. Tapfer war der 19-jährige Mohr angetreten, obwohl er nach zwei Jahren Pause gerade noch an zwei Tagen zu einem Minimaltraining kam. In der 3. Runde wurde aus der Motor-Ecke das Handtuch zum Zeichen der Aufgabe geworfen.

Während Jakov Terskich (Feder) für Wiedergutmachung beim Publikum nach seinem verlorenen Heimkampf gegen Halle sorgte und den Mülheimer Sebastian Tlatlik - Dritter der deutschen Meisterschaften - mit überfallartigen Angriffen bezwang, sorgte auch David Sprenger (Halbwelter) für einen überzeugenden Punktsieg.

Anschließend haderte Patrick Mittag (Welter) nach seiner Punktniederlage gegen den erfahrenen Konstantin Starostin. "Der hat mich doch gar nicht getroffen", grollte Mittag. Starostin ließ öfter seine langen Hände fliegen, was die Punktrichter scheinbar beeindruckte.

Plötzlich stand es 8:7 für die Gäste, das Publikum wurde unruhig. Doch dann kamen Motors "Bänke". Rosomkiewicz fehlte nur das Nachsetzen für einen Abbruchsieg. Hoppe bekam es mit Ali Choucair, einem erneut einen halben Kopf größeren Gegner, zu tun. Wie ein sibirischer Tiger sprang Hoppe an den Mann, boxte mit schnellen Fäusten und gewann unter donnerndem Applaus nach Punkten. "Wenn er sich dabei nicht mal selber einen einfängt", hatte derweil Motorchef Ralph Mantau gebangt.

Das endgültige Happyend besorgte Subacijus. Der Litauer, ein "Sprinter" unter den Schwergewichtlern, beeindruckte auch den schlagstarken Samir Kurtagic. Subacijus schonte sogar noch seine rechte Schlaghand, bums, der linke Haken saß, der Kontrahent ging zu Boden. Abbruchsieg für den Motor-Athleten, sechster Sieg im sechsten Zweitligaduell - die Halle stand Kopf.

"Das ist bisher mehr, als in den kühnsten Träumen zu erwarten war", bemerkte Mantau nach dem aufregenden Kampfabend. Die Motor-Boxer träumen weiter vom Titel.

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

21.02.2005

 

Babelsberger steigern sich in Halle noch einmal

BOXEN / MOTOR - STAFFEL NACH 11:11 WEITER UNGESCHLAGENER ERSTER IN DER 2. LIGA / WM-DRITTER IM RINGSTAUB

AXEL EIFERT

 

Ralph Mantau kam nicht aus dem Schwärmen heraus. "Alle haben ganz stark geboxt und sind über sich hinaus gewachsen. Das war eine tolle Teamleistung, und für uns Trainer überraschend, wie die Jungs sich gegenseitig hochgeschaukelt haben", freute sich der Trainer und Manager von Motor Babelsberg, das dank eines überraschenden 11:11 am Sonnabend beim Verfolger SV Halle ungeschlagener Spitzenreiter in der 2. Bundesliga bleibt.

"Das hatten wir nie gedacht, zumal Halle seine Kampfansage wahrgemacht hat und nach der 10:12-Niederlage in der vergangenen Woche bei uns mit Robert Woge und Steffen Kretschmann zwei starke Leute mehr in den Ring schickte", so Mantau.

Vor allem an den Kämpfen von Woge und Kretschmann erhitzten sich dann die Gemüter. Der deutsche Mittelgewichtsmeister Woge wurde nämlich von einem sich weiter steigernden Motor-Routinier Jörg Rosmomkiewicz phasenweise vorgeführt. Niemals hatten die Gäste damit gerechnet, diesen Kampf zu verlieren. Doch das 1:2-Urteil war ernüchternd. "Ich habe Rosi noch nie so stark gesehen. Der Sieg von Woge kam nur durch Heimbonus, Meisterbonus und was weiß ich für einen Bonus zustande. Selbst der Delegierte des Kampfgerichts aus Berlin hat unseren Mann vorn gesehen", sagte Mantau sauer.

Nach einem weiteren schmeichelhaften Remis für die Hallenser durch ihren deutschen Halbschwergewichts-Meister Tino Groß gegen Anatloij Hoppe kam es zum Showdown im Schwergewicht. Zunächst versuchte der zweimalige Weltmeisterschaftsdritte (1999 und 2003) sowie Militär-Vizeweltmeister Kretschmann, Babelsbergs litauischen Einflieger Vitalius Subacius mit hohem Tempo und einigen harten Treffern zu beeindrucken. Dies gelang ihm aber nicht und in Durchgang drei fand sich Kretschmann nach einem Körperhaken sogar im Ringstaub wieder und wurde angezählt. Er rettete sich zwar über die Zeit, der einstimmige Punktsieg von Subacius stand da aber bereits fest.

Für die weiteren Siege der starken Motor-Staffel sorgten Marcel Schneider (Bantam) und David Sprenger (Halbwelter). Federgewichtler Jakov Terskich steigerte sich gegenüber der

Vorwoche und erreichte diesmal gegen Marcel Herfurth ein Remis.

 

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

14.02.2005

 

„Bleibt mir weg mit der 2.Liga“

Motor Babelsbergs Boxer bezwangen den SV Halle mit 12:10, stehen damit ungeschlagen an der Spitze der zweiten Bundesliga und bleiben dennoch auf dem Boden der Realität

HENNER MALLWITZ

 

Irgendwie konnte Ralph Mantau die Fragen nicht mehr hören. Auch nach dem 12:10-Sieg seiner Boxer gegen den SV Halle blieb am späten Sonnabend für den Manager von Motor Babelsberg eines klar: „Bleibt mir weg mit der ersten Liga.“ Finanziell und personell, so erklärte er, sei das überhaupt nicht machbar. Er wolle mit der jetzigen Truppe erfolgreich sein und auch künftig keine teuren Ausländer im Toyota-Autohaus boxen lassen.

Was auch nicht nötig ist, denn die Motor-Jungs machten gegen den Zweitplatzierten Halle ihre Sache bestens: Schon der erste Kampf, den Marcel Schneider gegen Maik Hennecke im Bantamgewicht bot, schien nahezu auf den Endstand zu verweisen. Mit provozierenden Armschwingern ging er auf seinen Gegner zu, platzierte harte Treffer und siegte am Ende klar nach Punkten. „Von ihm wird international noch mal was zu erwarten zu“, schätzte Mantau die Leistung des 54-Kilo-Boxers ein, der sein erstes Jahr bei den Männern kämpft. Und fügte hinzu: „Lass den mal richtig Mann sein.“

Umso enttäuschender der Auftritt von Jakov Terskisch, der sich im Federgewicht Marcel Herfurth fast kampflos ergab und am Ende durch RSC (Sieg durch Kampf-Abbruch) den Ring verlassen musste. „Das dulden wir jetzt nicht länger“, erboste sich Mantau und verordnete dem Hamburger eine Woche Sondertraining in Potsdam. Vor- und nachmittags wird bis zum Rückkampf am kommenden Sonnabend in Halle an der Kondition gefeilt. Unter seiner persönlichen Aufsicht: „Das wird kein Zuckerschlecken.“

Eine umstrittene Niederlage musste hingegen Leichtgewichtler Daniel Schulz einstecken, der sowohl mit Steffen Sparboth als auch mit einem Schnupfen zu kämpfen hatte. Ein Unentschieden hätte dem Kampfverlauf eher entsprochen. Einen Sieg holte dafür im letzten vor der Pause David Sprenger für Motor heraus: Im Halbweltergewicht behielt er gegen Robby Siebert die Übersicht, boxte einen klaren Stil und entschied den Fight abschließend nach Punkten für sich.

Runde zwei begann mit Unverständnis, Buh-Rufen und Kopfschütteln. Patrick Mittag hatte nach vier Runden Oliver Güttel wehrlos in der Ecke, der Ringrichter zählte den Hallenser an und brach den Kampf ohne hörbaren Gong ab. Der Fall schien klar zu sein, doch die Entscheidung lautete „Unentschieden“. „Patrick führte in jeder Runde, alle dachten an einen Sieg durch RSC“, war nicht nur Mantau fassungslos. Auch der um den Sieg Betrogene war geknickt: „Unfassbar“, befand Mittag, der für Alexander Philipp ins Weltergewicht gerutscht war.

Jörg Rosomkiewicz führte dafür Enrico Wolf über vier Runden vor und bot einen überzeugenden Kampf. Anatolij Hoppes Gegner Tino Groß machte seinem Namen alle Ehre und dem um einen Kopf kleineren Halbschwergewichtler das Leben schwer. Umso erfreulicher das Unentschieden des Mannschaftskapitäns. Alles lag nun auf den Schultern von Schwergewicht Vitalius Subacijus, doch der Litauer ließ dem Hallenser Denny Richter nicht die Spur einer Chance – in der dritten Runde fiel das Handtuch. Nach dem 12:10-Sieg steht Motor nach wie vor ungeschlagen an der Spitze der zweiten Bundesliga.

