Potsdamer Neueste Nachrichten
15.03.2010
"Völlig sprachlos"
Motor-Boxer kassierten Niederlage in Velbert
Am Ende
stand für Ralph Mantau nur noch die eine Frage: „Warum machen wir das
überhaupt noch?“, meinte der sichtlich deprimierte Trainer und Manager
der Bundesligaboxer des SV Motor Babelsberg. Nicht, dass es Kritik an
der 9:15-Niederlage seiner Schützlinge beim favorisierten Velberter BC
gab. Die Motor-Mannen waren personell geschwächt nach
Nordrhein-Westfalen gereist und hatten eine Niederlage eingeplant.
Allein über die Höhe herrschte Ungemach: „Das können nur die
Kampfrichter erklären“, so der sichtlich erboste Mantau.
Mit Abstand größter Stein des Anstoßes war das Urteil im Schwergewicht.
Die Niederlage des mehrfachen litauischen Meisters Vitalius Subacius
sorgte im gesamten Babelsberger Team für Wut und Unverständnis. Nicht
nur nach Mantaus Ansicht hatte sein schwergewichtiger Punktegarant den
Fight gegen Erkan Teper klar im Griff. Umso vernichtender das Urteil:
Mit 14:1 werteten die Kampfrichter zugunsten des Gastgebers. „Das wäre
so, als wenn Vitalius überhaupt nichts gemacht hätte“, beklagte Mantau.
„Er hat jetzt vier Kämpfe hintereinander ungerecht verloren. Will man
ihm die Lust am Boxen nehmen?“
Subacius machte sich gestern auf den Weg in seine Heimat. Etwas müde,
denn schlafen konnte Babelsbergs Schwergewicht nicht. „Ich bin noch
immer völlig sprachlos und kann das Ganze nicht fassen“, sagte Subacius,
der in zwei Wochen gegen das dänische Boxteam dennoch wieder im Ring
stehen will. Das hofft vor allem auch Mantau. „Ich möchte nicht daran
denken, wenn wir ihn wegen solcher Dinge verlieren würden.“
Neben dem Litauer hatte der Trainer zwei weitere Siege eingeplant. Aber
auch Eugen Burhards Leichtgewichtskampf wurde nach Punkten für Artur
Schmidt gewertet. Einzig Weltergewichtler Rinat Karimov brachte einen
Sieg nach Hause: Der 25-Jährige machte seiner Wut über die vier
vorangegangenen verlorenen Kämpfe schon nach 15 Sekunden Luft und
verpasste Artjom Merjasov einen krachenden Aufwärtshaken. Nach einem
Nachsetzer war dann Schluss – an dem K.O. konnten auch die Kampfrichter
nichts bemängeln. Ebenso wenig wie an dem Knockout, den Babelsbergs
Mittelgewichtler Satula Abdulai gegen Konstantin Buga einstecken musste.
Seine Niederlage hat ernsthafte Folgen, da sie eine vierwöchige Sperre
nach sich zieht.
„Wir fühlen uns betrogen, und das zum wiederholten Mal“, so Mantau, der
nun alle Mühe haben wird, sein Team vor dem Kampf gegen die Dänen
entsprechend motiviert in den Ring zu schicken.
Zu den Bildern des Wettkampftages
Märkische Allgemeine Zeitung
02.03.2010
Motor will Termin verlegen lassen
BOXEN/ Zwei
Heimkämpfe
von DETLEF BRAUNE
Die Boxer von
Motor Babelsberg treten in der Endrunde der Internationalen Bundesliga
zweimal zu Hause und zweimal auswärts an. Für den 13. März ist der
Heimkampf gegen den Velberter BC vorgesehen. Beim amtierenden Meister
wird sich Motor am 10. April vorstellen. Beim dänischen Team Nord müssen
die Babelsberger am 27. März ran. Geboxt wird in der Nähe von Gedser.
Beim Rückkampf wird Motor am 24. April Gastgeber sein.
Für den
Heimkampf gegen Velbert will Motor-Manager Ralph Mantau allerdings eine
Terminverlegung beantragen. „An diesem Wochenende müssen wir unsere
Athleten Marcel Schneider, Chladek Zdenek und Vitalius Subatius für ein
internationales Turnier in Usti nad Labem abstellen. Ohne sie wären wir
entscheidend geschwächt.“
Im Fall der beim Verband eingereichten Klage von Hertha BSC gegen Mantau
wegen Tätlichkeit und Beleidigung gegenüber einem Berliner Kampfrichter
(MAZ berichtete), bleibt Motors Manager gelassen: „Ich kenne die
Vorwürfe noch nicht; ich bin mir keines Vergehens bewusst.“ Mantau dreht
den Spieß um: „Die Berliner wollten in der Vergangenheit immer wieder
mit unfairen Mitteln gegen uns gewinnen. Zwei, drei Leute im Berliner
Verband begegnen uns mit Neid und Missgunst.“
Märkische Allgemeine Zeitung
01.03.2010
11:13-Niederlage bei Hertha BSC in der
Internationalen Bundesliga /
Klage gegen Manager
Mantau
BOXEN/ Motor
Babelsberg vergibt die Titelchance
von DETLEF BRAUNE
Der Traum vom Meistertitel
ist für die Boxer von Motor Babelsberg so gut wie dahin. Die Staffel
unterlag am Sonnabend vor 500 Zuschauern in der Spandauer
Bruno-Gehrke-Halle in der Internationalen Bundesliga gegen Hertha BSC
mit 11:13. Damit überholte der Gastgeber im letzten Kampf der Gruppe Ost
in der Tabelle die Babelsberger und nimmt 3:1 Punkten in die Endrunde
mit, Motor 1:3 Zähler. Die Gegner aus der Westgruppe sind nun
Titelträger Velberter BC (4:0 Punkte) und das dänische Team Nord (0:4).
„Wir konnten die Ausfälle
nicht kompensieren“, meinte der geknickte Motor-Manager Ralph Mantau.
Dass im Gegensatz zum ersten Duell (12:12) fast alles korrekt zuging,
tröstete ihn nicht.
Die Gäste mussten die halbe
Staffel ersetzen und verloren erneut die drei Gefechte in den oberen
Gewichtsklassen. Besonders schmerzte das Fehlen von Schwergewicht
Vitalius Subatius. Der Litauer sicherte sich zur gleichen Zeit zum 14.
Mal den nationalen Meistertitel.
Rasant war die Vorstellung
des Tschechen Chladek Zdenek im Motor-Dress. Der 19-Jährige ließ sich
gegen Hagen Wernicke von zwei Ermahnungen zu Beginn wegen
Innenhandschlagens nicht irritieren. Dann brachte der Blondschopf
überfallartig die Schläge an den Mann. Nach schweren Treffern in der
dritten Runde warf die Gegenpartei das Handtuch. Für Motor gewannen nur
noch Achim Möllenbeck (54 kg) und Rinat Karimov (69 kg). Im besten Kampf
des Abends (75 kg) verlangte Vizemeister Jacob Deines (Motor) dem
Meister Stefan Härtel alles ab. Beide kamen in dem technisch
anspruchsvollen Duell fast ohne Trennkommando aus, Härtel gewann mit
20:7-Treffern. Niederlagen auf Gäste-Seite bezogen auch Athde Gashi,
André Kurz, Terence Vorrath und Subatius-Ersatz Vukato Mirkovic. Mantau
musste mit Mirkovic auf einen Kickboxer aus Hannover zurückgreifen. Im
Kampf Not gegen Elend verlor er gegen Modo Sallah (7:12).
Die Duelle Motor gegen
Hertha sind vorbei, der Kleinkrieg geht aber weiter. Seltsam, dass vom
Kampfgericht (vier Niedersachsen, ein Berliner, ein Brandenburger)
mehrmals nur Eberhard Weber (Brandenburg/Havel) Motor-Boxer als Sieger
sah.
Die erste
Begegnung zwischen Babelsberg und Hertha hat noch ein Nachspiel. „Wir
haben beim Verband Klage gegen Mantau wegen Tätlichkeit und Beleidigung
gegenüber einem Berliner Kampfrichter erhoben“, so Hertha-Coach Adolf
Angrick.
Zu den Bildern des Wettkampftages
Potsdamer Neueste Nachrichten
25.02.2010
Babelsberger Boxer am Samstag
bei Hertha BSC
Remis in Berlin würde Motor reichen
M.M.
Showdown in Berlin-Spandau: In der dortigen Bruno-Gehrke-Halle
entscheidet sich am Samstag, ob Motor Babelsberg oder Hertha BSC in der
Box-Bundesliga Sieger der Staffel Ost wird und damit im letzten,
entscheidenden Kampf der Saison Heimvorteil gegen den Velberter BC
genießt. „Das ist unser erklärtes Ziel“, sagt Babelsbergs Trainer und
Manager Ralph Mantau, der mit seinen Faustkämpfern übermorgen ab 19 Uhr
in der Neuendorfer Straße 67-69 der Hauptstadt den Gastgebern ein Remis
abtrotzen muss, um dieses Vorhaben zu verwirklichen. In der Tabelle
führt Motor derzeit mit 4:2 Punkten vor Hertha (3:3) und dem BSC Poznan
(3:5).
Im Hinkampf vor knapp zwei Wochen in Babelsberg hatte es ein 12:12
gegeben, bei dem sich Motor durch einige Kampfrichterurteile
verschaukelt vorkam. Vor allem Kampfrichter Jörg Mielke aus Cottbus –
2006 auf dem Brandenburger Verbandstag als Kampfrichterobmann abgewählt
und daraufhin zum Berliner Verband gewechselt – erregte den Unmut der
Gastgeber. Mantau beantragte, Mielke für den Rückkampf auszuschließen –
und fand beim Deutschen Amateurbox-Verband Gehör. „Wir werden jetzt bei
Hertha ein neutrales Kampfgericht aus Niedersachsen haben. Das ist erst
einmal positiv zu sehen“, erklärt Babelsbergs Box-Chef.
Nun muss seine Staffel noch erfolgreich im Ring sein. „Das wird nicht
einfach“, meint Mantau, „denn wir können diesmal unser Bantamgewicht
nicht besetzen. Marcel Schneider weilt derzeit mit der
Nationalmannschaft in einem Trainingslager, und kein weiterer
54-Kilo-Boxer, der die Liga-Lizenz erhalten könnte, ist derzeit noch
verfügbar.“ Ansonsten trete sein Verein mit dem gleichen Aufgebot wie im
Hinkampf an. Marcel Schneider, Eugen Burhard (60 kg), Chladek Zdenek (64
kg) und Rinat Karimov (69 kg) hatten dabei für Babelsberg gewonnen.
In der Endrunde werden zunächst der Sieger der Ost- gegen den Zweiten
der West-Staffel, das Box-Team Nord, und der Ost-Zweite gegen den
West-Zweiten – den Velberter BC – antreten, ehe die beiden Zweiten und
beiden Ersten aufeinandertreffen.
Märkische Allgemeine Zeitung
15.02.2010
Motor Babelsberg wird beim 12:12 gegen
Hertha BSC
von den Punktrichtern
um den Sieg gebracht
BOXEN/
Gellendes Pfeifkonzert im Autohaus
von DETLEF BRAUNE
Mit einem
gellenden Pfeifkonzert quittierten 600 Zuschauer am Sonnabend im
Toyota-Autohaus den 12:12-Ausgang des Kampfes in der Internationalen
Bundesliga zwischen Motor Babelsberg und Hertha BSC. Nach dem
abschließenden Schwergewichts-Duell von Vitalijus Subacius (Motor) und
dem zweifachen deutschen Meister Erik Pfeiffer stürmte Babelsbergs
Manager Ralph Mantau durch die Halle und fauchte den Delegierten des
Verbandes Gerd Wille aus Perleberg an: „Das ist ein Skandal. Ich habe
noch nie erlebt, dass wir in zwei Kämpfen so betrogen worden sind. Wir
ziehen unsere Staffel zurück!“
In einem
schwachen Duell hatte sich Pfeiffer ständig weggeduckt. Subacius nahm in
Runde drei das Herz in beide Hände und deckte den Hertha-Mann mit
Schlägen ein. Doch die drei Berliner Punktrichter „sympathisierten“ mit
30:9, 14:6 und 22:7 Treffern für Pfeiffer, die beiden Brandenburger
Wertungsrichter, unter ihnen Wille, mit 31:11 und 32:2 für Subacius.
Eine Farce. Heraus kamen 7:6 Punkte für den Herthaner – Zähler ergeben
sich nur, wenn drei Punktrichter gleichzeitig die Punktmaschine drücken.
Ex-Bundestrainer Karl-Heinz Krüger aus Frankfurt (Oder) schüttelte den
Kopf: „Das Urteil ist eine Katastrophe. So wird das Boxen kaputt
gemacht“, sagte der 56-Jährige. Der ehemalige Berufssoldat ist seit
einem Jahr Pensionär.
Von Pfiffen
begleitet war auch das Urteil im Mittelgewicht, in dem der geschmeidige
Motor-Fighter Sadula Abdulai eine boxerische Demonstration gegen den
nationalen Meister Stefan Härtel bot. Während des Kampfes sprang Mantau
auf und schrie, nachdem der gebürtige Mazedonier Abdulai immer wieder
mit den Fäusten durchgekommen war: „Warum drückt der denn nicht?“
Gemeint war der neben ihm sitzende Berliner Punktrichter Jörg Mielke.
Härtel wurde der Sieg gegen den 19-jährigen Abdulai vom
Bundesleistungsstützpunkt Frankfurt (Oder) zuerkannt, der als
talentiertester Fighter hier zu Lande in seiner Klasse gilt.
Es war der
Anfang vom Ende der Motor-Herrlichkeit an diesem Abend. 9:6 hatten die
Babelsberger geführt. Dann wurden dreimal die Urteile gegen Abdulai, den
klar unterlegenen Emir Ahmatovic im Halbschwergewicht sowie Subacius
gefällt. Fast vergessen war der Beifall zuvor, den vor allem Chladek
Zdenek eingeheimst hatte. Der schlaggewaltige Tscheche wurde in seinem
zweiten Kampf im Motor-Dress beim Sieg gegen David Herborn (Halbwelter)
sofort zum neuen Publikumsliebling erkoren. Siege für Motor schafften
auch Marcel Schneider (Bantam), Eugen Burhard (Leicht) und Rinat Karimov
(Welter). Zu den Verlierern der Gastgeber gehörte Athde Gashi (Feder).
Nach Babelsberg qualifizierte sich nach dem 12:12 auch Hertha für die
Endrunde. Motor führt in der Ost-Gruppe mit 4:2 Punkten vor Hertha (3:3)
und Poznan (3:5).
Eine Stunde nach dem Kampfabend schaltete Mantau in der Erregung eine
Stufe runter: „Wir treten zum Rückkampf gegen Hertha am 27. Februar doch
an“, verkündete er. Sarkastisch fügte er hinzu: „Wir werden nach jeder
ersten Runde das Handtuch werfen.“
Zu den Bildern des Abends
MB Intern
11.02.2010
Unentschieden
gegen Poznan
Den Boxern von Motor Babelsberg gelang in
Poznan ein 12:12 Unentschieden. Sieger des Abends waren Marcel Schneider
(-54 Kg), Eugen Burhard (60 Kg), Rinat Karimov (69 Kg) und Ehmir Ahmatovic
(-81 Kg).
Somit konnte die Tabellenspitze verteidigt
werden, und am Samstag kann nun gegen Hertha BSC den Einzug in die
nächste Runde perfekt gemacht werden.
Märkische Allgemeine Zeitung
09.02.2010
Babelsberg Donnerstag in Poznan, Samstag gegen Hertha
BOXEN/ Motor
im Dauerstress
von DETLEF BRAUNE
Eine
unfreiwillige Pause von neun Wochen mussten die Boxer von Motor
Babelsberg in der 1. Bundesliga einlegen – nun geht es Schlag auf
Schlag. Am Donnerstag tritt die Staffel beim Boxsportclub Poznan an,
zwei Tage darauf sind die Babelsberger Gastgeber für Hertha BSC
(Toyota-Autohaus, 18 Uhr).
Die
Havelstädter unternehmen bereits den zweiten Anlauf bei der Reise ins
Nachbarland. Der Wintereinbruch hatte den ersten Versuch am 9. Januar
gestoppt. 112 Kilometer vor dem Ziel ging nichts mehr. Der Reisebus
musste umkehren und landete nach einer 14-stündigen Odyssee wieder in
Potsdam. 1500 Fans in der Sportawa Arena von Poznan guckten in die
Röhre.
Mehr Glück
hatten die Kämpfer von Hertha BSC, die am 30. Januar auf geräumter Route
durchkamen. Jedoch unterlagen die Berliner in Poznan mit 11:12, nachdem
sie zu Hause noch 13:11 gewonnen hatten. So ist Motor mit einem Sieg
(13:10 Anfang Dezember gegen Poznan) mit 2:0 Punkten Erster der
Ost-Gruppe vor Hertha (2:2) und den Polen (2:4).
Mit zwei
Kleinbussen, die am Donnerstag um 9 Uhr starten, wollen die Motor-Boxer
diesmal auf der sicheren Seite sein. Dennoch traut Motor-Manager Ralph
Mantau dem Wettergott nicht. „Es sind schon wieder Schneefälle
angesagt.“ Mit der Truppe reisen gleich drei Kampfrichter – zwei weitere
stellt am Boxabend der Gastgeber.
Die
Babelsberger bieten eine Staffel auf, die noch nie so hochkarätig war.
Drei Neue geben erstmals ihre Visitenkarte im Motor-Dress ab: die beiden
Kosovo-Albaner Atdhe Gashi (Federgewicht) und Ehmir Ahmatovic
(Halbschwer) sowie der Tscheche Zdenek Chladek (Halbwelter).
Außerdem treten mit Marcel Schneider (Bantam), Rinat Karimov (Welter),
Sadula Abdulai (Mittel) und Vitalius Subacius (Schwer) Siegboxer aus dem
ersten Vergleich mit Poznan an. Das Vertrauen erhält auch wieder
Leichtgewichtler Eugen Burhard, der im ersten Kampf dem polnischen
Meister Michal Chudecki nur knapp unterlegen war. „Eugen brennt auf eine
Revanche“, sagte Mantau.
Der Manager
und Trainer ließ seine Verbindungen spielen, um die Motor-Staffel noch
einmal „aufzupeppen“. Chladek, zu Hause in Usti, wurde 2009 in Mailand
Fünfter der WM. Gashi aus Regensburg kommt nach einem Tipp von
Ex-Motor-Boxer Sergej Haan. Der 1,90 Meter große Ahmatovic aus Wetzlar
wurde von Mantau für das Halbschwergewicht „zurechtgeschnitzt“. „Nimm
fünf Kilo ab“, riet er dem ehemals Schweren. Der ursprünglich
vorgesehene Robert Woge wechselt zu den Profis.
Bilder vom
Hinkampf
Märkische Allgemeine Zeitung
12.01.2010
Rückblick auf eine unvollendete Busfahrt der
Motor-Riege ins Schneechaos nach Polen
BOXEN/ "Daisy" sorgt für K.o.
von
DETLEV SCHEERBARTH
Pünktlich um neun am Samstag
war der Reisebus mit den Bundesliga-Boxern von Motor Babelsberg aus
Litauen, Dortmund und Osnabrück, den Trainern, Ringrichtern und einige
Fans zum Bundesliga-Auswärtskampf gen Poznan gestartet. Nach einer
dreiviertel Stunde auf der Autobahn ein „Geistesblitz“ des Managers
Ralph Mantau: „Wir haben zwei Boxer vergessen!“ Die Jungs aus München
hatten in ihrer Pension verschlafen und vor der Abfahrt war nicht
durchgezählt worden.
Raus auf den nächsten Rastplatz, hektisches Telefonieren, warten, bis
die beiden Sportler mit einem Pkw „nachgeliefert“ wurden. In Frankfurt (Oder)
stiegen drei weitere Boxer zu, jetzt waren die acht Gewichtsklassen
komplett.
Kurz hinter der polnischen
Grenze wird die vierspurige Autobahn zur zweispurigen Landstraße, links
und rechts verschneite Gräben. Immerhin eine Europastraße und
Hauptverbindung in den Westen. Der Potsdamer Bus war brav eingereiht in
eine endlose Lkw-Schlange.
Nach dreißig Kilometern, es war inzwischen 13 Uhr, ging überhaupt nichts
mehr. Das Sturmtief „Daisy“ hatte ganze Arbeit geleistet. Der für 15 Uhr
angesetzte Wiegetermin verstrich, wieder wurde intensiv telefoniert. Der
Manager der polnischen Mannschaft lebt bei Würzburg und war um 4 Uhr
früh losgefahren. Jetzt stand er einige Kilometer voraus im gleichen
Stau. Irgendwann eine positive Nachricht für die Boxer, das
Gewichtslimit würde für die Gäste um ein Kilo nach oben verschoben. Es
durfte also gegessen werden. Da leuchteten die Augen der schmalen Jungs
in der 54- und 57-Kilo-Klasse.
Die Stimmung war aber sowieso entspannt. Der Bus war warm, die Handy-Akkus
geladen und die Spiele funktionierten. Und wer Sauerstoff tanken wollte,
konnte sich auf der Landstraße die Beine vertreten. Um 17 Uhr sollten
die Kämpfe beginnen. Der Bus stand wie festgefroren. Und in Poznan
warteten angeblich 1500 Zuschauer in der ausverkauften Halle.
Diskussionen über die Statuten. „Höhere Gewalt“ ist darin nicht
vorgesehen, die nicht erschienene Mannschaft verliert 0:16. Andererseits
saß der polnische Manager mit einem seiner Boxer im Pkw ebenso fest.
Eine Verschiebung auf 20 Uhr wurde erwogen. Immerhin lag Poznan noch 120
Kilometer entfernt. Im Stillstand wären diese allerdings auch nicht in
drei Stunden zu bewältigen. Auch eine Hotelübernachtung und Verlegung
auf den Sonntag Vormittag erschien nicht wirklich realistisch.
Man einigte sich schließlich und um 18 Uhr die Entscheidung: „Wir kehren
um.“ Die Gegenfahrbahn war frei. Der Bus setzte 300 Meter zurück und
wendete an einer Tankstelle. Ein 90-minütiger Stau am Berliner Ring
wurde gelassen hingenommen. Um 22 Uhr konnte auch der MAZ-Reporter sein
Auto auf dem Parkplatz in Potsdam freigraben.
 |
 |
|
Vidas Bruzas, Vitalijus Subacius und
Kampfrichter Lutz Naumann |
Eugen Burhard mit Coach Michael Stachewicz |
 |
 |
| |
Ralph Mantau beim Studieren des Ligastatus |
 |
 |
|
Robert Woge und Marcel Schneider |
|
Märkische Allgemeine Zeitung
07.12.2009
Marcel Schneider imponiert gegen
Poznan und verhilft
Motor Babelsberg zum 13:10-Erfolg
BOXEN/ "Meine Zeit kommt noch"
POTSDAM -
Mit der linken Geraden fintierte er, ehe die Rechte immer wieder beim
Gegner einschlug. Als Zugabe wartete Marcel Schneider mit Uppercuts auf,
die Samstagabend ein Raunen unter den 500 Zuschauern im Potsdamer
Autohaus Toyota auslösten. Am Ende siegte der für Motor Babelsberg
startende Bantamgewichtler haushoch mit 20:2 Punkten gegen Krzystof
Rogowski und verhalf seiner Staffel beim Auftakt der internationalen
Bundesliga zum 13:10-Sieg gegen Poznan.
Als Wundertüte waren die
Gäste angekündigt. Aus ihr sprangen immerhin fünf polnische Meister.
Poznan sammelte die Kämpfer ebenso ein wie der Gastgeber, in dessen
Reihen mit Constantin Klatt ein Lokalmatador stand. Schneiders Gegner
Rogowski belegt im Ranking der europäischen Amateure Rang neun. „Der
ging bei Turnieren schon ab wie eine Rakete“, wusste der 23-jährige
Schneider, „ich hatte Respekt.“ Der Plan des Sportsoldaten vom
Olympiastützpunkt Frankfurt (Oder) ging auf: den Gegner kommen und
austoben lassen. Nach den Meidbewegungen kam die schlagstarke Antwort.
Mit seiner Spezialität will der gelernte Gas- und Wasserinstallateur
bald noch mehr frohlocken: „Bei den Aufwärtshaken muss ich die Hüfte
noch mehr reindrehen. Bei größerer Schlagwirkung hebt der Gegner ab.“
Mutige Worte eines bisher
vom deutschen Verband geschnittenen Fighters. Schneider, nationaler
Meister von 2007 und 2009, Vize 2008, wurde auch vor der WM im September
in Mailand ausgebootet, der Velberter Dennis Makarov vorgezogen.
„Unverständlich diese Entscheidung“, so Motor-Trainer Ralph Mantau,
„Marcel bringt alles mit, was einen guten Boxer prägt.“
Die Bilanz gegen Makarov lautet 6:4.
Der aus Bad Saarow stammende
Schneider lässt sich nicht irritieren. „Meine Zeit kommt noch. Ich will
zu Olympia nach London.“ Für Motor ist der blonde Wirbelwind eine Bank.
In sechs Jahren verlor er von 63 Kämpfen für die Babelsberger nur zwei.
Der erste Eindruck des
Kampfabends (Schneider) war der beste, der letzte der bleibende.
Vitalius Subacius bestätigte das Sprichwort. Der litauische
Schwergewichtler gestattete seinem Gegner erneut nicht das Erreichen der
Schlussrunde. Nach einer krachenden Rechten ans Kinn von Marcin Rekowski
taumelte der polnische Meister in der zweiten Runde durch den Ring und
wurde viel zu spät vom Ringrichter, einem polnischen Landsmann, mit RSC
erlöst. Die Zusammensetzung des Kampfgerichts erstaunte: Zwei Deutsche
und drei Polen amtierten. So legte es der deutsche Verband fest. „Ein
Unparteiischer hätte aus einem anderen Land kommen müssen“, meinte
Babelsbergs Macher Ralph Mantau. Doch die Unstimmigkeiten in beiden
Lagern wegen der Urteile hielten sich in Grenzen. Ein Streitfall war nur
die 11:13-Punktniederlage des für Motor startenden deutschen Meisters
Eugen Burhard aus Osnabrück (Leicht). Ähnlich überlegen wie Marcel
Schneider zeigte sich Sadula Abdulai aus Frankfurt (Oder). Der aus
Mazedonien stammende Mittelgewichtler schlug den Einflieger der Polen,
Marcel Wein aus Mainz, mit 27:1 Punkten. Für Motor gewannen außerdem der
Münchner André Kurz (Halbwelter) und der Dortmunder Rinat Karimov (Welter).
Der zweimalige Vizemeister Jacob Deines aus Celle (Halbschwer) kam zum
Remis.
(Von Detlef Braune)
Märkische Allgemeine Zeitung
02.06.2009
Verband will Motor in die 1.Liga zwingen
BOXEN/
Ultimatum an die Babelsberger
HORST SPERFELD
POTSDAM - Die Boxer von Motor
Babelsberg wollen nicht mehr in der 1. Bundesliga antreten. Der Grund:
Im Prinzip gibt es die erste Meisterschaftsklasse gar nicht. Der
Deutsche Boxsport-Verband hat mangels nationaler Interessenten nun
Staffeln aus den Niederlanden, Dänemark und Polen in die geplante Liga
eingegliedert. Gegen diese Mannschaften anzutreten, ist für die durchweg
mit Amateuren besetzten Potsdamer – und wohl auch für Hertha BSC Berlin,
das die Meldefrist verstreichen ließ – zu aufwendig. „Wir mussten in der
vergangenen Saison schon bis in den hohen Norden Dänemarks. Diese
Reiserei war für Sportler, die voll im Arbeitsprozess stehen,
unzumutbar“, begründet Ralph Mantau, der Manager und Trainer der
Babelsberger.
Die Motor-Boxer, die im
Vorjahr in der mit drei deutschen Mannschaften und den Dänen besetzten
ersten Liga Platz drei belegt hatten, setzten sich zusammen und kamen zu
dem Schluss, nach den Strapazen des Vorjahres sich nicht wieder im
Oberhaus zu kämpfen. Das ist diesmal nur mit Velbert, Motor und den drei
Ausländerteams angedacht. Sie meldeten daraufhin in der Vorwoche für die
zweite Liga. Die wäre aus wirtschaftlichen Gründen eher zu bewältigen,
sind dafür doch bisher nur Seelze, Halle (Saale), Nordhausen und
Schwerin vorgesehen.
Ihren Entschluss teilten die
Babelsberger schriftlich dem Verband mit, und der antwortete prompt und
rigoros. Entweder Motor melde fristgerecht bis zum 5. Oktober für die
erste Liga oder überhaupt nicht. „Ein beabsichtiger Start in der 2.
Bundesliga wird durch die Liga-Kommission nicht genehmigt, ebenfalls ein
Start in der 3. Liga (Oberliga)“, heißt es in dem Schreiben an die
Potsdamer. Eine Begründung für dieses Ultimatum lieferte der ohnehin
kriselnde Verband nicht mit.
„Wer hat das Recht, uns
vorzuschreiben, wo wir starten?“, entrüstet sich Ralph Mantau. Ein
Verein müsse doch selbst entscheiden können, was machbar ist. 15 Jahre
zogen die Potsdamer durch alle Ligen, boten den Fans sehenswerte und
spannende Kämpfe. Das soll ihnen nun durch eine Funktionärsentscheidung
zerstört werden. Ein Vorschlag, die für beide Bundesligen vorgesehenen
Mannschaften zusammen in einer Klasse boxen zu lassen, wurde ebenso
abgelehnt.
Die Box-Abteilung von Motor
Babelsberg besteht aus 45 Mitgliedern. Hinter den Vereinen aus Schwedt,
Cottbus und Frankfurt (Oder) sind die Potsdamer der viertgrößte Verein,
der vor allem Talente ausbildet. „Die Bedeutung der Verbandsabsage ist
für unseren Verein noch nicht abschätzbar“, sagt Mantau. Er will
zunächst keine weiteren Schritte unternehmen, hofft vielmehr noch auf
ein Einlenken des Verbandes. Ansonsten dürfte ein weiterer Standort in
Deutschland, an dem den Fans gutklassiger Amateurboxsport geliefert
wird, gestorben sein.
Auf POTSDAM
TV:
http://potsdamtv.net/sport/Ausgeboxt-8866.html
www.boxverband.de
02.06.2009
Boxbundesliga 2009
ALEXANDER MAZUR
Boxring Hertha BSC Berlin I neuer Mannschaftsmeister 2009
Mit den
Begegnungen der 1. Box-Bundesliga zwischen dem Serienmeister Velberter
BC 22 gegen den Neuling SV Motor Babelsberg 16:07 und dem 15:09
Auswärtserfolg von Hertha BSC Berlin in Aarhus beim Boxteam Nord wurde
die diesjährige Boxliga abgeschlossen.
Diese
Spitzenteams aus Berlin und Velbert nahmen sich gegenseitig die Punkte
ab, denn diese gewannen ihre Heimkämpfe jeweils mit 14:10. Doch das
Zünglein an der Waage waren die wackeren Boxer des Berliner
Vorortvereins vom SV Motor Babelsberg, die dem Serienmeister, dem
Velberter BC beim 12:12 in Potsdam einen Punkt entrissen, somit den Weg
für Hertha BSC für die Bundesligameisterschaft ebneten.
Velbert war
für die letzte Begegnung trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von
Rustam Rahimov bestens gerüstet, verlor keinen einzigen Kampf, gewann
16:7, denn man ging offenbar davon aus, die Berliner müssten die Punkte
bei den die heimstarken Dänen lassen.
Doch es kam
ganz anders, die Staffel von Hertha BSC Berlin trat mit enormen
Siegeswillen auf, war nie in Gefahr, punktete was das Zeug hielt, ließ
nur einen Sieg der Gastgeber durch Erik Skoglund gegen den kurzfristig
für Rene Krause eingesprungenen Steffen Märker zu und gewann souverän
mit 15:9.
Die Boxstaffel vom Box Ring Hertha BSC Berlin ist damit der neue
Mannschaftsmeister von Deutschland.
Die
Glückwünsche der Boxfans von Deutschland gehen in diesem Jahr nach
Berlin, die damit den Serienmeister der letzten sechs Jahre, den
Velberter BC 22, ablösten.
Die Berliner
Ligastaffel machte damit dem Berliner Boxverband, der am 1. Juni vor 90
Jahren gegründet wurde, ein würdiges Jubiläumsgeschenk.
Märkische Allgemeine Zeitung
02.06.2009
Motor
Babelsberg verliert zum Saisonabschluss in Velbert deutlich
BOXEN/
Premierenjahr endet mit Platz 3
AXEL EIFERT
Trotz der deutlichen
7:16-Niederlage am Sonnabend beim entthronten Serienmeister Velberter BC
beenden die Boxer von Motor Babelsberg ihre Premierensaison in der 1.
Bundesliga auf einem guten dritten Platz. Gleichzeitig gewann Hertha BSC
Berlin beim Box-Team Nord in Dänemark mit 15:9 und ließ sich als neuer
Champion feiern, obwohl das noch gar nicht endgültig feststeht. Denn
über den Motor-Einspruch gegen den Sieg der Berliner, weil diese den
Polen Marcin Legowski ohne gültige Startdokumente eingesetzt hatten, ist
immer noch nicht entschieden worden, obwohl der Kampftag in Babelsberg
bereits am 14. Februar stattgefunden hat. Das stellt dem Deutschen
Boxverband ohne Zweifel kein gutes Zeugnis aus.
Beim Saison-Halali in Velbert kamen die
Brandenburger nicht über die Außenseiterrolle hinaus. „Das Endergebnis
spiegelt aber nicht unbedingt die dort gezeigten Leistungen unserer
Sportler wider“, sagte Motor-Trainer und Manager Ralph Mantau. Dabei
dachte er insbesondere an die Niederlagen der beiden Litauer Aurimas
Naudzius im Leichtgewicht gegen Artur Schmidt (13:22) und Vitalijus
Subacius im Schwergewicht gegen Alexander Povernov (16:21). Pech hatten
die Babelsberger zudem, weil ihr Kapitän Anatolij Hoppe im
Halbschwergewicht gegen Robert Woge wegen einer Verletzung am Auge in
der dritten Runde aufgeben musste, und mit Marcel Schneider (Bantam) und
Sergej Haan (Halbwelter) zwei wichtige Kämpfer aus Krankheitsgründen
kurzfristig ausfielen. „Zum Saisonabschluss hat mich keiner unserer
eingesetzten Boxer enttäuscht. Es war in Velbert noch einmal eine
Top-Veranstaltung in einer guten sportlichen und fairen Atmosphäre“,
sagte Mantau.
Mit Platz drei haben die Babelsberger in
der Endabrechnung ihre Zielstellung erfüllt. „Einige Male hatten wir
auch etwas zu viel Pech“, resümierte der Motor-Boxchef. Vor allem aber
in den Heimkämpfen zeigten die Babelsberger, dass sie auch mit den
beiden Spitzenteams aus Berlin und Velbert sportlich mithalten können.
Auswärts gab es dagegen für die Motor-Staffel in dieser Saison nichts zu
holen.
Letztlich wurden die Babelsberger mit dem
überraschenden 12:12-Unentschieden im Heimkampf gegen Velbert sogar
ungewollt zum Zünglein an der Waage, was die Meisterschaftsentscheidung
angeht, wenngleich die Entscheidung über den Einspruch gegen Hertha noch
aussteht.
Was mit der 1. Box-Bundesliga in der neuen
Saison wird, steht noch nicht fest. Eine Vierer-Miniliga wie in diesem
Jahr will sich aber keine der beteiligten Mannschaften mehr antun. Ralph
Mantau freute sich aber, das ihm gegenüber alle derzeitigen
Motor-Ligaboxer erklärt haben, auch in der neuen Saison gern wieder für
die Babelsberger in den Ring zu klettern.
Potsdamer Neueste Nachrichten
29.05.2009
Nach der Drohung nun der Kampf
Babelsbergs Boxer zum letzten Fight nach Velbert
HENNER MALLWITZ
Das war eine harte
Androhung, die die Boxer des SV Motor Babelsberg da in den Raum gestellt
hatten. Entweder entscheidet das Sportgericht endlich über die gegen
Hertha BSC eingereichte Klage, oder aber der letzte Bundesligakampf
gegen den Velberter BC fällt am Samstag aus. Wie berichtet, hatten die
Berliner in Babelsberg unberechtigt den Polen Marcin Legowski
eingesetzt, so dass den inzwischen auf Platz eins stehenden Herthanern
der Sieg aberkannt werden müsste.
Das Sportgericht blieb davon unbeeindruckt, ein Urteil ist noch nicht
gefällt, und dennoch zeigen sich die Motor-Mannen als wahre faire
Sportler und wollen dem Serienmeister die Saison nicht verderben. „Die
können doch nichts dafür“, sagt Motor-Manager Ralph Mantau. „Aber die
Hinhaltetaktik des Sportgerichts ist wieder mal bezeichnend. Ich weiß
nicht, gegen wen da eigentlich operiert werden soll. Gegen uns, gegen
Velbert?“
Fragen, auf die er sicherlich keine Antworten erhalten wird – also
sollen zumindest die sportlichen Fragen im Ring geklärt werden. Und in
selbigen steigen die Motor-Boxer morgen Abend zum letzten Mal in dieser
Saison, auch wenn sie sich im Nordrhein-Westfälischen nicht die größten
Hoffnungen auf einen Sieg machen. Allerdings: Der Hinkampf endete
überraschend 12:12, so dass sich die Gäste doch einiges gegen den
sechsfachen Meister in Folge ausrechnen können.
Gegen den tritt zum Schluss noch einmal das gesamte Babelsberger A-Team
an – darunter auch jene vier Boxer, die ihre Kämpfe im Hinkampf für sich
entschieden. Und auch in Velbert wollen sich Marcel Schneider, Wilhelm
Gratschow, Rinat Karimov und Schwergewicht Vitalius Subacius nicht die
Butter vom Brot nehmen lassen. „Vor allem Karimov hat sich inzwischen zu
einer tollen Stütze des Teams entwickelt“, sagt Mantau. Der geht den
Kampf recht ruhig an, denn sein eigener geht danach weiter. Für
Gerechtigkeit im Ligabetrieb. „Und auch da“, sagt er, „geben wir nicht
auf.“
Märkische Allgemeine Zeitung
28.05.2009
Babelsberger treten beim Serienmeister mit allen Siegboxern vom Hinkampf
an
BOXEN/ Als
Außenseiter nach Velbert
AXEL EIFERT
Der letzte Gong ertönt am
Sonnabend in der 1. Bundesliga der Amateurboxer. Als Außenseiter reist
die Staffel von Motor Babelsberg zum Auswärtskampf beim Serienmeister
Velberter BC, der sich zuletzt sechsmal in Folge den Titel gesichert
hatte.
Ob den
Gastgebern der siebente Streich gelingt, scheint allerdings fraglich.
Denn vor einer Woche unterlagen die Velberter recht deutlich mit 10:14
bei Hertha BSC Berlin. Um sich die Chance auf einen neuerlichen Gewinn
der deutschen Mannschaftsmeisterschaft zu erhalten, müssen sie zunächst
einmal die Babelsberger besiegen und dann hoffen, dass den Berlinern die
Siegpunkte vom Hinkampf gegen die Babelsberger aberkannt werden.
Hertha
hatte beim 13:11 über die Motor-Staffel den Polen Marcin Legowski
eingesetzt, obwohl der damals keine gültigen Startdokumente vorweisen
konnte. In erster Instanz war der Protest der Babelsberger wegen eines
Formfehlers zurückgewiesen worden. Aber die Brandenburger legten
Berufung ein, über die bislang noch nicht entschieden worden ist.
Die
Babelsberger wollen sich in Velbert aber nicht so einfach besiegen
lassen. Mit Marcel Schneider, Wilhelm Gratschow, Rinat Karimov und
Vitalijus Subacius haben sie ihre vier Siegboxer vom Hinkampf dabei, der
mit einem überraschenden 12:12-Unentschieden geendet hatte. „Die Chancen
für uns stehen gar nicht so schlecht. Wir wollen wieder versuchen,
Velbert zu kitzeln und mal sehen, was dann dabei herauskommt“, sagte
Motor-Trainer und Manager Ralph Mantau. Er verwies darauf, dass auch
Mannschaftskapitän Anatolij Hoppe, der im ersten Duell mit Velbert wegen
einer Verletzung fehlte, derzeit in guter Form und deshalb gegen den
mehrmaligen deutschen Meister Robert Woge nicht chancenlos sei. Zudem
hat Motors Weltergewichtler Sergej Haan noch eine Rechnung aus dem
Hinkampf offen. Er unterlag damals Slawa Kerber vorzeitig, obwohl viele
Beobachter am Ring den entscheidenden Treffer als einen Tiefschlag
sahen.
Wenn
am letzten Bundesliga-Kampftag in dem anderen Duell alles nach der
Papierform läuft, also Hertha BSC beim Box-Team Nord gewinnt, wären die
Babelsberger auf jeden Fall Dritter. Für den Aufsteiger aus Brandenburg
ist das ein gutes Ergebnis.
www.boxverband.de
18.05.2009
Positionswechsel in der 1. Boxbundesliga
Der
Velberter BC nutzte seine Chance gegen das Box Team Nord mit dem klaren
Erfolg von 15:09, die Tabellenführung zurück zu gewinnen und hat am
kommenden Wochenende die Möglichkeit, die Meisterschaft der 1.
Bundesliga zum siebenten Mal in Folge zu sichern. Das klare Ergebnis
gegen die internationale Kombination aus Boxern von Dänemark und
Schweden täuscht über das Kräfteverhältnis, denn die Gäste verkauften
sich so teuer wie möglich. Einziger Verlierer der Velberter Staffel war
Slawa Kerber, doch hier lagen die Kampfrichter wohl in der Bewertung
ziemlich daneben. Eine beeindruckende Leistung zeigte Altmeister Vitali
Boot, der nach längerer Kampfpause ein tolles Debüt feierte und den
nicht gerade schwachen Martin Axelssen in der 2. Runde vorzeitig
bezwang.
Die Staffel
des bisherigen Tabellenführers vom BR Hertha BSC Berlin pausierte,
erwartet nun am kommenden Wochenende in Berlin die Staffel vom BC
Velbert und will sich für die im März erlittene 10:14 Niederlage
revanchieren. Ein spannendes Kräftemessen wird also am nächsten Samstag
um 19.00 Uhr in der Berliner Bruno Gehrke Sporthalle ausgetragen werden.
Der SV Motor
Babelsberg bestreitet dann am 30. Mai 2009 seinen letzten Auswärtskampf
gegen den Velberter BC 22, und hat damit vermutlich maßgeblichen Anteil
an der Entscheidung der Deutschen Bundesliga-Meisterschaft, welche
Velbert und der Boxring Hertha BSC Berlin zwischen sich aus machen
werden.
Märkische Allgemeine Zeitung
11.05.2009
Motor Babelsberg gelingt der erste Sieg in der Bundesliga
und der Sprung auf Platz drei
BOXEN/ Hoppe
lässt sich nicht ins Bockshorn jagen
PETER STEIN
Erik Skoglund, ein noch
17 Jahre alter Schwede, hat zweifelsfrei Talent in seinen Fäusten. Aber
als der Halbschwergewichtler vom deutsch-dänischen Boxteam Nord am
Sonnabend beim Bundesliga-Duell gegen Anatolij Hoppe vom Gastgeber SV
Motor Babelsberg auch noch vom Ringrichter aus Dänemark tatkräftig
unterstützt wurde, platzte einigen Fans unter den 300 Gästen im
Toyota-Autohaus sprichwörtlich der Kragen. Nur Routinier Hoppe behielt
im Duell der Generationen die Nerven und gewann schließlich mit 14:13
nach Punkten. „Als ich die erste Verwarnung bekam, hat mich das zuerst
verunsichert. Dann gab es gar noch eine zweite und ich dachte schon, nun
kannst du nur noch durch K.o. gewinnen. Das hat mich angestachelt“,
erzählte der Babelsberger und ließ sich vom leider parteiischen dritten
Mann im Ring nicht ins Bockshorn jagen.
Hoppe stellte endgültig die Weichen zum
ersten Bundesliga-Sieg der Motor-Riege, die nun hinter Hertha BSC (6:2
Punkte) und Velbert (5:1) mit 3:7 Punkten Rang drei einnimmt vor dem
Boxteam Nord (2:6).
Wenngleich diesmal der Coup der
„Olsenbande“ wie im Hinkampf nicht glückte, so stellen die Skandinavier
zweifelsfrei eine Bereicherung der Liga dar und wollen nach den Worten
ihres Trainers Gunnar Berg nächste Saison wieder im deutschen Oberhaus
antreten.
Auch der bald 30-jährige Hoppe würde gern
erneut die Fausthandschuhe für Motor überstreifen. Der Verein sei für
ihn wie eine zweite Familie geworden. „Wir Kämpfer verstehen uns prima.“
Apropos Familie. Im Juni wird der in Hamburg lebende Hoppe, der nach
seiner dreimonatigen Verletzungspause erstmals wieder für die Rothemden
durchs Seil kletterte, zum zweiten Mal Vater. „Wir bekommen einen Sohn“,
verkündete er stolz. Tochter Julia zählt mittlerweile drei Lenze.
Manager und Trainer Ralph Mantau war froh,
dass er seinen Routinier wieder aufbieten konnte. Neben Hoppe trugen
Marcel Schneider, Aurimas Naudzius (kampflos), Sergej Haan, Rinat
Karimov (spektakulär durch RSC in der ersten Runde) und Schwergewicht
Vitalijus Subacius zum laut Mantau „klar verdienten“ 14:9-Erfolg für die
Gastgeber bei. Der aus Gifhorn gekommene Neuzugang Jacob Deines wirkte
hingegen übermotiviert und konnte im Mittelgewicht nicht überzeugen.
Bantamgewichtler Schneider präsentierte
sich nach der vierwöchigen Trainings- und Wettkampfreise nach Kuba und
Kanada trotz Jetlag wie aufgedreht. „Der zweite Platz beim Turnier auf
Kuba hat mir Selbstvertrauen gegeben“, sprach’s und packte schnell seine
Sachen, weil er am Sonntag bereits zum nächsten Turnier nach Russland
flog. Schneider hofft noch auf eine WM-Nominierung.
Zu den Fotos des Boxabends
Potsdamer Neueste Nachrichten
11.05.2009
Motor-Boxer nicht mehr
Schlusslicht
Beim 14:9-Erfolg gegen das dänische Boxteam Nord ging es zeitweise
hoch her
ERHART HOHENSTEIN
Aufsteiger Motor
Babelsberg gelang es am Samstag im Toyota-Autohaus, die Rote Laterne der
1. Bundesliga an das dänische Boxteam Nord weiterzugeben. Ehe allerdings
der 14:9-Erfolg feststand, erlebten die 300 Zuschauer zweieinhalb
Stunden spannenden Sport und die eine oder andere Turbulenz.
Für den Höhepunkt der Turbulenzen sorgte der dänische Ringrichter Jan
Gulberg im Halbschwergewichtskampf. Dem wild auf Genick, Unterleib und
Nieren eindreschenden Wikinger-Raubein Erik Skoglund ließ er jede
unfaire Aktion durchgehen, dem sich mit boxerischen Mitteln zur Wehr
setzenden Anatolij Hoppe erteilte er ein Dutzend Ermahnungen und
grundlos zwei Verwarnungen. Der Babelsberger Mannschaftskapitän, der
nach langer Verletzungspause erst wieder zum zweiten Mal im Ring stand,
konnte von Glück reden, dass das Punktgericht diesem Mobbing nicht
folgte und ihn zum Sieger erklärte.
Welcher Teufel Gulberg geritten hat, bleibt im Dunkeln, denn vor dem
Halbschwergewichtskampf stand es bereits 10:6 für die Babelsberger, auch
eine Disqualifikation Hoppes hätte deren Sieg nicht mehr verhindern
können. Immerhin wurde den Zuschauern eine Ahnung vermittelt, wie die
umstrittene Niederlage im Auswärtskampf in Esbjerg zustande gekommen
sein könnte.
Einer der Leidtragenden war damals Bantamgewichtler Marcel Schneider,
der gegen Dennis Ceylan zum Verlierer erklärt wurde. Diesmal bekam der
Deutschen Meister von 2007 Alin Oltenav vorgesetzt, den er sicher
beherrschte. Ceylan rückte ins Federgewicht auf und wies mit einem Sieg
gegen Wilhelm Gratschow erneut sein Talent nach. Auch Weltergewichtler
Rinat Karimow blieb die Revanche gegen Torben Keller verwehrt. Er bekam
Metin Erciyas vor die Fäuste, den er schon in Runde 1 k.o. schlug.
Keller boxte diesmal im Mittelgewicht und traf auf die von Motor-Trainer
Ralph Mantau angekündigte Neuverpflichtung Jacob Deines. Der 22-Jährige
wollte es wohl besonders gut machen und legte los wie die Feuerwehr.
Dabei lief er aber häufig in die Konter des taktisch geschickt boxenden
Dänen, der beim Schlussgong die Nase vorn hatte. Deines scheint
entwicklungsfähig – ober er das Mittelgewichtsproblem bei Motor lösen
kann, bleibt abzuwarten.
Ohne zu glänzen, besiegte der ab Runde zwei zunehmend unsauberer
kämpfende und dann wegen Tiefschlags verwarnte Sergej Haan im
Halbweltergewicht den mit bescheidenen boxerischen Mitteln
ausgestatteten, erst 19-jährigen Dänen Kasper Hansen.
Im Schwergewicht hatte Vitalijus Subacius gegen Jonathan Gromark
keinerlei Mühe. Seinem Gegner darf man allenfalls beachtliche
Nehmerqualitäten bescheinigen, dank derer er sich bis zum letzten Gong
auf den Beinen hielt. Im Leichtgewicht konnte das Boxteam Nord keinen
Kämpfer aufbieten. In einem Vorkampf setzte sich A-Junior Justin Meifert
(Motor) etwas glücklich gegen Frederick Jensen durch.
Babelsbergs Manager und Trainer Ralph Mantau war mit dem Ausgang des
Kampfes natürlich hoch zufrieden: „Ich meine, die Zuschauer haben heute
von beiden Staffeln gute Leistungen gesehen. Wer nicht hier war, hat
etwas verpasst.“
Potsdamer Neueste Nachrichten
06.05.2009
Letzter Gong daheim
Motor Babelsberg empfängt das Boxteam Nord zum letzten Heimkampf
HENNER MALLWITZ
„Da ist noch eine Rechnung
offen“, sagt Marcel Schneider, der dem letzten Heimkampf seines
Babelsberger Motor-Boxteams am Samstag ganz besonders entgegenfiebert.
„Vor allem hoffe ich, dass Dennis Ceylan dann bei uns antritt.“ An den
Bantamgewichtler des dänischen Boxteams Nord hat der Babelsberger wenig
gute Erinnerungen. Oder besser gesagt an die Kampfrichter, die am 14.
März in Esbjerg das Zepter schwangen. Bereits nach 50 Sekunden lag
Schneider mit 0:7 zurück und verstand die Welt nicht mehr. „Das war eine
Schmach für mich, ich freue mich auf Samstag“, sagt er. Gestern kam er
von einem vierwöchigen Einsatz mit dem Nationalteam zurück. Beim Turnier
auf Kuba erkämpfte er Silber, den anschließenden Länderkampf in Kanada
gewann er.
Eine Rechnung hat auch Rinat Karimov offen. Der Weltergewichtler
unterlag in Dänemark Torben Keller knapp nach Punkten und fühlte sich
ebenso wie Schneider ungerecht behandelt. Mannschaftskapitän Anatolij
Hoppe geht es dagegen weniger um Rache. Der Hamburger ist froh, dass
sein Cut zwischen den Augen, den er sich beim Sparring in Litauen
zugezogen hat, endlich verheilt ist. Nach der Niederlage gegen Herthas
Renè Krause zum Auftakt der Saison ist der Kampf am Samstag sein zweiter
Einsatz im Box-Oberhaus für Motor. Ob sich die mehrwöchige
Wettkampfpause auswirkt, wird sich zeigen. „Auf alle Fälle gehe ich fit
in den Kampf“, sagt Hoppe optimistisch.
Im letzten Heimkampf kann Coach und Manager Ralph Mantau auf seine
komplette Truppe bauen. Die Boxfans im Toyota-Autohaus will er zum
Abschluss mit einer Neubesetzung überraschen, über die er noch schweigt.
„Nur so viel: Was bis jetzt im Mittelgewicht gezeigt wurde, konnte noch
nicht überzeugen“, sagt er. Nach dem Rausschmiss von Jörg Rosomkiewicz
kassierte Gökalp Özkeler zuletzt zwei Niederlagen.
Noch ist die Neuverpflichtung nicht in Sack und Tüten: „Wir hoffen
allerdings sehr, dass wir bis zum Kampfabend alles unter Dach und Fach
haben“, meint Ralph Mantau, der zudem auch wieder auf sein litauisches
Leichtgewicht Aurimas Naudzius bauen wird. In seinem ersten Kampf gegen
Herthas Eugen Burhard enttäuschte dieser. In den vergangenen Wochen soll
er jedoch wieder zu seiner alten Form gefunden haben.
Karten für 10 Euro mit freier Platzwahl ab der fünften Reihe oder für
nummerierte Ringplätze (15 Euro) gibt es im Autocenter und in der
Total-Tankstelle an der Großbeerenstraße. Einlass ist am Samstag ab 17
Uhr – um 18 Uhr erklingt der Gong zum letzten Heimkampf.
Märkische Allgemeine Zeitung
06.05.2009
Babelsberg empfängt das Boxteam Nord zum letzten Heinkampf der Saison
BOXEN/ Motor
will ersten Sieg
PETER STEIN
Eins, zwei, drei – vorbei! Die Boxer des SV Motor
Babelsberg bestreiten am Sonnabend (18 Uhr,
Toyota-Auto-Center, Großbeerenstraße) bereits ihren
letzten Heimkampf in der Amateur-Bundesliga. Nach
Hertha BSC und dem Velberter BC gastiert nun der
dritte Liga-Konkurrent, das Boxteam Nord. Die
schleswig-holsteinsche- dänische Kombination
rangiert derzeit mit 2:4 Punkten noch vor den
Potsdamern (1:5). Der einzige Erfolg der „Wikinger“
resultiert aus dem Hinkampf, als Motor im dänischen
Thisted mit 11:12 unglücklich unterlag.
„Diese Scharte wollen wir unbedingt auswetzen.
Deshalb sind meine Athleten schon ganz heiß auf den
Kampf“, frohlockte Trainer und Manager Ralph Mantau,
dessen Staffel in Bestbesetzung antreten kann. Auch
Halbschwergewichtler Anatolij Hoppe wird wieder in
den heimischen Ring klettern. Besonders viel
vornehmen dürfte sich Marcel Schneider. Nach seiner
erfolgreichen Trainings- und Wettkampfreise nach
Kuba und Kanada will sich der Bantamgewichtler für
die Niederlage im Hinkampf revanchieren. „Unser Ziel
ist der erste Bundesliga-Sieg. Damit können wir auf
den dritten Platz vorrücken“, so Mantau, der
außerdem auf den laufenden Einspruch zum ersten
Heimkampf gegen Hertha BSC (11:13) und den dabei
erhofften Punktezuwachs am „Grünen Tisch“ verwies.
In
einem ersten Resümee zur Premieren-Saison im
Oberhaus meinte der Motor-Macher: „Wir haben
gezeigt, dass wir mithalten können. Wir waren für
die Konkurrenz kein Fallobst. Immerhin standen uns
die besten deutschen Amateurboxer gegenüber. Unsere
Fans mussten sich zwar auch erst an die eine oder
andere Niederlage gewöhnen. Ich kann aber meinen
Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben gekämpft. Das
sollte das Publikum honorieren. Deshalb hoffe ich am
Sonnabend erneut auf ein volles Haus. Wir gehören zu
den drei besten Teams in Deutschland.“
Weil
der eine oder andere Sponsor noch ein paar Euro
draufgelegt hat, wird Mantau die Saison, die Ende
Mai mit einem Auswärtskampf in Velbert endet, auch
finanziell mit einer „schwarzen Null“ über die
Runden bringen. Wenn die Förderer zur Stange halten,
sollen die Motor-Boxer in der nächsten Saison
abermals in der ersten Liga die Fäustlinge
überstreifen. „Die Sportler wollen das unbedingt,
weil die Herausforderung natürlich deutlich größer
ist“, gab Mantau zu bedenken.
Dann
zählte er den Deutschen Boxsportverband (DBV) nach
dessen jüngsten Tiefschlägen schon mal verbal an.
„So eine Schrumpfliga mit vier Mannschaften können
wir uns nicht noch einmal leisten. Das war in der
vorigen Zweitliga-Saison schon eine Zumutung und nun
wieder. Es kann doch nicht sein, dass mitunter zehn
Wochen kein Kampf stattfindet und dann gleich drei
in Folge. So läuft kein ordentlicher Liga-Betrieb.“
Auch
Motor Babelsberg bestritt den letzten
Bundesliga-Kampf bereits vor fünf Wochen. „Diese
Pausen sind einfach zu lang, da lässt sich keine
Spannung aufbauen, und die Attraktiviät der Liga
leidet gehörig darunter“, meinte der 48-Jährige
Deutscher Boxsportverband
05.04.2009
Boxring
Hertha BSC Berlin - SV Motor
Babelsberg (15:09)
Arg unter
die Räder kam der SV Motor Babelsberg bei seinem Nachbarn, dem BR Hertha
BSC Berlin mit 09:15 Punkten. Einziger Gewinner für die Babelsberger war
die Verstärkung aus Augsburg, der Halbweltergewichtler Sergej Haan, der
den als Favoriten angesehenen Polen Marcin Legowski mit 18:10 bezwang.
In zwei Kämpfen standen die Ausgänge der Begegnungen allerdings auf des
Messers Schneide, denn nach den Auswertungen der fünf Punktrichter
gewannen die Berliner, Bantamgewichtler Hafid Bouji und Schwergewichtler
Stafan Köber mit je einem Punkt Vorsprung gegen Marcel Schneider und
Vitalijus Subacius.
Weil der
Rekordmeister Velberter BC 22 pausierte, übernahmen die Berliner, die
einen Kampf mehr ausgetragen haben, die Tabellenführung der ersten
Bundesliga.
Am 23. Mai
kommt es nun zum entscheidenden Treffen zwischen den beiden führenden
Clubs, BR Hertha BSC Berlin gegen den Velberter BC 22, dann wird der
Bundesligameister 2009 ermittelt.
Zu den Einzelwertungen
Zu den Bildern
Märkische Allgemeine Zeitung
03.04.2009
Motor Babelsberg will bei Hertha BSC Berlin punkten
BOXEN/ Ein
Derby mit Brisanz
AXEL EIFERT
Über das überraschende
12:12-Unentschieden der Boxer von Motor Babelsberg in der 1. Bundesliga
vor zwei Wochen gegen Serienmeister Velberter BC jubelten auch die am
Ring vertretenen Beobachter von Hertha BSC Berlin. Denn die Hauptstädter
können damit trotz ihrer Schlappe in Velbert wieder aus eigener Kraft
den Titel holen. „Wir wollen unsere Minichance nutzen und nach 1996
erstmals wieder Meister werden“, sagte Hertha-Trainer Adolf Angrick.
Dazu müssen die Berliner aber morgen (Beginn 19 Uhr) in der heimischen
Bruno-Gehrke-Halle in Spandau unbedingt einen Sieg im Derby gegen die
Babelsberger landen.
Gästetrainer und -manager Ralph Mantau will
mit seiner Staffel die Meisterträume der Herthaner durchkreuzen. „Die
Berliner sollen sich mal nicht zu früh freuen. Zum einen haben sie gegen
uns noch lange nicht gewonnen. Andererseits rechnen wir weiter damit,
dass wir mit unserem Einspruch gegen die Wertung des Hinkampfes Recht
bekommen. Mit diesen Punkten und einem Unentschieden in Berlin wären wir
wieder im Rennen um Platz zwei dabei“, sagte Mantau.
Bei der Erstauflage in Babelsberg (13:11
für Berlin) hatte Hertha im Halbweltergewicht den Polen Marcin Legowski
eingesetzt, der am Kampftag keinen internationalen Startausweis vorlegen
konnte. Der Motor-Protest wurde in erster Instanz zurückgewiesen, weil
Fristen versäumt worden seien. Dagegen haben die Babelsberger Berufung
eingelegt. Diese Tatsache verleiht dem morgigen Duell zusätzliche
Brisanz.
Vom Sportlichen her dürfte die
Motor-Staffel in Berlin in der gleichen Besetzung wie im Heimkampf gegen
Velbert in den Ring klettern. Im Halbschwergewicht möchte allerdings
Babelsbergs Kapitän Anatolij Hoppe nach auskurierter Verletzung
unbedingt wieder boxen. Mantau ist davon aber nicht so angetan: „Es ist
vielleicht noch zu früh. Die Berliner sind in diesem Limit mit dem
DM-Dritten Rene Krause sehr stark besetzt. Wichtiger ist, dass Anatolij
im nächsten Heimkampf gegen das Box-Team Nord die Siegpunkte holt.“
Potsdamer Neueste Nachrichten
23.03.2009
"Überraschung im
David-Goliath-Kampf"
Motor-Boxer trennten sich vom Velberter
BC 12:12
HENNER MALLWITZ
Mit einer kleinen Sensation
warteten die Bundesliga-Boxer des SV Motor Babelsberg am Samstagabend im
Toyota-Autohaus auf: Der größte Teil der rund 500 Zuschauer dürfte eine
klare Niederlage gegen den Ligaprimus und mehrfachen Deutschen Meister
Velberter BC erwartet haben, doch am Ende trennten sich beide 12:12.
Motor-Trainer und Manager Ralph Mantau hatte vor dem Kampfabend klare
Worte gefunden und sein Team auf den deutlich favorisierten Gegner
eingeschworen. Das hatten die Männer verinnerlicht – die Anspannung war
so groß, dass das „Ring frei“ zur Begrüßung der Gäste kaum deutlich
rauskam.
Mit seinem Sieg über den Dauerrivalen Denis Makarov sorgte Marcel
Schneider im Bantamgewicht für den ersten Babelsberger Sieg des Abends.
Beide standen sich erst kürzlich bei den Deutschen Meisterschaften im
Ring gegenüber – dort hatte noch der Mann aus Velbert die Oberhand.
Diesmal hielt sich der blonde Motor-Boxer klar an Mantaus Anweisungen,
der dann auch von seinem „Schneidermeister“ schwärmte. „Das war
Genugtuung und Revanche.“
Als Wilhelm Gratschow anschließend mit seinem Erfolg über Rustam Rahimov
im Federgewicht noch einen draufsetzte, tobten die Fans, doch zwei
Niederlagen sollten folgen. Einerseits konnte Babelsbergs Leichtgewicht
Grigorij Tulakov einen Sechs-Punkte-Vorsprung nicht sicher nach Hause
bringen und musste sich zum wiederholten Male in der dritten Runde
seinem Gegner beugen. Unklarer war die Sache bei Sergej Haan, der im
Halbweltergewicht bereits in der ersten Runde durch RSC aus dem Ring
geschickt wurde. Sogar der anwesende ehemalige Bundestrainer Adolf
Angrick hatte „zwei klare Tiefschläge“ durch Slawa Kerber gesehen – der
Ringrichter allerdings nicht.
Mit dem Stand von 6:6 gings in die Pause, die Rinat Karimow noch einmal
zur mentalen Vorbereitung nutzte. Im Weltergewicht bezwang er Harun
Sipahi nach Punkten und brachte die Babelsberger damit wieder in Führung
gegen den vermeintlichen Favoriten. Dieser wurde im anschließenden
Mittelgewichtsfight durch Gökalp Özkeler zwar wieder aus der Hand
gegeben, doch gegen Konstantin Buga als derzeit stärksten seiner Klasse
in Deutschland hatte der Motor-Mann keine Chance. „Ich wollte ihn
schützen“, sagte Mantau, der das Handtuch warf. „Wir brauchen ihn
dringend noch gegen Hertha.“
Der anschließenden Niederlage von Vagief Aliev im
Halbschwergewichtskampf gegen Dimitri Serdjoek folgte zum Ende das
erwartete Highlight im Schwergewichtskampf. Vitalius Subacius platzierte
gegen Alexander Povernov mehrere Aufwärtshaken und verpasste ihm
obendrein einen klaffenden Cut an der Augenbraue, der anschließend
genäht werden musste. Der Velberter gab in der dritten Runde auf.
Inzwischen erhielt Motor Babelsberg die Bestätigung, dass die Beschwerde
gegen Hertha BSC wegen eines nicht einsatzberechtigten Kämpfers (PNN
berichteten) abgewiesen wurde. „Nun ziehen wir vor das Sportgericht“,
sagt Mantau. „Denn wir wollen unser Recht.“
Märkische Allgemeine Zeitung
23.03.2009
Motor Babelsberg ringt dem Favoriten Velberter BC ein 12:12
Unentschieden ab
BOXEN/ Punkt
gegen
Serienmeister
AXEL EIFERT
POTSDAM -
Schon vor dem ersten Gong am Sonnabend vor 500 Zuschauern im
Babelsberger Toyota-Autocenter war klar, dass die gastgebenden Boxer
gegen den Serienmeister Velberter BC nur eine Chance haben, wenn sie die
ersten beiden Kämpfe gewinnen. In zwei hochklassigen Duellen legten
Marcel Schneider im Bantam- und Wilhelm Gratschow im Federgewicht mit
ihren Siegen gegen den EM-Dritten Denis Makarov sowie Rustam Rahimov,
Olympia-Dritter von 2004 in Athen, den Grundstein für das letztlich
überraschende 12:12-Unentschieden aus Gastgebersicht.
Marcel Schneider freute sich, dass ihm mit
dem 13:11-Punktsieg gegen Makarov die Revanche für die Niederlage im
Finale der deutschen Meisterschaften Ende vorigen Jahres in Straubing
gelang. „Der Punktgewinn gegen den Favoriten aus Velbert ist für uns ein
Erfolg. Vor allem nachdem es vor einer Woche in Dänemark nicht so gut
gelaufen ist“, sagte Schneider, der für den verletzten Anatolij Hoppe
die Rolle des Mannschaftskapitäns übernommen hatte. Besonders hob er die
Leistung von Weltergewichtler Rinat Karimov hervor. Der punktete den oft
unsauber agierenden deutschen Leichtgewichtsmeister Harun Sipahi klar
mit 18:8 aus. Zu diesem Zeitpunkt hätte das Remis für die Babelsberger
bereits feststehen können, denn im Federgewicht beherrschte der
Ex-Velberter Gratschow den fast zehn Jahre älteren Rahimov auf Grund
seiner Schnelligkeitsvorteile und gewann mit 17:7 Punkten. Im
Halbweltergewicht gab es dann eine aus Gastgebersicht strittige
Entscheidung. Der Babelsberger Sergej Haan war gleich zu Beginn vom
Velberter Slawa Kerber per Tiefschlag getroffen worden, konnte aber
weitermachen. Als Kerber wenig später zu einem Leberhaken ansetzte,
wurde Haan von Ringrichter Dieter Mika aus dem Ring genommen. Die
Babelsberger hatten wieder einen Tiefschlag gesehen, die Gegenseite
sprach von einem korrekten Treffer.
So blieb es im Schwergewicht dem Litauer
Vitalijus Subacius vorbehalten, mit seinem vorzeitigen Aufgabeerfolg in
der dritten Runde über Alexander Povernov das Unentschieden gegen die
Velberter, die zuletzt sechsmal hintereinander deutscher
Mannschaftsmeister wurden, zu sichern. „Das war eine sehr gute
Mannschaftsleistung“, freute sich Motor-Trainer und -Manager Ralph
Mantau.
Verärgert war er aber über den vom
Liga-Ausschuss abgewiesenen Protest in erster Instanz gegen den Einsatz
des Polen Marcin Legowski für Hertha BSC, für den beim Ligakampf am 14.
Februar in Babelsberg keine gültigen Startdokumente vorlagen. Der
Protest hätte spätestens drei Tage nach dem Kampf eingereicht sein
müssen, erfolgte aber erst fünf Tage danach, hieß es zur Begründung. Die
Babelsberger wollen in die Berufung gehen.
Zu den Fotos
Deutscher Boxsportverband
22.03.2009
SV Motor
Babelsberg erboxt ein 12:12 gegen Serienmeister Velberter BC
Im einzigen
Treffen der 1. Box-Bundesliga erreichte der SV Motor Babelsberg ein
12:12 Unentschieden gegen den deutschen Serienmeister, den derzeitigen
Tabellenführer, den Velberter BC 22.
Mit einer
äußerst knappen Niederlage, die auch durch eine an ihn gegebene
Verwarnung verursacht wurde, eröffnete der amtierende deutsche Meister
Denis Makarov (Velberter BC) den Kampfreigen gegen seinen
Nationalstaffelkollegen Marcel Schneider (SV Motor Babelsberg) und
geriet somit mit seiner Staffel ins Hintertreffen.
Für eine
saftige Überraschung sorgte dann Wilhelm Gratschow, der sich, ohne
selbst in Gefahr zu geraten, gegen den erfahrenen Meisterboxer Rustam
Rahimov nach Punkten durchsetzte.
Sicher
einkalkulierte Punkte vergaben die Velberter dann auch durch verloren
gegangene Kämpfe, denn Harun Sipahi unterlag gegen Rinat Karimov und
Schwergewichtler Alexander Povernov, der einen rabenschwarzen Tag
erwicht hatte, verlor zwar in der 3. Runde wegen einer
Augenbrauenverletzung, doch bis dahin lag er gegen Vitalijus Sabacius
(SV Motor) deutlich im Rückstand.
Dagegen
glänzten auf Velberter Seite die Asse Artur Schmidt, Slawa Kerber,
Konstantin Buga und Dimitri Serdjoek, die schließlich die Punkte zum
12:12 sicherten.
Märkische Allgemeine Zeitung
16.03.2009
Motor Babelsberg unterliegt in Dänemark knapp
BOXEN/ Glücklos im Musiktheater
AXEL EIFERT
THISTED - Es hat nicht geklappt
mit dem erhofften ersten Sieg für die Boxer von Motor Babelsberg in der
1. Bundesliga. Der ersatzgeschwächten Gästestaffel fehlte beim 11:12 vor
700 Zuschauern im Musiktheater im dänischen Thisted gegen das Box-Team
Nord auch etwas das Glück. „Es gab viele starke und spannende Kämpfe.
Und es waren ein paar ganz enge Kisten dabei, leider meist nicht zu
unseren Gunsten“, sagte der Babelsberger Trainer und Manager Ralph
Mantau.
Er
meinte damit vor allem den Kampf im Mittelgewicht. Dabei stand für die
Gäste Özekler Gökalp im Ring. Wie auch alle anderen Babelsberger zeigte
er eine starke kämpferische Leistung und führte gegen Anders Jensen vom
Box-Team Nord eine Minute vor Schluss noch mit zwei Punkten Vorsprung.
Doch bis zum letzten Gong musste Gökalp noch zwei Treffer einstecken und
der Kampf endete mit einem Unentschieden. Bei einem Sieg wären die
Babelsberger am Ende der Gesamtgewinner gewesen.
Das
Unheil für die Gäste nahm aber schon mit dem ersten Kampf im
Bantamgewicht seinen Lauf. Der sonstige Motor-Sieggarant Marcel
Schneider lag gegen Dennis Ceylan schnell mit 0:7 im Hintertreffen und
konnte diesen Rückstand nicht mehr aufholen. Am Ende hieß es 7:12 aus
Sicht von Schneider.
Drei
Siege konnten die Babelsberger dennoch erringen. Neuzugang Wilhelm
Gratschow bezwang im Federgewicht Eugene Lysytsya deutlich mit 19:3.
Ebenso ungefährdet ging Sergej Haan als 15:7-Gewinner aus dem Ring.
Schließlich hatte noch der litauische Schwergewichtler Vitalijus
Subacius gegen Peter Gram Petersen mit 17:4 das bessere Ende für sich.
„Vitalijus musste sich aber ganz schön strecken“, sagte Mantau, der
trotz der Niederlagen der beiden Ersatzleute Grigorij Tulaikow (Leicht)
und Aliev Vagief (Halbschwer) sowie von Rinat Karimow im Weltergewicht
nicht viel zu kritisieren hatte. „Das Einzige, was ich sagen kann, ist,
dass wir bei den Auswärtskämpfen noch stärker und noch überzeugender
auftreten müssen.“
Durch
die Niederlage fielen die Babelsberger in der Tabelle mit 0:4 Punkten
auf den vierten und letzten Platz zurück. Auswirkungen hat dies nicht,
denn vor der Saison hatten sich die vier Teams darauf geeinigt, dass es
in dieser Saison keinen Absteiger geben wird. In einem weiteren Kampf
setzte sich Meisterschaftsfavorit und Titelverteidiger Velberter BC mit
14:10 gegen Hertha BSC Berlin durch und steht mit 4:0 Punkten an der
Tabellenspitze. Nächsten Sonnabend ist Velbert in Babelsberg zu Gast.
Potsdamer Neueste Nachrichten
16.02.2009
"Zuversicht trotz
Niederlage"
Babelsbergs Motor-Boxer unterlagen Hertha BSC zum Bundesligaauftakt
knapp mit 11:13
HENNER MALLWITZ
Auch
eine Niederlage kann einen Auftakt nach Maß bedeuten. Denn was die Boxer
des SV Motor Babelsberg als Bundesliga- Neuling am Samstagabend vor rund
600 Zuschauern gegen die favorisierten Herthaner aus Berlin boten, war
durchaus sehenswert und ließ noch so manche Überraschung für den
weiteren Ligaverlauf erahnen. Mit 11:13 mussten sich die Mannen um Coach
und Manager Ralph Mantau am Ende zwar beugen – einige Entscheidungen
hätten allerdings auch anders aussehen können.
Keinen Zweifel jedoch gab es am Highlight des Abends: Im abschließenden
Schwergewichtskampf bezwang Babelsbergs Punktegarant Vitalius Subacius
den Frankfurter Stefan Körber. Herthas tätowierter Hüne hatte den
mehrfachen litauischen Meister vor einer Woche im Finale des
Chemiepokals in Halle an der Saale knapp nach Punkten besiegt, so dass
Subacius besonders heiß auf die Revanche war. Die gelang: Diesmal war
der knappe Punktsieg auf seiner Seite. „Der Kampf lief nicht großartig
anders als der in Halle“, sagte Subacius nach dem Fight. „Ich freue mich
vor allem, dass ich den Fans in Babelsberg gezeigt habe, dass ich
eigentlich auch der Sieger in Halle war.“
Neben Subacius konnten am Samstag zwei weitere Babelsberger ihre Kämpfe
siegreich gestalten. Den Auftakt machte Marcel Schneider, der im
Bantamgewicht bis 54 kg Hafid Bouji klar nach Punkten bezwang. Auch im
zweiten Kampf des Abend gab es Punkte für die Gastgeber, denn Neuling
Wilhelm Gratschow zeigte im Federgewicht bis 57 kg, wer Herr im Ring
ist, und bezwang Bashir Hassan. Gegen den amtierenden EM-Dritten und
aktuellen schwedischen Meister hatte im Vorfeld niemand einen Sieg
eingeplant.
Dem Sieg folgte ein Totalausfall, denn vom Neuling Aurimas Naudzius
hatten sich die Motor-Männer mehr erwartet. Gegen Eugen Burhardt sah der
Trainingspartner von Vitalius Subacius nicht gut aus und unterlag klar.
„Wir überlegen nun, ob wir ihn beim nächsten Mal in den Ring schicken“,
sagte Mantau. „Denn das waren ganz klar Kopfprobleme beim ersten
Bundesligaeinsatz.“ Diese hatte André Kurz im anschließenden
Halbweltergewichtskampf (bis 64 kg) zwar nicht, doch man konnte ihm
anmerken, dass er nicht in seiner angestammten Gewichtsklasse kämpfte.
Als Ersatzmann für den verhinderten Sergej Haan unterlag er dem Polen
Marcin Legowski zurecht.
Eine ganz knappe „Kiste“ war hingegen der Weltergewichtskampf (bis 69
kg) zwischen Motor-Neuling Rinat Karimov und dem erst kürzlich zum
„Boxer des Jahres“ gewählten Jack Culcay-Keth. Der führte sich im Ring
nämlich ganz und gar nicht als solcher auf. Bis zwei Sekunden vor dem
Gong stand es noch 14:14, bis dem Berliner noch ein Punkt zuerkannt
wurde. Auch dass Nick Hannig anschließend gegen Jörg „Rosi“ Rosomkiewicz
im Mittelgewicht (bis 75 kg) zu Siegesehren kam, verstanden nicht viele,
zumal der Berliner zwei Verwarnungen wegen Tiefschlags erhielt. Die
Niederlage des Babelsberger Mannschaftskapitäns Anatolij Hoppe gegen
René Krause im Halbschwergewicht (bis 81 kg) war da längst nicht mehr
das Zünglein an der Waage.
Am 21. März empfangen die Babelsberger den BC Velbert. Und dann soll im
Toyota-Autohaus ein Heimsieg her.
Märkische Allgemeine Zeitung
16.02.2009
"Klassevorstellung des Litauers reicht nicht –
Motor Babelsberg verliert gegen Hertha BSC mit 11:13"
DETLEF BRAUNE
André Kurz war bei der
Urteilsverkündung traurig. Mit 11:13 Punkten hatte der Motor-Boxer
seinen Kampf gegen den mehrfachen polnischen Meister in den Reihen von
Hertha BSC Berlin Marcin Legowski verloren. Auch zwei weitere Urteile
fielen knapp zu Ungunsten des Gastgebers aus. Am Ende unterlag die
Staffel von Motor Babelsberg bei ihrer Premiere in der 1. Bundesliga vor
etwa 600 Fans im Autohaus Toyota gegen den Favoriten mit 11:13.
Der Münchner
Halbweltergewichtler Kurz war kurzfristig für den Augsburger Sergej Haan
eingesprungen, der sich wegen eines Todesfalls in der Familie abgemeldet
hatte. Auch Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz spielte den Lückenbüßer.
Özkeler Gökalp hatte sich am Mittwoch einen Kapselriss in der rechten
Hand zugezogen. Rosomkiewicz unterlag mit drei Punkten, wies aber die
klareren Treffer aus. „Ich war auf den Kampf nicht vorbereitet“,
entschuldigte sich der 33-Jährige. Doch Meidbewegungen, Schlagtechnik
oder der Gesamteindruck zählen beim Amateurboxen nicht, sondern nur die
Anzahl der Treffer, die der von Menschenhand bediente Boxpointer
anzeigt.
Nur um einen Zähler lag
am Ende Motors Weltergewichtler Rinat Karimov hinten. Erstaunlich wie
viele lange Hände der zerbrechlich wirkende Karimov als Störfeuer gegen
den ständig marschierenden Jack Culcay aufbaute. Ungerührt steckte der
Motor-Mann die Haken seines Widersachers weg und punktete seinerseits
mit den Fäustlingen.
Die Babelsberger
gewannen durch Marcel Schneider und Wilhelm Gratschow die ersten beiden
Gefechte. Dann kam die Serie von fünf Niederlagen, zu der auch Neuzugang
Aurimas Naudzius und Anatolij Hoppe beitrugen. Doch im abschließenden
Duell tobte sich das Publikum noch einmal aus. Vitalius Subacius, der
„schwere Junge“ aus Litauen, heizte seinem Gegner mächtig ein.
Deutschlands bester Schwergewichtler, der für Hertha startende Stefan
Köber aus Frankfurt (Oder), wurde mehrmals in seinen Grundfesten
erschüttert. Subacius gewann mit 31:16. „Jetzt hat man gesehen, wer der
Bessere ist“, frohlockte Motors Manager Ralph Mantau nach der
Klassevorstellung seines „Ziehsohns“. Seit fünf Jahren steht Subacius
für die Filmstädter im Ring, er gewann 27 Kämpfe. Dreimal wurde dem
Kontrahenten nach Fehlurteilen der Sieg zugesprochen. Kaum zu glauben,
dass der Lokalmatador, der bereits beim Besteigen des Rings gefeiert
wurde, vor einer Woche im Finale des Chemiepokal-Turniers in Halle gegen
Köber unterlag.
Subacius, der Mann mit
dem Engelsgesicht, teilt nicht nur im Ring aus. Aus der Umkleide im
ersten Stock waren nach dem Kampf laute Töne zu hören. Der 30-Jährige
hatte sich seinen Landsmann Aurimas Naudzius zur Brust genommen und
verbal zusammengefaltet. „Du hast uns blamiert“, tönte Subacius.
Auch
Motor-Macher Mantau zeigte sich von der Vorstellung des
Leichtgewichtlers „maßlos enttäuscht. Ich habe ihn schon viel besser
gesehen.“ Ansonsten hielt sich seine Enttäuschung in Grenzen. „Wir haben
zwar nach sieben Jahren zum ersten Mal zu Hause verloren, aber jetzt
weht ein anderer Wind als in der Oberliga und zweiten Bundesliga.
Spannend war es auf jeden Fall.“ Dafür hatte auch André Kurz gesorgt,
ehe er in sein Auto kletterte und durch die Nacht heimfuhr. „Ohne meinen
Trainer war ich heute verloren“, sagte er. „Ich brauche eine Vaterfigur
am Ring.“ Mantau konnte diese in seinem Fall nicht abgeben.
MB Intern
13.01.2009
BC Straubing
zieht Mannschaft zurück
Der
Boxclub Straubing zog gestern - 6 Tage vor Beginn der Ligasaison -
unerwartet seine Mannschaft aus der 1. Bundesliga zurück. Damit verfällt
der Terminplan für alle Vereine der 1. Bundesliga. Aktuell wird in den
Vereinen darüber debattiert wie man die Saison gestalten wird.
Märkische Allgemeine Zeitung
06.12.2008
Rinat Karimov Neuzugang bei Motor
Peter Stein
Ralph Mantau, Trainer und Manager des Box-Bundesligisten Motor
Babelsberg, bastelt schon fleißig am neuen Team für die erste Saison in
der höchsten deutschen Liga. Nach dem „Okay“ durch den Deutschen
Boxsport-Verband (DBV) konnte Mantau mit Rinat Karimov (Dortmund) den
ersten Neuzugang vermelden. Der Weltergewichtler wurde jüngst bei den
deutschen Amateurmeisterschaften in Straubing Dritter. „Ich bin mir
sicher, dass wir eine konkurrenzfähige Staffel auf die Beine stellen
werden“, so Mantau. „Das Gerüst der Mannschaft steht ja, wird sich kaum
von dem der Vorsaison unterscheiden. Aber ein, zwei Zugänge sind schon
nötig.“
Neben dem personellen Aufbau der
Mannschaft kümmert sich Mantau auch um Sponsoren, damit der finanzielle
Rahmen stimmt. Außer Zweitliga-Meister Motor treten in der ersten
Bundesliga der Velberter BC, der Boxring Hertha BSC, der BC Straubing
und das so genannte Boxteam Nord an. Dahinter verbirgt sich eine
deutsch-dänische Mannschaft. Nach dem Rückzug von Seelze hatte Mantau
Kontakt zum dänischen Boxmanager Gunnar Berg aufgenommen. Der stellt mit
dem Schleswig-Holsteinischen Amateurbox-Verband eine Mannschaft
zusammen. Gut möglich, dass die Babelsberger dann in Dänemark oder
zumindest in Flensburg antreten müssen. Die Kampftermine stehen noch
nicht fest.
___________________________________________________________________________________________________________
Märkische Allgemeine Zeitung
28.10.2008
Babelsberg rüstet sich für die 1. Bundesliga
BOXEN \ Motor will angreifen
Zweitliga-Meister
Motor Babelsberg boxt ab Januar in der erste
Bundesliga. Mit Motor-Manager Ralph Mantau (47)
sprach Peter Stein.
MAZ: Sie
hatten sich schon im Vorfeld für eine starke erste
Liga ausgesprochen. Wurden nun auf der Liga-Tagung
am Wochenende in Straubing alle Ihre Wünsche
erfüllt?
Ralph Mantau:
Ich kann mit der Entscheidung gut leben. Mit Hertha
BSC, Velbert, Straubing und unserem alten Rivalen
Seelze haben wir vier attraktive Heimkämpfe zu
bieten. Dafür kann ich auf jeden Fall einige
boxerische Leckerbissen versprechen.
Zum Beispiel?
Mantau:
Meister Velbert kommt mit dem Halbwelter-meister
Harun Sipahi, dem Federgewichts-Olympiastarter
Wilhelm Gratschow und dem Halbschweren Robert Woge.
Bei den Derbys gegen Hertha wird es ganz sicher heiß
hergehen. Berlin hat mit Mittelgewichtler Stefan
Härtel oder Weltergewichtsmeister Jack Culcay-Keth
ebenso Klasseboxer in seinen Reihen.
Wird das für Motor nicht
eine Nummer zu groß?
Mantau:
Wir wollen angreifen, kein Kanonenfutter sein. Ich
habe Vertrauen in die Mannschaft, die
Zweitliga-Meister wurde. Alle wollen zur Stange
halten und freuen sich auf die erste Liga. Mit
Bantamgewichtler Marcel Schneider, der in Straubing
das Meisterschaftsfinale unglücklich verloren hat,
oder dem Litauer Vitalius Subacius im Schwergewicht
haben wir auch Leute dabei, die dem Gegner großen
Respekt einflößen.
Welche Veränderungen
gibt es im Modus?
Mantau:
Geboxt wird wie in der 2. Liga in acht
Gewichtsklassen vom Bantam- bis zum Schwergewicht.
Statt viermal zwei Minuten dauern die Kämpfe wieder
dreimal drei Minuten. Eine Minute weniger Pause,
aber eine Minute mehr Kampfzeit verlangen mehr
Kondition. Darauf müssen wir die Sportler
vorbereiten, sonst gibt es am Ende ein böses
Erwachen.
Haben Sie auch an
Verstärkungen gedacht?
Mantau:
Das ist auf jeden Fall ein Thema. Ich habe da auch
schon zwei Leute im Auge, aber noch ist das nicht in
trockenen Tüchern. Da wir zwei sogenannte Einflieger
einsetzen können, wird neben Subacius sicher auch
bei uns noch ein zweiter Ausländer durch das Seil
klettern. Vielleicht fliegt Vitali ja demnächst
nicht allein zu uns...
Wie ist denn das
wirtschaftliche Umfeld auf den Aufstieg vorbereitet?
Mantau:
Da liegt in den nächsten Wochen noch viel Arbeit vor
uns, weil wir ja bisher nicht wussten, wo wir
künftig boxen. Der Etat muss etwa um ein Viertel
aufgestockt werden. Allein die beiden langen
Auswärtsfahrten nach Straubing und Velbert bringen
zusätzliche Kosten. Unsere Sponsoren wollen uns auf
jeden Fall weiter unterstützen.
Rechnen Sie auch mit
mehr Zuschauern?
Mantau:
Ja, vor allem, wenn wir uns gut verkaufen und
mithalten können. Aber wir bleiben im
Toyota-Autocenter in der Großbeerenstraß
Märkische Allgemeine Zeitung
28.04.2008
Babelsberg nach 11:13 in Wismar Meister der 2.
Bundesliga
BOXEN \ Duelle mit Hertha im Visier
AXEL
EIFERT
Die gute Laune ließen sich die Amateurboxer
von Motor Babelsberg von den Vorkommnissen rund um den Ring am Sonnabend
zum Saisonabschluss der 2. Bundesliga nicht verderben. Trotz der
11:13-Niederlage bei Hanse Wismar wurden die Gäste zum dritten Mal
Meister in dieser Liga. „Das ist schon was, im vierten Jahr in der 2.
Liga zum dritten Mal den Titel zu holen“, jubelte Motor-Trainer und
-Manager Ralph Mantau, der den Erfolg mit seiner Truppe wie schon vor
zwei Jahren im „Seestern“ in Wismar feierte.
Die Blicke der Babelsberger gehen nun Richtung 1. Bundesliga. „Die
Mannschaft hat sich dafür ausgespochen, und ich denke, wir bekommen das
mit den Sponsoren bis zum Meldeschluss am 30. Juli hin. Ich bin sowieso
dafür, die Ligen neu zu ordnen. Denn es kann nicht sein, dass wir wie in
diesem Jahr mit nur je vier Teams in der 1. und 2. Liga boxen“, meinte
Mantau. Die Babelsberger Fans können sich dann auf Duelle mit Hertha BSC
Berlin oder Rekordmeister Velberter BC freuen.
Die Begleitumstände beim letzten Saisonkampf in Wismar waren nicht die
allerbesten. So kam es, dass es trotz der eigentlich klaren Fronten vor
dem Duell sogar noch mal eng wurde. Denn das Kampfgericht aus
Sachsen-Anhalt tat sich in allen Kämpfen beim Punktedrücken für die
Gäste schwer. „Krönender“ Abschluss war das Schwergewicht, wo der
Wismaraner Lukas Schulz trotz klarer Unterlegenheit gegen den Litauer
Vitalius Subacius zum Sieger erklärt wurde. „Was da abgelaufen ist, kann
ich mit Worten gar nicht erklären. Schulz ist fast drei Runden nur
weggerannt und hat nur gehalten und geklammert“, sagte Mantau. Er blieb
aber ruhig, weil bis dahin Marcel Schneider (Bantam), Sergej Haan (Halbwelter)
und Anatolij Hoppe (Halbschwer) vor der enttäuschenden Kulisse von nur
50 Fans – davon 20 aus Babelsberg – die für den Titel notwendigen Siege
bereits eingefahren hatten.