 

 

 

Märkische Allgemeine

14.02.2005

 

Nie mehr Bus und Doppelstockbett

BOXEN / BABELSBERG SCHLÄGT FAVORIT HALLE MIT 12:10 UND PEILT DEN STAFFELSIEG IN DER 2. BUNDESLIGA AN

DETLEF BRAUNE

 

Selbstbewusst tanzte Vitalius Subacijus in seinen grünen Boxschuhen durch das Seilgeviert im Autohaus Toyota und nährte die Hoffnung auf einen erneuten Heimsieg von Motor Babelsberg in der 2. Bundesliga. Im achten und letzten Kampf des Abends vor 600 Zuschauern brachte der litauische Gaststarter immer wieder eine krachende Rechte an Kopf und Körper seines Gegners Denny Richter vom SV Halle unter, ehe dieser in der 3. Runde das aussichtslose Gefecht aufgab.

Nach dem 12:10-Sieg der Gastgeber gegen den vermutlich stärksten Staffelkonkurrenten tobten sich die 600 Fans aus. Motor bot die beste Saisonleistung und könnte nun als Spitzenreiter in Zugzwang geraten. Staffelsieg und Aufstieg? "Jetzt wollen wir Meister werden", riskiert Motor-Chef Ralph Mantau eine Lippe, "den Aufstieg nehmen wir nicht in den Mund", hält er sich aber angesichts finanzieller Unwägbarkeiten (noch) zurück.

Für den stimmungsvollen Anhang war es ein Fest. Früher ähnelten manche Duelle in der Oberliga dem Rummelboxen. Pausenlos schlugen die Gegner aufeinander ein. Jetzt wird sogar "Feinschmeckerkost" geboten. Marcel Schneider (54 kg) imponierte mit seiner geschmeidigen Kampfführung ebenso wie Anatolij Hoppe im Halbschwergewicht gegen den deutschen Meister der beiden vergangenen Jahre, Tino Groß. Hoppe, fast einen Kopf kleiner, verlor 2003 im Halbfinale der Titelkämpfe gegen Groß mit 9:23. Diesmal setzte der Motor-Kapitän im Infight immer wieder Nadelstiche. Das Remis schmeichelte dem Hallenser.

 

Die Saalestädter behaupten sich angesichts der Box-Misere in deutschen Landen immerhin als Bundesleistungsstützpunkt, während Berlin und Schwerin die Zuerkennung verloren.

Motor belebt in der 2. Liga die Szenerie. Davon angetan zeigte sich auch Holger Rupprecht. Wo der Sportminister hinkommt, hat er schon Spuren hinterlassen. Das war beim Meeting der Stabhochspringer in der Vorwoche in Potsdam so - Rupprecht wusste früher als Zehnkämpfer auch mit dem Stab umzugehen -, und nun ebenfalls beim Boxen. Als Sportstudent wurde er vom Urgestein an der Potsdamer Uni, dem ehemaligen Motor-Boxer Siegfried Ellwanger, im Faustkampfsport unterrichtet. Rupprecht stieg Mitte der siebziger Jahre bei einem Studententurnier in den Ring, haute im Schwergewicht den zwölf Kilogramm schwereren Gegner weg und wurde jäh gestoppt. Zu Hause, wo die Gattin eine eventuelle Karriere unterband.

Einen Schwergewichtler vom Schlage Subacijus hätte Rupprecht vermutlich lieber nicht vor die Fäuste bekommen. Imponierend, mit welcher Schnelligkeit der 1,94 Meter große Litauer durch den Ring fegte. Fünfter Kampf für Motor, fünfter Sieg. Zum ersten Einsatz kam er mit seinem Trainer per Bus aus Riga für 100 Euro pro Nase. Mantau musste den erschöpften Subacijus nach der 15-Stunden-Tour fast in den Ring tragen. Untergekommen waren die beiden Rigaer in Doppelstockbetten der Jugendherberge. Jetzt belegen sie eine Pension für eine Woche bis zum Rückkampf in Halle. Dann wird Subacijus die Fäuste von Steffen Kretschmann kreuzen "und den zweifachen WM-Dritten weghauen", ist Mantau überzeugt. Nach Riga zurück geht es per Flug - im Billigflieger für 19,90 Euro.

 

 

 

Märkische Allgemeine

14.02.2005

 

Bis ans Limit gegangen

BOXEN / MOTOR BABELSBERG GEWINNT AUCH DEN SPITZENKAMPF DER 2.LIGA

AXEL EIFERT

 

Wahrscheinlich hätten selbst die kühnsten Optimisten dies nicht vorausgesagt. Die Amateurboxer von Motor Babelsberg haben sich nach vier Kampftagen allein an die Spitze der 2. Bundesliga gesetzt.

Am Sonnabend setzten sie sich vor rund 600 Zuschauern im Spitzenduell gegen die zuvor ebenfalls noch ungeschlagene Staffel vom SV Halle knapp mit 12:10 durch und haben damit 7:1 Punkte auf dem Konto. Halle und der MBR Hamm folgen in der Tabelle mit jeweils 5:3 Zählern.

Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau konnte aufatmen. Die Grippewelle war an seinem Team spurlos vorbei gezogen und er konnte sein stärkstes Aufgebot in den Ring schicken. Halle hatte dagegen einige Probleme. Neben dem - wie schon erwartet - zweifachen WM-Dritten Steffen Kretschmann (Schwer) fehlte auch noch der deutsche Mittelgewichtsmeister Robert Woge wegen einer Handverletzung. Diese Handicaps waren für die Gäste aus Anhalt zu groß, zumal es in Reihen der Babelsberger auch leistungsmäßig keinen Ausfall gab.

Bantamgewichtler Marcel Schneider ließ sich von Maik Hennecke zu keinem Zeitpunkt beeindrucken und fuhr locker die beiden Siegpunkte ein. Danach mussten sich sowohl Federgewichtler Jakov Terskich gegen den starken Marcel Herfurth als auch Leichtgewichtler Daniel Schulz in der Revanche zum DM-Ausscheidungskampf gegen Steffen Sparboth geschlagen geben, so dass die Gastgeber auf einmal im Hintertreffen lagen.

David Sprenger sorgte aber mit einem überzeugenden Auftritt gegen Robby Siebert im Halbweltergewicht für ein Remis zur Pause. Danach sollte sich die Waage doch zu Gunsten der Babelsberger neigen, auch weil einige Motor-Akteure über sich hinauswuchsen.

Das galt zunächst für Patrick Mittag, der im Weltergewicht Oliver Güttel ein Unentschieden abtrotzte. "Für mich hatte Mittag sogar gewonnen", war Coach Mantau nicht allein der Meinung. Er durfte sich anschließend über einen souveränen Routinier Jörg Rosomkiewicz im Mittelgewicht freuen, der die Weichen für die Gastgeber endgültig in Richtung Sieg stellte. Babelsbergs Kapitän Anatolij Hoppe rang im Halbschwer dem deutschen Meister Tino Groß ein verdientes Unentschieden ab, so dass die Gastgeber sogar mit einem Vorsprung in den Schlusskampf gingen. Dort machte der litauische Einflieger Vitalius Subacius seine Sache gegen Denny Richter souverän wie immer. In der dritten Runde kam das Handtuch aus der Ecke des überforderten Hallensers zum Zeichen der Aufgabe. Auf Babelsberger Seite waren die Verantwortlichen froh, ihren Heimnimbus gewahrt zu haben. Alle wissen, dass nun die schweren Auswärtskämpfe folgen.

Halles Trainer Hans-Jürgen Witte kündigte an: "Nächste Woche beim Rückkampf werden wir die Sache gegen den Spitzenreiter umdrehen." Darüber wird aber bei Motor Babelsberg nur müde gelächelt, denn die jetzt sieben Punkte kann den Motor-Kämpfern nach dem sehr

unterhaltsamen Abend keiner mehr nehmen.

 

 

 

Märkische Allgemeine

12.02.2005

 

2. Bundesliga: Babelsberg gegen Halle

BOXEN / DUELL DER NOCH UNGESCHLAGENEN

AXEL EIFERT

 

Erster gegen Zweiter - Motor Babelsberg gegen SV Halle heißt es heute Abend (18 Uhr) in der 2. Bundesliga der Amateurboxer. Die Gastgeber wollen dabei in dem Spitzenduell der beiden noch ungeschlagenen Staffeln ihre Tabellenführung verteidigen. "Wir wollen da oben bleiben, so lange es möglich ist", meint Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau.

Mit dem Stand von gestern kann er sein bestes Aufgebot in den Ring schicken. Auch Bantamgewichts-Vizemeister Marcel Schneider, der am vergangenen Kampftag wegen einer Auswahlverpflichtung fehlte, ist wieder dabei. Mantau: "Wir müssen gegen Halle die ersten fünf Kämpfe gewinnen, denn in den oberen Gewichtsklassen wird es für uns ganz schwer, etwas zu holen." Dort können die Hallenser mit Robert Woge und Tino Groß die aktuellen deutschen Meister im Mittel- und Halbschwergewicht gegen die Babelsberger Jörg Rosomkiewicz und Anatolj Hoppe aufbieten.

Ob der zweimalige WM-Dritte Steffen Kretschmann für die Gäste im Schwergewicht gegen Motors litauischen Einflieger Vitalius Subacius in den Ring klettert, ist dagegen noch ungewiss. Kretschmann kam in dieser Ligasaison wegen einer Handverletzung noch nicht zum Einsatz, soll inzwischen aber wieder fit sein.