Märkische Allgemeine Zeitung
24.04.2008
Motor Babelsberg in Bestbesetzung beim letzten
Saisonkampf in Wismar
BOXEN \ Zwei Siege fehlen zum
dritten Titel
AXEL
EIFERT
Eigentlich brauchen die Babelsberger nur
noch zwei der insgesamt acht Kämpfe in Wismar gewinnen, um die
Meisterschaft endgültig unter Dach und Fach zu bringen. „Doch wir wollen
mehr. Unser Minimalziel ist ein Unentschieden“, gibt Motor-Manager und
-Trainer Ralph Mantau als Devise. Immerhin können die Babelsberger in
Bestbesetzung in den Ring klettern. Mantau: „Bei uns sind alle Mann an
Deck.“
Da müsste in der Tat schon fast alles
schief laufen, sollte es für die Motor-Boxer nicht mit dem dritten
Titelgewinn nach 2005 und 2006 klappen. Deshalb gehen sie von Anfang an
auf Nummer sicher. „Wir fahren extra früher los, damit wir auf jeden
Fall pünktlich zum Wiegen in Wismar sind“, sagte Mantau.
Auch im Ring sollten die sportlichen
Vorteile auf Seiten der Babelsberger liegen. Mit dem deutschen Meister
Marcel Schneider (Bantam), dem in dieser Saison stark auftrumpfenden
Sergej Haan (Halbwelter), der in Cottbus den mehrfachen nationalen
Champion Enrico Wagner klar beherrschte, und dem mehrfachen litauischen
Meister Vitalius Subacius (Schwer) haben die Potsdamer drei Sieggaranten
in ihren Reihen, die in dieser Ligasaison bisher alle Kämpfe für sich
entscheiden konnten. Dazu kommen mit Sebastian Formella, André Kurz und
den routinierten Anatolij Hoppe und Jörg Rosomkiewicz Kämpfer, die immer
für Siege gut sind.
Ein Highlight steht am Sonnabend im
Schwergewicht an, wenn im letzten Kampf Vitalius Subacius auf den
kurzfristig von Wismar verpflichteten deutschen Meister Stefan Köber aus
Frankfurt (Oder) trifft. Doch bis dahin sollte Babelsberg schon als
Meister feststehen.
Potsdamer Neueste Nachrichten
01.04.2008
"Die Jungs wollen"
Motor-Manager Ralph Mantau strebt Aufstieg in die 1. Box-Bundesliga
fest an
HENNER MALLWITZ
Mit dem
Punktgewinn beim BSK Seelze haben die Boxer des SV Motor Babelsberg den
Aufstieg in die erste Bundesliga so gut wie klar gemacht. Kann denn
eigentlich noch etwas anbrennen, Herr Mantau?
Nur durch einen
unglücklichen Zufall. Wir müssen am 26. April unseren letzten Kampfabend
in Wismar bestreiten. Wenn wir also eine Panne auf der Autobahn haben
und können deshalb nicht antreten, wäre das ein solcher Zufall. Sollte
aber alles klar gehen – und davon gehe ich aus –, haben wir die
Meisterschaft entschieden.
Ein Unentschieden in
Wismar würde aber nicht reichen.
Nein, wir müssen wenigstens einen Kampf gewinnen. Zwei wären
natürlich besser, um jeder Rechnerei aus dem Wege zu gehen. Aber bei
acht anstehenden Fights sollte das kein Problem sein, da ist jeder im
Team ganz optimistisch.
Gehen wir also schon einmal vom Gewinn der Meisterschaft aus. Mit
dem Team wollten Sie ja reden, ob es sich einen Aufstieg in die erste
Liga zutraut. Ist das schon geschehen?
Ja, gleich nach dem Erfolg in Seelze haben wir uns an einen
Tisch gesetzt. Die Jungs wollen. Und so fassen wir den Aufstieg ganz
fest ins Auge.
Für das Team wird das Oberhaus sicherlich eine Menge Neuerungen
bereit halten.
Ja, ohne Frage. Einerseits wird in der ersten Bundesliga das
Weltergewicht zweimal besetzt, so dass wir neun Wertungskämpfe haben.
Das Kampfgericht wird zudem von vier auf sechs Kampf- und Ringrichter
erhöht. Und nicht zuletzt haben wir auch bedeutend weitere Anfahrten.
Strecken nach Velbert unweit von Düsseldorf oder nach Heidelberg sind
dann einzuplanen. Zwei Übernachtungen sind an einem solchen Wochenende
nötig, ansonsten packt man das nicht.
Das wird auch Auswirkungen auf den Etat haben. Inwieweit wird er
sich verändern ?
Auch im vierten Jahr unserer Zugehörigkeit zur zweiten
Bundesliga haben wir pro Saison mit rund 45 000 Euro geplant. Damit sind
wir stets hingekommen, doch das reicht künftig nicht mehr. Bei jeweils
fünf Heim- und Auswärtskämpfen veranschlagen wir etwa 100 000 Euro.
Gerade an dieser Summe scheiterten ja in der Vergangenheit bereits
zwei Aufstiegsversuche. Bekommen Sie denn die nötigen Sponsoren diesmal
ins Boot?
Da bin ich mir ganz sicher. Schließlich haben wir den Sponsoren
und auch dem Publikum eine tolle Saison geboten. Drei klare Siege in
drei Heimkämpfen im gut gefüllten Toyota-Autohaus haben viele von
unserer Erstligatauglichkeit überzeugt. Und einige werden wir noch
überzeugen. In der letzten Aprilwoche beginnen gezielte Gespräche mit
den Geldgebern.
Geld wird sicherlich auch für neue Leute nötig sein. Oder reicht
die jetzige Schlagkraft der Truppe aus?
Eigentlich reicht sie aus. Aber durch die Neuerungen im
Weltergewicht brauchen wir noch einen neuen Mann in der Klasse bis 69
Kilogramm. Und im Mittelgewicht bis 75 Kilogramm müssen wir uns
ebenfalls um Verstärkung bemühen. Rosi (Jörg Rosomkiewicz/ d. Red.) ist
mit 32 Jahren jetzt in so einem Alter, in dem er vielleicht nicht mehr
in jedem Kampf zur Verfügung steht. Aber es ist eben sehr schwer, gute
Leute zu finden. Nicht einmal in Litauen sind wir fündig geworden.
Und Nachbarschaftshilfe?
Aus Cottbus ist nichts zu erwarten, aber aus Frankfurt. Der für
Schwedt boxende Terence Vorrath will im Mittelgewicht zu uns stoßen.
Aber bis dahin ist noch Zeit. Erst einmal soll in Wismar alles klar
gemacht werden.
Märkische Allgemeine Zeitung
31.03.2008
Nach 12:12 in Seelze ist für die Motor-Staffel der
Titel in der 2. Bundesliga wohl nur noch Formsache
BOXEN \ Babelsberger klar auf
Meisterkurs
AXEL
EIFERT
Angestoßen auf die dritte Meisterschaft in der 2.
Bundesliga haben die Boxer von Motor Babelsberg am
Sonnabend noch nicht, obwohl ihnen nach dem
12:12-Unentschieden im Auswärtskampf beim BSK Seelze
der Titel praktisch nicht mehr zu nehmen ist. In
drei Wochen zum Saisonabschluss auswärts bei Hanse
Wismar könnten sich die Potsdamer sogar eine
Niederlage leisten, müssten aber, um ganz sicher zu
gehen, zumindest zwei der acht Kämpfe gewinnen, um
Erster zu bleiben. Alle Experten schätzen ein, dass
dies nur noch Formsache ist.
Die
Veranstaltung in Seelze zog sich am Sonnabend in die
Länge und war erst gegen 23.15 Uhr beendet. „Da
waren wir zwar glücklich über den wichtigen
Auswärtspunkt, aber zu satt, um noch irgendwo zu
einer kleinen Feier einzukehren“, sagte
Motor-Trainer und -Manager Ralph Mantau. Dies soll
nun nach dem Kampf in Wismar nachgeholt werden. In
Seelze hatten die Babelsberger die erwartet schwere
Aufgabe zu lösen. „Die Gastgeber waren ein sehr
starker Widersacher. Sie haben in allen Kämpfen
alles gegeben, und wir mussten für das Remis ganz
schön ackern“, schätzte Mantau ein.
Der
deutsche Meister Marcel Schneider sorgte gegen Jasin
Mahmut Suhir für den erwarteten Auftaktsieg der
Gäste. Aber schon danach stach das angekündigte
„Ass“ der Babelsberger nicht. Alexander Haan,
ehemaliger Vizeweltmeister und Bruder von
Halbweltergewichtler Sergej Haan, unterlag nämlich
im Federgewicht gegen Hassan Mahmut Jasim knapp nach
Punkten. „Er hat nicht enttäuscht, aber man hat
gesehen, dass sieben Jahre Boxpause nicht so einfach
zu verkraften sind“, so Mantau, der mit seinem neuen
Mann aber weiter rechnet.
Da
abschließend auch Motor-Leichtgewichtler André Kurz
gegen Juri Paschko verlor, aber Sergej Haan sich
seiner Aufgabe gegen Sergej Dschullajan durch eine
Steigerung in den Runden drei und vier siegreich
entledigte, stand es zur Pause 6:6. Der stark
formverbesserte Weltergewichtler Sebastian Formella
brachte die Gäste mit dem Erfolg über Pedrag
Kowakevic nach vorn. In den folgenden zwei
gutklassigen Fights mussten sich Gökalp Özekler und
Anatolij Hoppe den starken Seelzern Jacob Deines und
Eugen Schellenberg jeweils knapp geschlagen geben.
So war es wieder an Schwergewichtler Vitalius
Subacius, mit einem vorzeitigen Sieg in Runde zwei
über Jacob Zimbelmann das Remis für die Gäste zu
sichern.
So
langsam können bei den Babelsbergern nun die
Planungen für die 1. Bundesliga beginnen. „Die
Mannschaft hat sich dafür ausgesprochen, nächste
Saison ganz oben zu boxen. Und wenn wir es
finanziell hinbekommen, dann gehen wir auch diesen
Schritt“, sagte Mantau.
 |
Machte das Remis perfekt: Vitalijus
Subacius |
Potsdamer Neueste Nachrichten
17.03.2008
Motor ist wie eine Familie
Vizeweltmeister Alexander Haan boxt nach acht Jahren wieder, hat das
Ziel Olympia 2012 vor Augen und steigt heute erstmals für Babelsberg in
den Ring
HENNER MALLWITZ
„Ich habe es jahrelang
versucht und nicht geschafft“, sagt Sergej Haan. Was dem für Motor
Babelsberg boxenden Halbweltergewicht in all der Zeit nicht gelang, ist
letztlich dem Mannschaftsgeist im Zweitligateam und nicht zuletzt auch
der stets guten Stimmung zu verdanken, die die Motor-Fans bei
Heimkämpfen verbreiten. Denn beides überzeugte Sergejs Bruder Alexander
letztlich, nach achtjähriger Abstinenz wieder in den Ring zu steigen –
und zwar wie sein Bruder für Motor.
Heute Abend wird der Federgewichtler zum ersten Mal seit fast acht
Jahren wieder im Ring stehen und versuchen, einen Sieg zum Gesamterfolg
beizusteuern. Beim BSK Seelze müssten die Babelsberger nur noch einen
Punkt erkämpfen, um die Meisterschaft in der zweiten Bundesliga zum
dritten Mal für sich zu entscheiden.
Nun ist also auch Alexander Haan ein Teil dieser erfolgreichen Riege.
Der inzwischen 28-Jährige bringt es auf 78 Siege in 85 Kämpfen, war
mehrmals Deutscher Meister, gehörte zum Nationalkader und erboxte sich
2001 den Vizeweltmeistertitel. „Dann kam dieser schlimme Unfall, und es
war erst einmal aus mit dem Sport“, denkt er zurück. Bei einem
leichtsinnigen Sprung in unbekanntes Wasser traf er mit dem Kopf auf
einen Stein und hatte am Ende noch Glück, nicht querschnittsgelähmt zu
sein.
„Ich habe in all den Jahren den Sport immer sehr vermisst“, erzählt der
Neue im Motor-Team. „Aber mit diesen stetigen Kopfschmerzen ging das in
den ersten vier Jahren überhaupt nicht.“ So kümmerte er sich zusammen
mit seinem Bruder in der Heimatstadt Augsburg um ihren Boxverein Haan,
baute am eigenen Gym, trainierte den Nachwuchs und begleitete Sergej
schließlich seit Saisonbeginn immer, wenn dieser für Motor in den Ring
stieg. „Ich hatte mich bis dahin schon in einigen Vereinen umgesehen,
weil ich wieder boxen wollte“, erzählt Alexander. „Nie war etwas dabei.
Aber diese Atmosphäre im Motor-Team, die Begeisterung der Fans im
Babelsberger Autohaus – das ist wie eine Familie. Ich musste mich nicht
lange entscheiden und bin super aufgenommen worden.“ Inzwischen hat er
nach eigener Auskunft „fleißig trainiert und schon lange mit dem Rauchen
aufgehört“, und vor allem hat er ein ganz großes Ziel. „Ich wollte immer
einmal zu Olympia“, sagt er. „In vier Jahren will ich soweit sein.“
Eigentlich wollte Alexander Haan ja seine Premiere bei Motor Babelsberg
bereits gegen den Cottbuser BC vor heimischem Publikum feiern. Aber ein
überharter Bruderkampf als Sparring endete für ihn mit einem Kapselriss
in der Hand, der inzwischen jedoch verheilt ist.
In Seelze kann Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau bis auf den
verletzten Jörg Rosomkiewicz das komplette Team aufbieten. „Ein Punkt
reicht, doch das wird ein ganz harter Gang“, weiß er. Sollte am Ende
allerdings ein Unentschieden auf dem Punktzettel stehen, wird gefeiert,
bevor in der kommenden Woche Gespräche mit dem Team geführt werden. Und
wenn sich die inzwischen gewachsene Truppe für einen Aufstieg in die
erste Bundesliga ausspricht, ist dies beschlossene Sache.
Zweimal mussten die Babelsberger als Meister aus finanziellen Grunden
bereits auf den Aufstieg verzichten. „Doch diesmal bin ich
optimistisch“, bekräftigt Mantau. „Wir brauchen zwar noch ein bis zwei
Sponsoren, aber nach unserer tollen Saisonleistung sollten die zu
überzeugen sein.“ Doch vorerst muss der Grundstein für den Aufstieg
gelegt werden. Heute um 19 Uhr in Seelze mit Alexander Haan.
Märkische Allgemeine Zeitung
27.03.2008
Motor Babelsberg will am Sonnabend in Seelze die
Meisterschaft der 2. Bundesliga perfekt machen
BOXEN \ Ein Punkt fehlt noch am großen Ziel
AXEL
EIFERT
Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau hat
schon mal durchgerechnet. „Einen Punkt brauchen wir noch, um unser
großes Ziel zu erreichen. Denn bei den kleinen Punkten sind wir
gegenüber der Konkurrenz klar im Vorteil. Und den noch fehlenden
Auswärtspunkt wollen wir gleich im ersten Anlauf in Seelze holen, um die
Sache perfekt zu machen“, sagt der Babelsberger Boxchef.
Die Ausgangssituation für die Potsdamer ist
sehr gut. Aus der vor knapp zwei Wochen mit 14:10 gegen den BC Cottbus
siegreichen Staffel sind auch in Seelze alle Kämpfer einsatzfähig.
Routinier Jörg Rosomkiewicz (Mittelgewicht) ist aber weiter krank
geschrieben. Zumindest eine Veränderung wird es wohl doch geben. Denn
der Motor-Manager will noch „ein besonderes Ass“ aus dem Ärmel ziehen,
um ganz auf Nummer sicher zu gehen. Den Namen des neuen Mannes möchte
Mantau bis zum Wiegen zwei Stunden vor dem Kampf in Seelze nicht
verraten, nur so viel: „Wir hoffen, dass es sticht.“
Zur Vorbereitung auf den nun wohl
wichtigsten Kampf der Saison sind für die Motor-Boxer auch die
Osterfeiertage ausgefallen. „Bis auf Bantamgewichtler Marcel Schneider
und Schwergewichtler Vitalius Subacius hatten wir für zwei Tage in
Babelsberg nochmal die Mannschaft zusammen und haben fleißig trainiert.
Die Stimmung im Team ist sehr gut, und die Jungs sind alle
außerordentlich motiviert“, verriet Mantau.
Der Babelsberger Verantwortliche weiß
allerdings auch, dass es bei den Niedersachsen kein Spaziergang wird.
Immerhin haben die Seelzer am vergangenen Kampftag mit einem 12:12-Remis
auswärts bei Hanse Wismar überrascht. Ihre stärksten Leute werden die
Gastgeber wohl im Mittel- und Halbschwergewicht in den Ring schicken.
Aber dort sind auch die Babelsberger recht gut besetzt. Der in Hamburg
lebende Motor-Kapitän Anatolij Hoppe, der im Halbschwer boxt, war jetzt
sogar für einige Tage im Camp des Universum-Stalles, um sich beim
Sparring mit den Profis gut auf den Auswärtskampf in Seelze
vorzubereiten.
Märkische Allgemeine Zeitung
17.03.2008
Babelsberg nach 14:10 über BC Cottbus wieder
Spitzreiter der 2. Bundesliga
BOXEN \ Dem Titel ein Stück näher
AXEL
EIFERT
Gästetrainer Dietmar Schnieber meinte nach
dem Kampfabend zu seinem Babelsberger Gegenüber Ralph Mantau, dass nun
für die Motor-Staffel der Weg frei sei zur Meisterschaft in der zweiten
Liga. „Nach der Lage der Dinge fehlt uns noch ein Zähler, weil wir bei
den kleinen Punkten klar vorn liegen, und den wollen wir in den noch
ausstehenden Auswärtskämpfen in Seelze und Wismar unbedingt holen“,
meinte der Babelsberger Trainer und Manager.
Gegen Cottbus lief für die Gastgeber von
Beginn an alles nach Plan. Der deutsche Meister Marcel Schneider
punktete im Bantamgewicht Tobias Tatai sicher aus, obwohl er einen Tag
zuvor die Nachricht erhielt, nicht für das letzte
Olympia-Qualifikationsturnier Anfang April in Athen nominiert zu werden.
Leichtgewichtler André Kurz bezwang Marko Lebeda, und im Halbwelter kam
Sergej Haan sogar zu einem vorzeitigen Erfolg über Artjom Dashyan. In
Runde drei kam aus der Cottbuser Ecke das Handtuch zum Zeichen der
Aufgabe. Sebastian Formella verkaufte sich im Weltergewicht gegen Enrico
Wagner gut, aber der mehrfache deutsche Meister aus Cottbus war noch zu
stark für ihn. Okzkeler Gökalp (Mittel), der den verletzten Jörg
Rosomkiewicz vertrat, und Anatolij Hoppe im Halbschwer machten dann
bereits vorzeitig den Babelsberger Gesamterfolg perfekt.
Schwergewichtler Vitalius Subacius schraubte das Ergebnis gegen den
tapferen Nils Griwenka noch auf 14:10.
Zu den Wettkampf-Fotos
Potsdamer Neueste Nachrichten
17.03.2008
Mit harter Rechten Herr im Ring
Zweitligist Motor Babelsberg erboxte sich gegen den BC Cottbus einen
14:10-Gesamterfolg
HENNER MALLWITZ
Die Frage, ob er „Ferien
im Ring“ gemacht habe, nahm Vitalijus Subacius am Ende nicht übel.
Schließlich hatte das Schwergewicht in den Reihen des SV Motor
Babelsberg zum Abschluss eines spannenden Zweitliga-Kampfabends als
letzter Athlet im Ring einen Sieg zum 14:10-Gesamterfolg seines Teams
über den BC Cottbus beigetragen. Gegen Nils Griwenka machte er zwar nur
das Nötigste, aber auch das reichte. „Ich war noch ein bisschen müde“,
gestand der mehrfache Litauische Meister, dem noch die Mühen der
Olympia-Qualifikation in Italien in den Fäusten steckten.
Die Frage nach den Ferien hatte Motor- Manager Ralph Mantau letztlich
auch gar nicht ernst gemeint, denn schließlich hatte Mannschaftskapitän
Anatolij Hoppe im Halbschwergewicht zuvor Babelsbergs Sieg schon klar
gemacht. Unter lauten Anfeuerungsrufen der Fans im gut gefüllten
Toyota-Autohaus setzte sich am Ende auch Erfahrung gegen jungen
Übereifer durch. Während Hoppe schon 131 Mal im Ring stand, brachte es
sein Gegner Ali El-Katan nur auf 37 Einsätze. In der zweiten Runde
landete der Cottbuser zwar einen nicht ungefährlichen Treffer – am
32:18-Punktsieg, der den Gesamtsieg perfekt macht, änderte dieser aber
nichts.
Den Kampf des Abends allerdings sahen die Zuschauer im Mittelgewicht.
Özkeler Gökalp wollte es für die Gastgeber unbedingt richten –
schließlich war der Babelsberger gleich doppelt in die Pflicht genommen.
Einerseits musste er den verletzten Jörg Rosomkiewicz ersetzen,
andererseits hatte er noch etwas gut zu machen. Denn seine Leistung im
Hinkampf, den der Aufsteiger Cottbus 13:11 gewonnen hatte, war alles
andere als berauschend. Und so legte sich Gökalp gegen Valerie Kalashyan
ins Zeug, griff mit Leberhaken und gut platzierten Schlagfolgen an und
zeigte von Beginn an, wer Herr im Ring ist. Kalashyan bearbeitete
Gökalps Deckung phasenweise wie einen Punchingball, um dann doch von
einer harten Rechten getroffen zu werden. „Ich habe ihm eine Chance
gegeben, und die hat er gut genutzt“, lobte Mantau seinen Schützling
nach dem Fight. „Zum Ende ließ er zwar etwas nach, aber er hat einen
wirklich guten Kampf geboten.“
Das traf auch auf den Fight zu, den sich Marcel Schneider im
Bantamgewicht mit Tobias Tatai vom BCC lieferte. Der Babelsberger hatte
kurz zuvor vom Bundestrainer erfahren, dass dieser doch lieber dem
Hallenser Ronny Beblik die Olympia- Chance gibt, und stieg deshalb nicht
gerade übermotiviert in den Ring. „Aber dann habe ich den Spaß am Boxen
wieder gefunden und souverän durchgezogen“, so der 21-Jährige. „Olympia
ist zwar abgehakt, aber ich bin jung und hab noch viel vor.“
In die Gilde der siegreichen Motor- Mannen reihten sich auch André Kurz,
der sich im Leichtgewicht gegen Marko Lebeda durchsetzte, und Sergej
Haan ein. Dem Halbschwergewicht gelang ein klarer Sieg gegen Artjom
Daschjan, nachdem dessen Coach in der dritten Runde das Handtuch
geworfen hatte. Weltergewicht Sebastian Formella kassierte in seinem
Kampf gegen Enrico Wagner ebenso eine Niederlage wie der enttäuschende
Federgewichtler Jakov Terskisch, der Marten Lebeda unterlag.
Zum Gewinn der Meisterschaft reicht der Motor-Riege nun noch ein
Unentschieden. Und das sollte bei den beiden noch ausstehenden Kämpfen
gegen den BSK Seelze und das Boxteam Hanse Wismar durchaus möglich sein.
Märkische Allgemeine Zeitung
28.01.2008
Die Spitze zurückerobert
BOXEN \ Motor Babelsberg siegt im Duell mit dem
Erzrivalen Hanse Wismar mit 13:10
AXEL
EIFERT
Einmal im Jahr muss Boxen sein. „Wieso nur einmal?“, gibt der prominente
Besucher die Frage zurück und kündigte damit schon mal indirekt sein
Wiederkommen für den letzten Heimkampf der Boxer von Motor Babelsberg in
der 2. Bundesliga Mitte März gegen den BC Cottbus an.
Am
Sonnabend freute sich Ministerpräsident Matthias Platzeck mit den rund
600 Fans über den 13:10-Erfolg der Heimmannschaft gegen den Erzrivalen
BT Hanse Wismar. Die Babelsberger verwirklichten damit das selbst
gesteckte Ziel, die Tabellenführung in der 2. Bundesliga
zurückzuerobern. Wesentlich dazu bei trugen die beiden Rückkehrer Marcel
Schneider im Bantam- und Anatolij Hoppe im Halbschwergewicht, die in den
ersten beiden Saisonkämpfen aus Verletzungsgründen noch gefehlt hatten.
Der
deutsche Meister Marcel Schneider punktete den Wismaraner Oleg Lerke
klar mit 46:25 aus. Und Staffelkapitän Hoppe machte mit seinem
41:14-Erfolg über Alexander Kalashyan den Gesamtsieg für sein Team
vorzeitig perfekt. Den Endstand stellte der litauische Schwergewichtler
Vitalius Subacius her, der beim 26:15-Erfolg über den deutschen
Vizemeister Lukas Schulz diesmal weniger Probleme als in den Duellen
zuvor hatte.
Mit
einigen unerwarteten Ergebnissen in den leichten Gewichtsklassen hatten
Babelsbergs Youngster die Weichen frühzeitig in Richtung Sieg gestellt.
Vor allem Federgewichtler Constantin Klatt wuchs im zweiten Kampf in den
Runden drei und vier förmlich über sich hinaus und sorgte mit dem
26:26-Remis gegen Erdal Kaplan für einen nicht erwarteten Punktgewinn.
Gleich danach legte André Kurz mit dem knappen 25:24 über Howik
Barsegjan nach, so dass Motor-Boxchef Ralph Mantau das Geschehen weit
gelassener als erwartet betrachten konnte.
In der
Folge sorgte Motors starker Neuzugang Sergej Haan im Halbweltergewicht
mit dem klaren 42:6-Punktsieg über Hannes Garbe für weiteren
Punktzuwachs und forderte mit technisch gekonntem Boxen den Applaus des
Anhangs heraus. Babelsbergs Neuzugang aus Wismar, Sebastian Formella,
musste sich zwar dem routinierten Dieter Döhl im Weltergewicht mit 25:38
geschlagen geben. Und auch der starke Niederländer Peter Mullenberg
erwies sich beim 31:19 für Motors erfahrenen Mittelgewichtler Jörg
Rosomkiewicz als zu hohe Hürde. Diese beiden Niederlagen änderten aber
nichts am souveränen Auftritt der Babelsberger. Sie stehen nun in der 2.
Bundesliga nach drei Kampftagen mit 4:2 Punkten auf Platz eins vor dem
BC Cottbus und dem BSK Seelze (beide 3:3).
Zu den Wettkampf-Fotos
Potsdamer Neueste Nachrichten
28.01.2008
Erfolgreich zurück im Ring
Anatolij Hoppe und Marcel Schneider trugen zum Sieg der Motor-Boxer
bei
Nach Verletzungspausen
erstmals wieder im Ring, trugen Mannschaftskapitän Anatolij Hoppe und
Bantamgewichtler Marcel Schneider am Samstag zum klaren 13:10-Erfolg der
Babelsberger Motor-Boxer im Zweitligakampf gegen Hanse Wismar und damit
zur Eroberung der Tabellenspitze bei. Hoppe hatte es im
Halbschwergewicht zwar schwer, gegen den in Doppeldeckung stehenden
Alexander Kalashyan klare Treffer zu setzen, doch eine Siegchance besaß
sein inaktiver Kontrahent nie.
Auch Marcel Schneider traf mit Oleg Lerke auf einen unangenehmen Gegner.
Er brauchte fast zwei Runden, um die längere Reichweite des Wismarers zu
überwinden, der dann aber mehr und mehr abbaute. Schneider brillierte
wieder mit seiner Schnelligkeit und gekonnten Meidbewegungen. Will er
sich als Deutscher Meister beim bevorstehenden
Olympia-Qualifikationsturnier in Pescara (Italien) gegen starke
internationale Konkurrenz durchsetzen, braucht er aber eine deutliche
Leistungsteigerung. Nur die beiden Finalisten lösen die Fahrkarte nach
Peking.
Eine Glanzvorstellung bot
erneut Halbweltergewichtler Sergej Haan. Mit einem Hagel variabler
Schläge trieb er seinen unerfahrenen Gegner Hannes Garbe durch den Ring.
Selbst die Zuschauer – unter ihnen Ministerpräsident Matthias Platzeck –
empfanden Mitleid mit dem Hanseaten. Ihren Zwischenrufen „Wo bleibt das
Handtuch?“ folgte das Wismarer Trainergespann aber nicht; es ließ Garbe
die bittere Lektion (6:42 Punkte) bis zum Schlussgong schlucken.
Auch die Gäste brachten zwei Hochkaräter an den Start. Nicht die Spur
einer Chance besaß der nach Hoppes Genesung ins Mittelgewicht
zurückgekehrte Jörg Rosomkiewicz gegen den WM-Teilnehmer und mehrfachen
niederländischen Meister Peter Mullenberg. Mit Kampfgeist und
gelegentlichen überfallartigen Angriffen konnte „Rosi“, dem eine
Ringpause gut tun würde, die boxerische und technische Überlegenheit
seines Gegners nicht wettmachen. Der mit Spannung erwartete Fight
zwischen den beiden „Schweren“ Lukas Schulz (Wismar), deutscher
Vizemeister, und Vitalij Subacius verlief unspektakulär. Der
Babelsberger boxte aus einer sicheren Defensive – in Runde 3 und 4 wurde
Schulz angezählt, so dass es an Subacius’ fünftem Sieg im siebenten
Kampf gegen diesen Kontrahenten keinen Zweifel gab.
Von den übrigen Babelsberger Kämpfern wurde Constantin Klatt
(Federgewicht) mit einem Unentschieden schlecht bedient, denn gegen
seinen unorthodox, manchmal unsauber boxenden Gegner Erdal Kaplan hatte
er in der Schlussrunde deutliche konditionelle Vorteile. André Kurz
(Leicht) gewann hauchdünn (25:24) gegen Hawik Barsejan, und
Weltergewichtler Sebastian Formella musste sich nach verschlafener
erster Runde dem kompakt agierenden Dieter Döhl geschlagen gegeben.
In einer Schweigeminute gedachten die Zuschauer im Toyota-Autohaus des
kürzlich im Alter von 72 Jahren verstorbenen verdienstvollen
Babelsberger Boxtrainers Fritz Fiebelkorn.
Potsdamer Neueste Nachrichten
24.01.2008
Der Kapitän boxt wieder
Babelsbergs Anatolij Hoppe und Marcel Schneider stehen am Samstag
gegen Wismar vorm Comeback
MICHAEL MEYER
Anatolij Hoppe ist
wieder da. Am Samstag wird Babelsbergs Boxer beim Heimkampf gegen Hanse
Wismar (18 Uhr, Toyota Auto Center Babelsberg) erstmals in dieser
Zweitliga-Saison für Motor in den Ring steigen. Mitte November
vergangenen Jahres hatte sich der Halbschwergewichtler kurz vor dem
Start der Liga- Kämpfe bei den Norddeutschen Meisterschaften in
Neukloster den Daumen der rechten Schlaghand gebrochen – nun brennt der
28-Jährige auf seinen ersten Kampf. In der vergangenen Woche brachte
sich Babelsbergs Mannschaftskapitän im Trainingscamp seines litauischen
Mannschaftskameraden Vitalius Subacius in Kaunas ordentlich in Schwung.
„Er hat dort in fünf Tagen elfmal trainiert und nach seiner Rückkehr
verkündet: Ich bin fit wie ein Turnschuh“, erzählt Motor-Manager Ralph
Mantau.
Der sich auch über das Comeback Marcel Schneiders freuen kann.
Babelsbergs Deutscher Meister und Vize-Militärweltmeister musste bislang
wegen einer im Finale der Deutschen Meisterschaften erlittenen
Augenverletzung pausieren. Der 21-jährige Bantamgewichtler ist nun aber
ebenfalls wieder genesen und soll dazu beitragen, Motor zurück an die
Tabellenspitze zu fighten, nachdem in seiner Gewichtsklasse Slava Bitter
die ersten beiden Vergleiche verloren hatte.
Nach einem Sieg (14:9 gegen BSK Seelze) und einer Niederlage (11:13 beim
BC Cottbus) sind Babelsbergs Faustkämpfer mit 2:2 Punkten momentan
Tabellendritter hinter den Cottbusern und Seelze (je 3:3), die sich
bereits am vergangenen Wochenende gegenüberstanden und 12:12 boxten.
„Wir wollen und müssen am Samstag gegen Wismar gewinnen, um unsere
Spitzenposition zu behaupten“, erläutert Mantau, der seiner Mannschaft
eine klare Marschorder gegeben hat: „Unsere Gruppe ist sehr
ausgeglichen, da gibt es keinen Favoriten. Um Meister zu werden, müssen
wir alle noch ausstehenden vier Kämpfe gewinnen.“
Gegen das BT Hanse Wismar soll jetzt der zweite Saisonsieg her. „Das ist
machbar, wird aber schwer“, weiß Motors Manager, der durch Hoppes
Rückkehr übermorgen Jörg Rosomkiewicz wieder im Mittelgewicht boxen
lassen kann. Dort wird es der Babelsberger, der im Dezember je einmal
verlor und siegte, wohl mit dem starken Niederländer Peter Mullenberg zu
tun bekommen, der seine beiden ersten Zweitliga- Kämpfe dieser Saison
gewann. Im Weltergewicht könnte der 2007 von Wismar zu Motor gewechselte
Sebastian Formella auf Hanses Neuzugang Dieter Döhl treffen, und im
abschließenden Schwergewichts-Kampf dürfen sich die Boxfans am Samstag
wieder auf das Dauer-Duell Vitalius Subacius versus Lukas Schulz freuen.
Sechsmal standen sich die beiden Kraftpakete bislang gegenüber; viermal
siegte dabei der Babelsberger, zweimal der Wismarer. In der vergangenen
Saison gewann jeder seinen Heimkampf. „Vitalius wird sich ordentlich ins
Zeug legen müssen“, ahnt Ralph Mantau. Darauf hoffend, dass der Litauer
übermorgen ebenso gut vorbereitet in den Ring steigt wie Anatolij Hoppe.
Märkische Allgemeine Zeitung
24.01.2008
Schneider und Hoppe dabei
BOXEN \ Babelsberger wollen die Tabellenspitze
in der 2. Bundesliga zurückerobern
AXEL
EIFERT
Seitdem die Potsdamer wieder im Ligaboxen
dabei sind, gab es fast in jedem Jahr zwei Vergleiche mit den
Hansestädtern, mit einer Ausnahme. „Einmal war Wismar aufgestiegen, aber
im Jahr darauf wieder abgestiegen. Aber sonst sind wir immer aufeinander
getroffen und haben uns viele heiße Gefechte geliefert. Diesmal wird es
sicherlich nicht anders sein“, sagt Motor-Manager und -Trainer Ralph
Mantau.
Das Ziel für seine Staffel für das Duell mit Wismar am Sonnabend ab 18
Uhr im Toyota-Autocenter (Großbeerenstraße) ist abgesteckt. „Wir wollen
die Tabellenspitze zurückerobern. Wir müssen nachziehen“, fordert Mantau.
Nachdem sich der BSK Seelze und der BC Cottbus voriges Wochenende 12:12
getrennt haben, liegen diese beiden Mannschaften mit jeweils 3:3 Punkten
vor Babelsberg und Wismar (je 2:2). „Es wird wieder ein schwieriges
Unterfangen, denn unsere Gäste sind nicht zu unterschätzen“, so Mantau.
Der Motor-Boxchef freut sich aber darauf, beim zweiten Heimkampf sein
bestes Aufgebot in den Ring schicken zu können. Mit dem Deutschen
Meister Marcel Schneider (Bantam) und Staffelkapitän Anatolij Hoppe
(Halbschwer) sind zwei Leistungsträger in dieser Saison erstmals dabei,
die in den ersten beiden Kämpfen aus Verletzungsgründen gefehlt hatten.
„Mit den beiden sind wir qualitativ natürlich wesentlich besser besetzt
als zuletzt. Anatolij weilte wegen seines längeren Ausfalls gerade eine
Woche zum Trainingslager in Kaunas. Und am Mittwoch waren die meisten
Kämpfer von uns nochmal im Leistungszentrum in Frankfurt (Oder) zum
Sparring“, sagt Mantau.
Zwei besonders interessante Duelle erwartet er in den oberen
Gewichtsklassen. Der litauische Schwergewichtler Vitalius Subacius
bekommt es mit dem deutschen Vizemeister Lukas Schulz zu tun, der ihn
vorige Saison in Wismar einmal besiegen konnte.
Und im Mittelgewicht trifft Motor-Routinier Jörg Rosomkiewicz auf den
dreifachen niederländischen Meister und WM-Fünften Peter Mullenberg.
Mantau: „Das wird ein ganz schwerer Brocken für Rosi. Der Holländer soll
ein großer und sehr schneller Mann sein. Mal sehen, was er daraus macht.
Ich hoffe, dass am Ende alles positiv für uns ausgeht.“
MB Intern
16.12.2007
Haan entzaubert Wagner einstimmig
Zum ersten
Bundesligaauswärtskampf der Saison 2007/2008 reisten die Motor-Kämpfer
zum Bundesliga-Debütant BC Cottbus. Im ersten Kampf bis 54 Kilogramm
traf Slawa Bitter auf Marko Lebeda. Bitter, der seine Leistung
steigerte, konnte jedoch nicht die nötigen Punkte sammeln und unterlag
deutlich mit 24:39 Punkten. Auch Jakov Terskisch fand nicht richtig in
den Kampf gegen Marten Lebeda und musste sich mit 25:41 Punkten
geschlagen geben. Andre Kurz, der letzte Woche gegen den Seelzer
Sergej Dschullajan eine
hervorragende Leistung bot, fand gegen den Dritten der Deutschen
Meisterschaften Marcel Schinske nicht die passenden Argumente um den
Kampf gewinnen zu können; 29:19 für Schinske.
Während den Kämpfen spielte
sich ein Halli-Galli an der Punktemaschine ab. Cottbus-Verantwortliche
beschwerten sich darüber, dass Motor-Coach Ralph Mantau während der
Kämpfe über den aktuellen Punktestand seiner Fäustlinge informiert
wurde, selber aber das gleiche ausübten.
Dann kam es
zum Kampf des Abends in der Gewichtsklasse bis 64,0 kg zwischen Sergej
Haan und dem mehrfachen Deutschen Meister und amtierenden Vize-Meister
Enrico Wagner. Haan der letzte Woche im Heimkampf durch seine schnellen
präzisen Schlagkombinationen bestach, deklassierte Wagner eindeutig,
traf nach Belieben, beherrschte zu jeder Zeit das Geschehen und lag nach
jeder Runde nach Punkten klar vorn. Das Urteil der Punktrichter: 34:22
für den Motor-Kämpfer.
Nach diesem Kampf kam es zu Dingen, die von
Motor-Seite unbewertet bleiben: auch in diesem Kampf wurde protestiert,
dass der Motor-Trainer über den aktuellen Punktestand informiert wurde;
es wurde von Cottbus Protest gegen das Urteil zwischen Sergej Haan und
Enrico Wagner eingereicht; nach der Pause war der BoxPointer
(Punktemaschine) defekt, sodass die nachfolgenden Kämpfe nach
Punktzettel bewertet wurden.
Im fünften Kampf des Abends im
Weltergewicht zwischen Sebastian Formella und Vitalij Abdullaew lagen
die Punktrichter, die den Bundesligakampf Cottbus gegen Babelsberg fair
leiteten, jedoch falsch. Formella, der den Kampf seit der ersten Runde unter
Kontrolle hatte kommentierte: "Ich bin sauer.", denn das Kampfgericht
entschied zwei zu eins Richterstimmen für den Cottbuser. Im
anschließenden Mittelgewichtskampf konnte sich der Motor-Kämpfer Özkeler
Gökalp nicht gegen Juri Gejis behaupten und verlor mit 3:0
Richterstimmen.
Erneut überraschte Jörg
Rosomkiewicz, der unseren verletzten Kapitän Anatolij Hoppe im
Halbschwergewicht schon zum zweiten Mal in dieser Saison ersetzte. "Rosi" war schnell auf den
Beinen, setzte klare Treffer und gab den Cottbus-Import Valeri Kalashyan
keine Chance. Das sahen die Punktrichter ebenso, Sieg für Rosomkiewicz.
Letzter Kampf, Schwergewicht
über 81 Kilogramm. Cottbus stellte gegen unseren WM-Teilnehmer und
mehrfachen litauischen Meister Vitalijus Subacius, Waldemar Golovanov.
Wie auch schon im Heimkampf gegen Seelze war der litauische Einflieger
Subacius unterfordert. Golovanov zeigte sich bereits vor Kampfantritt
eingeschüchtert, was sich im Kampfverlauf zeigte. Vitalijus' erster
Seitwärtshaken zum Kopf beendete den Kampf nach nicht einmal 30
Sekunden- Golovanov hing orientierungslos in den Seilen: RSC 1. Runde für Vitalijus
Subacius.
Zu den Wettkampf-Fotos
Potsdamer Neueste Nachrichten
10.12.2007
Auftakt nach Maß
Motor-Boxer gewannen gegen BSK Seelze überraschend deutlich mit 14:9
Mir personellen Sorgen
war Trainer und Manager Ralph Mantau in den Auftaktkampf der Motor-Boxer
gegen den BSK Seelze gegangen; um so mehr konnte er am Ende der sieben
Zweitbundesligakämpfe strahlen: „Super gelaufen.“ Mit einem hohen14:9
gelang den Babelsbergern im Toyota-Autohaus auch ohne die verletzten
Anatolij Hoppe und Marcel Schneider ein Auftakt nach Maß.
Dazu trugen die neu verpflichteten Kämpfer erheblich bei. Vor allem mit
Sergej Haan hat Motor eine echte Verstärkung eingekauft. Der aus Velbert
gekommene Weltergewichtler hat 91 seiner 117 Kämpfe gewonnen und wurde
auch schon in der 1. Bundesliga eingesetzt. Am Samstagabend brillierte
der 24Jährige gegen den tapferen, aber hoffnungslos unterlegenen Juri
Paschko mit variablem Boxen, ließ langen Geraden genaue Körpertreffer
folgen. Nach dem 13:49 war Paschko froh, stehend das Kampfende erreicht
zu haben.
Zu diesem Zeitpunkt stand es
bereits 7:4 für die Gastgeber. Neuzugang Slava Bitter (Bantamgewicht)
hatte den ersten Kampf verloren (21:39). Er boxte zwar technisch gut,
ließ sich aber von den ungestümen, oft unsauberen Angriffen seines
Gegners Mahmut-Jasin Suher zu stark beeindrucken. Der Rückstand war aber
schnell wieder wettgemacht, weil Seelze das Federgewicht nicht besetzen
konnte. Dann schlug Halbweltergewichtler André Kurz Sergej Dschullajan,
der ihn anfangs mit überfallartigen Angriffen und harten Schlägen zu
verunsichern suchte, aber immer wieder wirkungsvoll gekontert wurde. Am
Ende fiel der Sieg des erstligaerfahrenen Neuzugangs mit 43:16 sehr
deutlich aus.
Im Halbmittelgewicht bewährte sich mit dem aus Wismar gekommenen
Sebastian Formella (70 Kämpfe, 66 Siege!) ein weiterer Neuling im
Motor-Team. Sein Gegner Alexander Raynesh boxte ausschließlich im
Vorwärtsgang, musste dabei aber viele Treffer nehmen. In der zweiten und
dritten Runde bekam Formella den Seelzer immer besser in den Griff,
verlor im Schlussgang aber seine boxerische Linie und war schließlich
froh, einen knappen Erfolg (20:17) gerettet zu haben.
Ausgeglichen verlief das Gefecht im Mittelgewicht zwischen Routinier
Arthur Franz (Seelze) und dem ehrgeizigen, ab der 2. Runde nach vorn
marschierenden Özkeler Gökalp, ebenfalls neu in der Motor-Staffel. Der
aus Hamburg gekommene 25-Jährige bekam schließlich einen 32:31-Sieg
zugesprochen.
Den zweiten und letzten Gästeerfolg holte anschließend
Halbschwergewichtler Eugen Schellenberg gegen den eine Klasse
aufgerückten Babelsberger Mannschaftskapitän Jörg Rosomkiewicz. „Rosi“
war gegen den körperlich überlegenen Gegner lediglich auf
Schadensbegrenzung aus (11:23). Im Schwergewicht ging es dagegen den
Seelzern nur um den einen Punkt für den Verlierer. Im Kampf gegen
Vitalijus Subacius flog schon kurz nach Beginn das Handtuch für Paul
Ochotnikow.
Märkische Allgemeine Zeitung
10.12.2007
Krachende Hände von Haan
BOXEN \ Zweitligist Motor Babelsberg klarer Sieger 14:9 Sieger gegen
BSK Seelze
DETLEF BRAUNE
Die
Gäste vom BSK Seelze brachten zum Zweitligaauftakt der Boxer in
Babelsberg im Schwergewicht nur eine „Attrappe“ mit.
Acht Monate mussten die Fans die Boxstaffel von Motor Babelsberg
entbehren. Zum Auftakt der 2. Bundesliga vor 450 Zuschauern im
Toyota-Autohaus ließen die Gastgeber die Fäuste wieder gekonnt fliegen,
dass dem BSK Seelze mit zwei Ausnahmen Hören und Sehen verging. Die
Überlegenheit kam beim 14:9-Sieg nur unzureichend zum Ausdruck, denn dem
Gegner wird bereits für das Erscheinen im Ring ein Punkt zugebilligt.