 

 

Märkische Allgemeine

12.02.2005

 

Immer eins auf die Birne

BOXEN / DER KOPFSCHUTZ MACHT DIE FAUSTKÄMPFER NICHT ATTRAKTIVER

DETLEF BRAUNE

 

Eine krachende Rechte seines Gegners beendete am 18. Dezember 2004 die Boxer-Laufbahn von Alexander Philipp. Der Kapitän der Zweitligastaffel von Motor Babelsberg hatte sich im Heimduell gegen Seelze einen doppelten Kieferbruch zugezogen. Zuvor in anderen Kämpfen waren schon mehrere Zähne draufgegangen, die Nase war gebrochen, und Philipp hatte sich einen Cut zugezogen. "Das Maß war voll", resignierte der Leichtgewichtler. Der obligatorische Kopfschutz erwies sich als "Pappe". Seiner Funktion wurde die lästige Haube bei Philipp jedenfalls nicht gerecht.

Wie Ungetüme steigen die Faustkämpfer mit der Kopfverkleidung in den Ring. Weil das Antlitz fast verborgen bleibt, sind die Duellanten im Seilgeviert austauschbar. Nur bei der Siegerehrung kann der Fan für Momente den ganzen, dampfenden Kerl wahrnehmen.

Motor-Chef Ralph Mantau kann ein Lied singen von zahlreichen Verletzungen seiner Aktiven in jüngster Zeit: Alexander Epstein: Jochbeinbruch, Mathias Kaiser: Cuts unter beiden Augen, Daniel Schulz: Lädierung der Augenbraue. Die Stimmen mehren sich, so Mantau, dass die Polsterungen wieder verschwinden. "Im Männerbereich darauf zu verzichten wäre für die Zuschauer attraktiver. Diese Meinung ist auch im Landesverband zu vernehmen."

Motor-Trainer Gerhard Swientek geht sogar noch weiter: "Die Schlagwirkung des Gegners wird durch den Kopfschutz nicht gemindert. Bei den Athleten entsteht ein Hitzestau, und die Sicht wird erheblich eingeschränkt. Früher wurde sogar ohne Zahnschutz geboxt." Swientek nennt noch weitere Nachteile des geformten Schaumstoffes: "Eigentlich sollten mit dem Helm Kopfstöße vermieden werden. Jetzt aber bleiben die Finessen außen vor." Soll heißen, die Boxer keilen aufeinander ein, taktische Varianten sind kaum noch zu sehen.

90 Euro muss Manager Mantau für einen Schutzhelm berappen. Weil die Marke Top Ten eine Tücke aufwies, setzen die Aktiven jetzt einen "Deckel" des Kölner Ausrüsters Paffen auf. Die alten Helme hatten eine Ausbuchtung, die das Nasenbein verletzte. Motor-Boxer Rico Kulb schmückt sich im Training mit der alten DDR-Marke Germania, mit der die Maskes und Mays ihre großen Triumphe feierten. Im Gegensatz zu den heutigen Verkleidungen sieht Germania wie ein Fingerhut aus. "Diese Dinger aus Leder sind am besten, sie sind leicht und rutschen kaum", sagt Kulb.

Immer eins auf die Birne - zum Vergnügen des Publikums. Doch mit unverhülltem Angesicht wird es die Kämpfer im Ring auch in absehbarer Zeit nicht erleben. Seit den Olympischen Sommerspielen 1984 sind die unbequemen Helme sakrosankt.

Hans-Werner Stryak, Liga-Obmann des Deutschen Box-Verbandes, sagt zu den Verletzungen der Motor-Athleten: "Die Burschen haben Pech gehabt." Und weiter: "Der Sinn der Helme ist durchaus gegeben. Die Ärztekommission des Weltverbandes Aiba wird daran nicht rütteln."

Zum Pro und Kontra um den Kopfschutz gehört das letzte Wort dem Mediziner. "Das Gehirnwasser pendelt im knöchernen Schädel hin und her. Jeder Treffer auf den ungeschützten Kopf wirkt wie eine kleine Gehirnerschütterung", so Klaus Dräger. Seit 40 Jahren ist er als Ringarzt dabei. Die Diskussion um die Abschaffung dürfte er zumindest in den Motor-Reihen bald beenden. Er ist seit geraumer Zeit Vereinsmitglied des Zweitligisten.

 

 

 

Märkische Allgemeine

19.01.2005

 

„Mach jetzt dein Ding!“

BOXEN / MOTOR – STAFFEL OHNE ERFOLGSDRUCK

DETLEF BRAUNE

 
Ausgerechnet der große Kämpfer und Routinier in der Zweitliga-Staffel von Motor Babelsberg patzte im Spitzenduell gegen MBR Hamm im Autohaus Toyota. Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz lief in Runde eins zweimal in die rechte Faust seines Gegners und musste beide Male angezählt werden. Die anschließende Aufholjagd des Einheimischen, der von einem dicken Veilchen unter dem linken Auge gezeichnet war, nutzte am Ende nichts. Auch nicht die 50 Euro Sympathieprämie von PDS-Bundesgeschäftsführer Rolf Kutzmutz, die der Ringsprecher in einer Kampfpause verkündete. Rosomkiewicz verlor knapp nach Punkten. "Ich hatte den Kopf in der Kabine gelassen", entschuldigte sich Rosomkiewicz für seinen "schläfrigen" Beginn. Immerhin hatte er mit Juri Geis den an diesem Abend besten Gäste-Akteur vor den Fäustlingen. Der hart schlagende 19-jährige Geis gehört zum Nationalkader.

Als es für die Motor-Staffel durch diese nicht einkalkulierte Niederlage brenzlig wurde, rissen Anatolij Hoppe und Vitalius Subacijus mit ihren Siegen doch noch den 13:11-Erfolg aus dem Feuer. 600 Fans waren aus dem Häuschen. Die Kulisse stimmte also wieder, nachdem es beim Auftaktkampf gegen Seelze am 18. Dezember erstmals seit Jahren doch einige Lücken um das Ringgeviert gegeben hatte.

Kenner der Babelsberger Box-Szene hatten indes nach dem Rosomkiewicz-Kampf einen "Verdacht". Angefeuert wurde der 28-Jährige auch vom Olympia-Dritten von Sydney Sebastian Köber. Der Schwergewichtler aus Frankfurt (Oder), der 1996 als Junior zwei Kämpfe für die damals wieder erwachte Motor-Staffel bestritten hatte, wollte unbedingt seinen langjährigen Freund "Rosi" erleben.

Hielt Rosomkiewicz den kritischen Blicken seines Kumpels nicht stand? Ähnliches musste David Sprenger gegen Seelze durchmachen. Der Halbweltergewichtler verlor unter den Augen des Frankfurter Olympiastützpunkttrainers Karl-Heinz Krüger. Gegen Hamm schwang sich Sprenger zum besten Motor-Boxer auf. "Der Junge hat viel Potenzial", anerkannte der Babelsberger Altmeister Konrad Gehn.

Auch Leichtgewichtler Daniel Schulz, der einst an der Cottbuser Sportschule trainierte, war das Herz in die Hosentasche gerutscht, sobald ein Klubtrainer auftauchte.

Wie zaubert Motor-Chef Ralph Mantau die Angst bei den Burschen weg? "Ich habe noch nie zu einem Boxer gesagt: ,Du musst gewinnen.' Ich versuche lediglich, den Erfolgsdruck von den Jungen zu nehmen." Mantaus Ratschlag vor dem ersten Gong klingt ganz banal. "Ich sage nur: ,Mach jetzt dein Ding!'"

Sebastian Köber nennt noch einen Erfolgsgrund für die Motor-Mannen. "Das Autohaus vermittelt ein tolles Flair. Das Publikum ist toll, es sitzt nirgendwo beim Amateurboxen in Deutschland so dicht am Ring."

Diese Atmosphäre hat sich auch in entfernten Gegenden herumgesprochen. Kürzlich meldeten sich mehrere Boxer aus Saarlouis, die für Motor in den Ring steigen wollen. Oder ist es nicht viel mehr Bares, das sie an die Havel zieht? Mantau flunkert nicht: "Auf keinen Fall. Denn nicht nur Hamm bietet in der zweiten Bundesliga höhere Aufwandsentschädigungen als wir."

 

 

Märkische Allgemeine

17.01.2005

 

Motor Babelsberg an der Tabellenspitze

BOXEN / 13:11 ERFOLG GEGEN HAMM

AXEL EIFERT

 

Die Amateurboxer von Motor Babelsberg haben am Sonnabend die Tabellenführung in der 2. Bundesliga übernommen. Sie setzten sich im Duell der zuvor noch ungeschlagenen Staffeln gegen den Märkischen Boxring Hamm mit 13:11 durch. Gut 600 Zuschauer, unter ihnen der Olympia-Dritte von Sydney 2000, Sebastian Köber (Frankfurt/Oder), feierten vor allem Halbweltergewichtler David Sprenger, der bei seinem Punktsieg über den deutschen Vizemeister Arthur Schmidt die beste Leistung des Abends bot. Der 21-jährige Sprenger stammt aus Müllrose und streift seit drei Jahren die Fäustlinge für die Babelsberger über. "David ragte aus unserer auch heute wieder kompakten Mannschaft noch heraus", freute sich Babelsbergs Manager und Trainer Ralph Mantau. "Dass wir nach dem dritten Kampftag ganz oben stehen, damit haben wir nicht gerechnet. Nun wollen wir diese Position so lange wie möglich verteidigen. Das ist doch ein riesiger Ansporn für die Truppe."