Vom rhythmischen Klatschen bis zum gellenden Pfeifkonzert offenbarten
die Augenzeugen alle Emotionen. Den größten Beifall heimste Motors
Weltergewichtler Sergej Haan ein. Der Gast aus Augsburg – einer von fünf
Neulingen – marschierte mit geraden Händen auf seinen Kontrahenten los
und entfachte am Mann ein Trommelfeuer an Haken. Eine Klassevorstellung
des zweifachen deutschen Vizemeisters, der aus Kasachstan stammt. Der
Finalschlag blieb jedoch aus.
Auch Schwergewichtler Vitalijus Subacius musste sich mit 2:1-Zählern
begnügen. Der Litauer teilte nicht mal eine Faust aus – ihm stand eine
ängstliche, fleischgewordene Attrappe von 83 Kilogramm gegenüber, dessen
Trainer bereits nach 15 Sekunden das Handtuch warf. Ein Pfeifkonzert war
die Quittung. Dem Tumult schloss sich tröstlicher Beifall des Publikums
für den Liebling an. „Ich will Weltmeister werden“ hatte Subacius vor
einem Jahr in der MAZ erklärt. Er gewann alle WM-Vorbereitungsturniere
und schlug bei den Titelkämpfen in Chigaco zum Auftakt den
Weltrangslistenersten aus Kasachstan. Im zweiten Kampf gab es ein
Skandalurteil – typisch für den immer wieder von Affären erschütterten
Weltverband Aiba. Ein Ungar – ein Landsmann des Magyaren ist
Kampfrichter-Obmann der Aiba – wurde zum Sieger gegen Subacius erklärt.
„Mir ist nachts vor dem Fernseher die Brille von der Nase gefallen“, so
Ralph Mantau, Trainer der Motor-Boxer und enger Freund des Litauers, der
in der vierten Saison für die Babelsberger in den Ring steigt. „Ich will
versuchen, mich für Peking zu qualifizieren“, so Subacius.
Starke einheimische Kämpfer sind derzeit Mangelware. Als auch noch der
deutsche Meister Marcel Schneider für den Seelze-Kampf passen musste,
holte das wandelnde Box-Lexikon Mantau innerhalb von zwei Tagen Slava
Bitter aus Bitterfeld. Der Bantamgewichtler verlor zwar, hielt sich aber
tapfer.
Potsdamer Neueste Nachrichten
05.12.2007
Angeschlagen vor dem ersten Gong
Babelsbergs Motor-Boxer starten am Samstag in die Saison und haben
mit Personalproblemen zu kämpfen
Nun auch das noch! Nachdem sich Anatolij Hoppe, der
Kapitän der Boxerriege des SV Motor Babelsberg, vor der am Samstag
beginnenden Saison in der 2. Bundesliga die Hand brach, meldete sich
gestern auch Marcel Schneider verletzt ab. Im Finale der Deutschen
Meisterschaften gegen den Chemnitzer Ronny Beblik musste der
Bantamgewichtler einen Cut am Auge einstecken, von dem er sich nach wie
vor nicht erholt hat. „Ich sehe nur schwarz und weiß. Da kann ich
unmöglich in den Ring steigen“, teilte er Motor-Manager Ralph Mantau
mit. Und der hat nun ein großes Problem. Denn: Gerade die Leichtesten –
bis 56 kg – sind nicht gerade üppig gesät in Deutschlands Boxlandschaft,
und auch der Babelsberger Traditionsverein hat nur ein einziges
Leichtgewicht mit dennoch gehöriger Schlagkraft in seinen Reihen. „Seit
der Schreckensnachricht weiß ich nicht mehr, wo mir der Kopf steht“,
sagt Mantau. „Ich habe überall herumtelefoniert, denn ich will den
Auftaktkampf vor eigenem Publikum natürlich nicht mit sieben Leuten
bestreiten.“ Zwei Eisen hat der Coach nach eigenem Bekennen noch im
Feuer, doch die Verhandlungen gestalten sich schwierig. Abwarten und Tee
trinken – mehr bleibt dem Motor-Boss vorerst nicht.
Wie immer die Sache auch ausgeht: Potsdams Boxfans werden am Samstag im
Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße eine leicht veränderte Truppe zu
Gesicht bekommen, die sich mit dem Dauerrivalen BSK Seelze im Ring
messen wird. Im Federgewicht wird Jakov Terskich zu erleben sein, der in
der vergangenen Saison noch im Leichtgewicht die Fäuste schwang. An
seiner Seite hat er Constantin Klatt, dem diesmal eine ganz besondere
Aufgabe zukommt. Der Athlet, dessen Gewicht sich stets um die 60
Kilogramm bewegt, ist obendrein auch als zweiter Mann hinter André Kurz
im Leichtgewicht vorgesehen. Dieser stieß vor kurzem zum Verein – auf
Bitten seines Cousins Waldemar Völker, der bisher für Motor boxte und
sich künftig mehr seiner Familie widmen möchte.
Im Halbweltergewicht haben die
Motor-Mannen mit Sergej Haan einen vielversprechenden Mann aus Velbert
verpflichtet. Der 24-Jährige konnte vier von sechs Erstliga-Kämpfen für
sich entscheiden und kommt in seiner Statistik inzwischen auf 90 Siege
in 116 Kämpfen. Als Ersatz steht mit Steffen Sparborth ein erfahrener
Motor-Boxer zur Verfügung. Mit Sebastian Formella kommt ein Athlet aus
Hamburg an die Havel, auf den Mantau besondere Hoffnungen setzt. In der
vergangenen Saison stieg der Weltergewichtler für das Boxteam Wismar in
den Ring; er kann auf eine erfolgreiche Box-Karriere verweisen. Von 69
Kämpfen konnte er 65 für sich entscheiden. Sollte er ausfallen, wird
Patrick Sengebusch eingesetzt.
Einen neuen Mann gibt es auch im Mittelgewicht. An der Vormachtsstellung
von Publikumsliebling Jörg Rosomkiewicz wird natürlich nicht gerüttelt,
künftig wird aber auch Gökalp Özekler in dieser Gewichtsklasse
zuschlagen. Er kommt ebenfalls von der Alster und wurde von
Mannschaftskapitän Anatolij Hoppe vom Wechsel überzeugt. Als aktueller
Norddeutscher Meister bringt es der Hamburger auf 32 Siege in 39
Kämpfen.
Im Halbschwergewicht soll wie gehabt Anatolij Hoppe die Sache richten,
doch in den ersten beiden Kämpfen fällt er wegen seiner gebrochenen Hand
definitiv aus. Matthias Kaiser ist deshalb reaktiviert worden, doch ob
sein derzeitiger Leistungsstand schon für einen Einsatz gegen Seelze
reicht, muss erst beim Abschlusstraining am Donnerstag entschieden
werden. „Im Notfall muss einer der beiden Mittelgewichtler in den sauren
Apfel beißen“, so Mantau, der zumindest im Schwergewicht die alte
Besetzung aufbieten kann. Erster Mann ist der mehrfache litauische
Meister Vitalijus Subacius; an seiner Seite steht Kickbox-Weltmeister
Alex Melcher bereit.
Neben einem spannenden Boxabend erwartet die Besucher am Samstagabend
ein weiteres „Schmankerl“. In der Pause werden Szenen für den Film „Ben
– sein schwerster Kampf“ gedreht, die sich die Fans bei Freibier
anschauen können.
Eintrittskarten für 7,50 (freie Platzwahl ab der fünften Reihe) bis 10
Euro (Ringplätze Reihen eins bis vier) gibt es an der Total-Tankstelle
und im Autohaus an der Großbeerenstraße.
Märkische Allgemeine Zeitung
29.03.2007
Saison Halali im Ring
BOXEN / Nach 2 Titeln
kann Babelsberg diesmal nur noch dritter werden
AXEL EIFERT
Im Potsdamer Toyota-Autocenter
in der Großbeerenstraße fliegen am Sonnabend ab 18 Uhr noch einmal die
Fäuste. Zum Saison-Halali in der 2. Box-Bundesliga erwarten die Kämpfer
von Motor Babelsberg die niedersächsische Staffel vom BSK Seelze. Die
ganz große Spannung liegt nicht mehr über diesem Duell, denn der neue
Meister (Olympia Heidelberg) und auch der Vize (Hanse Wismar) stehen
bereits fest. Es geht zwischen den um einen Punkt getrennten
Mannschaften lediglich noch um Platz drei.
"Wir wollen die insgesamt doch enttäuschende Saison ordentlich zu Ende
bringen. Sicherlich wird es noch einmal spannend, denn Seelze wird nicht
zum Verlieren hier herkommen", sagt der Babelsberger Trainer und Manager
Ralph Mantau, der weiter auf den verletzten Federgewichtler Zakhid
Mekhtsijev verzichten muss. Für Potsdams Boxfans dürfte es in
Live-Atmosphäre zudem eine gute Einstimmung auf das Profi-Comeback von
Henry Maske am Abend im Fernsehen gegen den US-Amerikaner Virgil Hill
sein.
Dass es nach zwei Meistertiteln in der 2. Liga für die Motor-Boxer
diesmal höchstens noch Platz drei werden kann, ist nicht die einzige
Enttäuschung der abgelaufenen Saison. Babelsbergs Boxchef Mantau stellt
sich aber schützend vor seine Kämpfer. "Sicher hätte es zu Hause gegen
Wismar kein Unentschieden geben dürfen. Die Leistung der Sportler war
aber im Großen und Ganzen okay. Wie aber einige Auswärtskämpfe verlaufen
sind, war unter der Gürtellinie", resümierte Mantau. Auch die Mini-Liga
mit nur vier Teams sei unbefriedigend gewesen. Mantau: "Leider sind von
einigen starrsinnigen Leuten im Boxverband die Vorschläge aus den
Vereinen der 1. und 2. Liga abgewürgt worden." Die hatten sich eine
gemeinsame Liga mit zwei Staffeln gewünscht, aus denen hinterher der
deutsche Meister ausgeboxt worden wäre.
Als "absoluter Flop" habe sich zudem die vor der Saison anvisierte
Kampfgemeinschaft mit Boxern vom Leistungsstützpunkt des BC Cottbus
erwiesen. Im Nachhinein wurden vom Verband nämlich einige Regelungen
modifiziert, nach denen eine Verstärkung der Motor-Staffel mit Boxern
wie beispielsweise dem mehrfachen deutschen Meister Enrico Wagner nicht
mehr möglich waren. "Daraus haben wir unsere Lehren gezogen und werden
solche Sachen mit anderen Vereinen in Zukunft auch nicht mehr machen",
kündigte Mantau schon jetzt an.
Potsdamer Neueste Nachrichten
29.03.2007
Verzicht auf eine besondere
Würze
Motor-Boxer borgen Schwergewichtler
Alex Melcher nicht aus - nicht an Seelze
Einiges hatte Ralph
Mantau ja in all den Jahren schon erlebt, in denen er für die
Babelsberger Boxer das Zepter schwang. Ein solches Anliegen, wie es ihm
vor dem letzten Zweitliga-Saisonkampf am Sonnabend gegen den BSK Seelze
ausgerechnet vom Dauerrivalen zugetragen wurde, ließ dann allerdings
auch ihn als alten Hasen den Kopf schütteln. Nachdem Motor-
Schwergewicht Vitalijus Subacius im Hinkampf in Seelze Serkan Kartal aus
dem Ring fegte und die Niedersachsen nach der Niederlage gegen
Heidelberg vor zwei Wochen auch auf ihr zweites Schwergewicht verzichten
müssen, wollten sie sich ausgerechnet von den Babelsbergern Alex Melcher
ausleihen. Der einstige Kickboxer muss Subacius zwar den Vortritt
lassen, zählt aber zum festen Aufgebot.
„Ich habe nicht gleich abgesagt“, erzählt Motor-Manager Mantau.
„Vielleicht hätte es dem Abend ja auch eine besondere Würze gegeben.“
Aber ausgerechnet den BSK Seelze zu unterstützen, der die Motor-Mannen
nie sonderlich pfleglich behandelte – das ging dann doch nicht. Um ganz
sicher zu gehen, besprach Mantau die Sache mit Kapitän Anatolij Hoppe
und Jörg Rosomkiewicz und gab schließlich BSK-Chef Arthur Mattheis den
Negativ-Bescheid. „Wir sind zwar nicht nachtragend, aber wir vergessen
eben auch nicht“, sagt Mantau, der sich noch heute an so manche Schikane
erinnert.
Nicht zuletzt durch die Babelsberger Entscheidung bekommt der Heimkampf
am Sonnabend eine besondere Brisanz. Nach der Schlappe gegen Heidelberg
steht Seelze nämlich auf dem letzten Platz und muss nun unbedingt
gewinnen, um den Klassenerhalt noch zu schaffen. Für das gastgebende
Motor-Team kann indes nicht mehr viel anbrennen, den dritten
Tabellenplatz möchte die Truppe allerdings schon über die Saison retten.
Für dieses Ziel kann Mantau auf nahezu den kompletten Kader bauen.
Allein im Federgewicht wird Zakhid Mekthysiev nicht antreten. Der
mehrfache Sowjetische und Weißrussische Meister brach sich im Kampf
gegen den Heidelberger Robert Tlatlik die Mittelhand. Für ihn wird allem
Anschein nach Jakov Terskich in den Ring steigen. Um im Mittelgewicht
glänzend zu bestehen, legte Jörg Rosomkiewicz gestern noch einmal eine
Sparringseinheit in Cottbus ein. Am Freitag kommt dann Marcel Schneider
hoffentlich unverletzt aus dem Moskauer Trainingslager zurück. In jedem
Fall, so Mantau, wollen die Motor-Boxer den letzten Kampfabend
„ordentlich“ beenden. Und dies nicht nur mit einem Subacius-Sieg im
Schwergewicht.
Beginn ist am Sonnabend um 18 Uhr im Toyota-Autohaus, Großbeerenstraße.
Märkische Allgemeine Zeitung
08.02.2007
Ausgeruht zum
Auswärtsfight
BOXEN / Motor-Staffel
will in Heidelberg Titelambitionen wahren
AXEL EIFERT
Der Kampf um die
Meisterschaft in der 2. Bundesliga der Amateurboxer geht in seine
entscheidende Phase – und noch immer ist es keiner der vier Mannschaften
im bisherigen Saisonverlauf gelungen, einen Auswärtssieg zu landen. Nach
der zuletzt so umstrittenen 11:13-Niederlage der Babelsberger
Faustkämpfer am 20. Januar in Wismar stellt sich für den Meister der
vergangenen beiden Jahre am Sonnabend beim vorletztenSaisonauftritt beim
Boxclub Olympia Rhein-Neckar in Heidelberg nicht die Frage, ob er gern
als erstes diese Serie durchbrechen will. "Wir können ja gar nicht
anders. Wenn wir unsere Titelambitionen aufrecht erhalten wollen, müssen
wir dort gewinnen. Das haben wir uns auch fest vorgenommen und zuletzt
entsprechend hart trainiert", sagte Motor-Trainer und -Manager Ralph
Mantau.
Dabei verleitet die Babelsberger auch der deutliche 14:10-Heimerfolg
über die Heidelberger am 13. Januar nicht dazu, den Kontrahenten auf die
leichte Schulter zu nehmen. "Da haben sie etwas geschwächelt, weil sie
am Kampftag schon früh um 4 Uhr in Heidelberg losgefahren sind und dann
im Ring wohl etwas müde waren", meint Mantau. Die Konsequenz des
Babelsberger Box-Chefs: "Wir fahren schon am Freitag Abend nach
Baden-Württemberg, damit wir am Sonnabend entsprechend ausgeruht in den
Ring gehen können."
Bis auf Federgewichtler Zakhid Mekhtsijev (eine Hand gebrochen) können
die Brandenburger in Heidelberg auf ihr bestes Aufgebot zurückgreifen.
Und die Gastgeber haben gegenüber dem Hinkampf auch nicht mehr allzu
viele Variationsmöglichkeiten. Mantau vermutet, dass die
Südwestdeutschen eventuell im Mittelgewicht Juri Doberstein, der zuletzt
den deutschen Vizemeister Halis Baran aus Seelze K.o. schlug, und im
Halbschwergewicht den Militär-Weltmeister Gottlieb Weiß bringen könnten,
die in Babelsberg nicht mit dabei waren. "Da ist mir aber nicht bange,
denn in diesen Klassen können wir mit Routinier Jörg Rosomkiewicz und
dem sich derzeit in blendender Form befindlichen Anatolij Hoppe dagegen
halten", meinte Mantau.
Die Babelsberger informierten weiter darüber, dass der Heimkampf zum
Saisonfinale gegen den BSK Seelze erst am 31. März (Beginn 18 Uhr) im
einheimischen Toyota-Autocenter steigen wird.
Potsdamer Neueste Nachrichten
22.01.2007
Wütend in Wismar
Zweitligist Motor Babelsberg verlor
11:13
Die Erwartungen vor der
Reise nach Wismar am Samstag waren groß beim Box-Zweitligisten Motor
Babelsberg: Ein Auswärtssieg war anvisiert, ein Remis gab der Trainer
und Manager Ralph Mantau als „Minimalziel“ aus. Doch am Ende kam alles
ganz anders. Der SV Motor Babelsberg fuhr ohne Punkt zurück und verlor
auch noch die Tabellenführung.
Einen Tag nach der überraschenden 11:13-Niederlage beim Boxteam Hanse
Wismar rang Mantau während eines Besuchs der „Grünen Woche“ in Berlin
noch immer um Fassung. „Die Urteile des Kampfgerichts spotten jeder
Beschreibung, das war ganz schlechtes Niveau“, meinte Mantau und verwies
darauf, dass er keineswegs eine generelle Schelte vornehmen wolle: „In
den letzten Jahren wurden wir auswärts und bei Heimkämpfen immer fair
behandelt, aber so ein Kampfgericht wie am Sonnabend macht die Liga
kaputt.“
Die Babelsberger haderten vor
allem mit den Urteilen in drei Gewichtsklassen: Die Niederlage Marcel
Schneiders im Bantamgewicht gegen Viktor Horst (28:29-Punktniederlage);
das 10:26 im Mittelgewicht von Jörg Rosomkiewicz gegen Jacob Deines; und
der verlorene Kampf von Schwergewicht Vitalijus Sabacius gegen Lukas
Schulz (24:30). „Im Mittelgewicht hat Jörg dominiert. Er hätte
zwischenzeitlich mit acht Punkten führen müssen, stattdessen lag er mit
sechs zurück!“, berichtete Mantau. Positiv aus sportlicher Sicht war
neben den Motor-Erfolgen Anatolij Hoppes im Halbschwergewicht (25:12
Punktsieg über Alexander Kalashyan) und Waldemar Völkers im
Leichtgewicht (RSC in der dritten Runde gegen Christopher Hahn) der Sieg
Steffen Sparborths: Gegen den starken Alexander Kuhn triumphierte er mit
einem 34:16-Punktsieg.
„Diese Pleite ist schwer zu verarbeiten. Momentan sind wir demotiviert“,
sagte Trainer Mantau und blickte pessimistisch voraus. „Jetzt wird es
schwer, den Meistertitel zu verteidigen.“
Märkische Allgemeine Zeitung
22.01.2007
Motor-Staffel fühlt sich
betrogen
BOXEN / 11:13
Niederlage in Wismar
AXEL EIFERT
Ralph Mantau, Trainer
und Manager der Zweitliga-Boxer von Motor Babelsberg, war auch gestern
immer noch außer sich. "Das war korrupt und Betrug. Marcel Schneider,
Jörg Rosomkiewicz und Vitalijus Subacius sind von einem unfähigen
Kampfgericht aus Sachsen-Anhalt, zu dem ich nichts weiter sagen möchte,
um ihre Siege gebracht worden. So wie Wismar nun Tabellenführer geworden
ist, möchten wir es nie werden", schimpfte Babelsbergs Teamchef nach der
11:13-Niederlage bei den Mecklenburgern.
In seiner ersten Erregung drohte Mantau gegenüber Alexander Mazur,
Vizepräsident Sport beim Deutschen Boxverband (DBV) und DBV-Ligaobmann
Hans-Werner Stryak an, die Babelsberger Staffel aus der 2. Bundesliga
zurückzuziehen. "Wir wollen einfach nur fair behandelt werden. Das war
beim Auswärtskampf in Seelze der Fall, und das war in den vergangenen
zwei Jahren so. Aber was in Wismar abging, war völlig unter der
Gürtellinie", monierte Mantau.
Am krassesten ging es wohl im abschließenden Schwergewichtskampf zu, in
dem Babelsbergs Litauer Vitalijus Subacius gegen Lukas Schulz zum
Verlierer erklärt wurde. "Lukas Schulz kam hinterher mit zugeschwollenem
Auge zu mir und entschuldigte sich, dass er das Urteil nicht gemacht
habe", so Mantau. Bei einem Sieg von Subacius wäre Babelsberg sogar noch
mit einem Remis nach Hause gefahren. Motors Bantamgewichtler Marcel
Schneider verlor trotz überlegener Kampfesführung gegen Viktor Horst mit
28:29 nach Punkten. Im Mittelgewicht begann Routinier Jörg Rosomkiewicz
gegen Jacob Deines sehr gut, aber es war schnell klar, dass der
Babelsberger nur durch K.o. hätte gewinnen können. So ging der Rest im
Gewürge unter und "Rosi" verlor 10:26.
Drei Gästesiege gab es dennoch. Waldemar Völker gewann im Leichtgewicht
gegen Christian Hahn durch Abbruch in der dritten Runde.
Halbweltergewichtler Steffen Sparborth punktete Alexander Kuhn sicher
aus. Anatolij Hoppe (Halbschwer) bestätigte seine derzeit sehr gute Form
mit einem Erfolg über Alexander Kalashyan.
Gegen die Niederlagen von Jakov Terskich im Federgewicht gegen den
deutschen Meister Marcel Meyerdiercks und von Artjom Daschjan im
Weltergewicht gegen Sebastian Formella hatte Mantau nichts einzuwenden.
Beide hätten gute Leistungen gezeigt. Daschjan als etatmäßiger Mann im
Halbwelter konnte eine Gewichtsklasse höher physisch in den beiden
Schlussrunden mit seinem Kontrahenten nicht mehr mithalten.
Potsdamer Neueste Nachrichten
15.01.2007
Mit "Rosi, Rosi"-Rufen zum
Sieg getrieben
14:10 über starken Neuling brachte
Motorboxer an die Tabellenspitze
Mannschaftskapitän Anatolij Hoppe blieb es vorbehalten, im
dritten Saisonkampf der 2. Boxbundesliga beim Stand von 10:8 den
Gesamtsieg seiner Babelsberger Motor-Boxer gegen den starken Neuling SC
Olympia (SCO) Rhein-Neckar zu sichern. Wie er das tat, war
bemerkenswert. Der Halbschwergewichtler führte Boxen als edle Kunst der
Selbstverteidigung vor. Exzellente Meidbewegungen ließen den langen
Hüseyin Cincara, Dritter der Deutschen Meisterschaften, ins Leere
schlagen, dann folgten überfallartige Angriffe, durch die Hoppe locker
die für seinen hohen Sieg (27:4) nötigen Punkte sammelte.
Andere Babelsberger mussten härter kämpfen, um den Erfolg über den 2005
aus hoffnungsvollen Talenten und einigen Spitzenboxern gebildeten
Heidelberger Club zu sichern. Die Gäste brachten durchweg gut
ausgebildete Boxer in den Ring, die in den ersten Runden meist
dominierten, es aber an unbedingtem Siegeswillen fehlen ließen. Den
besaßen dagegen die Babelsberger. Von Trainer Ralph Mantau taktisch klug
eingestellt, mobilisierten sie gegen Ende der Kämpfe neue Kräfte und
holten Punktrückstände auf. Dies traf auf Federgewichtler Zakhid
Mekhtsiyev, der dem stilistisch besseren Robert Tlatlik mit wuchtigen
Angriffen den Schneid abkaufte, ebenso zu wie auf Publikumsliebling Jörg
Rosomkiewicz, der im Endspurt unter „Rosi, Rosi“-Rufen der mit rund 500
Zuschauern gefüllten Halle im Toyota- Autohaus gegen Stefan Härtel den
Kampf im Mittelgewicht noch drehte und zu einem freilich etwas
glücklichen Erfolg kam
Nicht ganz zum Sieg reichte es dagegen
für Alexander Völker (Leichtgewicht), der gegen Sandro Schaer,
mehrfacher Medaillengewinner bei Deutschen Meisterschaften, in der
vierten Runde zur Aufholjagd ansetzte und Punkt um Punkt gutmachte. Ein
einziger Zähler entschied schließlich gegen ihn. Zweiter Babelsberger
Verlierer war Weltergewichtler Tobias Drobig. Schon nach gut 30 Sekunden
schlug in der ersten Runde eine schwere Rechte von Alexander Miller bei
ihm ein. Zwar kam Drobig wieder auf die Beine und signalisierte
Kampfbereitschaft, doch der Ringrichter schickte ihn in die Ecke.
Dem optischen Eindruck widersprach das Urteil im Halbweltergewicht. Der
technisch hochklassige Heidelberger Dimitri Sorokin beherrschte Steffen
Sparborth drei von vier Runden. Nur die dritte gab er ab, aber da
sammelte Sparborth so viele Punkte, dass er zum Sieger erklärt wurde.
Als Fehlurteil wertete dies der schwergewichtige SCO--Trainer Vladimir
Pletnev, wie überhaupt der „Heimbonus“ beim vom thüringischen Verband
gestellten Kampfgericht eine zu große Rolle gespielt habe. Zum Sieg
hätte es für die Gäste aber ohnehin nicht gereicht. Der technisch
hochbegabte Fliegengewichtler Marcel Schneider ließ Denis Markow ebenso
wenig eine Chance wie Schwergewichtler Vitalijus Subacius seinem Gegner
Markus Tomala, der nach tapferem Widerstand heilfroh war, stehend das
Kampfende zu erreichen.
Während die Heidelberger Aufstiegsambitionen einen Dämpfer erhielten,
sind die Motor-Boxer nach dem klaren 14:10-Erfolg Tabellenerster und
können die Verteidigung des Meistertitels nun wieder zuversichtlicher
angehen.
Märkische Allgemeine Zeitung
15.01.2007
Zuckerbrot und Peitsche
BOXEN / Nach dem
14:10-Sieg ist Motor Babelsberg Zweitliga-Spitzenreiter
DETLEF BRAUNE
Heikle Dinge soll man erst überschlafen. Einen Tag nach dem
Auftritt der Zweitliga-Boxer von Motor Babelsberg folgt die Auswertung.
Auch gestern startete Trainer Ralph Mantau seinen telefonischen Rundruf
in die Heimatstädte der Boxer. "Da verteile ich Zuckerbrot und
Peitsche", sagt er genüsslich.
Auf den Peitschenknall konnte er verzichten. Seine Staffel hatte sich
mit dem 14:10-Erfolg gegen den BC Olympiastützpunkt Rhein-Neckar
Heidelberg ätzender Kritik entzogen. 600 Zuschauer feierten im
Babelsberger Autohaus Toyota nach beinahe durchweg gelungenen Auftritten
der einheimischen Kämpfer den neuen Spitzenreiter, der nun vor dem
Samstag-Duell in Wismar das Viererfeld mit 4:2 Punkten anführt.
Einer hatte es am Kampfabend besonders eilig an den heimatlichen Herd in
Hamburg zu eilen. Die am Heiligabend 2005 geborene Tochter Julia von
Anatolij Hoppe lag mit Fieber im Bett. Seiner Aufgabe im Ring hatte sich
der Motor-Kapitän zuvor im Halbschwergewicht mit einem klaren Punktsieg
gegen Hüseyin Cincara, den Dritten der Titelkämpfe 2006, gewidmet.
Hoppe, 1997 aus Kasachstan gekommen, hält im sechsten Jahr Kopf und
Fäuste für Motor hin. Von 48 Kämpfen verlor der deutsche Vizemeister von
2005 nur sechs.
Wie gewohnt "verschlief" der Publikumsliebling am Sonnabend die erste
Runde. "Das ist bei ihm nicht rauszukriegen", bemerkte Mantau Doch dann
war der Gegner ausgeguckt, und der liebe Pappi demonstrierte sein
boxerisches Können mit blitzschnellen Aktionen. Wobei die linke Führhand
noch härter kommt als die rechte.
"Motor hat ein tolles Publikum, darum bin ich schon solange hier", sagt
der gelernte Tischler. Und die Spesen stimmen auch. Bei den Profis waren
die Angebote zu mager, deshalb pendelt er weiter zwischen der Elbe und
der Havel. Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit montiert er jetzt bei
Phillips Leuchten für die Regale von Modehäusern. Ehefrau Katarina trägt
als Erzieherin zum Familienetat bei. Das Glück wäre vollkommen, "wenn
ich in diesem Jahr deutscher Meister werde", so Hoppe.
In Schuss zeigten sich in den Motor-Reihen bei ihren Punktsiegen auch
Marcel Schneider, der 34-jährige Senior Zakhid Mekhtsiyev, Steffen
Sparborth, Jörg Rosomkiewicz und der "Schwere" aus Litauen Vitalijus
Subacius.
Für Subacius gab es die "Ansage" gestern im Auto. Trainer und Manager
Mantau holte ihn und seinen Coach nach der Übernachtung im Gastquartier
ab und brachte die beiden zum Flieger nach Schönefeld. "Sicher gewonnen,
aber nicht spektakulär", so Mantaus Fazit.
Waldemar Völker unterlag nach respektabler Gegenwehr. Kritik gab es nur
für Tobias Drobig (-69 Kg), der gegen Alexander Miller durch RSC in der
1. Runde verlor.
Potsdamer Neueste Nachrichten
10.01.2007
Trainingslager in Kaunas
für ersten Sieg
Wieder Zweitliga-Boxen im
Babelsberger Autohaus
MICHAEL MEYER
Am Samstag wird das
Toyota Auto Center Babelsberg wieder zum Box-Mittelpunkt der
Landeshauptstadt. Mitarbeiter des Autohauses werden die Kraftwagen
hinüber in die Werkstätten fahren und so Raum schaffen für das
Seilquadrat und 500 Zuschauer, die Babelsbergs Motor-Boxer ab 18 Uhr im
Zweitliga-Kampf gegen den BC Olympia Heidelberg anfeuern wollen.
„Das wird alles andere als einfach“, weiß Motors Trainer und Manager
Ralph Mantau, dessen Riege zum Auftakt beim BSK Seelze durch ein 12:12
überraschend einen Punkt gewann, um dann zu Hause gegen das Boxteam
Hanse Wismar durch ein weiteres 12:12 einen Punkt zu verschenken. Mantau
erwartet den Spitzenreiter „als ein komplettes U21-Nationalteam, denn
Heidelberg ist Olympiastützpunkt fürs Boxen“. Im Halbschwergewicht
beispielsweise wird mit Gottlieb Weiss der aktuelle Militär-Weltmeister
erwartet, im Weltergewicht der starke Alexander Miller, im Leichtgewicht
der mehrfache Deutsche Meister Sandro Schaer. Und Babelsbergs
litauisches Schwergewicht Vitalijus Subacius wird es mit Polens Meister
Markus Tomala zu tun bekommen. Stichwort Subacius: Bei ihm daheim in
Kaunas bestreiten derzeit mit ihm, Zakhid Mekthysiev (47 kg), Steffen
Sparborth (64 kg), Tobias Drobig (69 kg) und Jörg Rosomkiewicz (75 kg)
fünf Babelsberger bis zum Freitag ein mehrtägiges Trainingslager, um
Samstagabend im Autohaus an der Großbeerenstraße zum ersten Saisonsieg
beitragen zu können.
Die Motor-Company, seit Ende 1998 als Motor-Sponsor Gastgeber der
Babelsberger Heimauftritte, stellt ihr Haus den Boxern kostenlos zur
Verfügung; alle Einnahmen der Kampfabende kommen so der Abteilung
zugute. „Wir haben seit damals keinen Vertrag miteinander, sondern
vertragen uns“, erklärte gestern Detlef Slupinski, Geschäftsführer der
Motor-Company, ehe er Mantau offiziell neue Trikots für den Samstag
überreich- te. Obwohl Babelsbergs Faustkämpfer dank ihrer Erfolgsstory
der letzten Jahre auf zahlreiche Gönner setzen können – gestern
verlängerte auch die Mittelbrandenburgische Sparkasse ihr finanzielles
Engagement –, reichte das Geld noch nie, um den nötigen Saisonetat von
rund 50 000 Euro wirklich zu stemmen. Der Aufstieg in die 1. Liga, für
die die doppelte Summe gebraucht wird, scheiterte in den beiden letzten
Jahren nur am Geld; sportlich war Motor als Meister der 2. Liga
qualifiziert. „Unser Ziel ist trotzdem weiter die 1. Bundesliga“, sagte
Mantau gestern. Vielleicht klappt der Aufstieg ja in diesem Jahr mit
Burkhard Jungkamp – Staatssekretär im Sportministerium – als künftigem
Vereinsmitglied, Abteilungs-Chef und „Klinken-Putzer“. Zuvor aber muss
Heidelberg besiegt werden.
Märkische Allgemeine Zeitung
10.01.2007
Ein Sieg ist Pflicht
BOXEN / Vier
Babelsberger zur Vorbereitung im Trainingscamp in Litauen
AXEL EIFERT
Die Boxer von Motor Babelsberg wollen in
der 2. Bundesliga ihren im Vorjahr errungenen Meistertitel verteidigen.
Nach zwei Unentschieden in den ersten beiden Kämpfen haben sie dieses
Ziel noch nicht aus den Augen verloren, aber beim Heimkampf am Sonnabend
(18 Uhr, Toyota-Autocenter Großbeerenstraße) gegen den BC
Olympiastützpunkt Rhein-Neckar Heidelberg muss nun ein voller Erfolg
her. "Ein Sieg ist Pflicht", gab deshalb Motor-Trainer und -Manager
Ralph Mantau als Parole heraus. "Ansonsten weiß ich nicht, gegen wen wir
sonst noch gewinnen sollten."
Auch über die Feiertage wurde deshalb bei den Babelsbergern hart
gearbeitet. Mit Zakhid Mekhtsijev, Steffen Sparborth, Tobias Drobig und
Jörg Rosomkiewicz befinden sich vier Motor-Boxer derzeit noch im
Trainingslager in Litauen im Camp von Schwergewichtler Vitalius
Subacius, um sich speziell auf diesen Heimkampf am Sonnabend
vorzubereiten. Marcel Schneider weilt zu einem Auswahl-Lehrgang eben im
Stützpunkt in Heidelberg und müsste ebenfalls topfit sein. Personell
kann Mantau sowieso aus dem Vollen schöpfen, denn alle Mann sind an Bord
und können eingesetzt werden.
Gegen das Team aus Heidelberg, dass erst seit gut einem Jahr am
Ligabetrieb teilnimmt und aus der Oberliga aufgestiegen ist, haben die
Babelsberger noch nie geboxt. Die Kämpfer kennen die
Motor-Verantwortlichen aber sehr gut. "Ich habe sie beim Auswärtskampf
in Wismar, den sie 11:13 verloren haben, gesehen. Das ist eine starke
Truppe, die nicht zu unterschätzen ist. Schließlich wird sie in
Boxerkreisen auch als U 21-Nationalmannschaft bezeichnet. Aber mit dem
Heimvorteil im Rücken wollen wir sie besiegen", sagte Mantau über den
kommenden Gegner. Heidelbergs Halbschwergewichtler Gottlieb Weiß wurde
im vorigen Jahr Militär-Weltmeister. Sandro Schaer (Leicht) und Markus
Tomala (Schwer) sind jeweils DM-Dritte. Und im Mittelgewicht boxt bei
den Gästen mit Stefan Härtel ein Berliner, der im vorigen Jahr in
Magdeburg deutscher Juniorenmeister wurde.
Potsdamer Neueste Nachrichten
11.12.2006
Harte
Weihnachten
Motor boxte nur unentschieden – jetzt
wurde Sondertraining angeordnet
HENNER MALLWITZ
Es
war also doch kein Understatement. Dass es diesmal eine besonders harte
Saison werde, in der jeder jeden schlagen kann, hatte Ralph Mantau vor
Beginn der Wettkampfserie der zweiten Box-Bundesliga gesagt. Er sollte
Recht behalten: Nach dem Punktgewinn in Seelze vor einer Woche mussten
die Faustkämpfer Motor Babelsbergs am Samstagabend einen Zähler abgeben.
Im Toyota-Autohaus kam Mantaus Truppe gegen das Boxteam Hanse Wismar
allenfalls zu einem 12:12 und hatte sich wahrlich mehr ausgerechnet.
Da reichte es auch nicht, dass die ersten drei Athleten ihre Aufgabe in
bester Manier meisterten und einen Vorsprung heraus arbeiteten, auf den
man eigentlich hätte aufbauen müssen. Im Bantamgewicht sorgte Marcel
Schneider gegen David Preisner von Beginn an für klare Verhältnisse, und
auch im Federgewicht hatte Babelsbergs Zakhid Mekhtsiyev mit Christopher
Hahn eher einen guten Sparringspartner. Im Leichtgewicht wurde nach
langer Zeit wieder einmal Waldemar Völker eingesetzt. Der Athlet aus
Demmin, der inzwischen in München wohnt, hatte bereits in der
vergangenen Saison Juri Paschko in Wismar bezwungen und traf auch
diesmal auf ihn. Am Ende war alles wie gehabt: Sieg für Völker. Wahre
Lobeshymnen hatte Mantau nach dem Debüt von Artjom Daschjan beim
Saisonauftakt in Seelze gesungen, doch diesmal enttäuschte das
Halbweltergewicht ein wenig. Gegen Alexander Kuhn bot er dennoch einen
ausgeglichenen Kampf, der am Ende denkbar knapp für den Hanseaten
gewertet wurde.
Daschjans Kampf – er leitete letztlich eine Niederlagenserie ein, mit
der keiner gerechnet hatte. Im Weltergewicht musste sich Tobias Drobig
bereits in der zweiten Runde Sebastian Formella geschlagen geben. „Die
Maßgabe war, die Deckung zu verbessern und die Schlaghand stärker zu
bringen. An die Anweisungen hat er sich allerdings nicht gehalten“,
sagte Trainer Mantau, der nach einem Niederschlag seines Schützlings dem
Ringrichter zu verstehen gab, den Kampf abzubrechen.
Nach seiner Niederlage in Seelze machte es anschließend auch Jörg
Rosomkiewicz nicht besser. Der Mittelgewichtler führte nach der dritten
Runde klar nach Punkten und verlor gegen Henry Weber am Ende dennoch.
Nachdem danach auch Motor-Kapitän Anatolij Hoppe dem schwedischen
Meister Babakar Kamara in einem harten Fight unterlag, war wieder einmal
Vitalijus Subacius das Zünglein an der Waage. Viel zu schnell ging der
Schwergewichtler gegen Lukas Schulz allerdings in den Kampf; er ließ
phasenweise nach, um in der vierten Runde dann doch noch alles klar zu
machen. Dramatik pur in einem Kampf, der den Gastgebern zumindest das
Unentschieden rettete.
Mantau war am Ende vor allem von der Leistung enttäuscht, die Drobig und
Rosomkiewicz boten. Letzterem sprach er inzwischen eine Woche
Trainingsverbot aus: „Er soll sich mal regenerieren“, so der Coach, der
den beiden gestern auch eine „intensive Zeit zwischen Weihnachten und
Silvester“ versprach. Dann ist vor- und nachmittags Training angesagt:
„Gern auch öffentlich.“ Zum nächsten Heimkampf empfängt Motor den
Aufsteiger Heidelberg. Der fegte am Sonnabend Seelze aus dem Ring.
Märkische Allgemeine Zeitung
11.12.2006
Diesmal nur unentschieden
BOXEN / Schwergewichtler Subacius
verhindert Motor-Heimniederlage
AXEL
EIFERT
Ausgeglichenheit ist
Trumpf in der neuen Saison der 2. Box-Bundesliga. Oft entscheidet nur
ein Wimpernschlag über Sieg, Niederlage oder Unentschieden. Das war auch
am Sonnabend bei der Heimpremiere der Faustkämpfer von Motor Babelsberg
so, die sich vor den Augen vom inzwischen zum Stammgast gewordenen
Ministerpräsidenten Matthias Platzeck gegen die starke Gästestaffel von
Hanse Wismar mit einem 12:12-Unentschieden begnügen mussten. Somit sind
die Babelsberger zwar weiterhin ungeschlagen, aber der eine Woche zuvor
als Gewinn verbuchte Auswärtspunkt beim BSK Seelze ist wieder weg, weil
gegen die Mecklenburger ein Sieg eingeplant war.
Den hatte vorher auch Wismars Mannschaftsleiter
Fiete von Thien, der am Kampftag seinen 67. Geburtstag feierte und von
Motor-Boxchef Ralph Mantau dafür im Ring ein kleines Präsent erhielt,
erwartet. "Wir boxen seit über zehn Jahren gegen Babelsberg, aber
auswärts haben wir gegen sie gerade einmal ein Unentschieden geholt. Für
mich gehört Babelsberg eigentlich in die 1. Bundesliga", sagte von Thien
vorher und freute sich hinterher umso mehr, dass er sich geirrt hatte.
Bis zum Schluss hätte das Duell so oder so
ausgehen können. Nach zuvor jeweils drei Siegen für beide Teams musste
Motor-Kapitän Anatolij Hoppe im Halbschwergewicht quasi mit dem letzten
Schlagabtausch eine denkbar knappe und unglückliche 27:28-Niederlage
gegen den schwedischen Meister Babacar Kamara hinnehmen. Damit war die
noch mögliche Chance auf den Gesamtsieg für die Babelsberger dahin.
Vitalius Subacius musste nun im Schwergewicht gegen deutschen
Vizemeister Lukas Schulz gewinnen, um den Gastgebern das Remis zu
sichern. Bis zum Ende der dritten Runde sah es aber gar nicht gut aus
für den Litauer, denn er lag gegen den selbstbewussten Mecklenburger mit
einem Punkt zurück. Mit einem starken Endspurt im Schlussdurchgang
sicherte Subacius aber noch den 38:33-Erfolg.
Dabei hatte der Kampftag eigentlich ganz nach
Plan für die Gastgeber begonnen. Marcel Schneider (Bantam), Zakhid
Mekhtsiyev (Feder) in seinem 350. Kampf (!) und Waldemar Völker (Leicht)
landeten gegen David Preisner, Christopher Hahn (Ersatz für den
erkrankten deutschen Meister Marcel Meyerdiercks) und Juri Paschko mehr
oder weniger hohe Punktsiege. Dann riss aber diese Serie und es folgten
für die Gastgeber vier Niederlagen hintereinander. Vor allem das 41:46
von Routinier Jörg Rosomkiewicz im Mittelgewicht gegen Henry Weber tat
den Babelsbergern sehr weh. Wie schon bei den deutschen Meisterschaften
und in Seelze gab "Rosi" den Kampf trotz einer Führung nach der ersten
Runde noch ab. Dieses Manko auszumerzen, wird Aufgabe bis zum Heimkampf
am 13. Januar gegen den BC Olympia Heidelberg sein.
03.12.2006
MB Boxen
Auftakt nach Maß
Motor-Boxer erkämpfen mit starker
Teamleistung ein 12:12 beim BSK Seelze
Besser hätte es zum Saisonstart in der 2.Bundesliga für die Boxer von
Motor Babelsberg fast nicht kommen können. Mit starken Leistungen aller
Athleten konnte das Team beim BSK Seelze ein Remis erkämpfen und legte
damit den ersten Meilenstein in Richtung dritter Titelverteidigung in
der 2. Box-Bundesliga.
Der
amtierende Deutsche Vizemeister Marcel Schneider tat sich in den ersten
beiden Runden schwer gegen Eugen Pister, steigerte sich im Verlauf,
unterlag dann aber trotzdem nach Punkten – eine unerwartete Punktabgabe
für Motor-Manager Ralph Mantau.
Anschließend wollte es Zakhid Mekthysiev gegen Igor Oreschkin besser
machen und gewann mit deutlichem Punktevorsprung trotz zweier
umstrittener Verwarnungen in Runde 4 seinen Kampf.
Im
dritten Kampf des Abends bekam Jakov Terskich Eugen Burhardt vor die
Fäuste. Nach starken zwei Runden machte sich jedoch der
Trainingsrückstand Terskichs bemerkbar und er musste sich nach Punkten
geschlagen geben.
Nun
war es Zeit für Motor-Neuzugang Artjom Daschajan seien Nominierung in
den Kader zu bestätigen. Ihm gegenüber stand kein geringerer als Slave
Kerber – amtierender Deutscher Vizemeister. Beide Sportler begeisterten
das Publikum mit einem sehr guten technisch-kämpferischen Kampf, in dem
der Babelsberger Daschajan immer die entscheidenden Akzente setzen
konnte und knapp aber verdient nach Punkten gewann.
Halbzeit – 6:6. Nun schienen die Babelsberger Kämpfer ihrem gesetzten
Minimalziel näher zu kommen: in Seelze ein Remis zu erkämpfen.
Weltergewichts-Neuzugang Dimitri Hait musste sich Alexander Raynesch vom
BSK Seelze stellen. Jedoch fand Hait nicht zu seiner erwarteten Leistung
und musste sich nach Punkten geschlagen geben.