Für die weiteren Siege der Gastgeber sorgten Jakov Terskich (Feder), Daniel Schulz (Leicht), Anatolij Hoppe (Halbschwer) und der Litauer Vitalius Subacius (Schwer), der sich gegen den für Hamm boxenden deutschen Meister Alexander Povernov nach Punkten durchsetzte. Den nächsten Kampf bestreitet Babelsberg am 12. Februar daheim gegen den SV Halle.

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

13.01.2005

 

„Läuft alles nach Plan“

MOTOR-BOXER EMPFANGEN AM SONNABEND DEN MBR HAMM – BESETZUNG IM WELTERGEWICHT NOCH OFFEN

HENNER MALLWITZ

 

Wenn am Sonnabend um 18 Uhr im Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße die Boxer von Motor Babelsberg im zweiten Heimkampf der Saison den MBR Hamm empfangen, wird es einer wahrscheinlich am schwersten haben. Neuzugang Vitalius Subacius muss aller Wahrscheinlichkeit nach gegen Alexander Povernov in den Ring steigen und trifft dabei auf keinen geringeren als den aktuellen Deutschen Meister im Schwergewicht.

Bange ist dem Hünen aus Litauen dennoch nicht: „Ich bin fit und gehe diesmal entspannter in den Kampf als im Dezember gegen Seelze“, so der siebenfache litauische Meister. Und in der Tat: Gegen den starken Erkan Teper konnte sich Babelsbergs Schwergewicht zwar letztendlich durchsetzen, doch stand der Kampf streckenweise auf der Kippe. Nicht ohne Grund, denn Subacius steckten noch die Kämpfe der litauischen Meisterschaft in den Knochen, die der Sportstudent aus Kaunas zuvor absolvieren musste.

Inzwischen hat der 25-Jährige vier Wochen Wettkampfpause gehabt, kommt morgen früh mit dem Flieger in Schönefeld an und steigt dann gleich ins Mannschaftstraining ein. „Während der Feiertage habe ich sehr oft mit seinem Trainer Vidas Bruzas gemailt“, so Motor-Manager Ralph Mantau. „Inzwischen hat sich zwischen uns fast eine richtige Freundschaft entwickelt. Sollten wir auch in der kommenden Saison wieder in der zweiten Liga boxen, wird Vitalius ganz bestimmt wieder für uns in den Ring steigen.“

So sicher die Sache mit dem Schwergewicht auch ist – im Weltergewicht plagen den Verein noch einige Sorgen. Denn die schlimme Verletzung, die sich Alexander Philipp im Kampf gegen Seelze zuzog, blieb nicht ohne Folgen. Nach einem doppelten Kieferbruch musste der Student den Boxsport an den Nagel hängen. Seinem Verein bleibt er trotzdem treu und trainiert nach wie vor den Nachwuchs von Motor Babelsberg. Seit Weihnachten ist der 25-Jährige wieder aus dem Krankenhaus, trägt zwei Platten im Kiefer und hatte allein aus diesem Grund selbst ein Einsehen. Am Sonnabend wird er wieder am Rand sitzen – offiziell verabschiedet wird Alex Philipp erst beim letzten Heimkampf der Saison.

Indes stehen zwei neue Gesichter in dieser Gewichtsklasse auf der Liste. Einerseits könnte der 21-jährige Patrick Mittag eingesetzt werden, aber auch Marco Heymann steht zur Verfügung. Der mittlerweile 33-Jährige boxte bereits mehrere Jahre für den Verein, hatte dann aus Altersgründen aufgehört und auf Bitten Mantaus wieder mit dem aktiven Sport begonnen. „In den vergangenen Wochen hat er durch intensives Training und gesunde Ernährung sieben Kilo abgenommen und passt nun ideal ins Weltergewicht“, so der Manager. „Das schwächt natürlich den Körper, und darauf müssen wir Rücksicht nehmen.“ So wird letztlich die Tagesform entscheiden, welcher der beiden Weltergewichtler die Sache vor heimischem Publikum richten wird.

Bei der Mannschaft, so Mantau, laufe indes alles nach Plan: Er wird auch gegen Hamm wieder auf das bewährte Team setzen. „Alle haben gut gekämpft, und eine solche Truppe reißt man nicht auseinander“, sagt er. Mit dem MBR Hamm kommt der ungeschlagene Tabellenführer nach Babelsberg. Gegen Wismar gelang der Mannschaft zu Hause ein Unentschieden – Motor schaffte dies als Gast in Mecklenburg. Von Überkreuzvergleichen will Mantau dennoch nichts wissen.

Der Erfolg der Motor-Truppe zahlt sich inzwischen auch immer mehr aus: In dieser Woche verdoppelte die Mittelbrandenburgische Sparkasse ihren Sponsorenbetrag und unterstützt die Boxer nun in vierstelliger Höhe.

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

20.12.2004

 

Motor – Sieg mit Verlusten

BOXEN / 12:11 GEGEN SEELZE, KAPITÄN PHILIPP ERLEIDET KIEFERBRUCH

AXEL EIFERT

 

Bis nach dem letzten Gong mussten die rund 400 Fans am Sonnabend zittern, ehe die gelungene Heimpremiere für die Amateurboxer von Motor Babelsberg in der 2. Bundesliga feststand. Erst der eingeflogene Litauer Vitalius Subacius stellte mit seinem Punktsieg im Schwergewicht über den unbequem zu boxenden Dritten der deutschen Meisterschaften, Erkan Teper, den 12:11-Erfolg seiner Staffel über den TuS Seelze sicher.

Zuvor hatten Zuschauer und Gastgeber im Babelsberger Toyota-Autocenter ein echtes Wechselbad der Gefühle durchleben müssen. Zunächst war die Stimmung außerordentlich gut, denn Bantamgewichtler Marcel Schneider und Leichtgewichtler Daniel Schulz sorgten mit ihren Punktsiegen gegen Nebil Yimam beziehungsweise William dos Santos dafür, dass die Motor-Boxer trotz der Niederlage von Federgewichtler Jakov Terskisch gegen Konstantin Wagner jeweils in Führung gingen.

Doch dann neigte sich die Waage auf einmal zu Gunsten der Gäste aus Seelze. Nach der Niederlage von Halbweltergewichtler David Sprenger gegen Dennis Dehling rannte Babelsbergs Kapitän Alexander Philipp im Weltergewichtskampf in einen Konter von Alexander Raynesch. Die schmerzhafte RSC-Niederlage in Runde eins bedeutete die erstmalige Führung für die Staffel aus der Kleinstadt bei Hannover. Zudem musste Philipp auch noch ins Krankenhaus gebracht werden, wo sich der Verdacht auf einen Unterkieferbruch bestätigte. Als schließlich Motor-Routinier Jörg Rosomkiewicz im Mittelgewicht mit einem starken Endspurt in Runde vier noch ein Unentschieden gegen Dimitri Beck sicherte, war klar: Babelsberg musste die letzten beiden Fights gewinnen, wenn es als Sieger aus dem heimischen Ring gehen wollte.

Und die beiden schwersten Jungs der Motor-Staffel stellten einmal mehr ihre Zuverlässigkeit unter Beweis. Zunächst punktete Halbschwergewichtler Anatolij Hoppe in seinem 100. Kampf den Seelzer Christian Pawlak recht sicher aus. Und zu guter Letzt ließ sich auch Vitalius Subacius von Erkan Teper nicht überraschen und sorgte mit einem einstimmigen Punktsieg für die entscheidenden Babelsberger Zähler. Anatolij Hoppe freute sich natürlich über ein gelungenes Jubiläum: "Die Mannschaft hat gewonnen, das ist das Wichtigste. Ich habe gewonnen, alles ist okay."

Erleichtert war auch Motor-Manager und Trainer Ralph Mantau, dass der erste Heimauftritt in Liga zwei erfolgreich war. "Das waren aber auch ganz schön verlustreiche Schlachten für uns", spielte er auf den Jochbeinbruch von Leichtgewichtler Alexander Epstein beim Auftaktkampf in Mecklenburg (12:12) und nunmehr die Verletzung von Philipp an. Beim Motor-Kapitän wird abgewartet werden müssen, wie es überhaupt mit seiner Boxkarriere weitergeht, schließlich hatte er sich gerade wieder von einer recht schweren Rückenverletzung erholt.

 

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

20.12.2004

 

Sieg hart erkämpft

BOXEN / BABELSBERG MIT 12:11 ÜBER SEELZE

AXEL EIFERT

 

Die Amateurboxer von Motor Babelsberg haben sich mit dem 12:11-Heimsieg am Sonnabend vor etwa 400 Zuschauern gegen den TuS Seelze mit an die Spitze in der 2. Bundesliga gesetzt. Sie gehören zusammen mit dem MBR Hamm und dem SV Halle zu dem Trio, das nach zwei Kampftagen jeweils 3:1 Punkte auf dem Konto hat und nur durch die kleinen Punkte voneinander getrennt ist.

Siegpunkte für die Babelsberger gegen Seelze fuhren Bantamgewichtler Marcel Schneider, Leichtgewichtler Daniel Schulz, Halbschwergewichtler Anatolij Hoppe, der seinen 100. Kampf bestritt, sowie Schwergewichts-Einflieger Vitalius Subacius ein. Der Litauer machte im letzten Kampf des Abends mit seinem einstimmigen Punktsieg über den Dritten der deutschen Meisterschaften, Erkan Teper, den Gesamterfolg für die gastgebende Mannschaft perfekt. Darüber hinaus erreichte der Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz ein für die Endabrechnung seines Vereins wichtiges Unentschieden gegen Dimitri Beck.