Routinier Jörg Rosomkiewicz boxte eine sehr starke erste Runde gegen den
Seelzer Halis Baran und führte deutlich nach Punkten. „Rosi“ kam ab
Runde 2 völlig von seiner Linie ab musste sich mit deutlichem
Punkterückstand geschlagen geben.
Nun
war es Zeit für die „schweren Jungs“ Anatolij Hoppe und Vitalijus
Subacius das Minimalziel zu verwirklichen.
Anatolij Hoppe kämpfte gegen Alexander Goltz, der zu jeder Zeit das
Nachsehen hatte und schon nach Runde 1 weit nach Punkten zurücklag. Nach
taktischen Anweisungen aus der Motor-Ecke steigerte Kapitän Hoppe seine
Leistung und schickte den Seelzer Goltz in Runde 2 auf die Bretter –
RSC-Sieg für Hoppe.
Nun
waren die Erwartungen an den amtierenden Studentenweltmeister und
Publikumsliebling Vitalijus Subacius hoch, denn er könnte mit einem Sieg
gegen Serkan Kartal das Remis festmachen. Wie gewohnt war der
sympathische Litauer stark, diesmal jedoch bewies er, dass seine
boxerischen Fähigkeiten noch lange nicht erschöpft sind, und versetzte
die Boxstätte in ungewohnte Stille. Nach eindeutiger Überlegenheit in
Runde 1 setzte Subacius in Runde 2 ein Ende, gewann durch RSC und
sicherte den Babelsbergern den verdienten Auswärtspunkt.
[Hier Bilder
sehen]
27.11.2006
Potsdamer Neueste Nachrichten
Weltmeister im Kickboxen geht zu Motor
DIMITRI
HAIT VERSTÄRKT DAS WELTERGEWICHT
Henner
Mallwitz
Babelsbergs Motor-Boxer können ein wenig entspannter in die neue Saison
der 2. Bundesliga gehen: Tobias Drobig, bislang einziger
Weltergewichtler im Team und somit in Anbetracht zu erwartender
Verletzungen ein permanenter „Wackelkandidat“ bekommt einen zweiten Mann
an seine Seite. Dimitri Hait, 27, wird fortan die Babelsberger im Kampf
um den dritten Titelgewinn in Folge verstärken. Mit dem Mann vom Amateur
Kick-Box-Club (AKBC) Wolfsburg kommt kein geringerer als der bisherige
Kickbox-Weltmeister an die Havel – in diesem Jahr verlor er seinen
Titel. Zustande kam der Kontakt durch Alex Melcher. Der
Schwergewichtler, der 1996 und 2002 Kickbox-Europameister wurde, ist
nach wie vor Vereinsmitglied bei Motor Babelsberg und betreibt in
Wolfsburg ein Fitnessstudio, das auch Dimitri Hait oft besucht.
„Mit Dimitri haben wir eine ganz wichtige Verstärkung für unsere
Mannschaft gewinnen können“, sagt Motor-Manager Ralph Mantau daher über
den 27-jährigen Neuzugang, der zurzeit im Olympiastützpunkt Gifhorn
trainiert. „Zuvor war das Weltergewicht allein durch Tobias Drobig
besetzt – nun teilen es sich die beiden.“ Bislang musste im Notfall
David Sprenger vom Halbweltergewicht bis 64 kg fünf Kilogramm „Gewicht
machen“, um im Weltergewicht eingesetzt werden zu können. Er ist derzeit
jedoch bei der Bundeswehr, und Patrick Mittag als weiterer
Weltergewichtler fehlt durch seinen beruflichen Einsatz in der Schweiz
dem Verein sehr häufig.
„Dimitri ist einer der besten Athleten,
die ich jemals betreut habe“, sagt sein Trainer Antonio Spatola. „Er ist
sehr fleißig, ist seit seinem zwölftem Lebensjahr als Kickboxer aktiv
und hat im boxerischen Bereich allerdings noch Potenzial, das er abrufen
kann und wird.“ In der vergangenen Saison boxte der gebürtige Russe, der
seit frühester Kindheit in Deutschland aufwuchs, beim
Zweitliga-Konkurrenten Wolfenbüttel und ist den Babelsbergern somit kein
Unbekannter.
Indes hat auch sein „Weltergewichts- Kollege“ Tobias Drobig eine
wichtige Entscheidung getroffen: Nach langem Bemühen gab der sächsische
Landesverband dieser Tage endlich die ersehnte Freigabe des 19-jährigen
Box-Talents bekannt. Und so zögerte Drobig dann auch keinen Moment und
wurde inzwischen als neues Vereinsmitglied von Motor aufgenommen. Ob
jedoch er oder Dimitri Hait am ersten Kampftag in den Ring steigt, steht
noch nicht fest. Fakt ist allerdings, dass der Auftakt beim Dauerrivalen
BSK Seelze am 2. Dezember ein ganz schweres Unterfangen wird.
08.11.2006
Märkische Allgemeine Zeitung
Cottbuser Hilfe für Motor-Riege
BOXEN / TERMINE FÜR LIGA UND POKAL
PETER STEIN
Das deutsche
Amateurboxen hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt. Nach vielem Hin
und Her fanden sich gerade mal je vier Mannschaften für die erste und
die zweite Bundesliga. Ralph Mantau, Manager des Zweitligisten Motor
Babelsberg, steckte mit ein paar anderen Machern die Köpfe zusammen.
"Ursprünglich sollte es in beiden Ligen nach Hin- und Rückrunde noch
einmal Play-offs Erster gegen Vierter, Zweiter gegen Dritter und so
weiter geben. Das fanden wir aber wenig attraktiv", so der Unternehmer
aus Saarmund. Nun ist ein Modell, das er "Liga-Pokal" nennt,
herausgekommen, "mit dem alle Beteiligten leben können". Danach wird es
ab Mitte März 2007 Duelle Zweitliga-Meister kontra Bundesliga-Champion,
Zweitliga-Zweiter gegen Bundesliga-Zweiter und so weiter mit Hin- und
Rückkämpfen in acht Gewichtsklassen nach den Zweitliga-Regularien geben.
"Das wäre doch ein Kracher, wenn wir unserem
Super-Publikum mal den Serienmeister Velbert präsentieren könnten",
findet Mantau. Denn Velbert holte zuletzt drei Mal in Folge die
Meisterschaft und gilt erneut gegenüber Berlin, Hamm und Gotha als
haushoher Favorit. Und im Unterbau?
"Natürlich wollen wir wieder Staffelsieger
werden", macht Mantau keine Abstriche an den hohen sportlichen Zielen
für die am 2. Dezember in Seelze beginnende Saison, wenngleich auf das
Aufstiegsrecht verzichtet wurde.
05.11.2006
Richtigstellung zu
den Presseartikeln aus dem Potsdamer Stadtmagazin "EVENTS" und der
"Potsdam am Sonntag" zur 4. Potsdamer Fight Night am 12. November 2006
In den Artikeln der "EVENTS" (Ausgabe November) und der
"Potsdam am Sonntag" (vom 05.11.2006) zur 4. Potsdamer Fight Night
am 12. November 2006 wird erwähnt, dass Sportler vom SV Motor Babelsberg
e.V. Abteilung Kickboxen an dieser Veranstaltung teilnehmen werden.
Richtigstellung: Es gibt keine Abteilung
Kickboxen beim SV Motor Babelsberg e.V. und es werden auch keine
Sportler von der Abteilung Boxen an der Veranstaltung teilnehmen.
www.boxverband.de
18.10.2006
Märkische Allgemeine Zeitung
"Rosi" peilt den Titel an
BOXEN / TRAININGSLAGER IN LITAUEN - FAHRPLAN
FÜR DIE 2. BUNDESLIGA STEHT
AXEL EIFERT
Nach einer langen
Sommerpause mit einigen Aufregungen, was den Austritt von Sportlern aus
dem Verein betraf (MAZ berichtete), wird es für die
Amateurboxer von Motor Babelsberg nun wieder ernst. Mittelgewichtler
Jörg Rosomkiewicz war schon aktiv, holte sich erneut den
Landesmeistertitel und qualifizierte sich für die deutschen
Meisterschaften, die vom 24. bis 29. Oktober in Straubing (Bayern)
stattfinden. Beim Regionalausscheid gegen Sachsen am 7. Oktober in
Jüterbog kletterte Rosomkiewicz in den Ring und gewann gegen Adam
Gadajew (Torgau) mit 26:6 nach Punkten. Im Nachhinein stellte sich
überraschend heraus, dass der Babelsberger dort gar nicht hätte boxen
müssen, denn Gadajew ist kein Deutscher und bei der DM nicht
startberechtigt. "Für die Vorbereitung auf die Meisterschaft war der
Kampf aber gut", sagte Trainer Ralph Mantau.
Gestern flog Rosomkiewicz nun zu einem
einwöchigen Trainingslager nach Kaunas in Litauen. Dort will sich der
30-Jährige unter Trainer Vidas Bruzas intensiv auf Straubing
vorbereiten. Ziel von Rosomkiewicz ist nämlich nach der
Vizemeisterschaft im Vorjahr diesmal der Titel, nachdem
Vorjahrs-Champion Eduard Gutknecht inzwischen bei den Profis boxt.
Bruzas trainiert beispielsweise Schwergewichtler Vitalius Subacius, der
ja der Publikumsliebling bei den Babelsberger Ligaveranstaltungen ist.
Aus Litauen kam jetzt die Kunde, dass Subacius, der in der neuen Saison
wieder für die Potsdamer kämpfen wird, vor einigen Tagen in Kasachstan
Studenten-Weltmeister geworden ist.
Inzwischen steht auch der Liga-Fahrplan für die
neue Saison fest. Babelsberg boxt wieder in der 2. Bundesliga, der
diesmal nur vier Teams angehören werden. Neben der Motor-Staffel sind
noch der BSK Seelze, der PSV Wismar und der BC Heidelberg als Aufsteiger
aus der Oberliga dabei. Die Babelsberger müssen zum Auftakt am 2./3.
Dezember in Seelze antreten. Erster Heimkampf ist dann am 9. Dezember
gegen den PSV Wismar. "Wir bestreiten unsere Heimkämpfe wie schon in den
vergangenen Jahren immer am Samstagabend ab 18 Uhr im Toyota-Autocenter,
das unsere Mannschaft weiter unterstützen wird", sagte Mantau, der auch
Manager der Babelsberger Ligamannschaft ist. Die weiteren Heimkämpfe
finden am 13. Januar 2007 gegen Heidelberg und am 10. Februar 2007 gegen
Seelze statt. An die einfache Runde sollen sich dann noch Halbfinals und
Finals mit Hin- und Rückkämpfen anschließen, was derzeit noch für
Diskussionen sorgt. "Es ist doch nicht attraktiv, andauernd gegen die
gleichen Gegner zu boxen", meint Mantau. Er ist dafür, die 2. mit der 1.
Bundesliga, der ebenfalls nur vier Teams (Velbert, Berlin, Hamm und
Gotha) angehören, zusammenzulegen und zunächst in zwei Staffeln zu
kämpfen. Mal sehen, ob sich der Liga-Ausschuss noch zu einer Änderung
überreden lässt.
www.boxverband.de
20.09.2006
Vorgeschlagene
Termine für die Boxligen der Saison 2006/2007
Die allgemeine
Terminplanung für den DBV, auch für die drei Ligen, ist in diesem Jahr etwas
schwieriger zu gestalten. Nach zweimaliger Anfrage beim EABA- Büro in Moskau
wurde noch nicht reagiert, somit stehen zum jetzigen Zeitpunkt auch keine
internationalen Termine exakt fest. Um eine Planungssicherheit für die
Vereine der deutschen Ligen zu haben, wurde folgender Terminplan erstellt:
Es wird angenommen, dass Sechsergruppen gebildet, also 10 Termine benötigt
werden, 1. Bundesliga, 2. Bundesliga je 6 Mannschaften, Oberliga je 2x 5
Mannschaften mit Play-offs der jeweils Ersten der jeweiligen Gruppe mit Hin
und Rückkampf.
Der Liga-Beginn für die
1./2. Bundesliga könnte der 10. Dezember sein. Dieser Termin ist bis
jetzt jedoch unverbindlich, da sich noch nicht genug Mannschaften für
den Ligawettbewerb angemeldet haben.
Märkische Allgemeine Zeitung
20.04.2006
MOTOR BABELSBERG VORZEITIG MEISTER
BOXEN / 12:11 – AUSWÄRTSSIEG IN WISMAR
AXEL EIFERT
Die Boxer von Motor
Babelsberg griffen am Sonnabend gleich die erste Chance beim Schopfe und
sicherten sich mit einem 12:11-Auswärtserfolg beim BT Hanse Wismar
vorzeitig die Meisterschaft in der 2. Bundesliga. Mit 11:3 Punkten sind
die Potsdamer vor dem letzten Saisonkampf in Wolfenbüttel am 22.April
nicht mehr einzuholen und schafften somit bereits vorzeitig die
erfolgreiche Titelverteidigung.
"Es macht mich schon etwas stolz, was sich hier
in den letzten Jahren entwickelt hat. Wenn mir das jemand vor zehn
Jahren prophezeit hätte, als wir wieder in das Ligaboxen eingestiegen
sind, hätte ich es nicht für möglich gehalten", freute sich Motors
Manager und Trainer Ralph Mantau. Eine spontane kleine Meisterfeier gab
es gleich im Wismarer Restaurant "Seeblick". "Erst haben sie sich dort
von uns etwas überrumpelt gefühlt, aber dann sehr gut um uns gekümmert
und uns sogar einen separaten Raum gegeben", berichtete Mantau.
Grundlage für den neuerlichen Babelsberger
Erfolg waren die wohl größte Konstanz aller Kämpfer über die gesamte
Saison hinweg und auch ein wenig Glück in Sachen Verletzungen. "Davon
sind wir zum Glück weitgehend verschont geblieben. Mit nur elf Boxern
über die Saison zu kommen, ist sonst eigentlich nicht machbar", meinte
Mantau, der über einen Aufstieg in die 1. Bundesliga noch nicht reden
will. "Die neue Saison ist noch ganz weit weg", so Babelsbergs Boxchef.
Die diesjährigen schwachen Auftritte der früheren Mitkonkurrenten Hamm
und Mülheim haben ihn allerdings nicht darin bestärkt, ins Oberhaus zu
gehen.
Beim Duell in Wismar ging es vor 500 Zuschauern
noch einmal sehr spannend zu. Mantau zog dort allerdings einen Joker aus
dem Ärmel, der auch stach. Weil Marcel Schneider kurzfristig ausfiel,
verpflichteten die Filmstädter für die letzten beiden Kämpfe
Leichtgewichtler Waldemar Völker vom Erstligisten Demmin, der gegen Juri
Paschko auch mit 24:19 nach Punkten gewann. Zakhid Mekhtsiev und Jakov
Terskich mussten deshalb beide eine Gewichtsklasse nach unten gehen.
Mekhtsiev erreichte im Bantamgewicht gegen Xeevdet Gashi ein 15:15.
Terskich wuchs im Federgewicht beim 32:29-Erfolg über
Nationalstaffelboxer Marcel Meyerdierks über sich hinaus und holte zwei
vorher nicht eingeplante Punkte. Einen starken Auftritt legte auch
Steffen Sparborth im Halbwelter beim 24:20-Punktsieg über Artur
Matevosyan hin.
Routinier Jörg Rosomkiewicz (Mittel) war es dann
vorbehalten, mit seinem RSC-Sieg in Runde drei über Juri Vorobev die
Meisterschaft für die Babelsberger vorzeitig perfekt zu machen. Völlig
von der Rolle war dagegen Schwergewichtler Vitalius Subacius, dem
offenbar die schweren Kämpfe bei der litauischen Meisterschaft am
Wochenende zuvor in den Knochen steckten. Er war völlig platt und
unterlag Lukas Schulz durch RSC in Runde drei. "So ist eben Boxen.
Vitalius hat aber vorher schon viele entscheidende Dinger für uns
rumgerissen", konnte Mantau nicht mehr sauer sein. Der Titel war ja
schon unter Dach und Fach.
Märkische Allgemeine Zeitung
20.03.2006
Nichts für schwache Nerven
BOXEN / BABELSBERG SCHLÄGT SEELZE KNAPP 13:11
UND WAHRT ALLE CHANCEN
AXEL EIFERT
Dass es im Sport ebenso
auf- und abgeht wie manchmal in der Politik, konnte Ministerpräsident
Matthias Platzeck (SPD) am Sonnabend beim letzten Saison-Heimkampf der Boxer
von Motor Babelsberg in der 2. Bundesliga gegen den BSK Seelze aus
Niedersachen miterleben. Nach fünf Duellen hing der gastgebende
Spitzenreiter gegen den zuvor punktgleichen Tabellenzweiten noch mächtig in
den Seilen, ging aber durch einen tollen Endspurt von drei gewonnen Fights
hintereinander in den oberen Gewichtsklassen noch als 13:11-Sieger aus dem
Ring. Die Babelsberger blieben in dieser Saison im heimischen
Toyota-Autocenter ohne Punktverlust und wahrten damit ihre Chance auf eine
erfolgreiche Meisterschaftsverteidigung. Motor-Trainer und -Manager Ralph
Mantau weiß aber auch, dass bis dahin in den beiden noch ausstehenden
Kämpfen in Wismar und in Wolfenbüttel noch einige Klippen zu umschiffen
sind.
Zunächst lief es vor den 400 engagiert mitgehenden
Fans gegen Seelze nicht nach Plan der Babelsberger. Nach Marcel Schneiders
sicherem Auftakterfolg im Bantamgewicht gegen Nebil Yilmam kassierte der
routinierte Federgewichtler Zakhid Mekhtsiyev (346 Kämpfe/314 Siege) seine
erste Niederlage im Motor-Dress gegen Igor Oreschkin. Grund war
offensichtlich ein Kommunikationsproblem. "Ich bekam signalisiert, dass
Zakhid deutlich führt und stellte ihn so ein, dass er den Vorsprung
absichert. Doch nach einer Verwarnung in Runde vier lag er auf einmal hinten
und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen", sagte Ralph Mantau. Danach
verlor auch noch Babelsbergs Jakov Terskich (Leicht) in Runde eins gegen
Slava Kerber. Mit einer konzentrierten Leistung und einem deutlichen
Punktsieg über Dennis Dehling stellte Motors Halbweltergewichtler Steffen
Sparborth zwar wieder den Gleichstand her. Doch dann war David Sprenger bei
seinem Comeback gegen den physisch starken Alexander Reynesh überfordert.
Dem 20-jährigen Sprenger war die fehlende Wettkampfpraxis anzumerken, und
das Weltergewicht ist für den angestammten Leichtgewichtler nicht passend.
Trotz der RSC-Niederlage in Runde drei soll er aber auch in Wismar wieder
für Babelsberg in den Ring gehen.
Nun mussten die Gastgeber alle drei Schlusskämpfe
gewinnen, um ein Remis zu vermeiden, was wohl das Ende der Titelverteidigung
bedeutet hätte. Routinier Jörg Rosomkiewicz (Mittel) gegen Dimitri Beck und
Kapitän Anatolij Hoppe (Halbschwer) gegen Eugen Schellenberg setzten sich
dann auch knapp, aber verdient durch.
Motors litauischer Einflieger Vitalijus Subacijus
hatte im Schwergewicht gegen den Deutschen Meister Boris Boshenko eine
kritische Situation Ende der ersten Runde zu überstehen, da rettete ihn nach
einem Wirkungstreffer der Gong. In der Folge fuhr Subacius dann einen
souveränen Punktsieg ein und sicherte den Babelsberger Erfolg.
Potsdamer Neueste Nachrichten
20.03.2006
Ordnung wieder hergestellt
MOTOR-BOXER BEZWANGEN NACH SPANNENDEN KÄMPFEN
DEN BSK SEELZE MIT 13:11
HENNER MALLWITZ
„Eigentlich wollte ich
heute meine ganz persönliche Rache nehmen. Schade drum.“ Statt die
Boxhandschuhe anzuziehen, hatte Tobias Drobig diesmal die Rolle als
Kameramann übernommen und filmte von der Treppe des Toyota-Autohauses
aus den letzten Heimkampf der Boxer von Motor Babelsberg in der
laufenden Saison der 2. Bundesliga. Nach seinem K.o.- Schlag beim BSK
Seelze vor einem Monat war er mit einer Sperre belegt worden, aber seine
Mitstreiter sorgten auch ohne ihn für eine erfolgreiche Revanche.
Letztlich war es ein Abschied nach Maß. Zwar nicht durchweg souverän,
aber in jedem Fall spannend bis zur letzten Minute gestalteten die
Motor-Boxer den Abend und setzten sich schließlich mit 13:11 durch.
Im Bantamgewicht machte Marcel Schneider den Anfang und schlug den
dänischen Meister Nebil Yilmam aus dem Ring. Enttäuschend die
anschließende Leistung von Zakhid Mekhtsiyev: Der Federgewichtler schien
im Kampf gegen Igor Oreschkin nahezu von der Rolle zu sein und musste
den Fight zu Recht abgeben. „Das darf einem Mann mit seinen Erfahrungen
einfach nicht passieren“, urteilte Motor-Manager Ralph Mantau. Als sich
anschließend auch noch Leichtgewichtler Jakov Terskisch geschlagen geben
musste, waren nicht nur aus der blauen Ringecke missmutige Blicke zu
sehen. Zu wenig achtete Terskisch auf die lange Linke von Slava Kerber,
fing sich einige harte Treffer ein, so dass der Fight in der dritten
Runde durch RSC abgebrochen wurde. Steffen Sparborth sorgte im
Halbwelter gegen Dennis Dehling dann jedoch wieder für Ordnung und
besorgte das 6:6 zur Pause. Nach jeder Aktion kam die geschlossene
Doppeldeckung.
Der für Tobias Drobig
eingesetzte David Sprenger hatte es anschließend schwer. Nach langer
Wettkampfpause traf er im Weltergewicht auf Alexander Raynesh, der einst
Alexander Philipp den Kiefer brach, und schied gegen ihn ebenfalls durch
RSC aus. „Die lange Pause machte sich leider bemerkbar“, so Mantau.
„Wenn der Kampf nicht abgebrochen worden wäre, hätte ich für David das
Handtuch geworfen.“
Der Druck lag im Mittelgewicht nun auf Jörg „Rosi“ Rosomkiewicz, der in
der dritten Runde gegen Dimitri Beck nachließ und dennoch ebenso den
Sieg errang. Ebenso wie anschließend Anatolij Hoppe gegen Eugen
Schellenberg. Eine knappe Entscheidung, die auch hätte anders ausgehen
können – ein klein wenig Heimvorteil. Beim Stand von 11:10 war wieder
einmal Schwergewicht Vitalijus Subacius das Zünglein an der Waage. Zum
ersten Mal in seiner Laufbahn wurde der Hüne mit dem Gongschlag der
ersten Runde angeknockt, fing sich aber wieder und schlug Boris Boshenko
aus dem Ring.
Ein Abend – so ganz nach den Wünschen der Fans, zu denen sich auch
diesmal wieder Ministerpräsident Matthias Platzeck gesellte. Zwei
Auswärtskämpfe stehen nun noch für die Babelsberger an. Zunächst soll am
8. April Wismar bezwungen werden.
Märkische Allgemeine Zeitung
17.03.2006
Revanche gegen Seelze ist angesagt
BOXEN / GASTGEBER BABELSBERG KÜNDIGT
BESTBESETZUNG AN / COMEBACK VON DAVID
SPRENGER IM WELTERGEWICHT
AXEL EIFERT
Die Saison in der 2.
Bundesliga der Amateurboxer geht in ihre entscheidende Phase. Für die
Faustkämpfer von Tabellenführer Motor Babelsberg (7:3) bedeutet dies im
morgigen Spitzenduell zu Hause (18 Uhr, Toyota-Auto-Center) gegen den
punktgleichen Zweiten vom BSK Seelze aus Niedersachsen, dass unbedingt ein
Sieg eingefahren werden muss, wenn die Potsdamer ihr Saisonziel Verteidigung
der Vorjahresmeisterschaft weiter im Visier behalten möchten.
Motor-Trainer und -Manager Ralph Mantau war am
vergangenen Wochenende extra nach Seelze gefahren, um den morgigen Gegner
noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Beim 13:9-Gastgebersieg über Hanse
Wismar musste Babelsbergs Boxchef sehen, dass Seelze zu Hause auch dank der
Unterstützung einiger Kampfrichter in dieser Saison wohl nicht zu schlagen
ist. "Also müssen wir bei uns gegen sie gewinnen, wenn wir Erster werden
wollen", meint Mantau und sieht die Chancen dafür recht gut. Denn er hat von
Marcel Schneider (Bantam) bis zu Vitalijus Subacius (Schwer) morgen alle
Leistungsträger an Bord. "Steffen Sparborth und Anatolij Hoppe wollen sich
für ihre umstrittenen Punktniederlagen in Seelze revanchieren, und auch Jörg
Rosomkiewicz möchte das fragwürdige Unentschieden vor dem eigenen Publikum
korrigieren", sagte der Motor-Trainer.
Zudem gibt es für Babelsbergs Fans ein Wiedersehen
mit einem alten Bekannten. David Sprenger (20), der im Vorjahr maßgeblich am
Meisterschaftsgewinn in der 2. Liga beteiligt war, wird für die Gastgeber
erstmals in dieser Saison in den Ring klettern, und zwar im Weltergewicht.
Motors junger Neuzugang Tobias Drobig, der in Seelze gegen Alexander Raynesh
K.o. ging, soll nicht verheizt werden.
Sprenger sei außer Form, hieß es in dieser Saison
immer. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Sein Trainer Falk Huste im
Stützpunkt in Frankfurt/Oder weigert sich seit längerem ihn zu trainieren,
obwohl Sprenger ein Kaderathlet ist. Seitdem der Boxer im Oktober eine
Krankschreibung etwas zu spät abgegeben hat, ist das Tischtuch endgültig
zerschnitten. Seither trainiert Sprenger in der Oderstadt für sich selbst,
bekommt aber keine Sparringspartner. Das ist nun in den vorigen Wochen in
Babelsberg geschehen und deshalb kann er jetzt wieder boxen. "Er kam mit 65
kg hier an, hat zu Haus also gut trainiert", so Mantau. Trotzdem ist es in
Frankfurt für einen Kaderboxer ein unhaltbarer Zustand. Unter echten Boxern
sollte sich für beide Seiten doch eine Lösung finden.
Potsdamer Neueste
Nachrichten
16.03.2006
Den Kampf im Ring entscheiden
Im letzten Heimkampf der Saison treffen
die Boxer von Motor Babelsberg am Sonnabend auf den BSK Seelze
HENNER MALLWITZ
Als Ralph Mantau vor
einem Monat mit seinem Team aus Seelze zurückkam, war da einfach nur
noch Frust. Verärgerung über einen Abend, in dem man seinen Boxern im
wichtigen Zweitligakampf nicht die Spur einer Chance gelassen hatte. Mit
10:13 musste der bislang ungeschlagene Tabellenführer am Ende den Ring
verlassen, und das Wort Fairness wollte der Manager von Motor Babelsberg
nicht annähernd in den Mund nehmen. Von Schikanen bei der ärztlichen
Untersuchung vor dem Kampf erzählte er und von äußerst fragwürdigen
Entscheidungen der Ringrichter.
Aber all das soll vergessen sein, wenn der BSK am Sonnabend zum fälligen
Rückkampf, dem letzten Heimkampf der Saison, in das Toyota-Autohaus an
der Großbeerenstraße kommt. Von Rache will keiner etwas wissen. „Wir
wollen den Kampf im Ring entscheiden und die Sache nicht dem grünen
Tisch oder gar einem Arzt überlassen“, stellt Mantau klar.
Über mangelnde Motivation seiner
Boxer wird er in keinem Fall klagen können – ein jeder von ihnen ist
heiß auf den Fight und strebt insgeheim wahrscheinlich doch zumindest
ein klein wenig Revanche an. Für dieses Vorhaben sind zumindest alle an
Bord: Von Marcel Schneider im Bantamgewicht bis hin zum litauischen
Schwergewicht Vitalius Sobacijus haben sich alle bestens auf den Kampf
vorbereitet.
Allein Tobias Drobig wird diesmal noch zuschauen müssen. Der 18-jährige
Weltergewichtler hatte in Seelze eine K.o.-Niederlage gegen Alexander
Raynesh einstecken müssen und muss deshalb vier Wochen pausieren. Für
ihn wird David Sprenger in den Ring steigen, der nach längerer Pause
künftig wieder für Motor boxen will. „Das wird eine spannende Sache“,
vermutet Mantau. „Als Halbwelter ist das Weltergewicht ja eigentlich
nicht seine Klasse. Aber wahrscheinlich wird er mit seiner Schnelligkeit
einiges kompensieren können.“ In jedem Fall plane der Verein die beiden
letzten noch ausstehenden Kämpfe mit Spengler. Drobig dürfe nicht
„verheizt“ werden.
Auch wenn die Motor-Boxer am Sonnabend ihren letzten Heimkampf der
Saison bestreiten – Freibier gibt's nach einem Sieg nicht. „Da sind wir
abergläubisch, denn zwei schwere Kämpfe stehen uns ja noch bevor“, sagt
Mantau. Um die Meisterschaft zum zweiten Mal in Folge für sich zu
entscheiden, müssen die Babelsberger zu Hause gewinnen und dürfen
anschließend nicht mehr verlieren. Am Sonnabend ertönt der erste Gong um
18 Uhr.
Märkische Allgemeine Zeitung
16.03.2006
Mit der Führhand auf Punktejagd
BOXEN / Sparborths „Rechte“ wieder fit
DETLEF BRAUNE
Die Faustkämpfer von
Motor Babelsberg wollen auch in diesem Jahr in der 2. Box-Bundesliga zum
großen Schlag ausholen und den Spitzenplatz aus dem Vorjahr verteidigen.
Im letzten Heimkampf der Saison am Sonnabend um 18 Uhr im Babelsberger
Toyota-Autohaus gegen BSK Seelze möchte sich ein neues Gesicht in der
Staffel des Gastgebers erneut so präsentieren wie bei den bisherigen
Fights.
In sechs Kämpfen für Motor verließ Steffen
Sparborth dreimal als Sieger den Ring. Und dies trotz eines Kapselrisses
in der rechten Schlaghand, den er sich im Herbst zugezogen hatte. Im
jüngsten Heimkampf gegen Hanse Wismar führte der 21-jährige
Halbweltergewichtler die linke Führhand immer wieder florettartig zum
Kopf des Gegners, schlug auch mehrere Haken, so dass der Ausfall des
anderen Körperteils nicht ins Gewicht fiel. Der selbstsicher auftretende
Fighter, der in Eilenburg zu Hause ist, beeindruckte seinen Kontrahenten
und wurde zum 15:4-Punktsieger erklärt. Motors Manager und Trainer Ralph
Mantau hinderte seinen Schützling nicht an den Auftritten. "Er wollte
unbedingt immer wieder in den Ring." Der Athlet sagte: "Ich beiße auf
die Zähne." Nun hat er die Verletzung auskuriert und will gegen Seelze
sein ganzes Vermögen zeigen.
Mit zehn Jahren hatte sich Steffen Sparborth für
den Faustkampfsport entschieden. "Feuer gefangen hatte ich beim WM-Kampf
von Axel Schulz gegen Francis Botha im Schwergewicht im Fernsehen." (Der
gedopte Südafrikaner schlug 1995 Schulz nach Punkten.) Seine ersten
größeren Auftritte vollzog Newcomer Sparborth mit der Staffel von Halle
in der Oberliga und als Babelsbergs Konkurrent in der 2. Bundesliga.
Doch Halle zog sich nach der vergangenen Saison zurück. "Ich war froh,
dass mich Herr Mantau nach Babelsberg holte", so der talentierte
Bursche, der bisher von 59 Kämpfen 34 gewann. "Noch habe ich nichts
erreicht", schränkt er ein, "ich will mindestens einmal deutscher
Meister werden."
Ehrgeiz beweist Sparborth auch beruflich. Er hat
in Wurzen die Ausbildung als Karosseriefahrzeugbauer beendet.
Havelstädter will er spätestens im nächsten Jahr werden. Der 1,76 Meter
große Athlet möchte ein Betriebswirtschaftsstudium in Potsdam oder
Berlin aufnehmen.
Für Motor war Steffen Sparborth anstelle des
formschwachen David Sprenger in den Ring gestiegen. Sprenger hat seine
Krise nun überwunden und soll am Sonnabend im Weltergewicht aufgeboten
werden. Sparborth hat sich im Halbwelter festgeboxt. "Er hat das Boxen
im Blut und bringt viel Biss mit. Solche Fighter wollen die Fans im Ring
erleben", lobt Mantau.
Potsdamer Neueste Nachrichten
20.02.2006
Bittere Niederlage
Motor-Boxer unterlagen dem BSK Seelze
HENNER MALLWITZ
Ralph Mantau musste
gestern noch um Fassung ringen. Vieles hatte der Manager und Trainer der
Boxer von Motor Babelsberg schon erlebt, doch was sich am Samstagabend
beim BSK Seelze abspielte, war auch für ihn in dieser Form neu. Nein, es
war nicht in erster Linie die 10:13-Niederlage, die der bis dato
ungeschlagene Tabellenführer der 2. Bundesliga hinnehmen musste. Es war
eher das Szenario, das sich erst im Vorfeld und schließlich während der
Kämpfe abspielte. Da befand der zuständige Ringarzt die Pulsfrequenz von
Bantamgewichtler Fatih Yilmaz und Weltergewichtler Tobias Drobig als zu
hoch und zitierte die Gäste obendrein zum Fiebermessen. Erst auf starken
Protest Mantaus hin setzte der Arzt erneut sein Stethoskop an und befand
nun plötzlich alles für rechtens. „Schon da wollte ich am liebsten mit
dem Team wieder abreisen“, so Mantau. „Die Folgen für den Verein wären
aber geradezu vernichtend gewesen.“
So also stellten sich die Babelsberger dem Tabellendritten – schon
ahnend, dass es noch einige Überraschungen geben wird. Der für den
verletzten Marcel Schneider eingesprungene Yilmaz musste sich gegen
Nebil Yilman in der dritten Runde durch RSC geschlagen geben, dafür gab
es anschließend einen Sieg im Federgewicht. Zakhid Mekhitev ließ dem
Seelzer Alexander Gerber keine Chance. Im darauf folgenden
Leichtgewichtskampf wurde Jakov Terskisch zwar bereits in der ersten
Runde angezählt, nahm dann jedoch noch einmal alle Kräfte zusammen und
bestimmte die zweite und dritte Runde gegen Skala Kerter deutlich.
Allein die Ringrichter sahen dies anders und entschieden auf Sieg für
die Gastgeber. „Spätestens da wussten wir, dass hier nichts zu machen
ist“, sagte Mantau. Nicht anders das Bild im Halbwelter, wo Steffen
Sparborth auf Dennis Dehling traf. Nach verhaltener erster Runde konnte
er die zweite und dritte Runde klar für sich verbuchen, fing sich in der
vierten jedoch einen folgenlosen Treffer – Sieg für Dehling.
Im Weltergewicht war die Sache klar: Schon in der ersten Runde ging
Tobias Drobig nach einem Schlag von Alexander Raynisch K. O. zu Boden
und ist somit vier Wochen lang gesperrt. Bitter auch das anschließende
Unentschieden, das es für den Mittelgewichtskampf zwischen Dimitri Beck
und Jörg Rosomkiewicz gab. „Rosi bestimmte den Kampf klar, der Sieg
stand außer Frage“, so Mantau. Als Eugen Schellenberg dann im
Halbschwergewicht Anatolij Hoppe einen Kopfstoß verpasste, der
Babelsberger aber angezählt wurde und den Kampf verlor, war für die
Gäste das Maß voll. Da konnte auch der deutliche Sieg von Vitalijus
Subacius über Erkan Kardal nichts mehr ändern. Vier Wochen haben die
noch immer auf Platz eins stehenden Motorboxer nun Pause. Dann steht am
18. März der nächste Heimkampf. Der Gast heißt BSK Seelze.
Märkische Allgemeine Zeitung
20.02.2006
Aufregung vor dem ersten Gong
BOXEN / Niederlage für Motor Babelsberg
AXEL EIFERT
Schon vor dem
Auswärtskampf der Boxer von Motor Babelsberg in der 2. Bundesliga am
Sonnabend beim BSK Seelze in Niedersachsen wäre es fast zum Eklat
gekommen. Bei der obligatorischen Untersuchung wollte der Ringarzt den
beiden Gästekämpfern Fatih Yilmaz und Tobias Drobig Startverbot
erteilen, weil bei ihnen angeblich die Herzfrequenz nicht stimmte.
Babelsbergs Manager und Trainer Ralph Mantau drohte daraufhin, mit
seiner Mannschaft ohne zu boxen abzureisen. "Bei einem 0:4-Rückstand vor
dem ersten Kampf hätte es doch gar keinen Sinn gehabt anzufangen", sagte
Mantau. Nach einigen Diskussionen durften die beiden Babelsberger dann
doch in den Ring.
Das Kampfgericht hatten die Gäste mit der Boykottdrohung allerdings
nicht gerade positiv beeinflusst. So gab es in der Folge aus
Babelsberger Sicht auch einige merkwürdige Urteile, die schließlich mit
10:13 zur ersten Saisonniederlage für die Motor-Staffel führten.
Trotzdem bleiben die Babelsberger Tabellenerster punktgleich vor dem BT
Hanse Wismar (beide 7:3), das in Wolfenbüttel zu einem 12:12 kam.
Zunächst verlief alles in normalen Bahnen. Bantamgewichtler Fatih
Yilmaz, der kurzfristig für Marcel Schneider einsprang, hatte gegen den
dänischen Auswahlboxer Nebil Yimam nichts zu bestellen und verlor durch
RSC in Runde drei. Motors "Siegerbank" Zakhid Mekhtsiev (Feder) punktete
souverän Alexander Gerter aus.
Dann rieb sich Mantau allerdings zweimal hintereinander verwundert die
Augen. Sowohl Jakov Terskich gegen Slawa Kerber als auch Steffen
Sparborth gegen Dennis Dehling hatten zwar jeweils die erste Runde
abgegeben, im weiteren Verlauf aber dominiert. Dennoch gingen beide als
Verlierer aus dem Ring. Ähnliches wiederfuhr Jörg Rosomkiewicz im
Mittelgewicht gegen Dimitri Beck, doch bekam der Motor-Routinier
wenigstens noch ein Remis zugesprochen. Auch nach der Niederlage von
Anatolij Hoppe im Halbschwer konnte Babelsbergs Boxchef nur mit dem Kopf
schütteln, zumal ein Kopfstoß des Seelzers Eugen Schellenberg in Runde
zwei ungeahndet blieb. Da half dann auch der Aufgabesieg von Vitalius
Subacius in Runde zwei über Serkan Kartal nichts mehr.
Potsdamer Neueste Nachrichten
06.02.2006
Bühne frei: Theater im Boxring
Trotz Skandalurteils im Schwergewicht
entschieden Motor-Boxer den Kampf gegen Gotha für sich
HENNER MALLWITZ
So richtig wollte die
Freude am Ende nicht aufkommen. Zwar hatten die Boxer von Motor
Babelsberg am Sonnabend ihr selbstgestecktes Ziel erfüllt und den
Boxclub Wacker Gotha mit 14:10 auf die Heimreise geschickt, doch ein
Wermutstropfen blieb trotz allem. Ausgerechnet den Schwergewichtskampf,
in den Babelsbergs Punktegarant Vitalijus Subacius als haushoher Favorit
ging, mussten die Mannen um Coach und Manager Ralph Mantau abgeben.
Michael Werner war gegen den mehrfachen litauischen Meister chancenlos,
Subacius platzierte mehrere Treffer wirkungsvoll und beförderte den
Gothaer vor allem in den ersten beiden Runden mehrfach in die Seile.
Auch in Runde drei landete das Schwergewicht mehrere Kopftreffer. Ein
rechter Aufwärtshaken folgte und ließ Werner zu Boden gehen. Dann der
Ruf aus der roten Ecke: „Bleib liegen, mach auf Tiefschlag“, war da von
Werners Vater und Coach Konrad zu vernehmen. Und sein Sohn hielt sich an
die väterlichen Anweisungen.
Nicht auszudenken, wenn Subacius mit seiner enormen Schlagkraft den
Haken tatsächlich zu tief platziert hätte – der Ringrichter fiel
jedenfalls auf das Spiel herein und disqualifizierte ihn. Werner ging es
indes schon wieder besser: Unter anerkennenden Worten aus seiner
Ringecke wie „Hast du gut gemacht!“ verließ er den Ring, nicht jedoch
ohne sich vom Publikum mit dem so genannten „Stinkefinger“ zu
verabschieden. Coach Werner setzte der Sache zudem noch provokatorisch
die Krone auf. Er lese auch Zeitung, sagte er zu Ralph Mantau und
erwähnte den Vorschauartikel der PNN. „Ihr wolltet doch einen
kurzrundigen Kampf. Den habt ihr bekommen.“ Nicht nur Subacius war nach
dem ungerechten Ende bedient. Auf die Disko mit den anderen im A
10-Center hatte er sich schon gefreut – die Lust war ihm vergangen. Das
Video vom Kampf hatte er sich nochmals angesehen, wusste, dass er keinen
Tiefschlag gesetzt hatte und bekam dies auch bestätigt.
Ansonsten sahen die Zuschauer im Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße
einen fairen und spannenden Kampfabend, bei dem Bantamgewichtler Marcel
Schneider mit seinem Sieg über Daniel Preisler den Auftakt machte. Immer
wieder ließ er seinen Gegner ins Leere laufen und entschied den Fight
klar für sich. Beim anschließenden Kampf von Federgewichtler Zakhid
Mekhtsiyev gegen Tarek Gläser musste man genau hinsehen: Bereits nach
wenigen Sekunden ließ ein Haken den Gothaer zu Boden gehen und das
Handtuch aus der roten Ecke fliegen. Jakov Terskisch sorgte im
Leichtgewicht für die Überraschung des Abends. Die letzten beiden Kämpfe
hatte er verloren – gegen Alexander Stephan wuchs er jedoch über sich
hinaus. Nicht hingegen Steffen Sparborth, der sich im Halbwelter Alex
Lais geschlagen geben musste.
Weltergewichtler Tobias Drobig sorgte mit einem Sieg gegen Thomas Bolz
wieder für Ordnung, und auch Jörg Rosomkiewicz hatte im Mittelgewicht
mit Ömer Yagcioglu kaum Probleme. Anatolij Hoppe erkämpfte im
Halbschwergewicht gegen Ali Choucair zwar ebenfalls einen Sieg – mit
31:30 Punkten fiel dieser jedoch äußerst knapp aus. Mit dem Sieg hat
Motor die Tabellenspitze der zweiten Bundesliga behauptet: Anscheinend
auch ein Grund für den Boxstall von Wilfried Sauerland, sich in
Babelsberg umzuschauen. Neben Sportdirektor Hagen Döring saß am
Sonnabend auch Coach Uli Wegner am Ring, der mit Autogrammeschreiben
alle Hände voll zu tun hatte.
www.boxverband.de
06.02.2006
Der Deutsche Boxverband
Verband beschrieb Michael Werners
(Boxclub Wacker Gotha) unsportliches Verhalten folgendermaßen:
[…]Der Erfolg von
Babelsberg hätte sogar noch höher ausfallen können, denn der beste Starter,
Schwergewichtler Vitalijus Subacius, wurde nach klarem Punktevorsprung (24
Punkte) gegen Michael Werner (Gotha) in der 3. Runde wegen eines
Tiefschlages disqualifiziert.
Fachexperten sahen diese von Michael
Werner genommene Ruhepause als Schwalbe an, denn selbst Videoaufnahmen
konnten den Beweis eines Regelverstoßes nicht aufklären. […]
Wie so oft traf auch hier Subacius’ krachender rechter „Hammer“, den im
Nachhinein ziemlich demolierten Michael Werner aus Gotha, welcher seine
Chance zu gewinnen nur noch durch einen filmreifen Tiefschlag sah.

Durch Videoanalyse konnte schon direkt nach dem Kampf belegt werden, dass
Subacius’ Schlag regulär über der Gürtellinie landete, sonst wäre Werner
wohl nicht direkt nach dem Auszählen wieder aufgestanden und mit einem
schelmischen Grinsen in seine Ecke gegangen.
Ebenso unsportlich wie der
vorgespielte Tiefschlag, verabschiedete sich Werner mit dem „Stinkefinger“
vom Babelsberger Publikum, von dem er berechtigt ausgepfiffen wurde.
Märkische Allgemeine Zeitung
06.02.2006
Phantom – Tiefschlag hilft Gotha nicht
BOXEN / BABELSBERG VERTEIDIGT SPITZE
AXEL EIFERT
Das Boxerduell in der 2.
Bundesliga zwischen Motor Babelsberg und Wacker Gotha war am Sonnabend
längst zu Gunsten der Gastgeber gelaufen, da kam es noch zu einem Eklat. Im
Schwergewicht lag Gästekämpfer Michael Werner in der dritten Runde schon
aussichtslos gegen den Litauer Vitalijus Subacius zurück, da ging der
Gothaer plötzlich zu Boden und hielt sich den Unterleib. Der Ringrichter
disqualifizierte daraufhin den für Babelsberg boxenden Subacius, der damit
seine erste Niederlage im Motor-Dress hinnehmen musste.
Die Aufnahme einer
Motor – Betreuerin mit einer Digitalkamera zeigte aber sehr deutlich,
dass es bei weitem kein Tiefschlag war und Werner sich einfach fallen
ließ. Der Gothaer beließ es nicht bei dieser einen Unsportlichkeit,
sondern zeigte dem Publikum auch noch den Mittelfinger. Nur gut, dass in
Boxerkreisen Disqualifikationssiege verpönt sind. Anders hätte der
"Gewinner" sonst wohl keine Chance, heißt es dort.
Positiver Aspekt aus Sicht der Babelsberger war, dass diese Aktion
keinen Einfluss mehr auf den Kampfausgang hatte. Denn die Gastgeber
lagen zu diesem Zeitpunkt schon uneinholbar vorn. So hieß es schließlich
14:10 für die Babelsberger anstatt 15:9, wie es bei einem Subacius-Sieg
gewesen wäre. Einzig Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau fand noch
ein Haar in der Suppe: "Hoffentlich gibt dieser eine Punkt am Ende nicht
den Ausschlag für unsere Platzierung." Vorerst hat seine Mannschaft mit
7:1 Punkten die alleinige Tabellenführung in der 2. Bundesliga
verteidigt.
Gleich zum Auftakt stellte Bantamgewichtler Marcel Schneider für sein
Team die Weichen auf Sieg. Die Deckung des Babelsbergers ist sicherlich
noch verbesserungswürdig, sein deutlicher Punktsieg über den DM-Dritten
Daniel Preisner war aber ungefährdet. Nach einem schnellen Erfolg für
Zakhid Mekhtiev - aus der Ecke des Gothaers Tarek Gläser kam schon nach
der ersten Aktion das Handtuch zur Aufgabe - wuchs dann Motors
Leichtgewichtler Jakov Terskich über sich hinaus. Zunächst hatte
Gästeboxer Alexander Stephan mehr vom Kampf, aber ein toller Konter
Terskichs mit einem rechten Aufwärtshaken, der Stephan in Runde zwei zu
Boden zwang, wendete das Blatt. Nach der unnötigen Punktniederlage
Steffen Sparborths (Halbwelter), machten Weltergewichtler Tobias Drobig
und Routinier Jörg Rosomkiewicz (Mittel) mit ihren Siegen den
vorzeitigen Gesamterfolg für die Gastgeber perfekt. Etwas Glück hatte
dann Anatolij Hoppe (Halbschwer), der erst mit der letzten Aktion zum
knappen Punktsieg über den Gothaer Ali Choucair kam.
Wieder wurden am Babelsberger Ring Gäste vom Berliner
Sauerland-Profistall begrüßt. Nachdem zwei Wochen zuvor gegen Wismar der
frühere Maske-Coach Manfred Wolke bei seinem ehemaligen Verein
vorbeischaute, war diesmal mit Ulli Wegner der Trainer der Weltmeister
Sven Ottke und Markus Beyer ein interessierter Zuschauer. "Eine für die
2. Bundesliga gut aufgezogene Veranstaltung. Wenn ich die Zeit habe,
komme ich gerne wieder", so Wegner.
Märkische
Allgemeine Zeitung
03.02.2006
Heimsieg fest im Visier
BOXEN / EIN BABELSBERGER TRIO IST GEGEN GOTHA
BESONDERS MOTIVIERT
AXEL EIFERT
Die Marschroute für den
morgigen Heimkampf der Boxer von Motor Babelsberg in der 2. Bundesliga
gegen Wacker Gotha (18 Uhr, Toyota-Autocenter) hatte Manager und Trainer
Ralph Mantau schon vor gut zwei Wochen bekannt gegeben. "Gegen Wismar
wollen wir die Tabellenführung zurückerobern und dann gegen Gotha mit
einem Sieg verteidigen beziehungsweise ausbauen", sagt er damals.
Teil eins der Forderung ihres Chefs haben
Staffelkapitän Anatolij Hoppe und Co. mit dem 13:11 über die
Mecklenburger erfüllt. Die zweite Sache soll nun morgen geklärt werden,
zumal die Babelsberger mit den Thüringern noch eine Rechnung offen
haben. Denn beim 11:11 in Gotha musste das Motor-Team seinen bisher
einzigen Punktverlust einstecken. Dies wurde allerdings begünstigt durch
einige fragwürdige Kampfrichter-Urteile zu Gunsten der Gastgeber. So
kassierte Halbweltergewichtler Steffen Sparborth eine umstrittene
Niederlage, und auch die beiden Unentschieden von Routinier Jörg
Rosomkiewicz (Mittel) und Anatolij Hoppe (Halbschwer) waren nicht ganz
astrein.
"Alle drei sind jetzt natürlich besonders
motiviert und wollen die Ergebnisse vom Hinkampf vor den heimischen Fans
wieder gerade rücken", sagte Mantau. Gleiches hätte sicher auch Alex
Melcher gern getan, denn seine Niederlage in Gotha gegen Michael Werner
war sogar ein krasses Fehlurteil. Doch für den Schwergewichtler wird
diesmal der damals verhinderte litauische Einflieger Vitalius Subacius
zum Einsatz kommen. "Schon gegen Melcher war Werner eigentlich
chancenlos, doch diesmal wird er nicht einmal den Hauch einer Chance
haben", meinte Mantau, der wieder auf die gegen Wismar siegreiche
Mannschaft zurückgreifen kann. "Bis jetzt hat sich noch keiner bei mir
abgemeldet und es gibt keinen Grund, das zuletzt erfolgreiche Team
auseinander zu reißen", sagte Babelsbergs Box-Chef. Auch
Weltergewichtler Tobias Drobig ist wieder mit dabei und will zeigen,
dass er die RSC-Niederlage gegen den Wismaraner Fabian Nitsche gut
verkraftet hat.
Potsdamer
Neueste Nachrichten
02.02.2006
Motor Babelsberg empfängt Wacker Gotha
HENNER MALLWITZ
Ralph Mantau bringt es
auf den Punkt. „Wir haben noch eine Rechnung offen“, sagt der Manager
der Boxer von Motor Babelsberg und denkt nicht ohne Gram an den Kampf
seiner Truppe gegen Wacker Gotha zurück. Während in der Berliner
Max-Schmeling-Halle der „Riesen- Russe“ Nikolai Valuev am 17. Dezember
in einem eher ernüchternden Kampf dem bisherigen WBA-Champion John Ruiz
den Titel streitig machte, mussten sich die favorisierten Babelsberger
Zweitliga-Boxer ausgerechnet beim Tabellenletzten mit einem mageren
11:11 begnügen. Der Ärger sei umso größer gewesen, da der Sieg allein
durch äußerst fragwürdige Kampfrichterentscheidungen verhindert wurde,
klagte Mantau nach dem Kampf. „Das war streckenweise nicht
nachzuvollziehen, und sogar das einheimische Publikum sah das Ganze mit
gemischten Gefühlen.“
Nun soll es also anders laufen: Am Sonnabend kommen die Mannen aus Gotha
in das Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße und können sich auf eine
Revanche gefasst machen. Nach dem 13:11-Sieg gegen Hanse Wismar vor zwei
Wochen gehen die Gastgeber hoch motiviert in den Kampfabend. Für diesen
hat Mantau alle Athleten an Bord – auch Tobias Drobig, der sich in der
zweiten Runde Fabian Nitsche beugen musste und durch RSC unterlag, hat
die Niederlage und harten Schläge gut verkraftet und wird abermals im
Weltergewicht in den Ring gehen.
Motors Mannschaftskapitän Anatolij Hoppe hat sich ebenfalls viel
vorgenommen. Nachdem sein Kampf gegen René Krause, auf den bereits der
Sauerland-Boxstall ein Auge geworfen hat, für den Mecklenburger gewertet
wurde, machte sich Hoppe viele Vorwürfe. Mantau baute ihn auf, und am
Sonnabend will der Halbschwergewichtler nun unbedingt wieder einen Sieg
für sein Team erkämpfen. In Gotha wurde der Kampf gegen Björn Blaschke
unentschieden gewertet. „Ich hoffe, dass er diesmal wieder antritt“, so
Hoppe. Sollte Blaschke ihm diesen Gefallen nicht tun, müsste Gotha mit
Ali Choucair einen Boxer aufstellen, der noch leichter zu schlagen sein
sollte.
In jedem Fall soll auch Motors Schwergewichts-Ass Vitalius Subacius
wieder die Krönung des Abends werden. „Ihm traue ich gegen Michael
Werner durchaus einen kurzrundigen Sieg zu“, sagt Mantau, dessen Team
mit einem Sieg die Führung in der zweiten Bundesliga ausbauen möchte.
Die Kämpfe beginnen um 18; Einlass ist ab 17 Uhr. Karten für 10 und
ermäßigt 7,50 Euro sind im Toyota-Autohaus und in der Total-Tankstelle
an der Großbeerenstraße erhältlich.
Märkische Allgemeine Zeitung
23.01.2006
Babelsberg wieder Spitze
BOXEN / MOTOR SCHLÄGT WISMAR 13:11 –
BLITZBESUCH VON MANFRED WOLKE
DETLEF BRAUNE
Die Faustkämpfer von
Motor Babelsberg schlugen im Toyota-Autohaus im Spitzenkampf der 2.
Bundesliga den bisherigen Tabellenführer Boxteam Hanse Wismar mit 13:11
und platzierten sich nach drei Kampfabenden wieder dort, wo sie zum
Abschluss der vergangenen Saison standen: ganz vorn. Den erneuten
Höhenflug vor 500 Zuschauern ließ sich ausgerechnet der prominenteste
Mann entgehen, der je aus den Motor-Reihen hervorgegangen war. Manfred
Wolke "schaute vorbei", doch seine Aufwartung am Ring machte der
ehemalige Babelsberger - für die Fans war er nur "Manne" - nicht.
Schade. Dabei ist die Euphorie rund um das Seilgeviert genauso groß wie
zu seinen aktiven Zeiten an der Havel vor vier Jahrzehnten.
Die Begierde des Olympiasiegers von 1968 und
jetzigen Trainers im Sauerland-Stall in Frankfurt (Oder) gehörte
ausgerechnet einem Gast. Der für Wismar boxende Halbschwere Rene Krause
könnte bald das nicht übermäßig mit Talenten besetzte Gym an der Oder
bereichern. Wolke setzte sich mit Krauses Vater in ein Auto, verhandelte
in einer Gaststätte und hinterließ nach der Rückkehr zum Autohaus nur
einen Gruß an Fritz Fiebelkorn. Der einstige Motor-Trainer feierte am
Wochenende Goldene Hochzeit. Mit einem "Ich muss weiter" gegenüber
Babelsbergs Manager Ralph Mantau zog der verlorene Sohn von dannen,
Wolke ließ seinen Co-Coach Rudi Fink,
Olympiasieger von 1980, und Hagen Doering von der Sauerland-Promotion am
Ring zurück. Beide erlebten einen überzeugenden Auftritt des 20-jährigen
Krause. Das "Opfer" des Dritten der deutschen Meisterschaft 2005 aus
Köln, war ausgerechnet Motor-Kapitän Anatolij Hoppe. Der Vizemeister der
Titelkämpfe vom Oktober in Mülheim hatte Krause schon zweimal besiegt.
Doch diesmal fand der einen Kopf kleinere Hoppe nicht die richtige
Distanz und wurde von seinem schneller schlagenden Gegner nach Punkten
gestoppt. Hoppe und die Fans verschmerzten die Niederlage. Die
Zuverlässigkeit in Person kassierte in seinem 60. Kampf in sechs Jahren
für Motor erst die zweite Niederlage.
11:10 stand es für die Einheimischen vor dem
letzten Gefecht. Dann entledigte sich der Schwere Vitalius Subacius
wieder souverän seiner Aufgabe und wurde enthusiastisch gefeiert. Nach
einer krachenden Linken wurde der zunächst gut mithaltende Lukas Schulz
in der 3. Runde angezählt. Eine Runde weiter wurde Schulz zur Aufgabe
gezwungen. Gegen Subacius, den WM-Fünften aus Litauen, ist in deutschen
Ringen kein Kraut gewachsen.
Die Motor-Anhänger erlebten ein spektakuläres
Finale - der Auftakt war nicht minder niveauvoll. Klasse die Vorstellung
des zweifachen deutschen Vizemeisters Marcel Schneider im Bantamgewicht.
Aufreizend sein Kampfstil mit herunter hängenden Fäusten. Die
florettartig geführte Linke bereitete immer wieder ganze Serien an
Treffern vor. Sein Gegner Cevdert Gashi war überfordert.
Weitere Babelsberger Punktsiege feierten Zakhid
Mekhtsiyev (Feder), Steffen Sparborth (Halbwelter) und Jörg Rosomkiewicz
(Mittel). Javov Terskich (Leicht) verlor nach Punkten, Tobias Drobig (Welter)
durch RSC (2. Runde).
Motors dritter Vizemeister, Jörg Rosomkiewicz,
hatte im Ring über vier Runden mächtig zu knabbern. "Ich habe mir die
linke Hand durchgeschlagen", erklärte er. Da kam die vom Ringsprecher
verkündete 150-Euro-Prämie von der Physiotherapie Lutz Kremer gerade
recht.
Potsdamer Neueste Nachrichten
23.01.2006
Ordnung wieder
hergestellt
Motor-Boxer schlugen Wismar 13:11 und holten
sich die Tabellenspitze zurück
HENNER MALLWITZ
Das Ziel war klar
gesteckt, die Halle gut gefüllt und wie immer leisteten die Fans ihren
Teil, um die Babelsberger Motor-Boxer zum Sieg zu führen. Mit Erfolg: Im
Kampf um die Tabellenspitze der zweiten Bundesliga ließen sich die
Mannen um Coach und Manager Ralph Mantau am Samstagabend im
Toyota-Autohaus die Butter nicht vom Brot nehmen und fegten den
bisherigen Tabellenführer Hanse Wismar mit 13:11 aus dem Ring.
Schon im ersten Kampf wurden die Weichen auf Sieg gestellt.Im
Bantamgewicht musste Marcel Schneider gegen Cevdet Gashi antreten und
entschied die Sache klar für sich. Auch diesmal kam wieder die
Punktmaschine zum Einsatz – am Ende zeigte sie 25:9 Treffer für den
Babelsberger an. Motors Neuzugang Zakhid Mekhtsiyev wollte dem in nichts
nachstehen und behauptete sich im Federgewicht mit 29:18 gegen Marcel
Meyerdiercks. Der erst 18-jährige Mecklenburger gilt als hoffnungsvolles
Talent, trainiert am Bundesstützpunkt in Frankfurt (Oder) und schlug
sich gegen den Favoriten recht achtbar.
Zwei Siegen folgte schließlich eine Niederlage: Jakov Terskisch zeigte
sich abermals wechselhaft in seinen Leistungen, fing gut an, führte
sogar in der ersten Runde und gab den Leichtgewichtskampf schließlich
doch noch mit 16:22 an Juri Pachko ab. „Das war Schlaftablettenboxen“,
ärgerte sich Mantau. „Mir fehlt beim ihm einfach die Konstanz, und
deshalb werden wir nun ausführlicher nach Ursachen forschen.“ Steffen
Sparborth machte gegen Sergej Dschullajan hingegen seine Sache besser.
Vor allem mit der Führhand punktete der Halbweltergewichtler und bezwang
seinen Gegner letztlich klar mit 16:4.
SVB-Neuzugang Tobias Drobig hatte am Sonnabend ein schweres Los.
Ausgerechnet gegen Fabian Nitsche, einen gestandenen Weltergewichtler,
der auch in Babelsberg kein Unbekannter ist, musste er in den Ring. Für
Drobig, der ohne Oberligaerfahrung im ersten Jahr bei den Männern boxt,
ging es vor allem um Schadensbegrenzung. RSC in der zweiten Runde hieß
es schließlich – nach einem Wirkungstreffer am Kopf war er sichtlich
angeschlagen. „Wir haben den Kampf dann gleich beendet, um nicht noch
ein Kopf-K.o. zu riskieren“, so Mantau.
Im anschließenden Kampf konnte sich Jörg Rosomkiewicz – am Tag zuvor 30
geworden – gegen Valerie Becker zwar durchsetzen, nur allzu oft ließ
sich der Mittelgewichtler jedoch die Linie des Gegners aufdrängen. Zum
Schluss waren es aber klare Treffer in der zweiten und vierten Runde,
die zum verdienten 24:5-Sieg führten. Auf den vorletzten Kampf dürfte
einer besonders geachtet haben: Am Ring saß Hagen Doering, Sportdirektor
des Sauerland-Stalls, und er hatte ein Auge auf den Wismarer
Halbweltergewichtler René Krause. Dieser hatte vor allem an seiner
Schnelligkeit arg gefeilt, landete gegen Babelsbergs Kapitän Anatolij
Hoppe klare Treffer und entschied den Fight so mit 13:7 für sich. Hoppe
rief gestern morgen aus Hamburg an. Um sich zu entschuldigen und um von
Manager Mantau aufgebaut zu werden.
Sieg oder Unentschieden: Diese Frage hatte nun Schwergewichtler
Vitalijus Subacius zu beantworten. Der litauische Meister nahm das Motto
„Hau den Lukas“ wörtlich und startete gegen Lukas Schulz ein wahres
Trommelfeuer. In der vierten Runde flog das Handtuch und Motor hatte
sich die Tabellenspitze zurück erobert.
Potsdamer Neueste Nachrichten
19.01.2006
Motor-Boxer wollen an die Tabellenspitze
HENNER MALLWITZ
Das vergangene
Wochenende verbrachte Ralph Mantau in Wismar. Unter anderem im
„Wonnemar“, einem weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus begehrten
Spaßbad, was seiner Meinung nach „Potsdam leider wohl nie bekommen
wird“. Aber das ist eine andere Sache, denn der Manager der Boxer von
Motor Babelsberg war nicht da, um sich zu entspannen, sondern um sich in
der modernen Tennishalle den Zweitliga-Boxkampf zwischen dem
gastgebenden BT Hanse und dem BSB Seelze anzusehen. Mit 9:14 schickte
Wismar die Männer aus Niedersachsen auf die Heimreise.
Ein Achtungszeichen für den Babelsberger Coach. Am Sonnabend nämlich ist
der derzeitige Tabellenerste im Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße
zu Gast, und Motor will den Nordlichtern die Tabellenspitze mit einem
Sieg entreißen. „Es wird nicht leicht, ist aber durchaus machbar“,
schätzt Mantau ein. „Wismar hat sich als einstiges Boxteam Mecklenburg
von Schwerin getrennt und sich neu formiert.“ Vor einer Aufgabe mit
vielen Unbekannten stehen die Babelsberger da folglich: In Wismar
beobachtete Mantau vor allem im Leicht- und Halbweltergewicht einige
ausländische Neuzugänge.
Guten Mutes gehen die Gastgeber allemal in die Kämpfe, denn ein jeder
von ihnen ist ohne Verletzung und Krankheit ins neue Jahr gekommen, so
dass alle an Bord sich. Im Bantamgewicht hat Marcel Schneider ordentlich
Gewicht gemacht und die 54 Kilogramm wieder erreicht, und Neuzugang
Zakhid Mekhitev, der vor dem Auswärtskampf gegen Gotha noch sechs Kilo
abspecken musste, wird diesmal im Federgewicht bis 57 Kilogramm zum
Einsatz kommen. Allein auf David Sprenger muss Mantau noch verzichten:
Den Halbweltergewichtler plagen neben gesundheitlichen auch persönliche
Probleme, so dass der Kopf für einen solch wichtigen Kampf nicht frei
ist.
Nichts Neues hingegen gibt es in den weiteren Gewichtsklassen – die
Babelsberger Fans werden aller Wahrscheinlichkeit wieder jene Formation
im Ring sehen, die zum Saisonauftakt am 3. Dezember den BAC Wolfenbüttel
mit 15:9 aus dem Ring fegte. Mit stolzem Haupt, wenn auch aus
unterschiedlichen Gründen, werden dabei vor allem Anatolij Hoppe
(Halbschwergewicht) und Schwergewichtler Vitali Subacius die Halle
betreten. Während sich der Mannschaftskapitän erst kürzlich über die
Geburt seiner Tochter Julia freuen konnte, erkämpfte sich der litauische
Riese zum achten Mal in Folge den nationalen Meistertitel seines Landes.
Der Kampf am Sonnabend beginnt wie stets um 18 Uhr; ab 17 Uhr werden die
Türen geöffnet. Karten für 7,50 und 10 Euro gibt es vorab sowohl im
Autohaus als auch an der Total-Tankstelle an der Großbeerenstraße.
Motor-Urgestein Fritz Fiebelkorn wird allerdings den Fight nicht
verfolgen können: Der langjährige Trainer feiert am Sonnabend seine
Goldene Hochzeit. „Ein Sieg“, so Mantau, „wäre für ihn wohl das beste
Geschenk.“
Märkische Allgemeine Zeitung
19.01.2006
Platz eins fest im Visier
BOXEN / 2. BUNDESLIGA: BABELSBERG ERWARTET
WISMAR ZUM SPITZENDUELL
AXEL EIFERT
Gleich richtig in die
Vollen geht es für die Boxer von Motor Babelsberg beim ersten Auftritt im
neuen Jahr. Nachdem die Gäste vom Boxteam Hanse Wismar am vergangenen
Wochenende mit dem 14:9 zu Hause gegen den BSK Seelze mit 4:0 Punkten die
Tabellenführung übernommen haben, kommt es am Sonnabend (18 Uhr,
Toyota-Autocenter Großbeerenstraße) bei den ebenfalls noch ungeschlagenen
Potsdamern (Zweiter mit 3:1) zum Spitzenduell in der 2. Bundesliga.
Die Motor-Kämpfer haben dabei nur ein Ziel fest im
Visier. "Wir wollen uns die Spitzenposition zurückerobern. Auf keinen Fall
können wir es zulassen, dass Wismar seinen Vorsprung noch weiter ausbaut",
formulierte Babelsbergs Manager und Trainer Ralph Mantau glasklar seine
Erwartungshaltung an das Duell mit den ambitionierten Mecklenburgern.
Eigentlich gibt es auf Gastgeberseite nur einen
"Ausfall", und der betrifft nicht einmal einen Kämpfer, sondern einen
Stammgast im Babelsberger Toyota-Autocenter. Fritz Fiebelkorn, der
langjährige Motor-Trainer, der vor einem runden Jahrzehnt das Liga-Boxen in
Brandenburgs Landeshauptstadt zusammen mit Ralph Mantau wiederbelebte und
bis zu seinem Abschied aus dem aktiven Sport immer weiter nach vorn brachte,
feiert am Kampftag seine Goldene Hochzeit und kann deshalb nicht am Ring
sitzen. Die Jungs werden natürlich trotzdem alles daran setzen, dem
"Ehemaligen" den Ehrentag noch zu versüßen.
Zumal die Babelsberger Verantwortlichen gegen Wismar
personell aus dem Vollen schöpfen können. "Es sind alle Mann an Deck. Einzig
David Sprenger, dem vor gut einem Monat die Weisheitszähne heraus operiert
wurden, hat noch einigen Trainingsrückstand und wird deshalb wohl nicht
boxen", sagte Mantau, der in der Mannschaft gegenüber dem Auswärtskampf in
Gotha (11:11) in einigen Gewichtsklassen Veränderungen vornehmen will. So
sollen beispielsweise Bantamgewichtler Marcel Schneider und Schwergewichtler
Vitalius Subacijus in die Staffel zurückkehren. Deshalb sieht alles danach
aus, dass Babelsberg die gleiche Vertretung in den Ring schicken wird, die
zum Saisonauftakt das stark einzuschätzende Team vom BAC Wolfenbüttel
unerwartet hoch mit 15:9 besiegt hatte.
Um vor Überraschungen vor dem Spitzenduell gefeit zu
sein, machte sich Mantau am vergangenen Samstag selbst auf den Weg nach
Wismar, um den kommenden Gegner beim Kampf gegen Seelze in Augenschein zu
nehmen. Immerhin sah er bei den Mecklenburgern eine Reihe ihm zuvor
unbekannter Athleten und mit Schwergewichtler Lukas Schulz einen Mann, der
den deutschen Meister Boris Boshenko überraschend deutlich nach Punkten in
die Schranken wies. Schlaflose Nächte bereitete dies dem Motor-Manager indes
nicht. "Boshenko hat an diesem Tag enttäuschend schlecht geboxt. Er stand
meist nur in Doppeldeckung da und startete kaum selbst Aktionen. Und
schließlich haben wir in dieser Klasse mit Subacijus einen Mann, der für uns
bislang alle Kämpfe souverän gewonnen hat."
Auch die gegenwärtige Tabellenführung der Wismarer,
die ja im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ohne die Aktiven vom
Schweriner SC (hat jetzt eine eigenständige Mannschaft in der Oberliga)
auskommen muss, verwundert den Babelsberger Übungsleiter nicht. "Sie hatten
bisher ja zwei Heimkämpfe", sagte Mantau in Anspielung darauf, dass die
Mecklenburger in der vorigen Saison trotz ihres vierten Platzes ohne einen
einzigen Auswärtssieg geblieben waren.
Märkische Allgemeine Zeitung
19.12.2005
BOXEN / FÜR BABELSBERGER
WAR IN GOTHA DEUTLICH MEHR ALS EIN 11:11 UNENTSCHIEDEN DRI N
AXEL EIFERT
Dass die Trauben in allen
deutschen Box-Ligen auch für die Favoriten sehr hoch hängen, mussten Motor
Babelsbergs Faustkämpfer am Sonnabend einmal mehr erleben. Beim Aufsteiger
Wacker Gotha verloren die Potsdamer zwar nicht, hatten sich aber auch etwas
mehr als das letztliche 11:11-Unentschieden ausgerechnet. "Mit dem einen
Punkt können wir zwar leben, aber eigentlich hätte es einen Sieg, wenn nicht
sogar einen klaren Sieg für uns geben müssen", zeigte sich Motors Boxchef
Ralph Mantau von einigen Urteilen des sächsischen Kampfgerichts überrascht.
Vor allem mit dem Resultat im Mittelgewicht haderten
die Gäste aus Brandenburg. Und es ist in der Tat schon kurios, dass der
deutsche Vizemeister Jörg Rosomkiewicz im Duell mit Ömer Yagcioglu nur ein
Unentschieden erhielt. Bei ausgeglichenem Verlauf bekam der gastgebende
Kämpfer wegen seines unsauberen Stils zwei Verwarnungen und wurde zudem nach
einem Wirkungstreffer einmal angezählt. Wie es da noch zu einem Remis
reichen konnte, blieb ein Rätsel.
Bis dahin war der Kampfabend ganz nach den
Babelsberger Vorstellungen verlaufen. Motor-Neuzugang Zakhid Mekhtiev boxte
diesmal für den erkrankten Marcel Schneider im Bantamgewicht und entledigte
sich seiner Sache locker mit einem klaren Punktsieg über Daniel Preisner.
Jakov Terskich "kochte" ins Federgewicht ab, was ihm deutlich guttat. Denn
dadurch musste er mehr trainieren und zeigte sich beim Punktsieg über Mirko
Weisel (DM-Dritter 2004) gegenüber dem Heimkampf deutlich verbessert. Die
Niederlage des erstmals bei Babelsberg eingesetzten Lars Lauterbach im
Leichtgewicht gegen Alexander Stephan akzeptierten die Gäste, denn der
Gothaer besaß leichte Vorteile. Das erste Mal verwundert war die
Babelsberger Seite dann, als Steffen Sparborth trotz guten Kampfes und
vieler klarer Treffer gegen Issa El-Steinman zum Verlierer erklärt wurde.
Nach der Pause ging es gleich wieder gut los für die Motor-Staffel, den
Weltergewichtler Tobias Drobig ließ Phil Hoyer keine Chance. Es folgte der
schon beschriebene Kampf von Rosomkiewicz, doch noch war alles drin für die
Gäste.
Im Halbschwer kam Anatolij Hoppe zu einem
Unentschieden gegen Björn Blaschke (DM-3. im Schwergewicht), war aber wohl
zu sehr mit seinen Gedanken zu Hause bei seiner Frau, die kurz vor der
Entbindung steht. Im Schwergewicht hatte Alex Melcher, der Vitalius Subacius
vertrat (wurde am Wochenende zum achten Mal in Folge litauischer Meister),
den Gothaer Michael Werner am Rande des K.o., verlor letztlich aber
ebenfalls recht fragwürdig mit 1:2. Entsetzen pur bei den Babelsbergern:
"Wir hatten uns vielleicht etwas zu früh gefreut", so Mantau.
Potsdamer Neueste Nachrichten
05.12.2005
Motor-Boxer mit erfolgreichem Saisonstart
HENNER MALLWITZ
Besser hätte der
Saisonauftakt für Babelsbergs Motor-Boxer nicht laufen können: Im nahezu
ausverkauften Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße bezwang das Team
am Samstagabend den BAS Wolfenbüttel klar mit 15:9 und schraubte sich
damit gleich zu Beginn an die Tabellenspitze der zweiten Bundesliga.
Dies sollte zwar noch nicht überbewertet werden, doch zeigten die
Athleten gleich im ersten Saisonkampf eine gute und zum großen Teil noch
steigerungsfähige Leistung. Allein ein Kampf musste abgegeben werden.
Den Anfang machte Marcel Schneider im Bantamgewicht, der sich klar gegen
Erdal Kaplan durchsetzte. Motors Neuzugang Zakhid Mekhtsiyev enttäuschte
anschließend im Federgewicht ebenfalls nicht. Sein Gegner Andreas Bender
hatte wenig zu bestellen, so dass der „Neue“ im Team alle Erwartungen
erfüllte. „Er ist eine ganz sichere Bank“, lobte Motor-Manager Ralph
Mantau. „Schwer vorzustellen, dass er überhaupt einen Kampf abgeben
wird.“ Dies tat allerdings Jakov Terskisch: Gegen Eugen Burhard tat sich
der Leichtgewichtler schwer; er führte in der ersten Runde sogar und
unterlag letztlich doch. Die einzige Niederlage der Gastgeber – sie war
zu verkraften. Mit Steffen Sparborth kam im Halbweltergewicht ein
weiterer Neuzugang in den Ring. Mit dem Wolfenbütteler Dieter Döhl
lieferte er sich einen ausgeglichenen Fight, der schließlich ein reines
„Punktmaschinenurteil“ zur Folge hatte. Demnach setzte Döhl zwar mehr
Treffer – vor allem jedoch auf die Deckung. Die wirkungsvolleren
erkannten die Punktrichter jedoch Sparborth zu, so dass auch dieser
Kampf für Babelsberg gewertet wurde.
Als dritter Neuer hatte Tobias Drobig im Weltergewicht die Sache gegen
Dimitri Hait zu richten. Keine leichte Aufgabe für den erst 18-Jährigen,
dem immerhin der amtierende Kickbox-Weltmeister gegenüber stand. Ein
Kampf, in dem Mantau clever am Ring agierte. „Als er mit 15 Punkten
führte, sagte ich ihm, es sei ausgeglichen“, so der Coach. „Und siehe
da, er machte noch weitere acht.“ So leicht hatte es Jörg Rosomkiewicz
anschließend jedoch nicht. Der Mittelgewichtler traf wie kürzlich bei
den Deutschen Meisterschaften auf Halis Baran, der Revanche angekündigt
hatte. Und in der Tat lag „Rosi“ streckenweise hinten, kippte den Kampf
am Ende aber doch noch.
Kaum ein anderes Bild bei Anatolij Hoppe. Gegen Ruslan Kress als
vermeintlich leichtem Gegner hatte der Mannschaftskapitän Probleme,
wechselte dann aber die Taktik, kam mit der Schlaghand zuerst und sorgte
somit für einen weiteren Motor-Erfolg. Im letzten Kampf des Abends hätte
Wolfenbüttels Coach gut daran getan, schon in der ersten Runde das
Handtuch für seinen Schützling Marian Jantchev zu werfen. Zwar tat
Schwergewichtler Vitalijus Subacijus nur das Nötigste, doch das reichte
zum klaren Sieg. „Mit einem insgesamt so deutlichen Ergebnis hatten wir
nicht gerechnet“, resümierte Ralph Mantau. „Vor allem die Neuzugänge
haben sich gut präsentiert.“
Am 17. Dezember treten die Motor-Mannen beim BC Gotha an, der sich in
Wismar 11:13 geschlagen geben musste.
Der Vorjahrsmeister hat
sich gleich wieder in die Favoritenrolle geboxt. Gegen den gewiss nicht
schlechten Aufsteiger BAC Wolfenbüttel feierten die Faustkämpfer von
Motor Babelsberg am Sonnabend zum Saisonauftakt in der 2. Bundesliga
einen überaus deutlichen 15:9-Erfolg. Vor rund 500 Zuschauern im
Babelsberger Toyota-Autocenter überließen die Gastgeber den
Niedersachsen nur in einer Gewichtsklasse einen Sieg. Die anderen sieben
Kämpfe entschieden die Motor-Kämpfer mehr oder weniger deutlich nach
Punkten für sich. "Schade, dass Jakov Terskich im Leichtgewicht nicht
auch noch gewonnen hat, dann hätten wir einen glatten Durchmarsch
hingelegt. Aber das wäre des Guten vielleicht doch etwas zu viel
gewesen", zeigte sich Babelsbergs Manager und Trainer Ralph Mantau
zufrieden. Besonders freute er sich über die starken Auftritte der drei
Neuzugänge. "Sie hatten alle nicht gerade schlechte Gegner und es war
von vornherein kaum zu erwarten, dass alle drei als Sieger aus dem Ring
gehen würden", meinte Mantau.
Im Federgewicht zeigte der überaus erfahrene
Rechtsausleger Zakhid Mekhtiev (über 340 Kämpfe) mit seinem deutlichen
35:12 - gewertet wurde mit der Punktmaschine - über den DM-Dritten
Andreas Bender, dass er zu einer "Bank" für die Babelsberger in seiner
Gewichtsklasse werden kann. Der aus Eilenburg kommende
Halbweltergewichtler Steffen Sparborth, der demnächst nach Berlin
umziehen will, punktete mit dem DM-Dritten Dieter Döhl einen der besten
Wolfenbütteler mit 38:27 aus. "Das Publikum ist wirklich toll hier und
hat mich immer wieder nach vorn getrieben. Mit meiner eigenen Leistung
bin ich nicht einmal voll zufrieden, denn wegen einer Kapselverletzung
an der Hand konnte ich zwei Wochen kein Sparring machen", sagte der
20-jährige Sparborth. Der dritte Neue im Bunde, der erst 18-jährige
Tobias Drobig aus Döbeln, nutzte beim klaren 34:10 über
Kickboxweltmeister Dimitri Haid konsequent seine Reichweitenvorteile.
Doch auch auf Babelsbergs Stammkräfte war einmal
mehr Verlass. Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz benötigte in der
Neuauflage des DM-Halbfinals gegen Halis Baran zwei Runden Anlaufzeit
und lag bis dahin mit zwei Punkten im Hintertreffen. Dann spielte der
29-jährige Babelsberger aber seine ganze Routine aus und setzte sich
noch sicher mit 25:18 durch.
Am deutlichsten ihren Gegnern überlegen zeigten
sich mit Bantamgewichtler Marcel Schneider (36:10 über Erdal Kaplan) und
Schwergewichtler Vitalius Subacius (41:9 über Marian Jantschev) der
kleinste und der größte Motor-Boxer. Auch Kapitän Anatolij Hoppe im
Halbschwergewicht fuhr beim 27:19 gegen Ruslan Kress die von ihm
erwarteten Siegpunkte ein.
Potsdamer Neueste Nachrichten
30.11.2005
Unternehmen Titelverteidigung beginnt: Motor-Boxer starten in die neue
Saison
HENNER MALLWITZ
Die vergangenen Tage
wurden häufig gemeinsam verbracht. Ausgiebiges Sparring, Training an den
Sandsäcken und gemütliches Abendessen im Team: Alles, um einerseits die
„Neuen“ besser in die Mannschaft zu integrieren, aber eben auch, um mit
einem guten Wir-Gefühl an die bevorstehenden Aufgaben zu gehen. Und die
werden für die Boxer von Motor Babelsberg nicht unbedingt leicht. In der
vergangenen Saison der zweiten Bundesliga setzten sie sich ungeschlagen
an die Tabellenspitze, und so kann es in der am Sonnabend beginnenden
Saison nur darum gehen, den Titel zu verteidigen.
Das Team von Motor-Manager Ralph Mantau startet gleich mit einem
Heimkampf: Um 18 Uhr ist der BAC Wolfenbüttel im Toyota-Autohaus an der
Großbeerenstraße zu Gast. Gegen die Männer aus Niedersachsen werden
erstmals auch einige Neuzugänge antreten.
Im Federgewicht konnte Zakhid Mekhitev verpflichtet werden. Er boxte
bislang in der 1. Bundesliga in Chemnitz, war nach deren Absturz in die
Oberliga dort jedoch unterfordert. „Er wird für uns ein ganz wichtiger
Mann“, sagt Mantau, der mit Tobias Drobig und Steffen Sparborth zwei
weitere Boxer für Motor gewinnen konnte. Drobig ist mehrfacher Sachsen-
und Süddeutscher Meister und kam in 110 Kämpfen auf 76 Siege. Sparborth
boxte zuvor für Halle in der zweiten Bundesliga, stammt aus Eilenburg
und muss wegen seines Studiums in Berlin den Wohnort wechseln. Die
Zweitliga-Herausforderungen, die sich da bei den Babelsberger
Faustkämpfern bieten, nahm er deshalb gern an.
„Natürlich setzen wir aber auch in der kommenden Saison auf unsere
bewährten Boxer“, sagt Mantau, dem ein starkes Team für das Unternehmen
Titelverteidigung zur Verfügung steht. Im Bantamgewicht ist dies allein
Marcel Schneider, im Federgewicht neben Mekhitev auch Jakov Terskish und
Constantin Klatt. Im Leichtgewicht steht Daniel Schulz zur Verfügung,
und im Halbwelter muss sich neben Sparborth auch David Sprenger
durchsetzen.
Drobig stößt im Welter zu den bekannten Kämpfern Patrick Mittag und Jörg
Rosomkiewicz, der in diesem Jahr Deutscher Vizemeister wurde.
Mannschaftskapitän Anatolij Hoppe soll die Sache im Halbschwergewicht
richten. Im Schwergewicht liegen die Hoffnungen auf Vitalius Sobacijus,
der in der vergangenen Saison keinen Kampf abgeben musste. Vor kurzem
wurde er in China Sechster der Amateur-Box-WM.
Das Team aus Wolfenbüttel ist zwar Zweitligaaufsteiger – den
Motor-Boxern jedoch noch gut aus gemeinsamen Oberligazeiten bekannt.
Zwei, drei sehr gute Athleten hat der Gegner in seinen Reihen: „Da ist
am Sonnabend Brisanz drin“, wie Mantau vermutet. „Wir sind in dieser
Saison ganz klar die Gejagten, aber die Jungs sind sehr gut drauf.“
Einlass im Autohaus ist um 17 Uhr. Karten für 7,50 und 10 Euro gibt es
sowohl an der Abendkasse als auch zuvor in der Total-Tankstelle an der
Großbeerenstraße. Karten, die für den ausgefallenen Kampftag gegen
Berlin gekauft wurden, behalten ihre Gültigkeit.
Märkische Allgemeine Zeitung
30.11.2005
AXEL EIFERT
Ab Sonnabend fliegen in der
2. Bundesliga der Amateurboxer wieder die Fäuste. Vorjahrsmeister Motor
Babelsberg, der aus finanziellen und sportlichen Gründen auf dem Aufstieg in
die 1. Bundesliga verzichtet hatte, beginnt mit einem Heimkampf (Beginn um
18 Uhr im Toyota-Autocenter Großbeeren-/Ecke Neuendorfer Straße) gegen die
aus der Oberliga aufgestiegene Staffel des BAC Wolfenbüttel.
Natürlich wollen die Babelsberger dann ihre
traditionelle Heimstärke unter Beweis stellen und einen Auftaktsieg landen.
Im Vorfeld der neuen Saison lief in der Motor-Staffel allerdings nicht alles
rund. So gibt es bei dem als Neuzugang vorgesehenen Victor Weißenburger noch
einige Ungereimtheiten. Halbweltergewichtler David Sprenger, dem gerade die
Weisheitszähne herausoperiert wurden, kann ebenso nicht boxen wie
Schwergewichts-Ersatzmann Alex Melcher, der noch einige Probleme mit den
Justizbehörden zu lösen hat.
Motor-Trainer und Manager Ralph Mantau ist dennoch
nicht bange, denn für die neue Saison hat er eine Mannschaft zusammen, die
auch solche Ausfälle kompensieren kann. Das Gerüst bilden wie schon im
Vorjahr Marcel Schneider (Bantam), Jörg Rosomkiewicz (Mittel) und Anatolij
Hoppe (Halbschwer), die im Oktober in Mülheim als deutsche Vizemeister in
ihren Gewichtsklassen gewachsenes Leistungsvermögen nachgewiesen haben. Zu
den Stützen zählt erneut der litauische Einflieger Vitalius Subacius, der
bei den Amateur-Weltmeisterschaften in China als Viertelfinalist nur knapp
an einer Medaille vorbeigeschrammt ist.
Eine "Bank" sollte auch
Federgewichtler Zakhid Mekhitev werden. Der 33 Jahre alte, aus
Weißrussland stammende Neuzugang ist mit 340 Kämpfen (308 Siegen) ein
ganz erfahrener Ringfuchs, der im Vorjahr in der 1. Bundesliga für den
BC Chemnitz neun seiner zehn Fights gewinnen konnte.
Hoffnungsvolle Nachwuchskämpfer sind auch die
neu in die Motor-Staffel gekommenen Steffen Sparborth (20/Halbwelter)
und Tobias Drobig (18/Welter). Im Gros sind die Stammkräfte bei den
Babelsbergern dabei geblieben, die mit Weltergewichtler Alexander
Philipp, der seiner Boxkarriere beendete, nur einen wichtigen Abgang zu
verzeichnen haben.
Mantau sieht der neuen Saison deshalb auch ganz
selbstbewusst entgegen. "Sicher sind wir als Vorjahrsmeister nun die
Gejagten. Aber wir haben erneut eine sehr gute Truppe zusammen. Ziel ist
es deshalb auch wieder, ganz vorn mitzumischen und eventuell den Titel
zu verteidigen", umreißt Babelsbergs Boxchef die Zielstellung.
Abzuwarten sei, so Mantau, inwiefern sich die Gegner verstärkt haben.
"Der BSK Seelze und Wismar sind nach den Leistungen des Vorjahrs sicher
nicht zu verachten. Wolfenbüttel nach dem Neuaufbau und Gotha als
Aufsteiger sind für uns noch etwas unbekannte Größen", so Mantau.
Voran ging es auch bei den Sponsoren der
Motor-Staffel. Dank der langjährigen Partner (Toyota-Autocenter,
Spedition Greif, Brun und Böhm- Baustoffe, Frey Straßen- und Tiefbau)
dürfte es kein übermäßiges Problem werden, den wieder fünfstelligen Etat
zusammen zu bekommen. Mit der Firma Energie und Wasser Potsdam kam jetzt
sogar noch ein neuer Sponsor hinzu.
Tickets: an den Vorverkaufsstellen Tankstelle
Total Großbeerenstraße und im Toyota-Autocenter Großbeerenstraße.
Motor Babelsberg Boxen
28.11.2005
Der Countdown läuft
Die Boxfreunde der Region
können sich bald auf einen Leckerbissen der besonderen Art freuen. Viele
zählen die letzten Tage bis Weihnachten 2005 oder bis zur
Fußballweltmeisterschaft. Die Boxer des SV Motor Babelsberg zählen die
restlichen Tage bis zum ersten Heimkampf in der 2. Box-Bundesliga am 03.
Dezember 2005.
Derzeit bereiten sich die Boxer um Trainer Ralph Mantau, Gerhard Swientek
und Karl-Heinz-Krüger auf die erste Begegnung gegen den BAC Wolfenbüttel am
3. Dezember im Toyota – Autohaus (Großbeerenstr. 249-253) vor.
Kondition bolzen,
technischer Feinschliff und Sparring stehen hoch im Kurs, schließlich wollen
die Motor-Boxer gleich beim ersten Auftritt in der zweithöchsten Liga dem
Potsdamer Publikum tolle Kämpfe liefern. Doch bis dahin heißt es noch ein
paar Tagen: schwitzen, schwitzen...
Das Motor-Team in den
einzelnen feststehenden Gewichtsklassen: Bantamgewicht: Marcel Schneider,
Mittelgewicht: Jörg Rosomkiewicz, Halbschwer: Anatolij Hoppe -
Schwergewicht: Vitalijus Subacius.
Motor Babelsberg Boxen
21.10.2005
Zwei Neuverpflichtungen für die 2. Liga
Trainer und Manager
Ralph Mantau gibt mit Freude die Neuverpflichtung von Zakhid Mekthiev
und Tobias Drobig bekannt.