Beim Babelsberger Erfolg gab es allerdings auch einen Wermutstropfen. Staffelkapitän Alexander Philipp (Welter) lief im Kampf gegen Alexander Raynesch in einen Konter und zog sich einen Unterkieferbruch zu.

 

 

Der Tagesspiegel

06.12.2004

 

„Einäugigkeit der Punktrichter“

BOXEN / MOTOR - BOXER HOLTEN PUNKT IN MECKLENBURG

 

Zum ersten Mal seit Bestehen der zweiten Bundesliga ist es den Boxern von Motor Babelsberg am Sonnabend gelungen, beim Boxteam Mecklenburg einen Punkt zu holen. Das Team von Coach Ralph Mantau trennte sich 12:12, hätte jedoch seiner Ansicht nach gewinnen müssen. „Die Kampfrichter waren sehr einäugig.“
Vor allem Motors Neuzugang im Schwergewicht, der Litauer Vitalius Sobaucius, sorgte für eine Lehrvorführung und deklassierte Christian Laarz klar. Im Leichtgewicht hingegen hatte Alexander Epstein gegen den Griechen Boris Georgiadis keine Chance und verlor durch RSC in der zweiten Runde. Im Bantamgewicht setzte sich der Babelsberger Marcel Schneider gegen Xhevdet Gashi durch, und auch Jakov Terskich hatte Erwis Masha im Federgewicht im Griff. Die Kampfrichter sahen dies jedoch anders und stimmten für den Mecklenburger.

 

 

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

06.12.2004

 

Auf die schweren Jungs ist Verlass

BOXEN / ZWEITLIGIST BABELSBERG ÜBERRASCHT MIT PUNKTGEWINN IN MECKLENBURG

AXEL EIFERT

 

Die schwarze Serie ist durchbrochen: Ausgerechnet bei ihrer Premiere in der 2. Bundesliga gelang den Amateurboxern von Motor Babelsberg am Sonnabend beim 12:12-Unentschieden auswärts beim Boxteam Mecklenburg der erste Punktgewinn überhaupt. In Oberligazeiten hatten die Potsdamer dort immer verloren.
Und es hätte fast sogar noch mehr sein können. Denn bei der denkbar knappen 29:30-Punktniederlage nach der Computerwertung von Alexander Philipp gegen Sebastian Sonntag wäre durchaus ein Sieg von Philipp denkbar gewesen. Doch Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau sah es von der positiven Seite: "Das war ein gelungener Auftakt, auf den wir aufbauen können. Alle unsere Boxer haben ein großes Kämpferherz bewiesen."
Vor allem auf die schweren Babelsberger Jungs war wieder Verlass. Jörg Rosomkiewicz (Mittel) mit dem RSC- Sieg in Runde vier über Andreas Schmidt, Anatolij Hoppe im Halbschwer mit dem 28:23-Punktsieg über den DM- Dritten Frank Blümle und der litauische "Joker" Vitalius Subacius, der Christian Laarz im klar mit 30:16 beherrschte, machten mit ihrer Erfolgsserie den Punktgewinn perfekt. Der 25-jährige Schwergewichtler war ganz kurzfristig von den Babelsbergern verpflichtet worden, weil Alex Melcher nach einer Leistenoperation noch einige Wochen ausfällt.
Den vierten Babelsberger Sieg holte im Bantamgewicht der deutsche Vizemeister Marcel Schneider mit 37:13 gegen Xhevdet Gashi. Einen beherzten Fight lieferte auch David Sprenger (Halbwelter) ab, der gegen Mecklenburgs Top-Mann Martin Dreßen erst nach einer Verwarnung in der dritten Runde die Linie verlor und mit 28:46 unterlag. Mit Spannung fiebern die Babelsberger nun dem ersten Heimkampf entgegen. Am 18. Dezember erwarten sie den TuS Seelze, der beim SV Halle ebenfalls 12:12 unentschieden boxte.

 

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

18.10.2004

 

Daniel Schulz bucht Ticket nach Riesa

BOXEN/ MATHIAS KAISER VERLIERT KNAPP/ SECHS BRANDENBURGER SIEGE GEGEN SACHSEN

 

Alle Wünsche aus Sicht der Gastgeber sind bei der Qualifikation zur deutschen Meisterschaft der Amateurboxer am Sonnabend in Potsdam gegen Sachsens Faustkämpfer zwar nicht in Erfüllung gegangen. Insgesamt können die Verantwortlichen von Motor Babelsberg aber zufrieden sein. Mit Leichtgewichtler Daniel Schulz, der gegen den Eilenburger Steffen Sparborth mit 31:29 nach Punkten gewann, schaffte ein Kämpfer des Gastgebervereins den Sprung zur Deutschen Meisterschaft, die vom 18. bis 20. November in Riesa stattfindet. Mittelgewichtler Mathias Kaiser lieferte dem erstligaerfahrenen Alexander Golombek (Chemnitz) zwar lange ein ausgeglichenes Duell, musste am Ende aber dem stärkeren Sachsen mit 21:29 den Sieg überlassen.

"Unsere Erwartungen sind mit den sechs Siegen gegen Sachsen erfüllt worden. Und dass mit Matthias Platzeck der Ministerpräsident die gesamten vier Stunden alle Kämpfe interessiert verfolgte, ist ja auch nicht alltäglich", sagte Lothar Heine (Cottbus), Präsident von Brandenburgs Amateur-Box-Verband.

Er spielte darauf an, dass mit Stefan und Sebastian Köber (beide Frankfurt/Oder) sowie Enrico Wagner und Sebastian Grothe (beide Cottbus) bereits vier deutsche Auswahlboxer aus Brandenburg für die Titelkämpfe in Riesa gesetzt sind.

Der Babelsberger Daniel Schulz hatte 1998 in Cuxhaven für den BC Cottbus schon einmal eine Bronzemedaille bei Deutschen Meisterschaften gewonnen. "Damals habe ich zwei Gewichtsklassen tiefer geboxt. Jetzt im Leichtgewicht ist die Konkurrenz doch viel stärker", so der 24-Jährige, der trotz des Sieges über Sparborth nicht ganz zufrieden war. "Erst ab der dritten Runde habe ich richtig angefangen zu boxen", meinte Schulz. In Riesa eine Medaille zum Ziel gesetzt hat sich "Fliege" Thomas Märkisch (Cottbus), der vorige Saison regelmäßig in Babelsbergs Oberligastaffel boxte. "Die Chancen haben sich vergrößert, nachdem der Olympiadritte Rustam Rachimov ins Bantamgewicht hoch gegangen ist", sagte Märkisch nach seinem klaren 37:18-Sieg über Andras Papp (Ludwigsfelde).

Märkische Allgemeine Zeitung

14.10.2004

 

Zehn Tickets zu vergeben

BOXEN/ REGIONALAUSSCHEID BRANDENBURG GEGEN SACHSEN DER AMATEURE

AXEL EIFERT

Um exakt zehn Fahrkarten zu den 82. Deutschen Meisterschaften der Amateurboxer, die vom 18. bis 20. November in Riesa stattfinden, geht es am Sonnabend beim Regionalausscheid der besten Faustkämpfer Brandenburgs und Sachsens im Babelsberger Toyota-Autohaus (Großbeerenstraße). Zum ersten Gong, der um 18 Uhr (Einlass 17 Uhr) ertönt, erwarten die Ausrichter von Motor Babelsberg prominenten Besuch, Ministerpräsident Matthias Platzeck hat sich zum zweiten Mal bei den Potsdamer Amateurboxern einen Zuschauerplatz reservieren lassen.

Der gastgebende Verein wird zwei heiße Eisen im Feuer haben. Daniel Schulz trifft im Leichtgewicht auf Steffen Sparborth vom BSV Eilenburg. Und im Mittelgewicht bekommt es Mathias Kaiser mit Alexander Golombek vom BC Chemnitz 94 zu tun, der immerhin in der vorigen Saison in der 1. Bundesliga boxte. Auf eine Prognose, wer den Sprung nach Riesa schaffen könnte, wollte sich Motor-Trainer und -Manager Ralph Mantau noch nicht einlassen. "Schulz-Gegner Sparborth ist für uns eine unbekannte Größe. Da werden wir wohl erst in der ersten Runde sehen, was auf uns zukommt. Von Golombek wissen wir, er ist ein Wühler. Wenn Mathias es schafft, ihn auf der langen Distanz zu halten, hat er Siegchancen."

Mit Fliegengewichtler Thomas Märkisch (BC Cottbus), Bantamgewichtler Marcel Schneider (KSV Fürstenwalde) und möglicherweise Halbweltergewichtler David Sprenger (BC Frankfurt) kämpfen drei weitere Boxer um das Meisterschaftsticket, die in den vergangenen Jahren für die Oberligastaffel von Motor Babelsberg in den Ring geklettert sind. Märkisch trifft in einem Brandenburger Duell auf Andras Papp (RF Ludwigsfelde), weil die Sachsen das Fliegengewicht nicht besetzen können. Der ins Bantamgewicht aufgestiegene Juniorenmeister Schneider ist klarer Favorit gegen Patrick Henschel (1. BC Makranstädt). Und für Sprenger gibt es vor dem möglichen Kampf am Sonnabend noch einen internen Brandenburger Ausscheid mit Sebastian Westphal (BC Cottbus), bei dem der Gegner für Thomas Möbus (BC Chemnitz 94) ermittelt wird.