Der 33-jährige Zakhid
Mekthiev soll es in dieser Saison im Federgewicht richten. Er bestritt
bisher 340 Kämpfen, von denen er 308 gewann. Seine Erfolge waren: 3-mal
sowjetischer Meister, 5-mal Weißrussischer Meister, 3. Platz WM in
Housten/USA, 4-mal Sachsenmeister und 3-mal Sieger beim internationalen
Turnier in Chemnitz.
In der Gewichtsklasse
bis 69 Kg rückt der erst 18-jährige Tobias Drobig ins Team auf. Er
bestritt bisher 110 Kämpfe, von denen er 76 siegreich gestalten konnte,
9-mal boxte er Remis. Seine Erfolge waren: 6-mal Sachsenmeister und
Süddeutscher Meister der Junioren.
Potsdamer Neueste Nachrichten
20.10.2005
Recken aus der Filmstadt
Motor-Boxer gehen
verstärkt in die Saison – am Wochenende testen sie sich beim Turnier in
Dänemark
HENNER MALLWITZ
Der Hüne ist zurück. Als Alex Melcher im März vergangenen Jahres seinen
Einstand bei den Boxern von Motor Babelsberg gab, kannte ihn vor Beginn
des letzten Kampfes niemand. Manager Ralph Mantau hatte im alles
entscheidenden Fight gegen den Mülheimer Erkan Teper das Ass aus dem
Ärmel gezogen und den damals 30-Jährigen beim Stand von 10:10
eingesetzt. Der sorgte für den Sieg, trotzdem er damals anfangs kleine
Probleme mit den Regeln hatte. „Seitdem ich 1996 und 2000 Europameister
im Kickboxen wurde, stand ich kaum noch im Ring“, so der
Schwergewichtler. „Manchmal hätte ich ihn fast getreten.“
Das ist lange her, Melcher war inzwischen mehrere Monate verletzt, hielt
sich in seinem Fitness-Center in Isenbüttel in Form, blieb dem Verein
als Mitglied aber treu und steigt nun wieder für Motor in den Ring. Als
zweiter Mann neben dem litauischen Meister Vitalius Sobacijus soll er
künftig die Sache richten.
Schon am Wochenende wird er mit dem Babelsberger Team an einem Turnier
in Dänemark teilnehmen, bei dem die Babelsberger neben dem Gastgeber
auch auf die Mannschaften aus Rumänien und Schweden treffen. Einige
Leistungsträger muss Mantau jedoch zu Hause lassen. „Vitalius kann nicht
antreten, weil er in Polen für die WM-Vorbereitung boxen muss“, so der
Manager. „Jörg Rosomkiewicz ist nach den Deutschen Meisterschaften noch
angeschlagen, und Anatolij Hoppe hat sich nach sechs Kämpfen in vier
Wochen einfach etwas Ruhe verdient.“
In Dänemark wird Mantau das Turnier deshalb vor allem nutzen, um die
möglichen Neuzugänge zu testen. Im Federgewicht bis 57 Kilogramm, das
bislang immer ein Schwachpunkt der Mannschaft war, konnte bereits Zakhid
Mekthiev verpflichtet werden. Der bislang beim Erstligisten
Chemnitz/Döbeln unter Vertrag stehende Boxer ging in 320 von 340 Kämpfen
als Sieger hervor und wird auf dem Weg nach Babelsberg möglicherweise
von einem Clubkameraden begleitet – im Weltergewicht könnte sich Tobias
Drobig empfehlen.
Im Schwergewicht bietet Mantau obendrein einen weiteren Mann auf: Dennis
Kisser vom RF Ludwigsfelde/Brandenburg trainiert schon seit längerer
Zeit bei Motor. Alex Melcher wird beim Turnier in Dänemark im
Superschwergewicht über 91 Kilogramm antreten, das es in der Bundesliga
jedoch nicht gibt.
Da die Fans von Motor Babelsberg lange auf einen Heimkampf warten
mussten – der letzte fand am 30. April gegen Mülheim statt –, treten die
Motor-Mannen schon vor Saisonbeginn an. Am Sonnabend, 29. Oktober, geht
es gegen eine Berliner Auswahl mit Erst- und Oberligaboxern in den Ring.
Beginn ist um 18 Uhr traditionsgemäß im Toyota-Autohaus an der
Großbeerenstraße. „Wir hatten eine lange Pause, da wollen wir uns den
Fans schon vorab mal präsentieren“, sagt Ralph Mantau.
Und Fans werden wahrscheinlich auch wieder zu Hauf in den Autosalon
stürmen, wenn am 3. Dezember der BAC Wolfenbüttel zum Bundesligaauftakt
erwartet wird. Vielleicht steht dann auch Alex Melcher im Ring. An ihm
zeigte sich indes auch das Boxteam Hanse Wismar interessiert. Und
erhielt eine Absage. „Den“, so Mantau, „geben wir nicht her.“
Märkische Allgemeine Zeitung
20.10.2005
Eine weitere
Neuverpflichtung für die im Dezember beginnende Saison in der 2. Bundesliga
vermeldeten gestern die Boxer von Motor Babelsberg. Steffen Sparborth (BSV
Eilenburg) wird künftig für die Potsdamer im Halbweltergewicht in den Ring
klettern. Der 19-jährige Sachsenmeister zieht Anfang nächsten Jahres nach
Berlin um und will dort zunächst sein Abitur nachmachen. Bereits am 29.
Oktober wird Sparborth, der bei den vergangenen Regionalmeisterschaften den
Motor-Kämpfer David Sprenger (BC Frankfurt/Oder) durch RSC in der zweiten
Runde bezwang, erstmals für die Babelsberger boxen. An diesem Tag kommt es
im Toyota-Autocenter (Großbeeren-/Neuendorfer Straße) zu einem
Vergleichskampf mit dem Erstligisten Hertha BSC Berlin (Vorverkauf ab
Freitag auch in der Total-Tankstelle Großbeerenstr.). Bei dieser Gelegenheit
soll die Motor-Staffel für die neue Saison, die für die Babelsberger mit
einem Heimkampf am 3. Dezember gegen den BAC Wolfenbüttel beginnt,
vorgestellt werden. Nichts zu werden scheint unterdessen aus der
Verpflichtung des deutschen Meisters und WM-Teilnehmer Martin Dreßen
(Schwerin).
Babelsbergs Manager Ralph Mantau jubelt über die Meisterschaft in der 2.
Bundsliga und verzichtet auf den Aufstieg
AXEL
EIFERT
Die Amateurboxer von Motor
Babelsberg schlossen die 2. Bundesliga als Staffelsieger ab. Trotzdem wird
nach dem Höhenflug nun ein Stoppzeichen gesetzt und auf den Aufstieg
verzichtet. Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau, ein 44-jähriger
Fuhrunternehmer, bilanziert in einem Interview die erfolgreiche Saison.
Welchen Stellenwert hat die Zweitliga-Meisterschaft?
Mantau: Für mich ist das der größte Erfolg in der
55-jährigen Vereinsgeschichte. Ich stelle den Titel auch über die große
Motor-Ära in den 60er und 70er Jahren. Denn diesmal haben wir uns unter
ungleich schwierigeren Bedingungen behauptet.
Wie meinen Sie das?
Mantau: Damals waren die besten Sportler beim
Trägerbetrieb Karl-Marx-Werk angestellt und für Training sowie Wettkämpfe
problemlos freigestellt. Das Finanzielle spielte also keine Rolle.
Heutzutage ist es immens schwierig, den Etat im mittleren fünfstelligen
Bereich zusammen zu bekommen. Immerhin hat sich unser Etat für die Saison in
der 2. Bundesliga auf etwa 43 000 Euro belaufen. Von den Freistellungen für
die Sportler ganz zu schweigen. Natürlich will ich damit die Erfolge
früherer Generationen nicht schmälern. Ich habe mich auch darüber gefreut,
dass unser alter Trainer Fritz Fiebelkorn gleich angerufen hat und uns
beglückwünschte, genauso wie viele ehemalige Boxer.
Welche Sportler haben Sie in den zehn Bundesliga-Kämpfen
überrascht, mit wem waren Sie weniger zufrieden?
Mantau:
Erst einmal gilt allen 14 Kämpfern und meinem Trainerkollegen Gerhard
Swientek der Dank dafür, dass sie zu diesem unerwarten Erfolg und
Durchmarsch - wir sind voriges Jahr erst aus der Oberliga aufgestiegen -
beigetragen haben. Als Stützen möchte ich David Sprenger, Jörg Rosomkiewicz,
Kapitän Anatolij Hoppe und Vitalius Subacius hervorheben. Letzterer, unser
litauisches Schwergewicht, kam in neun Kämpfen auf neun Siege, hat unter
anderem ehemalige WM-Medaillengewinner und deutsche Meister geschlagen.
Halbweltergewichtler Sprenger hat mit seinen 19 Jahren eine tolle
Entwicklung genommen und wird uns noch viel Freude machen. Alle haben ihre
Leistung gebracht. Ich persönlich kreide mir indes an, dass es nicht
gelungen ist, nach dem Ausfall von Weltergewichtler Alexander Philipp einen
adäquaten Ersatz zu finden.
Trotzdem wird nun auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga
verzichtet warum?
Mantau: Zu
allererst aus finanziellen Gründen. Wir müssten den Etat mehr als
verdoppeln, so ungefähr an die 100 000 Euro herankommen. Das ist nicht
machbar, höchstens wenn auf einmal völlig überraschend mehrere Sponsoren
mit großen Geldkoffern vor der Tür stehen würden. Aber daran glaube ich
nicht. Zudem müssten wir mindestens drei, vier neue Leute für die erste
Liga holen. Da muss zum Beispiel das Weltergewicht, wo wir dieses Jahr
so große Schwierigkeiten hatten, doppelt besetzt werden. Wir wollen uns
erstmal in der 2. Liga etablieren, möglichst im ersten Jahr unseren
Titel verteidigen. Bis August haben wir aber zu tun, um die Lizenz zu
beantragen. Auch das Geld für die zweite Liga wieder zusammen zu
bekommen ist ja kein Pappenstiel.
Wer steigt nun für Babelsberg auf?
Mantau: Seelze oder Hamm
werden wohl vom Recht als Nachrücker Gebrauch machen. Oder es bleibt so,
wie es ist. Es ist ja schon öfters vorgekommen, dass die Zweitligateams
aus finanziellen und sportlichen Gründen auf die erste Liga verzichtet
haben.
Das Toyota-Autohaus hat sich als Heimkampfstätte
etabliert. Das Haus ist voll, die Stimmung prächtig. Wird es da
Veränderungen geben?
Mantau: Wir werden an
Bewährtem festhalten. Vom Geschäftsführer haben wir die Zusage, dass
sein Toyota-Autohaus weiter zur Verfügung steht. Unsere Aufgabe ist es,
niveauvollen Boxsport zu bieten.
Fünf Bundesliga-Kämpfer kommen aus der eigenen
Motor-Trainingshalle. Rückt da schon für die nächste Saison was nach?
Mantau: Die Nachwuchsarbeit
hat sich - auch dank der greifbaren Vorbilder in der Liga-Staffel - gut
entwickelt. Talente sind vorhanden. Vielleicht kann ja mein 18-jähriger
Sohn Marcel schon im Halbschwergewicht zum Einsatz kommen als zweiter
Mann hinter Hoppe. Das ist auch für den jetzt noch 16-jährigen Patrick
Sengebusch in den Klassen bis 57 beziehungsweise 60 kg möglich.
Motor Babelsberg Boxen
03.10.2005
3 Deutsche Vizemeister im
Kaderaufgebot für die 2. Bundesliga
Jörg Rosomkiewicz unterlag
bei den 83. Deutschen Meisterschaften in Mülheim an der Ruhr in einen sehr
spannenden Kampf gegen Eduard Gutknecht knapp nach Punkten.
Neben Rosomkiewicz wurden
auch seine Teamkollegen Marcel Schneider, der sich gegen Rustam Rahminov
nach Punkten geschlagen geben musste, und Anatolij Hoppe, der im Finale
Robert Woge unterlag, Deutsche Vizemeister.
Anatolij
Hoppe Jörg
Rosomkiewicz Marcel Schneider
Deutscher Vizemeister
2005 Deutscher Vizemeister 2005 Deutscher
Vizemeister 2005
-81,0
Kg -75,0
Kg -54,0 Kg
Potsdamer Neueste
Nachrichten
01.10.2005
Fast geschafft
Jörg Rosomkiewicz im
Meisterschaftsfinale
HENNER MALLWITZ
Mit acht Punkten Vorsprung
hat Jörg Rosomkiewicz bei den Deutschen Amateurbox-Meisterschaften in
Mülheim/Ruhr gestern den Kampf gegen Ali Balhas aus Wolfenbüttel für sich
entschieden. Damit sicherte sich der Boxer von Motor Babelsberg bereits die
Silbermedaille nachdem er mit seinem Sieg über Nico Schöpf (1860 München) am
Donnerstag schon Bronze sicher hatte. Im Kampf um den Titel muss der
Mittelgewichtler heute gegen Eduard Gutknecht aus Gifhorn antreten.
„Kampf und Krampf lagen ziemlich eng bei einander“, sagte Motor-Coach Ralph
Mantau nach dem Fight. „Vor allem die zweite und dritte Runde ließen zu
wünschen übrig. In der vierten zeigte Rosi dann aber, was er drauf hat und
entschied den Kampf für sich.“ Vor allem die schnelle Beinarbeit und die
harte Gerade waren dafür verantwortlich. Balhas indes wird man sicherlich
noch in Potsdam sehen, wenn er für den Zweitligisten Wolfenbüttel in den
Ring steigen wird.
Heute nun muss Rosomkiewicz am Abend
gegen den Russlanddeutschen Gutknecht antreten. Jener geht als klarer
Favorit ins Rennen. „Mich beeindruckt das nicht, ich habe den Kopf frei“,
gibt sich der Babelsberger optimistisch. „Man darf nur nicht an sich
zweifeln, dann klappt das schon. Gegen einen Favoriten habe ich ja nichts zu
verlieren.“ Gutknecht gab sich vor dem entscheidenden Kampf ebenso
optimistisch: „Ich weiß, dass ich der große Favorit bin. Ich gehe davon aus,
dass ich gewinne. Bei der WM in China möchte ich dann die Bronzemedaille“,
sagte er.
Gutknecht legte gestern ebenfalls vor und fegte den Hallenser Enrico Wolf
vorzeitig aus dem Ring.
Potsdamer Neueste
Nachrichten
30.09.2005
„Rosi“ hat Bronze schon sicher
HENNER MALLWITZ
Jörg Rosomkiewicz ist
seinen Titelambitionen einen Schritt näher gekommen: Bei den 83. Deutschen
Amateurbox-Meisterschaften in Mülheim/Ruhr hat der Mittelgewichtler von
Motor Babelsberg gestern den Kampf gegen Nico Schöpf vom TSV 1860 München
für sich entschieden. Mit 33:18 Treffern bezwang „Rosi“ den Bayern, sicherte
sich damit bereits die Bronzemedaille und war dennoch nicht ganz zufrieden.
„Er hatte einen ziemlich unorthodoxen Boxstil, der mir nicht lag“, so der
Babelsberger. „Ich musste zu viele unnötige Treffer einstecken.“ Gestern
ging es vor allem darum, mit Trainer Ralph Mantau die Taktik für den
heutigen Kampf gegen Ali Balhas (Wolfenbüttel) zu besprechen. Rosomkiewicz
konnte den Gegner bereits beobachten. Fazit: „Aus Bronze will ich Silber
machen“, sagt er. „Und das werde ich mit einem Sieg schaffen.“
Märkische Allgemeine
Zeitung
30.09.2005
AXEL EIFERT
Erfolgreicher Auftakt für
Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz von Motor Babelsberg bei den 83.
deutschen Amateurboxmeisterschaften in Mülheim an der Ruhr. Der 29-Jährige
gewann gestern seinen Viertelfinalkampf gegen Nico Schöpf (1860 München) mit
33:14 nach Punkten und hat so Bronze schon sicher.
"Für den Anfang bin ich zufrieden. Zumal ich gegen
Rechtsausleger, die auch noch größer sind als ich, nicht gern boxe. Ich habe
eine günstige Auslosung erwischt, deshalb ist der Einzug ins Finale mein
Ziel", sagte Rosomkiewicz, der bei den nationalen Titelkämpfen 1998 und 1999
schon zweimal Silber gewonnen hat, nach dem 169. Sieg in seinem 226. Kampf.
Mit seinem Auftritt war auch Trainer Ralph Mantau zufrieden: "In der ersten
und dritten Runde hat Rosi sehr gut mit der rechten Schlaghand getroffen."
Im heutigen Halbfinale trifft der Babelsberger auf
Baran Halle vom BAC Wolfenbüttel, der Richard Radke (Hilden) vorzeitig in
Runde vier bezwang. "Gegen den habe ich bisher noch nie gekämpft", rechnet
sich Rosomkiewicz reelle Finalchancen aus.
Mit Bantamgewichtler Marcel Schneider (KSV
Fürstenwalde) erreichte ein weiterer Bundesligaboxer von Motor Babelsberg
das Halbfinale. Er zeigte sich Michael Loginov (Karlsruher SC) mit 43:15
überlegen, bekommt aber nun mit dem Olympiadritten Rustam Rachimov
(Velberter BC) einen ganz dicken Brocken vor die Fäuste.
www.boxverband.de
15.05.2005
SV Motor Babelsberg nun in
der 1. Boxliga?
ALEXANDER MAZUR
Im Gegensatz zur 1.
Box-Bundesliga verlief die Saison in der 2. Liga wesentlich spannender, denn
erst am letzten Kampftag wurde über die Meisterschaft und damit über den
Aufstieg in die 1. Boxliga entschieden.
Dem SV Motor Babelsberg
reichte eine Punkteteilung von 11:11 beim heimstarken MBR Hamm, um sich mit
dem Meistertitel der 2. Liga krönen zu können.
Beide Clubs mussten auf je
einen Nationalboxer verzichten, die für den dbv bei internationalen
Turnieren in Bastia/Korsika bzw. in Kuba zum Einsatz kamen.
Die Vizemeisterschaft
erboxte sich der BSK Seelze durch den 12:10 Auswärtssieg in Mülheim, hatte
dabei auf einen Ausrutscher von Babelsberg in Hamm gerechnet, der dann die
Niedersachsen dank des besseren Kampfpunktverhältnisses an die 1. Position
befördert hätte..
Der BSK Seelze boxte bei
seinen Heimstarts stets vor ausverkaufter Halle, hatte den höchsten
Zuschauerzuspruch aller Bundesligaclub und kann sich mit dem Titel als
beliebte Gastgebermannschaft schmücken.
Energisch trumpfte bei den
beiden letzten Kampftagen der Ligarunde das Boxteam von Mecklenburg auf,
gewann überraschend gegen BSK Seelze 13:10 und am Samstag gegen den hoch
eingeschätzten SV Halle mit 13:9.
Etwas unglücklich
verlief die Saison für den Ausrichter der Ende September stattfindenden
deutschen Meisterschaften der Männer, dem BC Ring Frei Mülheim, diese
Mannschaft behielt trotz guter Leistungen am Ende die rote Laterne.
Märkische Allgemeine
23.04./24.04.2005
LARS GROTE
Hände ans Kinn, heißt die
Devise, "schützt euer Gesicht! Sonst lauft ihr rum mit Platzwunden über den
Augen und platt geschlagenen Nasen wie die Boxer auf alten Fotos!" Was soll
Jörg Rosomkiewicz im Ring da antworten? Er schweigt und schwitzt. Der
Mittelgewichtler, 29 Jahre, 75 Kilo, bringt seine Führung gegen Andreas
Schmidt vom Boxteam Mecklenburg über die Runden, dem auch das "weiddää soo,
Schmiddi" seiner norddeutschen Anhänger nur bedingt den Rücken stärkt. Doch
weil Rosomkiewicz' Deckung für einen Moment bricht, flattert Schmidts Faust
ihm mittenmang ans Nasenbein. Die Nase blutet, das linke Auge zugeschwollen.
Wird sich wieder legen. Aber sein 13:10-Punktsieg, der bleibt.
"Boxen ist ein Sport, der weh tut", hat
Rosomkiewicz, der Mann von Zweitliga-Tabellenführer Motor Babelsberg, eine
Stunde vor dem Kampf am letzten Samstag gesagt. Ein Satz, so endgültig wie
ein Gong, der aufräumt mit der romantischen Mär, Boxen sei ein Salonstück;
Boxen ist kein Sport des Naja. Fußball spielt man, Boxen nicht.
Wer noch nie am Ring stand, dem schießen wohlig
unsortierte Vorurteile vom Haudrauf, von Handgemenge und halbseidenem
Publikum durch den Kopf. Haltlose Klischees. In Potsdam führen sie keine
Rummelboxer durch den Ring. Der Zweitligist hat ein Babelsberger Autohaus
frei geräumt, einen großen Pavillon, der gut 700 Zuschauer fasst. Acht
Gewichtsklassen kreuzen ihre Fäuste, die Teams sind aufgestellt wie
Orgelpfeifen, vom Bantamgewicht (bis 54 Kilo) hinauf zum Schwergewicht (über
81 Kilo). Zum Auftakt tanzt eine Frau Flamenco, Kastagnetten in der Hand und
einen Gitarristen an der Seite - ein bisschen Schattenboxen, eine Spur
Hypnose, so stampft sie in roter Robe übers Parkett und bereitet das Feld
für jene Jungs, die mit ihren hochgeschnürten Schuhen und knappen Leibchen
wie junge Hunde oder wilde Stiere durchs Karree tänzeln. Am Grill gibt es
Hüftsteaks, zwischen den Runden ein Nummerngirl mit weißen Plateaustiefeln:
Faustkampf ist nichts für Vegetarier. "Zusammen ein Verein, doch jeder
kämpft allein", tönt der Bass aus den Boxen. Der Männerbund von Motor
Babelsberg schwört sich die Treue, einer für alle, alle für einen - am Ende
haben sie alle zusammen 14:10 gegen Mecklenburg gewonnen. Weiterhin
Tabellenführer!
Der
Erfolg hat viele Väter, doch vor allem einen Macher: Manager und Trainer
Ralph Mantau, 44 Jahre alt. Es ist leicht, in den Ring zu steigen und
draufzuhauen. Doch das ist kein Boxen, nicht das, was Mantau darunter
versteht. Boxen ist ein Sport, der durch den Kopf geht. Und wichtig ist, den
Kopf im richtigen Moment wegzuziehen.
Beim Kampf hebt Mantau die Hände, seine Stimme ist
plötzlich eine andere, atemlos, fordernd, voller strotzender Zuversicht.
Dann wieder schaut er abwesend, als halte er eine Flasche Bier in Händen und
gucke das Spektakel weit weg im Fernsehen. Wer ihm freilich mit der ersten
Liga in den Ohren liegt, mit Aufstieg, der hat schon verloren. "Hör'n Se
auf!", sagt er, halb beschwichtigend, halb beschwörend. "Das ist reine
Utopie, finanziell wie sportlich." Er lächelt, doch sein Lächeln wächst sich
nicht zum Lachen aus; wenn es um den Erfolg seines Vereins geht, kehrt er
konzentrierten Pragmatismus hervor - so unwirsch indes, wie Mantau alle
Träumereien vom Aufstieg klein redet, keimt der Verdacht: Wenn sich doch ein
Türchen nach oben öffnen ließe, wäre Mantau der Erste, der es aufstieße. Bei
allem Teamgeist seiner Truppe, bei allem Potenzial des Kaders, der über
Jahre zusammen blieb und wuchs, sich letztes Jahr in der Oberliga A
behauptet hat und nun ganz unverhofft die Liga dominiert: Diese Mannschaft
würde beim Aufstieg in Frage gestellt. Es kämen neue Leute: "Gucken Sie mal,
wer in der ersten Liga kämpft: Bulgaren, Russen. Die bräuchten wir auch."
Warum Osteuropäer? "Deren soziale Motivation ist höher als unsere, durchs
Boxen finanziell auf die Beine zu kommen." Mantau sagt, 1000 Euro pro Kampf
seien für einen Bulgaren enormes Geld. Für Deutsche ist es lediglich ein
lukrativer Zuverdienst.
Vor allem aber mangelt
es am Etat für die Eliteliga. "100 000 Euro bräuchten wir, einen Sponsor
in dieser Größenordnung findest du hier aber nicht." Derzeit liegen sie
"deutlich im fünfstelligen Bereich". Mit der aktuellen Mannschaft -
gegen Mecklenburg kämpften vier Deutsche, ein Türke und drei Männer aus
Osteuropa - wäre der Schritt nach oben nicht aussichtslos, aber gewagt.
Gut 100 000 Euro müssten sie haben in
Babelsberg. Das ist exakt jene Summe, die RTL anno 1995 für einen
30-Sekunden-Werbespot beim Kampf Axel Schulz gegen Fancis Botha
kassierte. Vor zehn Jahren hatte der Kölner Kanal das Boxen aus dem
Rotlichtmilieu geholt und feierte mit mehr als 17 Millionen Zuschauern
während des Kampfes zwischen Henry Maske und Graciano Rocchigiani die
bislang höchste Quote eines Privatsenders. Der Boom ist vorüber - heute
gibt es in Deutschland die Klitschkos, adoptierte Ukrainer, zu denen
Mantau eigentlich nichts sagen will. Er verdreht die Augen und sagt's
dann doch: "Wenn da mal einer zurück haut, fallen die auf den Arsch."
Jörg Rosomkiewicz ist der einzige Brandenburger
im Babelsberger Team, das alle fünf Heimkämpfe gewann und nun in Mülheim
und Hamm antritt. Rosomkiewicz galt mal als große Hoffnung, ist Zweiter
geworden bei der Junioren-Europameisterschaft und Dritter bei der
Junioren-Weltmeisterschaft. Dann rückte er auf zu den Senioren, die
Taktik war gewiefter, der Punch härter. Irgendwie blieb er auf der
Strecke. "Ich war übermotiviert, hatte die falschen Trainer", glaubt er,
"sonst wäre ich jetzt nicht hier". "Nicht hier" heißt: Zweite Liga.
Amateur, kein Profi. Er klingt nicht verbittert, enttäuscht vielleicht -
Rosomkiewicz spricht mit freundlicher Milde und einem stabilen Gemüt.
Aus Frankfurt (Oder) kommt er, dem Boxstall, in dem auch Manfred Wolke
arbeitete, der Trainer von Schulz und Maske. Wolke ist ein alter
Potsdamer. Mit ihm hätte Rosomkiewicz womöglich mehr erreicht.
Hauptberuflich ist er beschäftigt beim Schienenfahrzeugbau in Werder.
Mit seinen drei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen in
dieser Saison ist er "nicht zufrieden". Gegen Mecklenburg kam ein Sieg
dazu.
Doch nicht nur Siege werden gefeiert. Vor zwei
Wochen hat Anatolij Hoppe, Kapitän und Publikumsliebling bei Motor, in
Hamburg geheiratet. Neun Trainer und Boxer aus Potsdam waren angereist:
"So was habe ich noch nicht erlebt", schwärmt Mantau, "Kaviar,
dreistöckige Torte, Tanz bis morgens um fünf". Vielleicht fußt der
Erfolg tatsächlich auf dem Zusammenhalt des Teams, das sich unter der
Woche in viele Winde verstreut. Manche trainieren in Babelsberg, andere
in Hamburg, Schwergewichtler Vitalius Subacijus kommt freitags vor dem
Kampf aus Litauen (dort ist er siebenmaliger Landesmeister) eingeflogen
- per Billig-Airline für 19,90 Euro. Egal wo, das individuelle Training
summiert sich täglich auf zwei, drei Stunden.
Mitunter muss ein Boxer binnen zweier Tage fünf
Kilo abnehmen, wenn der Kollege einer unteren Gewichtsklasse ausfällt.
Dann gibt's Knäckebrot mit Kochschinken, Obstsalat und viel zu trinken.
"Kein Problem", sagt Mantau. Hauptsache, sie bleiben hungrig auf Erfolg.
Pressebericht Deutscher
Boxverband (DBV)
18.04.2005
BSK Seelze im Vormarsch
ALEXANDER MAZUR
Zwei Großkampftage wurden
am letzten Wochenende jeweils in Auto - Pavillons in Hannover über 1000
Zuschauer und in Babelsberg 500 Besucher abgewickelt. Beide Gastgeber hatten
mit den angereisten Teams MBR Hamm und dem Boxteam Mecklenburg auch
attraktive Rivalen. Sensationell deklassierte der BSK Seelze den starken MBR
Hamm mit 15:8 Punkten. Die drei Nationalstaffelboxer Albert Dorn, Artur
Schmidt, Juri Gejs und die restlichen Teamkollegen aus Hamm standen gegen
die bestens disponierten Niedersachsen auf verlorenem Posten und konnten
keinen einzigen Sieg landen..
Damit startete Seelze den
Angriff auf die Spitzenposition der 2. Box-Bundesliga und will dort den
derzeitigen Tabellenführer, den SV Motor Babelsberg, verdrängen.
Den knappen Vorsprung
in der Tabelle verteidigte Babelsberg jedoch mit einer soliden Leistung
und dem 14:10 Gewinn über die sich tapfer wehrenden Athleten des
Boxteams Mecklenburg.
Märkische Allgemeine
18.04.2005
Heimbilanz bleibt makellos
HÖCHSTER ERFOLG ZUM
SAISONABSCHLUSS. BABELSBERG – MECKLENBURG 14:10
AXEL EIFERT
Viel besser geht es
nicht. Die Boxer von Motor Babelsberg gingen auch im letzten Heimkampf
ihrer ersten Saison in der 2. Bundesliga am Sonnabend gegen das Boxteam
Mecklenburg als Sieger aus dem Ring. Mit dem fünften Erfolg im fünften
Auftritt vor eigener Kulisse verteidigten die Brandenburger mit 12:4
Punkten ihre Position an der Tabellenspitze. Das 14:10 über die
ersatzgeschwächten Gäste aus dem Norden war zugleich der bisher höchste
Sieg für die Motor-Boxer in dieser Saison.
Zwar hatten auch die Gastgeber mit
Bantamgewichtler Marcel Schneider (Nasenbeinbruch) einen ganz wichtigen
Mann zu ersetzen, der alle seine fünf Kämpfe dieser Saison erfolgreich
gestaltet hatte. Doch Ersatzmann Fathi Yilmaz sprang diesmal erfolgreich
in die Bresche. Nach drei guten Runden rettete der Babelsberger gegen
Xhevdet Gashi einen 15:14-Punktsieg nach der Computerwertung ins Ziel
und sorgte für nicht unbedingt erwartete Siegpunkte. Ebenso knapp mit
16:17 musste sich dann Jakov Terskich (Feder) gegen Ervis Masha
geschlagen geben. Doch danach bogen die Babelsberger durch
Leichtgewichtler Daniel Schulz, der Steffen Zeeck vorzeitig in Runde
zwei bezwang, und Halbweltergewichtler David Sprenger, der beim 22:18
über den erst 17-jährigen Surik Korojan mehr Mühe als erwartet hatte,
auf die Siegerstraße ein.
Etwas unerklärlich war dann, was sich im
Weltergewichtskampf abspielte, aber von den rund 400 Zuschauern wohl
weitestgehend unbemerkt blieb. Denn die Babelsberger Zeitnehmer ließen
aus unerfindlichen Gründen den Gong bei diesem Kampf zweimal zu früh
ertönen, einmal sogar um mehr als 30 Sekunden (bei zwei Minuten
Kampfzeit pro Runde). Erst wollten die Mecklenburger schon protestieren,
weil ihr Stephan Alms gegen Patrick Mittag lange Zeit hinten lag. Dann
waren die Gäste aber ganz ruhig, als ihr Mann zum Schluss knapp mit
21:19 Punkten die Nase vorn hatte. Es sollte aber der letzte Sieg der
Mecklenburger an diesem Abend sein.
Schließlich fuhren Mittelgewichtler Jörg
Rosomkiewicz gegen den Andreas Schmidt (13:10), der frisch verheiratete
Halbschwergewichtler Anatolij Hoppe gegen Frank Blümle (24:16) und
Schwergewichtler Vitalius Subacius die von ihnen erwarteten Siegpunkte
ein. Subacius gewann sogar vorzeitig, weil sein Gegner Christian Laarz,
der angeblich mit einer Verletzung in den Kampf gegangen war, in der
Pause zur zweiten Runde aufgab. "Schade, denn Vitalius hätte seinen Fans
sicher gerne mehr gezeigt", sagte Motor-Trainer und -Manager Ralph
Mantau, der es nach der tollen Siegesserie seiner Jungs vor heimischem
Publikum etwas bedauerte, dass es gegen Mecklenburg schon der letzte
Saison-Heimkampf war. Mantau: "Mal sehen, was in den letzten beiden
Auswärtskämpfen in Mülheim und Hamm noch möglich ist." Mit seiner
Staffel würde er im ersten Jahr in der 2. Bundesliga natürlich gerne
Erster werden. An einen Aufstieg in die 1. Liga denkt er dennoch weiter
aus sportlichen und finanziellen Gründen nicht.
Potsdamer Neueste
Nachrichten
18.04.2005
Pflichtsieg
Motor-Boxer bezwangen im
letzten Heimkampf BT Mecklenburg mit 14:10
HENNER MALLWITZ
Auf einen 13:11-Sieg
gegen das Boxteam Mecklenburg hatte Ralph Mantau getippt, doch auch mit
dem 14:10 im letzten Heimkampf der Saison war der Manager der
Zweitliga-Boxer von Motor Babelsberg mehr als zufrieden. An einem
packenden Kampfabend behaupteten die Babelsberger am Sonnabend im
heimischen Toyota-Autohaus die Tabellenspitze und waren diesmal zu einer
anderen Taktik gezwungen. Der Grund: Im gegenseitigen Einvernehmen kam
erstmals eine Punktmaschine der Mecklenburger zum Einsatz, die
ausschließlich klare Treffer zählt. So bekamen die Zuschauer diesmal
noch mehr gute Einzelaktionen zu sehen.
Im Bantamgewicht setzte sich Fatih Yilmaz in einem überlegenen Fight
gegen Xhevdet Gashi durch; Jakov Terskisch (Federgewicht) musste sich
anschließend dem dänischen Meister Ervis Masha geschlagen geben.
Leichtgewichtler Daniel Schulz siegte gegen Steffen Zeeck durch RSC in
der zweiten Runde, und auch David Sprenger machte im Halbwelter gegen
Surik Korojan alles klar. Im Weltergewicht steckte Patrick Mittag gegen
Stephan Alms eine Niederlage ein, doch Jörg Rosomkiewicz (Halbschwer)
bezwang anschließend Andreas Schmidt. Anatolij Hoppe schien die
Hochzeitsfeier noch etwas in den Knochen zu stecken, doch schließlich
punktete er gegen Frank Blümle ebenso wie Schwergewichtler Vitalius
Subacius gegen Christian Laarz, der in der zweiten Runde aufgab.
In zwei Wochen müssen die Boxer von Motor Babelsberg in Mülheim
antreten, bevor es zum letzten Saisonkampf nach Hamm geht. Zumindest ein
Sieg in Mülheim ist nötig, um die Saison als Tabellenführer zu beenden.
Märkische Allgemeine
Zeitung
04.04.2005
BOXEN / TROTZ NIEDERLAGE
WEITER ERSTER
AXEL EIFERT
Beim siebenten Kampf hat es
nun auch die Zweitliga-Boxer von Motor Babelsberg erwischt. Bei der
heimstarken Staffel vom BSK Seelze kassierten Brandenburgs Faustkämpfer am
Sonnabend in Hannover beim 10:14 die erste Saisonniederlage. Sie bleiben
aber weiter an der Tabellenspitze, weil auch Verfolger MBR Hamm gegen den SV
Halle mit 10:12 unterlag.
"Zwei kurzfristige Ausfälle haben unsere Chancen
erheblich sinken lassen. Das Ergebnis hört sich am Ende zwar ziemlich hoch
an, enttäuscht hat aber keiner unserer Boxer", meinte Motor-Manager und
-Trainer Ralph Mantau, der die erste Niederlage auch deshalb etwas gelassen
nahm, weil sie ja irgendwann mal kommen musste.
Leichtgewichtler Daniel Schulz boxte wegen einer
noch nicht ganz auskurierten Verletzung auf Anraten der Ärzte doch nicht,
und Routinier Jörg Rosomkiewicz (Mittel) hatte sich in den Finger
geschnitten (musste genäht werden). So kamen Benjamin Mohr und Rico Kulb zu
ihren Zweitligadebüts. Ihre längere Boxabstinenz - beide standen rund zwei
Jahre nicht mehr im Ring - war ihnen gegen die Seelzer Benjamin Dehling und
Dimitri Beck doch anzumerken und deshalb kamen ihre Niederlagen nicht ganz
so überraschend. "Es ist aber sehr positiv, dass sich beide so kurzfristig
in den Dienst der Mannschaft gestellt haben und die Antrittspunkte geholt
haben, die in der Endabrechnung vielleicht noch wichtig sein könnten", sagte
Mantau.
Für Babelsberger Siege beim neuen Tabellenzweiten in
Seelze sorgten Bantamgewichtler Marcel Schneider, der den dänischen Meister
Nebil Yimam auspunktete, und Schwergewichtler Vitalius Subacius, der den
DM-Dritten Erkan Teper einmal mehr sicher beherrschte.
Die Hoffnungen der Gäste auf David Sprenger
(Halbwelter) und Anatolij Hoppe (Halbschwer) und somit auf ein mögliches
Unentschieden erfüllten sich nicht. "David war gegen Victor Kremer physisch
unterlegen und gab sich dann auch etwas auf. Anatolij steigerte sich zwar
nach verhaltenem Beginn gegen Eugen Schellenberg, verlor aber knapp 1:2", so
Mantau. Punktniederlagen gab es auch für Jakov Terskich (Feder) gegen den
weiter unbesiegten Konstantin Wagner und Weltergewichtler Anatoli Skidonov
gegen Alexander Raynesh.
Potsdamer Neueste
Nachrichten
04.04.2005
Motor-Boxer mit erster
Niederlage
Babelsberger unterlagen
10:14 beim BSK Seelze
BENJAMIN UNGER
In der
2. Boxbundesliga ist der Ausgang über die Meisterschaft wieder offen, denn
Tabellenführer SV Motor Babelsberg verlor beim BSK Seelze vor 800 Zuschauern
mit 10:14 und hat nur noch einen Punkt Vorsprung zum Verfolger Seelze. Dabei
kam die Auswärtspleite – die erste Saisonniederlage für den SV Motor – für
die Babelsberger nicht überraschend, da zwei ihrer Leistungsträger
ausfielen: Daniel Schulz (Verletzung im Bauchbereich) stieg auf Anraten von
Mannschaftsarzt Klaus Dräger nicht in den Ring. Zudem fiel Mittelgewichtler
Jörg Rosomkiewicz mit einer Schnittwunde am Finger aus. „Wir haben mit der
Niederlage schon im Vorfeld gerechnet“, gestand Trainer Ralph Mantau später
ein.
Am Sonnabend gewannen für die Babelsberger Marcel Schneider (bis 54 kg) mit
einem Punktsieg über Nebil Yimam und Schwergewichtler Vitalius Subacius mit
Punktsieg gegen Erkan Teper. Einen großen Kampf lieferte David Sprenger (bis
64 kg) seinem BSK-Gegner Viktor Kremer, er verlor aber durch K.O. in der
dritten Runde. Coach Mantau resümierte abschließend: „Die Niederlage war
nicht so dramatisch, das kann auswärts passieren. In zwei Wochen gegen
Mecklenburg daheim treten wir wieder in Bestbesetzung an. Und dann sollte
wieder ein Erfolg gelingen.“
Märkische Allgemeine
Zeitung
01.04.2005
Harte Nuss zu knacken
BOXEN / BABELSBERGER
TRETEN BEI DEN HEIMSTARKEN SEELZERN IN HANNOVER AN
AXEL EIFERT
In den ersten
Oberliga-Jahren waren die Amateurboxer von Motor Babelsberg auswärts meist
die Prügelknaben. Von Mal zu Mal wurden sie aber in fremden Gefilden immer
stärker, und nun in ihrer ersten Saison in der 2. Bundesliga sind die
Potsdamer auswärts bei zwei Unentschieden in Mecklenburg und in Halle sogar
noch ungeschlagen. Was bei dem gegenüber anderen Sportarten großen
Heimbonus, den die Kampfgerichte zumeist gewähren, bemerkenswert ist.
Gepaart mit der Stärke von vier Siegen bei vier Auftritten in heimischer
Umgebung bedeutet dies Platz eins für die Babelsberger in der zweiten Liga.
Und diese Position soll auch beim dritten
Auswärtskampf morgen in Hannover beim BSK Seelze gehalten werden. "Einen
Punkt wollen wir wieder mit nach Hause nehmen, um weiter vorn zu bleiben. Es
ist aber wieder eine knappe Entscheidung zu erwarten, denn beide Staffeln
sind sehr ausgeglichen besetzt", beschrieb Motor-Manager und -Trainer Ralph
Mantau seine Erwartungen.
Aus dem Hinkampf sind die Babelsberger genügend
gewarnt, schließlich gab es da gegen Seelze beim 12:11 den bisher knappsten
aller Heimerfolge in dieser Saison. Erst der noch ungeschlagene litauische
Schwergewichtler Vitalius Subacius in Reihen der Brandenburger machte da im
letzten Kampf gegen den deutschen Vizemeister Erkan Teper den knappen Sieg
perfekt.
Andererseits hat auch Seelze seine bisherigen drei
Heimkämpfe gegen Mülheim, Mecklenburg (jeweils 12:10) und Halle (14:10)
durchweg gewonnen. Eine ganz harte Nuss haben die Babelsberger dort also zu
knacken.
Derzeit sieht es ganz danach aus, dass die
Motor-Staffel in Hannover in Bestbesetzung in den Ring klettern kann. Die
zuletzt gegen Mülheim wegen Verletzung fehlenden Marcel Schneider (Bantam)
und Daniel Schulz (Leicht) sind wieder fit. Steigerungsmöglichkeiten aus
Babelsberger Sicht gegenüber dem Hinkampf gibt es sicherlich im
Halbweltergewicht, wo David Sprenger seinerzeit gegen den Seelzer Dennis
Dehling verlor, sich seitdem aber von Kampf zu Kampf gesteigert hat.
Auch im Mittelgewicht, wo sich Babelsbergs Jörg
Rosomkiewicz im Dezember von Dimitri Beck unentschieden getrennt hatte,
könnte ein besseres Ergebnis drin sein. Beck ist aber ebenso wie
Federgewichtler Konstantin Wagner, der sogar alle seine sechs Ligakämpfe
bisher gewann, in Reihen der Seelzer in dieser Saison noch ungeschlagen.
Märkische Allgemeine
Zeitung
14.03.2005
„Schwere Jungs richten
es!“
BOXEN / 13:11 Erfolg von
Motor Babelsberg gegen Ringfrei Mülheim
DETLEF BRAUNE
"Geh mit!" "Beide
Hände!" "Setz nach!" Als Stakkato kamen die Anfeuerungen von Jörg
Rosomkiewicz am Ring für seine Mitstreiter auf der Kampffläche. Während
das Duell für den 29-Jährigen noch bevorstand, hatten seine
Staffelkollegen von Motor Babelsberg im Zweitligaduell vor 600 Fans im
Autocenter Toyota gegen den Tabellenletzten Ringfrei Mülheim bange
Minuten zu durchstehen. Erst als Mittelgewichtler Rosomkiewicz und nach
ihm der Halbschwere Anatolij Hoppe sowie der "schwerste Junge", Vitalius
Subacijus, die Fäustlinge überstreiften, kam der Tabellenführer zum
13:11-Erfolg. Damit behaupteten die Babelsberger Rang eins mit 10:2
Punkten.
Beim Gastgeber sprangen Fatih Yilmaz (Bantam)
für Marcel Schneider (Kapselstauchung am rechten Daumen) sowie Benjamin
Mohr (Leicht) für Daniel Schulz (ließ sich einen Leberfleck an der
Bauchdecke entfernen) ein. Beide Motor-Mannen unterlagen. Tapfer war der
19-jährige Mohr angetreten, obwohl er nach zwei Jahren Pause gerade noch
an zwei Tagen zu einem Minimaltraining kam. In der 3. Runde wurde aus
der Motor-Ecke das Handtuch zum Zeichen der Aufgabe geworfen.
Während Jakov Terskich (Feder) für
Wiedergutmachung beim Publikum nach seinem verlorenen Heimkampf gegen
Halle sorgte und den Mülheimer Sebastian Tlatlik - Dritter der deutschen
Meisterschaften - mit überfallartigen Angriffen bezwang, sorgte auch
David Sprenger (Halbwelter) für einen überzeugenden Punktsieg.
Anschließend haderte Patrick Mittag (Welter)
nach seiner Punktniederlage gegen den erfahrenen Konstantin Starostin.
"Der hat mich doch gar nicht getroffen", grollte Mittag. Starostin ließ
öfter seine langen Hände fliegen, was die Punktrichter scheinbar
beeindruckte.