Sportwart Detlef Jentsch (Cottbus) vom brandenburgischen Amateur-Box-Verband erwartet, dass sich in den neun Vergleichen mit Sachsen mindestens fünf Brandenburger für Riesa qualifizieren. Dazu kommt der Sieger im Fliegengewicht und die für die Meisterschaften bereits gesetzten Titelverteidiger Enrico Wagner (Leicht/Cottbus), Stefan Köber (Schwer) und Sebastian Köber (Superschwer/beide Frankfurt) sowie der DM-Dritte Sebastian Grothe (Halbschwer/Cottbus). "Eigentlich wäre auch Marcel Schneider für das Fliegengewicht gesetzt, aber weil er jetzt eine Klasse höher boxt, muss er sich qualifizieren", so Jentsch.

Zuvor stehen einige interessante Rahmenkämpfe auf dem Programm. "Aller Wahrscheinlichkeit gibt es auch einen Federgewichtler aus Dänemark zu sehen, der vielleicht für uns in der 2. Bundesliga boxen wird", sagte Ralph Mantau.

 

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

02.10.2004

 

Tickets nach Riesa zu vergeben

BOXEN/ REGIONALAUSSCHEID MIT SACHSEN

AXEL EIFERT

 

Bis zum Beginn der 2. Bundesliga am 4. Dezember ist für die Babelsberger Amateurboxer zwar noch etwas Zeit, doch bereits vorher wird es für einige Motor-Kämpfer im heimischen Ring ernst. Denn der Regionalausscheid zwischen den besten Faustkämpfern Brandenburgs und Sachsens, deren Sieger sich für die 82. deutschen Meisterschaften vom 18. bis 20. November in Riesa qualifizieren, wurde an die Potsdamer vergeben. Dieser Ausscheid findet am 16. Oktober im Babelsberger Toyota-Autohaus (Großbeeren-/Neuendorfer Straße) statt, wo in den vergangenen Jahren Motors Oberliga-Staffel immer ihre gut besuchten Heimkämpfe austrug.

Die Gastgeber werden gegen Sachsen zwei heiße Eisen im Feuer haben. "Für uns steigen dann Daniel Schulz im Leichtgewicht und Matthias Kaiser oder Jörg Rosomkiewicz im Mittelgewicht in den Ring", so Motor-Trainer und -Manager Ralph Mantau. Der mehrmalige deutsche Vizemeister Rosomkiewicz (ehemals BC Frankfurt/Oder) zog kürzlich nach Potsdam um, arbeitet bei seinem Sponsor in der Landeshauptstadt und wurde auch Vereinsmitglied bei Motor Babelsberg. Eigentlich hatte sich vor einigen Tagen in Velten auch Weltergewichtler Alexander Philipp als Landesmeister für den Regionalausscheid qualifiziert. Er wird dort aber nicht boxen, weil er zum Meisterschaftstermin im November an den Studenten-Weltmeisterschaften in der Türkei teilnimmt.

Auch Superschwergewichtler Alex Melcher sollte in Velten um den Landestitel kämpfen, musste dann aber seinen Start kurzfristig wegen einer recht schweren Leistenzerrung absagen. "Wir wollen den Fans am 16. Oktober eine sehr gut organisierte Veranstaltung bieten, um natürlich Werbung für unsere erste Saison in der 2. Bundesliga zu machen", sagte Mantau.

Für die Liga stehen inzwischen die Besetzung und die Termine fest. Gegner der Babelsberger in der Sechser-Staffel werden das Boxteam Mecklenburg, der BC Ringfrei Mülheim, TuS Seelze (bei Hannover), der SV Halle und der MBR Hamm sein. Zum Auftakt am 4. Dezember müssen die Motor-Kämpfer zunächst auswärts bei den Mecklenburgern antreten. Der erste Heimkampf in der neuen Liga steigt dann am 18. Dezember gegen die westfälische Staffel vom MBR Hamm.

 

 

29.09.2004

 

Motor boxt in der 2. Bundesliga

 

POTSDAM. Jetzt ist es so weit: Der SV Motor Babelsberg boxt in der 2. Bundesliga. Nach dem tollen Abschneiden in der vergangenen Saison, wird es somit auch in der Saison 2004/2005 wieder hochklassigen Boxsport in Babelsberg im TOYOTA - Autocenter zu sehen geben.
 
An den Start geht Motor in einer sechsköpfigen Gruppe mit dem MBR Hamm, SV Halle/Saale, Boxteam Mecklenburg, BC Ringfrei Mülheim, und dem TUS Seelze. Saisonstart für die neue Bundesliga-Staffel der Motor-Boxer wird am ersten Kampftag (4./5. Dezember) auswärts beim Boxteam Mecklenburg sein, zum zweiten Kampftag (18./19. Dezember) empfangen die Mantau-Schützlinge den MBR Hamm.

Die neue Motor-Bundesliga-Staffel nimmt schon Formen an. Rund um die Motor-Boxer Daniel Schulz, Alexander Philipp, Mathias Kaiser, Jörg Rosomkiewicz, Anatolij Hoppe und Alex Melcher wird eine schlagkräftige Staffel aufgebaut.  MM

 

 

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

05.04.2004

Zu Hause weiter eine Macht

BOXEN / BABELSBERGER SICHERN MIT 12:10 ÜBER MECKLENBURG PLATZ DREI

AXEL EIFERT

 

Viel Prominenz tummelte sich am Sonnabend beim letzten Heimkampf der Amateurboxer von Motor Babelsberg in der Oberliga A gegen das Boxteam Mecklenburg am Ring des Toyota-Autocenters. Selbst Ministerpräsident Matthias Platzeck saß in der ersten Reihe und wollte sich wohl ansehen, wie er demnächst vielleicht schwierige politische Entscheidungen durchboxen kann. Oder interessierte er sich gar für neue Varianten des bevorstehenden Wahlkampfes? Egal, jedenfalls sah das Landesoberhaupt in einer wieder sehr gut gefüllten Kampfstätte viele hochklassige und spannende Duelle.

Am Ende konnten die Gastgeber jubeln. Auch wenn sie einige bange Augenblicke zu überstehen hatten, gewannen die Babelsberger knapp mit 12:10. Da sich ebenfalls am Sonnabend die Teams vom Boxring Hertha BSC II und Mülheimer BC mit einem Unentschieden trennten, steht bereits vor dem letzten Kampftag Platz drei für die Babelsberger in der Oberliga A fest. "Damit haben wir unser Ziel erreicht. Wir haben gezeigt, dass wir auch mit den Teams in der höheren Leistungsklasse mithalten können", freute sich Motor-Manager und - Trainer Ralph Mantau.

Wieder einmal zeigte sich, dass die kurzfristige Verpflichtung von Schwergewichtler Alex Melcher ein absoluter Glücksgriff für die Babelsberger war. Als vor dem letzten Fight des Abends die Frage stand, Remis oder Sieg für die Gastgeber, wies der Mann, der schon mit den Klitschko-Brüdern zum Sparring im Ring stand (Melcher: "Das ist aber schon längere Zeit her"), gegen David Wilcken ein weiteres Mal seine Stärke nach. Nach mehreren schweren Rechten kam in der zweiten Runde aus der Ecke des Mecklenburgers das Handtuch zum Zeichen der Aufgabe. "Jetzt noch der letzte Oberliga-Kampf in Berlin, und nächstes Jahr boxe ich natürlich auch wieder für Babelsberg", sagte Melcher. Nach dieser Zusage konnten die Potsdamer dessen verdienstvollen Vorgänger René Fiebig mit allen Ehren in den boxerischen Ruhestand verabschieden.

Dennoch lief beim letzten Heimkampf der Saison aus Gastgebersicht nicht alles planmäßig. So ging Leichtgewichtler David Sprenger gegen Boris Georgiadis in der zweiten Runde schwer K.o. Halbschwergewichtler Anatolij Hoppe sah sich einem sehr beweglichen Juniorenmeister Rene Krause gegenüber und erhielt ein schmeichelhaftes Unentschieden zugesprochen. Auch im Mittelgewicht mühte sich Jörg Rosomkiewicz zu einem Remis gegen Frank Blümle, der ebenfalls Juniorenmeister ist. Zum Glück hatten vorher Thomas Märkisch (Bantam), Jakov Terskich (Feder) und Patrick Mittag (Halbwelter) mit ihren Siegen den Grundstein für den Gesamterfolg gelegt.

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

05.04.2004

„Die kommen schnell zur Sache“

Alex Melcher sicherte mit seinem dritten Sieg im dritten Kampf den Sieg für Motor Babelsberg gegen BT Mecklenburg

HENNER MALLWITZ

 

Ein Abend, an dem einfach alles stimmte. Das gut gefüllte Toyota-Autohaus, die Stimmung im Publikum, das strippende Nummerngirl Nicole und nicht zuletzt natürlich das 12:10 gegen das Boxteam Mecklenburg, mit dem sich die Oberliga-Boxer von Motor Babelsberg am Sonnabend den dritten Tabellenplatz im letzten Heimkampf der Saison sicherten.

Ministerpräsident Matthias Platzeck gab den Athleten erstmals die Ehre und war sichtlich angetan von deren Leistung. „Ich habe lange keinen Amateurboxkampf mehr gesehen“, gestand er. „Im Gegensatz zu den Profis kommen die allerdings schneller zur Sache.“

In der Tat: Schon im ersten Kampf zeigte Thomas Märkisch, wer Herr im Ring ist. Gegen Xevdet Gashi setzte sich der Bantamgewichtler souverän durch – ebenso wie Jakov Terskisch, der anschließend im Federgewicht Tino Haute schon in der ersten Runde durch K.o. besiegte. Viele Hoffnungen lagen nun auf David Sprenger. Der Leichtgewichtler hatte noch keinen Kampf für Motor verloren, führte gegen Boris Georgiadis auch souverän nach Punkten und stand am Ende nach einem Kinnhaken nicht mehr auf. Besonders bitter für den Motor-Boxer, denn durch die Niederlage wurde ihm eine vierwöchige K.o.-Sperre auferlegt. Dadurch ist er beim letzten Kampf gegen Hertha II nicht dabei, und auch die Quali für die Deutschen Meisterschaften ist passé.

Patrick Mittag stellte schließlich mit seinem Sieg die alte Ordnung wieder her: Im Halbweltergewicht bezwang der 20-Jährige seinen Kontrahenten Stefan Alms deutlich nach Punkten. „In Wismar hatte er mich bezwungen, ich wollte die Revanche unbedingt“, sagte der Kfz-Schlosser aus Frankfurt/ Oder nach dem Kampf. „Der Druck, unbedingt siegen zu müssen, hat doch ganz schön auf mir gelastet.“ Eine Erklärung für die Niederlage im Hinkampf gab es allemal: Für ihn war es der erste Einsatz nach seiner anderthalbjährigen Verletzungspause. Im Länderkampf gegen Litauen hatte sich Mittag, der inzwischen vier Motor-Kämpfe bestritten hat, den Mittelhandknochen gebrochen.

Serdar Kahraman hatte sich für seinen Kampf ebenfalls viel vorgenommen, doch der Weltergewichtler konnte gegen Nationalkader Fabian Nitsche nicht viel ausrichten. „Die erste Runde hat er eindeutig verschlafen“, urteilte Trainer Ralph Mantau nach dem Fight. Über ein Unentschieden kam auch Jörg Rosomkiewicz nicht hinaus. Seinen Gegner Frank Blümle hatte der Mittelgewichtler in Wismar zwar besiegt, diesmal blieb der Motor-Boxer jedoch klar unter seinen Möglichkeiten. Ebenso wie Anatolij Hoppe, der im Halbschwergewicht gegen René Krause ebenfalls nur ein Unentschieden heraus holte. „Irgendwie komme ich mit dem Erwartungsdruck des Publikums nicht zurecht“, gestand er ein. „Ein Unentschieden ist nichts. Für mich gibt es nur Sieg oder Niederlage.“

So hing beim Stand von 10:9 wieder einmal alles an Neuzugang Alex Melcher. Ein Sieg des Schwergewichtlers musste her, um den Kampfabend zu gewinnen. Selbstbewusst ging der Kickboxer in den Ring und stieß auf erheblichen Widerstand von David Wilcken. „Es war schon erstaunlich, wie er nach einem vollen Schlag wieder auf mich losging“, so Melcher. Letztlich war es jedoch nur eine Frage der Zeit – aus der Roten Ecke kam das Handtuch geflogen: Sieg für Motor Babelsberg. Wie bereits vor einem Monat bei seinem ersten Kampf war Melcher somit abermals das Zünglein an der Waage.

Am 17. April müssen die Motor-Boxer zum letzten Kampf der Saison in Berlin antreten. „Der dritte Tabellenplatz ist uns jedoch schon sicher, und damit haben wir unser Ziel klar erreicht“, sagte Mantau, der mit seinem Team allein den Klassenerhalt in der Oberliga A sichern wollte. „Nicht allein dieser letzte Heimkampf war eine gute Werbung für den Boxsport in Potsdam.“

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

01.04.2004

Mister Zuverlässig

Anatolij Hoppe steht in Babelsberg für Kontinuität

JAN BRUNZLOW

 

Auf Anatolij Hoppe konnten sich die Babelsberger Boxer in dieser Saison verlassen. Fünf Mal trat der Hamburger in den Ring, fünf Mal gewann er. Zuletzt sogar durch einen Knockout in Runde zwei. Und dennoch ist seine Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm mit einer Niederlage in der aktuellen Oberliga A behaftet.

Als Hoppe am 24. Januar nicht gegen das Boxteam Mecklenburg antreten konnte, ging der Punkt an die Gastgeber, der Kampfabend mit 14:10 ebenso. Nun steht die Revanche an: am Samstag ab 18 Uhr heißt es im Toyota-Autohaus Großbeerenstraße Motor gegen Mecklenburg – und diesmal steht Hoppe im Ring. „Ich kenne meinen Gegner noch nicht“, erklärt der derzeit arbeitssuchende Boxer aus der Hansestadt. Daher werde er Trainer und Manager Ralph Mantau anrufen und sich in einem Gespräch auf den Gegner einstellen. Im Hinkampf hieß dieser Lukas Schulz. Einer, den Hoppe schlagen kann, so Mantau. Denn er plant bei seinen Zahlenspielen vor dem Kampfabend, in denen er rechnet, wer gewinnen und verlieren könnte, stets den Sieg des seit drei Jahren für Motor boxenden Halbschwergewichtlers ein. Und auch Hoppe, der von Babelsberg ein langfristiges Angebot erhielt, darüber nach eigenen Aussagen aber noch nicht entschieden hat, sieht seine Zukunft in der Bundesliga. „Von mir aus ja, aber die Mannschaft ist noch nicht so weit“, sagt der fünffache Hamburger Meister und Dritte der Deutschen Meisterschaften. Derzeit kämpft er mit Motor in der 2. Liga, der Oberliga A. Vom Aufstieg spricht man beim Tabellendritten in dieser Saison nicht.

Als Hoppe zuletzt die Bronzemedaille bei den nationalen Titelkämpfen holte, war Mantau froh, ihn unter Vertrag zu haben. Ein Dutzend Angebote flatterten dem stemmigen jungen Mann ins Haus, zu Verhandlungen kam es aber nie. Am Samstag nun schaut gar Hagen Doering von Profi-Promoter Wilfried Sauerland bei Hoppes Kampf in Babelsberg vorbei – Zusammenhänge soll es dabei aber nicht geben.

„Babelsberg ist gut“, sagt Hoppe, der gerne nach Potsdam ziehen würde, aber familiär in der Hansestadt gebunden ist. Er gehört zu den Leistungsträgern im Team, das haben auch die Fans im Babelsberger Boxodrom bisher honoriert. Und er sieht sich mit 26 Jahren noch nicht am Ende seiner Leistungsstärke - Deutscher Meister würde er gerne werden. Und am Samstag gegen den Tabellenzweiten Mecklenburg gewinnen.

 

 

Märkische Allgemeine

26.02.2004

Problem im Schwergewicht zu lösen

BOXEN / DIE STAFFEL VON MOTOR BABELSBERG WILL SICH GEGEN MÜLHEIM AUF PLATZ DREI KÄMPFEN

AXEL EIFERT

 

Deutschlands beste Amateurboxer kämpfen derzeit in Pula/Kroatien bei den Europameisterschaften um die Olympiatickets nach Athen. Aus Brandenburger Sicht verläuft die EM alles andere als verheißungsvoll, denn mit Enrico Wagner (Cottbus) und Sebastian Köber (Frankfurt/Oder) sind die Teilnehmer aus den hiesigen Boxhochburgen vorzeitig ausgeschieden. Die besten Amateure dümpeln damit weiter nur vor sich hin, denn wegen der Olympiavorbereitungen dürfen sie laut Verbandsbeschluss nicht ins Ligageschehen der Faustkämpfer eingreifen, was den Bekanntheitsgrad unter heimischen Fans nicht gerade erhöht.

Babelsberger blicken interessiert auf die EM

Babelsbergs Boxer in der Oberliga A waren in der laufenden Saison davon noch nicht direkt betroffen, denn sie haben keinen Nationalmannschaftskader in ihren Reihen. Aus Interesse geht ihr Blick natürlich auch immer wieder zur EM, aber das Hauptaugenmerk liegt auf dem Heimkampf am Sonnabend (18 Uhr im Toyota-Autocenter Großbeeren-/Ecke Neuendorfer Straße) gegen den Mülheimer BC.

"Zuletzt gegen Hertha BSC II haben wir den ersten Saisonsieg eingefahren. Gegen Mülheim soll nun die erste erfolgreiche Revanche folgen. Dann wären wir in der Tabelle Dritter, das ist unser Ziel", blickte Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau voraus. Im Hinkampf in Mülheim waren die Babelsberger zum Saisonauftakt etwas unter Wert mit 10:14 bezwungen worden.

"Der Stamm steht. Wir haben sechs Leute, die definitiv gegen Mülheim in den Ring steigen werden", sagte Mantau gestern nach einer Trainingseinheit. Dass dies die Siegboxer vom Kampf gegen Hertha BSC sein werden, ist sicher kein Geheimnis. In Bantamgewicht wird also wieder Thomas Märkisch boxen, da Marcel Schneider am Wochenende beim Junioren-Länderkampf in England dabei sein wird. Mantau: "Das ist aber kein Problem. Thomas Märkisch hat zuletzt deutlich ansteigende Form bewiesen."

Zwei andere Gewichtsklassen haben sich in den vergangenen Tagen als Problem der Babelsberger herausgeschält. Das eine im Weltergewicht, oder besser dem neuen Limit bis 69 kg, ist seit gestern gelöst. "Matthias Kaiser hat zuletzt gut trainiert. Ihm fehlt nur noch ein Kilo an 69, das ist bis Sonnabend locker zu schaffen", berichtete Mantau, dem allerdings das Schwergewicht Kopfzerbrechen bereitet.

Pole Towarnicki fällt mit Daumenbruch aus

Denn der polnische Gastboxer Michal Towarnicki brach sich beim Auswärtskampf in Dorf Mecklenburg den Daumen und fällt wohl für den Rest der Saison aus. Und Rene Fiebig, über viele Jahre Leistungsträger der Babelsberger in der obersten Klasse, verlor gegen die Berliner nach mehreren Niederschlägen vorzeitig. "Rene hat den Kampf aus der Kalten gemacht und sich praktisch von mir dazu überreden lassen. Vor der Saison hatte er ja angekündigt, aus Alters- und Berufsgründen nur noch bedingt zur Verfügung zu stehen. Wir wollen ihm das nicht noch einmal antun, zumal er einen solchen Abschied vom Potsdamer Publikum auf Grund seiner Verdienste nicht verdient hat", sagte Mantau.

Ein neuer Mann fürs Schwergewicht war bisher nicht aufzutreiben. "Ich habe alle Leute, die ich kenne im In- und auch Ausland angerufen, aber bisher war nichts zu machen. In Dänemark hätten sie einen gehabt, aber der ist zur EM in Pula und konnte dort wegen einer Bindehautentzündung nicht boxen", so Mantau.

Ein anderer Schwergewichtler sitzt derweil zu Hause in Frankfurt (Oder) und darf nicht: Stefan Köber, jüngerer Bruder von Sebastian Köber und aktueller deutscher Meister. "Ich habe mit seinem Trainer Karl-Heinz Krüger telefoniert. Von ihnen aus würden sie boxen. Aber es führt kein Weg in die Liga rein, weil Stefan zum deutschen Olympiakader gehört. Bundestrainer Helmut Ranze macht da keine Ausnahme", erläutert Mantau. Nun wird ernsthaft über ein Comeback des Cottbusers Alexander Herzog nachgedacht, der vor zwei Jahren letztmals für Motor boxte. Mantau: "Ich werde das Problem lösen, ich weiß nur noch nicht wie. Auf alle Fälle müssen wir bis zum Schwergewicht den Sieg gegen Mülheim in Sack und Tüten haben."

 

 

Potsdamer Neueste Nachrichten

26.02.2004

Warten auf Revanche

Motor-Boxer empfangen am Sonnabend Mülheim

HENNER MALLWITZ

 

„Jetzt rollen wir das Feld von hinten auf“, ließ ein überaus gut gelaunter Ralph Mantau vor zwei Wochen im Toyota-Autohaus verlauten. Die Freude des Managers der Boxer vom SV Motor Babelsberg war berechtigt, denn kurz zuvor hatten seine Jungs die Berliner Herthaner aus dem Ring gefegt. Den in heimischen Gefilden begonnenen Siegeszug will der Chef beibehalten. Sein Team sei nach dem Erfolg über die Berliner Konkurrenz motivierter denn je, und trotzdem stünden die Erfolgschancen auch gegen den Boxring Ringfrei Mülheim am Sonnabend ab 18 Uhr vor dem Kampf wie immer bei 50:50, meint er.

Doch Mantau kann den Gegner einschätzen – nicht zuletzt aus dem Hinkampf kennt er die Mannschaft. „In Mülheim haben wir unglücklich verloren, weil zwei unserer Punktegaranten versagten“, erinnert sich der Unternehmer nur ungern an das 13:11 vom 29. November vergangenen Jahres. Damals hatte Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz „reichlich enttäuscht“; er verlor seinen Kampf gegen Ruslan Sagimbajew ebenso wie Andreas Hergett (Bantam) gegen Salih Yilderim.

Statt Hergett wird diesmal Matthias Kaiser wieder in den Ring steigen: „Alle Hoffnungen“, so der Manager, „liegen auf ihm.“ Dass Rosomkiewicz seine Leistung aus dem Hinkampf nur noch steigern kann, stellte er bereits gegen Hertha unter Beweis.

Neben ihm und Kaiser werden auch Thomas Märkisch, David Sprenger und Anatolij Hoppe gegen die Mülheimer antreten. Gerade Hoppe dürfte dabei wieder in die Rolle des Punktegaranten schlüpfen, wuchs er doch in den vergangenen beiden Jahren bei Motor über sich hinaus. Die zeitaufwendige Fahrt von seiner Heimatstadt Hamburg nach Potsdam nimmt er gern auf sich: „Im Motor-Team fühle ich mich sehr wohl“, bekennt der sympathische Halbschwergewichtler.

Es könnte also alles locker angegangen werden, wenn da neben der Frage nach der Besetzung des Federgewichtes – wahrscheinlich wird Konstantin Klatt boxen – nicht die weitaus kompliziertere nach einem geeigneten Mann fürs Schwergewicht stünde. Denn die Verpflichtung von Michal Torwanicki erwies sich im Nachhinein kaum als gewinnbringend. Mit einem gebrochenen Daumen wird er auch diesmal nicht boxen können, und René Fiebig soll nach seinem K.o.-Gang gegen Hertha nicht noch einmal verheizt werden.

Die Überzeugungsgabe des Managers ist bekannt, und so wundert's auch kaum, dass sich nach einem langen Telefonat Alexander Herzog gestern nach zweijähriger Pause entschloss, nun das Training wieder aufzunehmen. Am Sonnabend boxt er zwar noch nicht: „Bald aber ist er unser Mann fürs Schwere.“ Wenn die Motor-Boxer Mülheim schlagen, haben sie den dritten Platz und somit das Saisonziel erreicht. Mit einem neuen Schwergewichtler, so Mantau, sollte aber auch Platz zwei noch möglich sein.

Karten für das Boxspektakel im Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße gibt es unter anderem an den Tankstellen Elf (Großbeerenstraße), BP und Aral (Gerlachstraße) sowie im Toyota-Autohaus.

 

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung

16.02.2004

Den Bock umgestoßen

BOXEN / 14:10 GEGEN HERTHA BSC II: ERSTER SAISONSIEG FÜR DIE MOTOR-STAFFEL

AXEL EIFERT

 

Ralph Mantau fühlte sich am Samstagabend nach dem letzten Gong bestätigt. "Ich habe doch immer gesagt, dass wir in der Oberliga A, die ja eigentlich die 2. Bundesliga ist, mithalten können", äußerte der Manager und Trainer der Boxer von Motor Babelsberg nach dem recht überzeugenden 14:10-Heimerfolg über die Staffel vom Boxring Hertha BSC Berlin II. Mit diesem ersten Saisonsieg im vierten Auftreten verließen die Potsdamer Faustkämpfer auch den letzten Tabellenplatz und rückten auf Rang vier vor.

"Das wird Auftrieb geben", äußerte Mantau mit Blick auf den nächsten Heimkampf, der schon am 28. Februar gegen den Mülheimer BC folgt. Denn dabei rechnen sich die Babelsberger gute Chancen auf den nächsten Erfolg aus, mit dem sie weiteren Boden gutmachen würden. Mantau: "Mit Ausnahme des KSV Demmin, der die mit Abstand stärkste Mannschaft der Liga ist, können wir alle anderen Gegner schlagen."

Fast durchweg erkannte Babelsbergs Boxchef, dass "unsere Jungs hochklassige Fights abgeliefert haben". Das ging schon gleich im ersten Kampf im Bantamgewicht los, wo der frühere deutsche Fliegengewichtsmeister Thomas Märkisch zeigte, dass er sich wieder auf dem aufsteigenden Ast befindet. Im brandenburgischen Duell mit dem für Berlin boxenden Ludwigsfelder Andras Papp setzte sich der 22-jährige Schützling von Trainer Peter Kuss souverän nach Punkten durch. Papp, selbst ehemaliger deutscher Meister im Halbfliegengewicht, sollte in dieser Saison eigentlich für Babelsberg boxen. Doch Hertha und Motor einigten sich vor kurzem über einen Tausch. Die Berliner suchten einen Mann fürs Bantamgewicht und bekamen ihn von den Babelsbergern. Im Gegenzug kam Serdar Kahraman von den Hauptstädtern nach Potsdam, weil hier noch einen Kämpfer für das Limit bis 64 kg gesucht wurde. Und dieser Kahraman wuchs am Sonnabend über sich hinaus, auch wenn bei seinem Punktsieg über den favorisierten Ilja Sperling der Heimbonus eine gewisse Rolle spielte.

So stand in der Pause der Motor-Erfolg praktisch schon fest, weil auch Jakov Terskisch (Feder) gegen Michael Feldner und David Sprenger (Leicht) gegen Thomas Gebhardt Sieg