Plötzlich stand es 8:7 für die Gäste, das
Publikum wurde unruhig. Doch dann kamen Motors "Bänke". Rosomkiewicz
fehlte nur das Nachsetzen für einen Abbruchsieg. Hoppe bekam es mit Ali
Choucair, einem erneut einen halben Kopf größeren Gegner, zu tun. Wie
ein sibirischer Tiger sprang Hoppe an den Mann, boxte mit schnellen
Fäusten und gewann unter donnerndem Applaus nach Punkten. "Wenn er sich
dabei nicht mal selber einen einfängt", hatte derweil Motorchef Ralph
Mantau gebangt.
Das endgültige Happyend besorgte Subacijus. Der
Litauer, ein "Sprinter" unter den Schwergewichtlern, beeindruckte auch
den schlagstarken Samir Kurtagic. Subacijus schonte sogar noch seine
rechte Schlaghand, bums, der linke Haken saß, der Kontrahent ging zu
Boden. Abbruchsieg für den Motor-Athleten, sechster Sieg im sechsten
Zweitligaduell - die Halle stand Kopf.
"Das ist bisher mehr, als in den kühnsten
Träumen zu erwarten war", bemerkte Mantau nach dem aufregenden
Kampfabend. Die Motor-Boxer träumen weiter vom Titel.
Märkische Allgemeine
Zeitung
21.02.2005
Ralph Mantau kam nicht aus
dem Schwärmen heraus. "Alle haben ganz stark geboxt und sind über sich
hinaus gewachsen. Das war eine tolle Teamleistung, und für uns Trainer
überraschend, wie die Jungs sich gegenseitig hochgeschaukelt haben", freute
sich der Trainer und Manager von Motor Babelsberg, das dank eines
überraschenden 11:11 am Sonnabend beim Verfolger SV Halle ungeschlagener
Spitzenreiter in der 2. Bundesliga bleibt.
"Das hatten wir nie gedacht, zumal Halle seine
Kampfansage wahrgemacht hat und nach der 10:12-Niederlage in der vergangenen
Woche bei uns mit Robert Woge und Steffen Kretschmann zwei starke Leute mehr
in den Ring schickte", so Mantau.
Vor allem an den Kämpfen von Woge und Kretschmann
erhitzten sich dann die Gemüter. Der deutsche Mittelgewichtsmeister Woge
wurde nämlich von einem sich weiter steigernden Motor-Routinier Jörg
Rosmomkiewicz phasenweise vorgeführt. Niemals hatten die Gäste damit
gerechnet, diesen Kampf zu verlieren. Doch das 1:2-Urteil war ernüchternd.
"Ich habe Rosi noch nie so stark gesehen. Der Sieg von Woge kam nur durch
Heimbonus, Meisterbonus und was weiß ich für einen Bonus zustande. Selbst
der Delegierte des Kampfgerichts aus Berlin hat unseren Mann vorn gesehen",
sagte Mantau sauer.
Nach einem weiteren schmeichelhaften Remis für die
Hallenser durch ihren deutschen Halbschwergewichts-Meister Tino Groß gegen
Anatloij Hoppe kam es zum Showdown im Schwergewicht. Zunächst versuchte der
zweimalige Weltmeisterschaftsdritte (1999 und 2003) sowie
Militär-Vizeweltmeister Kretschmann, Babelsbergs litauischen Einflieger
Vitalius Subacius mit hohem Tempo und einigen harten Treffern zu
beeindrucken. Dies gelang ihm aber nicht und in Durchgang drei fand sich
Kretschmann nach einem Körperhaken sogar im Ringstaub wieder und wurde
angezählt. Er rettete sich zwar über die Zeit, der einstimmige Punktsieg von
Subacius stand da aber bereits fest.
Für die weiteren Siege der starken Motor-Staffel
sorgten Marcel Schneider (Bantam) und David Sprenger (Halbwelter).
Federgewichtler Jakov Terskich steigerte sich gegenüber der
Vorwoche und erreichte
diesmal gegen Marcel Herfurth ein Remis.
Potsdamer Neueste
Nachrichten
14.02.2005
„Bleibt mir weg mit der
2.Liga“
Motor Babelsbergs Boxer
bezwangen den SV Halle mit 12:10, stehen damit ungeschlagen an der Spitze
der zweiten Bundesliga und bleiben dennoch auf dem Boden der Realität
HENNER MALLWITZ
Irgendwie konnte Ralph Mantau die Fragen nicht mehr hören. Auch nach dem
12:10-Sieg seiner Boxer gegen den SV Halle blieb am späten Sonnabend für den
Manager von Motor Babelsberg eines klar: „Bleibt mir weg mit der ersten
Liga.“ Finanziell und personell, so erklärte er, sei das überhaupt nicht
machbar. Er wolle mit der jetzigen Truppe erfolgreich sein und auch künftig
keine teuren Ausländer im Toyota-Autohaus boxen lassen.
Was auch nicht nötig ist, denn die Motor-Jungs machten gegen den
Zweitplatzierten Halle ihre Sache bestens: Schon der erste Kampf, den Marcel
Schneider gegen Maik Hennecke im Bantamgewicht bot, schien nahezu auf den
Endstand zu verweisen. Mit provozierenden Armschwingern ging er auf seinen
Gegner zu, platzierte harte Treffer und siegte am Ende klar nach Punkten.
„Von ihm wird international noch mal was zu erwarten zu“, schätzte Mantau
die Leistung des 54-Kilo-Boxers ein, der sein erstes Jahr bei den Männern
kämpft. Und fügte hinzu: „Lass den mal richtig Mann sein.“
Umso enttäuschender der Auftritt von Jakov Terskisch, der sich im
Federgewicht Marcel Herfurth fast kampflos ergab und am Ende durch RSC (Sieg
durch Kampf-Abbruch) den Ring verlassen musste. „Das dulden wir jetzt nicht
länger“, erboste sich Mantau und verordnete dem Hamburger eine Woche
Sondertraining in Potsdam. Vor- und nachmittags wird bis zum Rückkampf am
kommenden Sonnabend in Halle an der Kondition gefeilt. Unter seiner
persönlichen Aufsicht: „Das wird kein Zuckerschlecken.“
Eine umstrittene Niederlage musste hingegen Leichtgewichtler Daniel Schulz
einstecken, der sowohl mit Steffen Sparboth als auch mit einem Schnupfen zu
kämpfen hatte. Ein Unentschieden hätte dem Kampfverlauf eher entsprochen.
Einen Sieg holte dafür im letzten vor der Pause David Sprenger für Motor
heraus: Im Halbweltergewicht behielt er gegen Robby Siebert die Übersicht,
boxte einen klaren Stil und entschied den Fight abschließend nach Punkten
für sich.
Runde zwei begann mit Unverständnis, Buh-Rufen und Kopfschütteln. Patrick
Mittag hatte nach vier Runden Oliver Güttel wehrlos in der Ecke, der
Ringrichter zählte den Hallenser an und brach den Kampf ohne hörbaren Gong
ab. Der Fall schien klar zu sein, doch die Entscheidung lautete
„Unentschieden“. „Patrick führte in jeder Runde, alle dachten an einen Sieg
durch RSC“, war nicht nur Mantau fassungslos. Auch der um den Sieg Betrogene
war geknickt: „Unfassbar“, befand Mittag, der für Alexander Philipp ins
Weltergewicht gerutscht war.
Jörg Rosomkiewicz führte dafür Enrico Wolf über vier Runden vor und bot
einen überzeugenden Kampf. Anatolij Hoppes Gegner Tino Groß machte seinem
Namen alle Ehre und dem um einen Kopf kleineren Halbschwergewichtler das
Leben schwer. Umso erfreulicher das Unentschieden des Mannschaftskapitäns.
Alles lag nun auf den Schultern von Schwergewicht Vitalius Subacijus, doch
der Litauer ließ dem Hallenser Denny Richter nicht die Spur einer Chance –
in der dritten Runde fiel das Handtuch. Nach dem 12:10-Sieg steht Motor nach
wie vor ungeschlagen an der Spitze der zweiten Bundesliga.
Märkische Allgemeine
14.02.2005
Nie mehr Bus und
Doppelstockbett
Selbstbewusst tanzte Vitalius
Subacijus in seinen grünen Boxschuhen durch das Seilgeviert im Autohaus
Toyota und nährte die Hoffnung auf einen erneuten Heimsieg von Motor
Babelsberg in der 2. Bundesliga. Im achten und letzten Kampf des Abends vor
600 Zuschauern brachte der litauische Gaststarter immer wieder eine
krachende Rechte an Kopf und Körper seines Gegners Denny Richter vom SV
Halle unter, ehe dieser in der 3. Runde das aussichtslose Gefecht aufgab.
Nach dem 12:10-Sieg der Gastgeber gegen den
vermutlich stärksten Staffelkonkurrenten tobten sich die 600 Fans aus. Motor
bot die beste Saisonleistung und könnte nun als Spitzenreiter in Zugzwang
geraten. Staffelsieg und Aufstieg? "Jetzt wollen wir Meister werden",
riskiert Motor-Chef Ralph Mantau eine Lippe, "den Aufstieg nehmen wir nicht
in den Mund", hält er sich aber angesichts finanzieller Unwägbarkeiten
(noch) zurück.
Für den stimmungsvollen Anhang war es ein Fest.
Früher ähnelten manche Duelle in der Oberliga dem Rummelboxen. Pausenlos
schlugen die Gegner aufeinander ein. Jetzt wird sogar "Feinschmeckerkost"
geboten. Marcel Schneider (54 kg) imponierte mit seiner geschmeidigen
Kampfführung ebenso wie Anatolij Hoppe im Halbschwergewicht gegen den
deutschen Meister der beiden vergangenen Jahre, Tino Groß. Hoppe, fast einen
Kopf kleiner, verlor 2003 im Halbfinale der Titelkämpfe gegen Groß mit 9:23.
Diesmal setzte der Motor-Kapitän im Infight immer wieder Nadelstiche. Das
Remis schmeichelte dem Hallenser.
Die Saalestädter behaupten sich
angesichts der Box-Misere in deutschen Landen immerhin als
Bundesleistungsstützpunkt, während Berlin und Schwerin die Zuerkennung
verloren.
Motor belebt in der 2. Liga die Szenerie. Davon
angetan zeigte sich auch Holger Rupprecht. Wo der Sportminister hinkommt,
hat er schon Spuren hinterlassen. Das war beim Meeting der Stabhochspringer
in der Vorwoche in Potsdam so - Rupprecht wusste früher als Zehnkämpfer auch
mit dem Stab umzugehen -, und nun ebenfalls beim Boxen. Als Sportstudent
wurde er vom Urgestein an der Potsdamer Uni, dem ehemaligen Motor-Boxer
Siegfried Ellwanger, im Faustkampfsport unterrichtet. Rupprecht stieg Mitte
der siebziger Jahre bei einem Studententurnier in den Ring, haute im
Schwergewicht den zwölf Kilogramm schwereren Gegner weg und wurde jäh
gestoppt. Zu Hause, wo die Gattin eine eventuelle Karriere unterband.
Einen Schwergewichtler vom Schlage Subacijus hätte
Rupprecht vermutlich lieber nicht vor die Fäuste bekommen. Imponierend, mit
welcher Schnelligkeit der 1,94 Meter große Litauer durch den Ring fegte.
Fünfter Kampf für Motor, fünfter Sieg. Zum ersten Einsatz kam er mit seinem
Trainer per Bus aus Riga für 100 Euro pro Nase. Mantau musste den
erschöpften Subacijus nach der 15-Stunden-Tour fast in den Ring tragen.
Untergekommen waren die beiden Rigaer in Doppelstockbetten der
Jugendherberge. Jetzt belegen sie eine Pension für eine Woche bis zum
Rückkampf in Halle. Dann wird Subacijus die Fäuste von Steffen Kretschmann
kreuzen "und den zweifachen WM-Dritten weghauen", ist Mantau überzeugt. Nach
Riga zurück geht es per Flug - im Billigflieger für 19,90 Euro.
Märkische Allgemeine
14.02.2005
Bis ans Limit gegangen
BOXEN / MOTOR BABELSBERG
GEWINNT AUCH DEN SPITZENKAMPF DER 2.LIGA
AXEL EIFERT
Wahrscheinlich hätten
selbst die kühnsten Optimisten dies nicht vorausgesagt. Die Amateurboxer von
Motor Babelsberg haben sich nach vier Kampftagen allein an die Spitze der 2.
Bundesliga gesetzt.
Am Sonnabend setzten sie sich vor rund 600
Zuschauern im Spitzenduell gegen die zuvor ebenfalls noch ungeschlagene
Staffel vom SV Halle knapp mit 12:10 durch und haben damit 7:1 Punkte auf
dem Konto. Halle und der MBR Hamm folgen in der Tabelle mit jeweils 5:3
Zählern.
Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau konnte
aufatmen. Die Grippewelle war an seinem Team spurlos vorbei gezogen und er
konnte sein stärkstes Aufgebot in den Ring schicken. Halle hatte dagegen
einige Probleme. Neben dem - wie schon erwartet - zweifachen WM-Dritten
Steffen Kretschmann (Schwer) fehlte auch noch der deutsche
Mittelgewichtsmeister Robert Woge wegen einer Handverletzung. Diese
Handicaps waren für die Gäste aus Anhalt zu groß, zumal es in Reihen der
Babelsberger auch leistungsmäßig keinen Ausfall gab.
Bantamgewichtler Marcel Schneider ließ sich von Maik
Hennecke zu keinem Zeitpunkt beeindrucken und fuhr locker die beiden
Siegpunkte ein. Danach mussten sich sowohl Federgewichtler Jakov Terskich
gegen den starken Marcel Herfurth als auch Leichtgewichtler Daniel Schulz in
der Revanche zum DM-Ausscheidungskampf gegen Steffen Sparboth geschlagen
geben, so dass die Gastgeber auf einmal im Hintertreffen lagen.
David Sprenger sorgte aber mit einem überzeugenden
Auftritt gegen Robby Siebert im Halbweltergewicht für ein Remis zur Pause.
Danach sollte sich die Waage doch zu Gunsten der Babelsberger neigen, auch
weil einige Motor-Akteure über sich hinauswuchsen.
Das galt zunächst für Patrick Mittag, der im
Weltergewicht Oliver Güttel ein Unentschieden abtrotzte. "Für mich hatte
Mittag sogar gewonnen", war Coach Mantau nicht allein der Meinung. Er durfte
sich anschließend über einen souveränen Routinier Jörg Rosomkiewicz im
Mittelgewicht freuen, der die Weichen für die Gastgeber endgültig in
Richtung Sieg stellte. Babelsbergs Kapitän Anatolij Hoppe rang im Halbschwer
dem deutschen Meister Tino Groß ein verdientes Unentschieden ab, so dass die
Gastgeber sogar mit einem Vorsprung in den Schlusskampf gingen. Dort machte
der litauische Einflieger Vitalius Subacius seine Sache gegen Denny Richter
souverän wie immer. In der dritten Runde kam das Handtuch aus der Ecke des
überforderten Hallensers zum Zeichen der Aufgabe. Auf Babelsberger Seite
waren die Verantwortlichen froh, ihren Heimnimbus gewahrt zu haben. Alle
wissen, dass nun die schweren Auswärtskämpfe folgen.
Halles Trainer Hans-Jürgen Witte kündigte an:
"Nächste Woche beim Rückkampf werden wir die Sache gegen den Spitzenreiter
umdrehen." Darüber wird aber bei Motor Babelsberg nur müde gelächelt, denn
die jetzt sieben Punkte kann den Motor-Kämpfern nach dem sehr
unterhaltsamen Abend keiner
mehr nehmen.
Märkische Allgemeine
12.02.2005
2. Bundesliga: Babelsberg
gegen Halle
BOXEN / DUELL DER NOCH
UNGESCHLAGENEN
AXEL EIFERT
Erster gegen Zweiter -
Motor Babelsberg gegen SV Halle heißt es heute Abend (18 Uhr) in der 2.
Bundesliga der Amateurboxer. Die Gastgeber wollen dabei in dem Spitzenduell
der beiden noch ungeschlagenen Staffeln ihre Tabellenführung verteidigen.
"Wir wollen da oben bleiben, so lange es möglich ist", meint Motor-Manager
und -Trainer Ralph Mantau.
Mit dem Stand von gestern kann er sein bestes
Aufgebot in den Ring schicken. Auch Bantamgewichts-Vizemeister Marcel
Schneider, der am vergangenen Kampftag wegen einer Auswahlverpflichtung
fehlte, ist wieder dabei. Mantau: "Wir müssen gegen Halle die ersten fünf
Kämpfe gewinnen, denn in den oberen Gewichtsklassen wird es für uns ganz
schwer, etwas zu holen." Dort können die Hallenser mit Robert Woge und Tino
Groß die aktuellen deutschen Meister im Mittel- und Halbschwergewicht gegen
die Babelsberger Jörg Rosomkiewicz und Anatolj Hoppe aufbieten.
Ob der zweimalige WM-Dritte Steffen Kretschmann für
die Gäste im Schwergewicht gegen Motors litauischen Einflieger Vitalius
Subacius in den Ring klettert, ist dagegen noch ungewiss. Kretschmann kam in
dieser Ligasaison wegen einer Handverletzung noch nicht zum Einsatz, soll
inzwischen aber wieder fit sein.
Märkische Allgemeine
12.02.2005
Immer eins auf die Birne
Eine krachende Rechte
seines Gegners beendete am 18. Dezember 2004 die Boxer-Laufbahn von
Alexander Philipp. Der Kapitän der Zweitligastaffel von Motor Babelsberg
hatte sich im Heimduell gegen Seelze einen doppelten Kieferbruch zugezogen.
Zuvor in anderen Kämpfen waren schon mehrere Zähne draufgegangen, die Nase
war gebrochen, und Philipp hatte sich einen Cut zugezogen. "Das Maß war
voll", resignierte der Leichtgewichtler. Der obligatorische Kopfschutz
erwies sich als "Pappe". Seiner Funktion wurde die lästige Haube bei Philipp
jedenfalls nicht gerecht.
Wie Ungetüme steigen die Faustkämpfer mit der
Kopfverkleidung in den Ring. Weil das Antlitz fast verborgen bleibt, sind
die Duellanten im Seilgeviert austauschbar. Nur bei der Siegerehrung kann
der Fan für Momente den ganzen, dampfenden Kerl wahrnehmen.
Motor-Chef Ralph Mantau kann ein Lied singen von
zahlreichen Verletzungen seiner Aktiven in jüngster Zeit: Alexander Epstein:
Jochbeinbruch, Mathias Kaiser: Cuts unter beiden Augen, Daniel Schulz:
Lädierung der Augenbraue. Die Stimmen mehren sich, so Mantau, dass die
Polsterungen wieder verschwinden. "Im Männerbereich darauf zu verzichten
wäre für die Zuschauer attraktiver. Diese Meinung ist auch im Landesverband
zu vernehmen."
Motor-Trainer Gerhard Swientek geht sogar noch
weiter: "Die Schlagwirkung des Gegners wird durch den Kopfschutz nicht
gemindert. Bei den Athleten entsteht ein Hitzestau, und die Sicht wird
erheblich eingeschränkt. Früher wurde sogar ohne Zahnschutz geboxt."
Swientek nennt noch weitere Nachteile des geformten Schaumstoffes:
"Eigentlich sollten mit dem Helm Kopfstöße vermieden werden. Jetzt aber
bleiben die Finessen außen vor." Soll heißen, die Boxer keilen aufeinander
ein, taktische Varianten sind kaum noch zu sehen.
90 Euro muss Manager Mantau für einen Schutzhelm
berappen. Weil die Marke Top Ten eine Tücke aufwies, setzen die Aktiven
jetzt einen "Deckel" des Kölner Ausrüsters Paffen auf. Die alten Helme
hatten eine Ausbuchtung, die das Nasenbein verletzte. Motor-Boxer Rico Kulb
schmückt sich im Training mit der alten DDR-Marke Germania, mit der die
Maskes und Mays ihre großen Triumphe feierten. Im Gegensatz zu den heutigen
Verkleidungen sieht Germania wie ein Fingerhut aus. "Diese Dinger aus Leder
sind am besten, sie sind leicht und rutschen kaum", sagt Kulb.
Immer eins auf die Birne - zum Vergnügen des
Publikums. Doch mit unverhülltem Angesicht wird es die Kämpfer im Ring auch
in absehbarer Zeit nicht erleben. Seit den Olympischen Sommerspielen 1984
sind die unbequemen Helme sakrosankt.
Hans-Werner Stryak, Liga-Obmann des Deutschen
Box-Verbandes, sagt zu den Verletzungen der Motor-Athleten: "Die Burschen
haben Pech gehabt." Und weiter: "Der Sinn der Helme ist durchaus gegeben.
Die Ärztekommission des Weltverbandes Aiba wird daran nicht rütteln."
Zum Pro und Kontra um den Kopfschutz gehört das
letzte Wort dem Mediziner. "Das Gehirnwasser pendelt im knöchernen Schädel
hin und her. Jeder Treffer auf den ungeschützten Kopf wirkt wie eine kleine
Gehirnerschütterung", so Klaus Dräger. Seit 40 Jahren ist er als Ringarzt
dabei. Die Diskussion um die Abschaffung dürfte er zumindest in den
Motor-Reihen bald beenden. Er ist seit geraumer Zeit Vereinsmitglied des
Zweitligisten.
Märkische Allgemeine
19.01.2005
„Mach jetzt dein Ding!“
BOXEN / MOTOR – STAFFEL
OHNE ERFOLGSDRUCK
DETLEF BRAUNE
Ausgerechnet der große
Kämpfer und Routinier in der Zweitliga-Staffel von Motor Babelsberg
patzte im Spitzenduell gegen MBR Hamm im Autohaus Toyota.
Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz lief in Runde eins zweimal in die
rechte Faust seines Gegners und musste beide Male angezählt werden. Die
anschließende Aufholjagd des Einheimischen, der von einem dicken
Veilchen unter dem linken Auge gezeichnet war, nutzte am Ende nichts.
Auch nicht die 50 Euro Sympathieprämie von PDS-Bundesgeschäftsführer
Rolf Kutzmutz, die der Ringsprecher in einer Kampfpause verkündete.
Rosomkiewicz verlor knapp nach Punkten. "Ich hatte den Kopf in der
Kabine gelassen", entschuldigte sich Rosomkiewicz für seinen
"schläfrigen" Beginn. Immerhin hatte er mit Juri Geis den an diesem
Abend besten Gäste-Akteur vor den Fäustlingen. Der hart schlagende
19-jährige Geis gehört zum Nationalkader.
Als es für die Motor-Staffel durch diese nicht
einkalkulierte Niederlage brenzlig wurde, rissen Anatolij Hoppe und
Vitalius Subacijus mit ihren Siegen doch noch den 13:11-Erfolg aus dem
Feuer. 600 Fans waren aus dem Häuschen. Die Kulisse stimmte also wieder,
nachdem es beim Auftaktkampf gegen Seelze am 18. Dezember erstmals seit
Jahren doch einige Lücken um das Ringgeviert gegeben hatte.
Kenner der Babelsberger Box-Szene hatten indes
nach dem Rosomkiewicz-Kampf einen "Verdacht". Angefeuert wurde der
28-Jährige auch vom Olympia-Dritten von Sydney Sebastian Köber. Der
Schwergewichtler aus Frankfurt (Oder), der 1996 als Junior zwei Kämpfe
für die damals wieder erwachte Motor-Staffel bestritten hatte, wollte
unbedingt seinen langjährigen Freund "Rosi" erleben.
Hielt Rosomkiewicz den kritischen Blicken seines
Kumpels nicht stand? Ähnliches musste David Sprenger gegen Seelze
durchmachen. Der Halbweltergewichtler verlor unter den Augen des
Frankfurter Olympiastützpunkttrainers Karl-Heinz Krüger. Gegen Hamm
schwang sich Sprenger zum besten Motor-Boxer auf. "Der Junge hat viel
Potenzial", anerkannte der Babelsberger Altmeister Konrad Gehn.
Auch Leichtgewichtler Daniel Schulz, der einst
an der Cottbuser Sportschule trainierte, war das Herz in die Hosentasche
gerutscht, sobald ein Klubtrainer auftauchte.
Wie zaubert Motor-Chef Ralph Mantau die Angst
bei den Burschen weg? "Ich habe noch nie zu einem Boxer gesagt: ,Du
musst gewinnen.' Ich versuche lediglich, den Erfolgsdruck von den Jungen
zu nehmen." Mantaus Ratschlag vor dem ersten Gong klingt ganz banal.
"Ich sage nur: ,Mach jetzt dein Ding!'"
Sebastian Köber nennt noch einen Erfolgsgrund
für die Motor-Mannen. "Das Autohaus vermittelt ein tolles Flair. Das
Publikum ist toll, es sitzt nirgendwo beim Amateurboxen in Deutschland
so dicht am Ring."
Diese Atmosphäre hat sich auch in entfernten
Gegenden herumgesprochen. Kürzlich meldeten sich mehrere Boxer aus
Saarlouis, die für Motor in den Ring steigen wollen. Oder ist es nicht
viel mehr Bares, das sie an die Havel zieht? Mantau flunkert nicht: "Auf
keinen Fall. Denn nicht nur Hamm bietet in der zweiten Bundesliga höhere
Aufwandsentschädigungen als wir."
Märkische Allgemeine
17.01.2005
Motor Babelsberg an der
Tabellenspitze
BOXEN / 13:11 ERFOLG GEGEN
HAMM
AXEL EIFERT
Die Amateurboxer von
Motor Babelsberg haben am Sonnabend die Tabellenführung in der 2.
Bundesliga übernommen. Sie setzten sich im Duell der zuvor noch
ungeschlagenen Staffeln gegen den Märkischen Boxring Hamm mit 13:11
durch. Gut 600 Zuschauer, unter ihnen der Olympia-Dritte von Sydney
2000, Sebastian Köber (Frankfurt/Oder), feierten vor allem
Halbweltergewichtler David Sprenger, der bei seinem Punktsieg über den
deutschen Vizemeister Arthur Schmidt die beste Leistung des Abends bot.
Der 21-jährige Sprenger stammt aus Müllrose und streift seit drei Jahren
die Fäustlinge für die Babelsberger über. "David ragte aus unserer auch
heute wieder kompakten Mannschaft noch heraus", freute sich Babelsbergs
Manager und Trainer Ralph Mantau. "Dass wir nach dem dritten Kampftag
ganz oben stehen, damit haben wir nicht gerechnet. Nun wollen wir diese
Position so lange wie möglich verteidigen. Das ist doch ein riesiger
Ansporn für die Truppe."
Für die weiteren Siege der Gastgeber sorgten
Jakov Terskich (Feder), Daniel Schulz (Leicht), Anatolij Hoppe
(Halbschwer) und der Litauer Vitalius Subacius (Schwer), der sich gegen
den für Hamm boxenden deutschen Meister Alexander Povernov nach Punkten
durchsetzte. Den nächsten Kampf bestreitet Babelsberg am 12. Februar
daheim gegen den SV Halle.
Potsdamer Neueste Nachrichten
13.01.2005
„Läuft alles nach Plan“
MOTOR-BOXER EMPFANGEN AM
SONNABEND DEN MBR HAMM – BESETZUNG IM WELTERGEWICHT NOCH OFFEN
HENNER MALLWITZ
Wenn am Sonnabend um 18
Uhr im Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße die Boxer von Motor
Babelsberg im zweiten Heimkampf der Saison den MBR Hamm empfangen, wird
es einer wahrscheinlich am schwersten haben. Neuzugang Vitalius Subacius
muss aller Wahrscheinlichkeit nach gegen Alexander Povernov in den Ring
steigen und trifft dabei auf keinen geringeren als den aktuellen
Deutschen Meister im Schwergewicht.
Bange ist dem Hünen aus Litauen dennoch nicht: „Ich bin fit und gehe
diesmal entspannter in den Kampf als im Dezember gegen Seelze“, so der
siebenfache litauische Meister. Und in der Tat: Gegen den starken Erkan
Teper konnte sich Babelsbergs Schwergewicht zwar letztendlich
durchsetzen, doch stand der Kampf streckenweise auf der Kippe. Nicht
ohne Grund, denn Subacius steckten noch die Kämpfe der litauischen
Meisterschaft in den Knochen, die der Sportstudent aus Kaunas zuvor
absolvieren musste.
Inzwischen hat der 25-Jährige vier Wochen Wettkampfpause gehabt, kommt
morgen früh mit dem Flieger in Schönefeld an und steigt dann gleich ins
Mannschaftstraining ein. „Während der Feiertage habe ich sehr oft mit
seinem Trainer Vidas Bruzas gemailt“, so Motor-Manager Ralph Mantau.
„Inzwischen hat sich zwischen uns fast eine richtige Freundschaft
entwickelt. Sollten wir auch in der kommenden Saison wieder in der
zweiten Liga boxen, wird Vitalius ganz bestimmt wieder für uns in den
Ring steigen.“
So sicher die Sache mit dem Schwergewicht auch ist – im Weltergewicht
plagen den Verein noch einige Sorgen. Denn die schlimme Verletzung, die
sich Alexander Philipp im Kampf gegen Seelze zuzog, blieb nicht ohne
Folgen. Nach einem doppelten Kieferbruch musste der Student den Boxsport
an den Nagel hängen. Seinem Verein bleibt er trotzdem treu und trainiert
nach wie vor den Nachwuchs von Motor Babelsberg. Seit Weihnachten ist
der 25-Jährige wieder aus dem Krankenhaus, trägt zwei Platten im Kiefer
und hatte allein aus diesem Grund selbst ein Einsehen. Am Sonnabend wird
er wieder am Rand sitzen – offiziell verabschiedet wird Alex Philipp
erst beim letzten Heimkampf der Saison.
Indes stehen zwei neue Gesichter in dieser Gewichtsklasse auf der Liste.
Einerseits könnte der 21-jährige Patrick Mittag eingesetzt werden, aber
auch Marco Heymann steht zur Verfügung. Der mittlerweile 33-Jährige
boxte bereits mehrere Jahre für den Verein, hatte dann aus Altersgründen
aufgehört und auf Bitten Mantaus wieder mit dem aktiven Sport begonnen.
„In den vergangenen Wochen hat er durch intensives Training und gesunde
Ernährung sieben Kilo abgenommen und passt nun ideal ins Weltergewicht“,
so der Manager. „Das schwächt natürlich den Körper, und darauf müssen
wir Rücksicht nehmen.“ So wird letztlich die Tagesform entscheiden,
welcher der beiden Weltergewichtler die Sache vor heimischem Publikum
richten wird.
Bei der Mannschaft, so Mantau, laufe indes alles nach Plan: Er wird auch
gegen Hamm wieder auf das bewährte Team setzen. „Alle haben gut
gekämpft, und eine solche Truppe reißt man nicht auseinander“, sagt er.
Mit dem MBR Hamm kommt der ungeschlagene Tabellenführer nach Babelsberg.
Gegen Wismar gelang der Mannschaft zu Hause ein Unentschieden – Motor
schaffte dies als Gast in Mecklenburg. Von Überkreuzvergleichen will
Mantau dennoch nichts wissen.
Der Erfolg der Motor-Truppe zahlt sich inzwischen auch immer mehr aus:
In dieser Woche verdoppelte die Mittelbrandenburgische Sparkasse ihren
Sponsorenbetrag und unterstützt die Boxer nun in vierstelliger Höhe.
Märkische Allgemeine Zeitung
20.12.2004
Motor – Sieg mit Verlusten
BOXEN / 12:11 GEGEN
SEELZE, KAPITÄN PHILIPP ERLEIDET KIEFERBRUCH
AXEL EIFERT
Bis nach dem letzten Gong
mussten die rund 400 Fans am Sonnabend zittern, ehe die gelungene
Heimpremiere für die Amateurboxer von Motor Babelsberg in der 2. Bundesliga
feststand. Erst der eingeflogene Litauer Vitalius Subacius stellte mit
seinem Punktsieg im Schwergewicht über den unbequem zu boxenden Dritten der
deutschen Meisterschaften, Erkan Teper, den 12:11-Erfolg seiner Staffel über
den TuS Seelze sicher.
Zuvor hatten Zuschauer und Gastgeber im Babelsberger
Toyota-Autocenter ein echtes Wechselbad der Gefühle durchleben müssen.
Zunächst war die Stimmung außerordentlich gut, denn Bantamgewichtler Marcel
Schneider und Leichtgewichtler Daniel Schulz sorgten mit ihren Punktsiegen
gegen Nebil Yimam beziehungsweise William dos Santos dafür, dass die
Motor-Boxer trotz der Niederlage von Federgewichtler Jakov Terskisch gegen
Konstantin Wagner jeweils in Führung gingen.
Doch dann neigte sich die Waage auf einmal zu
Gunsten der Gäste aus Seelze. Nach der Niederlage von Halbweltergewichtler
David Sprenger gegen Dennis Dehling rannte Babelsbergs Kapitän Alexander
Philipp im Weltergewichtskampf in einen Konter von Alexander Raynesch. Die
schmerzhafte RSC-Niederlage in Runde eins bedeutete die erstmalige Führung
für die Staffel aus der Kleinstadt bei Hannover. Zudem musste Philipp auch
noch ins Krankenhaus gebracht werden, wo sich der Verdacht auf einen
Unterkieferbruch bestätigte. Als schließlich Motor-Routinier Jörg
Rosomkiewicz im Mittelgewicht mit einem starken Endspurt in Runde vier noch
ein Unentschieden gegen Dimitri Beck sicherte, war klar: Babelsberg musste
die letzten beiden Fights gewinnen, wenn es als Sieger aus dem heimischen
Ring gehen wollte.
Und die beiden schwersten Jungs der Motor-Staffel
stellten einmal mehr ihre Zuverlässigkeit unter Beweis. Zunächst punktete
Halbschwergewichtler Anatolij Hoppe in seinem 100. Kampf den Seelzer
Christian Pawlak recht sicher aus. Und zu guter Letzt ließ sich auch
Vitalius Subacius von Erkan Teper nicht überraschen und sorgte mit einem
einstimmigen Punktsieg für die entscheidenden Babelsberger Zähler. Anatolij
Hoppe freute sich natürlich über ein gelungenes Jubiläum: "Die Mannschaft
hat gewonnen, das ist das Wichtigste. Ich habe gewonnen, alles ist okay."
Erleichtert war auch Motor-Manager und Trainer Ralph
Mantau, dass der erste Heimauftritt in Liga zwei erfolgreich war. "Das waren
aber auch ganz schön verlustreiche Schlachten für uns", spielte er auf den
Jochbeinbruch von Leichtgewichtler Alexander Epstein beim Auftaktkampf in
Mecklenburg (12:12) und nunmehr die Verletzung von Philipp an. Beim
Motor-Kapitän wird abgewartet werden müssen, wie es überhaupt mit seiner
Boxkarriere weitergeht, schließlich hatte er sich gerade wieder von einer
recht schweren Rückenverletzung erholt.
Märkische Allgemeine Zeitung
20.12.2004
Sieg hart erkämpft
BOXEN / BABELSBERG MIT
12:11 ÜBER SEELZE
AXEL EIFERT
Die Amateurboxer von Motor
Babelsberg haben sich mit dem 12:11-Heimsieg am Sonnabend vor etwa 400
Zuschauern gegen den TuS Seelze mit an die Spitze in der 2. Bundesliga
gesetzt. Sie gehören zusammen mit dem MBR Hamm und dem SV Halle zu dem Trio,
das nach zwei Kampftagen jeweils 3:1 Punkte auf dem Konto hat und nur durch
die kleinen Punkte voneinander getrennt ist.
Siegpunkte für die Babelsberger gegen Seelze fuhren
Bantamgewichtler Marcel Schneider, Leichtgewichtler Daniel Schulz,
Halbschwergewichtler Anatolij Hoppe, der seinen 100. Kampf bestritt, sowie
Schwergewichts-Einflieger Vitalius Subacius ein. Der Litauer machte im
letzten Kampf des Abends mit seinem einstimmigen Punktsieg über den Dritten
der deutschen Meisterschaften, Erkan Teper, den Gesamterfolg für die
gastgebende Mannschaft perfekt. Darüber hinaus erreichte der
Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz ein für die Endabrechnung seines Vereins
wichtiges Unentschieden gegen Dimitri Beck.
Beim Babelsberger Erfolg gab es allerdings auch
einen Wermutstropfen. Staffelkapitän Alexander Philipp (Welter) lief im
Kampf gegen Alexander Raynesch in einen Konter und zog sich einen
Unterkieferbruch zu.
Der Tagesspiegel
06.12.2004
„Einäugigkeit der
Punktrichter“
BOXEN / MOTOR - BOXER
HOLTEN PUNKT IN MECKLENBURG
Zum
ersten Mal seit Bestehen der zweiten Bundesliga ist es den Boxern von Motor
Babelsberg am Sonnabend gelungen, beim Boxteam Mecklenburg einen Punkt zu
holen. Das Team von Coach Ralph Mantau trennte sich 12:12, hätte jedoch
seiner Ansicht nach gewinnen müssen. „Die Kampfrichter waren sehr einäugig.“
Vor allem Motors Neuzugang im Schwergewicht, der Litauer Vitalius Sobaucius,
sorgte für eine Lehrvorführung und deklassierte Christian Laarz klar. Im
Leichtgewicht hingegen hatte Alexander Epstein gegen den Griechen Boris
Georgiadis keine Chance und verlor durch RSC in der zweiten Runde. Im
Bantamgewicht setzte sich der Babelsberger Marcel Schneider gegen Xhevdet
Gashi durch, und auch Jakov Terskich hatte Erwis Masha im Federgewicht im
Griff. Die Kampfrichter sahen dies jedoch anders und stimmten für den
Mecklenburger.
Märkische Allgemeine Zeitung
06.12.2004
Auf die schweren Jungs ist
Verlass
BOXEN / ZWEITLIGIST
BABELSBERG ÜBERRASCHT MIT PUNKTGEWINN IN MECKLENBURG
AXEL EIFERT
Die
schwarze Serie ist durchbrochen: Ausgerechnet bei ihrer Premiere in der 2.
Bundesliga gelang den Amateurboxern von Motor Babelsberg am Sonnabend beim
12:12-Unentschieden auswärts beim Boxteam Mecklenburg der erste Punktgewinn
überhaupt. In Oberligazeiten hatten die Potsdamer dort immer verloren.
Und es hätte fast sogar noch mehr sein können. Denn bei der denkbar knappen
29:30-Punktniederlage nach der Computerwertung von Alexander Philipp gegen
Sebastian Sonntag wäre durchaus ein Sieg von Philipp denkbar gewesen. Doch
Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau sah es von der positiven Seite: "Das
war ein gelungener Auftakt, auf den wir aufbauen können. Alle unsere Boxer
haben ein großes Kämpferherz bewiesen."
Vor allem auf die schweren Babelsberger Jungs war wieder Verlass. Jörg
Rosomkiewicz (Mittel) mit dem RSC- Sieg in Runde vier über Andreas Schmidt,
Anatolij Hoppe im Halbschwer mit dem 28:23-Punktsieg über den DM- Dritten
Frank Blümle und der litauische "Joker" Vitalius Subacius, der Christian
Laarz im klar mit 30:16 beherrschte, machten mit ihrer Erfolgsserie den
Punktgewinn perfekt. Der 25-jährige Schwergewichtler war ganz kurzfristig
von den Babelsbergern verpflichtet worden, weil Alex Melcher nach einer
Leistenoperation noch einige Wochen ausfällt.
Den vierten Babelsberger Sieg holte im Bantamgewicht der deutsche
Vizemeister Marcel Schneider mit 37:13 gegen Xhevdet Gashi. Einen beherzten
Fight lieferte auch David Sprenger (Halbwelter) ab, der gegen Mecklenburgs
Top-Mann Martin Dreßen erst nach einer Verwarnung in der dritten Runde die
Linie verlor und mit 28:46 unterlag. Mit Spannung fiebern die Babelsberger
nun dem ersten Heimkampf entgegen. Am 18. Dezember erwarten sie den TuS
Seelze, der beim SV Halle ebenfalls 12:12 unentschieden boxte.
Märkische Allgemeine Zeitung
18.10.2004
BOXEN/ MATHIAS KAISER
VERLIERT KNAPP/ SECHS BRANDENBURGER SIEGE GEGEN SACHSEN
Alle Wünsche aus Sicht
der Gastgeber sind bei der Qualifikation zur deutschen Meisterschaft der
Amateurboxer am Sonnabend in Potsdam gegen Sachsens Faustkämpfer zwar
nicht in Erfüllung gegangen. Insgesamt können die Verantwortlichen von
Motor Babelsberg aber zufrieden sein. Mit Leichtgewichtler Daniel
Schulz, der gegen den Eilenburger Steffen Sparborth mit 31:29 nach
Punkten gewann, schaffte ein Kämpfer des Gastgebervereins den Sprung zur
Deutschen Meisterschaft, die vom 18. bis 20. November in Riesa
stattfindet. Mittelgewichtler Mathias Kaiser lieferte dem
erstligaerfahrenen Alexander Golombek (Chemnitz) zwar lange ein
ausgeglichenes Duell, musste am Ende aber dem stärkeren Sachsen mit
21:29 den Sieg überlassen.
"Unsere Erwartungen sind mit den sechs Siegen
gegen Sachsen erfüllt worden. Und dass mit Matthias Platzeck der
Ministerpräsident die gesamten vier Stunden alle Kämpfe interessiert
verfolgte, ist ja auch nicht alltäglich", sagte Lothar Heine (Cottbus),
Präsident von Brandenburgs Amateur-Box-Verband.
Er spielte darauf an, dass mit Stefan und
Sebastian Köber (beide Frankfurt/Oder) sowie Enrico Wagner und Sebastian
Grothe (beide Cottbus) bereits vier deutsche Auswahlboxer aus
Brandenburg für die Titelkämpfe in Riesa gesetzt sind.
Der Babelsberger Daniel Schulz hatte 1998 in
Cuxhaven für den BC Cottbus schon einmal eine Bronzemedaille bei
Deutschen Meisterschaften gewonnen. "Damals habe ich zwei
Gewichtsklassen tiefer geboxt. Jetzt im Leichtgewicht ist die Konkurrenz
doch viel stärker", so der 24-Jährige, der trotz des Sieges über
Sparborth nicht ganz zufrieden war. "Erst ab der dritten Runde habe ich
richtig angefangen zu boxen", meinte Schulz. In Riesa eine Medaille zum
Ziel gesetzt hat sich "Fliege" Thomas Märkisch (Cottbus), der vorige
Saison regelmäßig in Babelsbergs Oberligastaffel boxte. "Die Chancen
haben sich vergrößert, nachdem der Olympiadritte Rustam Rachimov ins
Bantamgewicht hoch gegangen ist", sagte Märkisch nach seinem klaren
37:18-Sieg über Andras Papp (Ludwigsfelde).
Märkische Allgemeine Zeitung
14.10.2004
Zehn Tickets zu vergeben
BOXEN/
Um exakt zehn Fahrkarten zu
den 82. Deutschen Meisterschaften der Amateurboxer, die vom 18. bis 20.
November in Riesa stattfinden, geht es am Sonnabend beim Regionalausscheid
der besten Faustkämpfer Brandenburgs und Sachsens im Babelsberger
Toyota-Autohaus (Großbeerenstraße). Zum ersten Gong, der um 18 Uhr (Einlass
17 Uhr) ertönt, erwarten die Ausrichter von Motor Babelsberg prominenten
Besuch, Ministerpräsident Matthias Platzeck hat sich zum zweiten Mal
bei den Potsdamer Amateurboxern einen Zuschauerplatz reservieren lassen.
Der gastgebende Verein wird zwei heiße Eisen im
Feuer haben. Daniel Schulz trifft im Leichtgewicht auf Steffen Sparborth vom
BSV Eilenburg. Und im Mittelgewicht bekommt es Mathias Kaiser mit Alexander
Golombek vom BC Chemnitz 94 zu tun, der immerhin in der vorigen Saison in
der 1. Bundesliga boxte. Auf eine Prognose, wer den Sprung nach Riesa
schaffen könnte, wollte sich Motor-Trainer und -Manager Ralph Mantau noch
nicht einlassen. "Schulz-Gegner Sparborth ist für uns eine unbekannte Größe.
Da werden wir wohl erst in der ersten Runde sehen, was auf uns zukommt. Von
Golombek wissen wir, er ist ein Wühler. Wenn Mathias es schafft, ihn auf der
langen Distanz zu halten, hat er Siegchancen."
Mit Fliegengewichtler Thomas Märkisch (BC Cottbus),
Bantamgewichtler Marcel Schneider (KSV Fürstenwalde) und möglicherweise
Halbweltergewichtler David Sprenger (BC Frankfurt) kämpfen drei weitere
Boxer um das Meisterschaftsticket, die in den vergangenen Jahren für die
Oberligastaffel von Motor Babelsberg in den Ring geklettert sind. Märkisch
trifft in einem Brandenburger Duell auf Andras Papp (RF Ludwigsfelde), weil
die Sachsen das Fliegengewicht nicht besetzen können. Der ins Bantamgewicht
aufgestiegene Juniorenmeister Schneider ist klarer Favorit gegen Patrick
Henschel (1. BC Makranstädt). Und für Sprenger gibt es vor dem möglichen
Kampf am Sonnabend noch einen internen Brandenburger Ausscheid mit Sebastian
Westphal (BC Cottbus), bei dem der Gegner für Thomas Möbus (BC Chemnitz 94)
ermittelt wird.
Sportwart Detlef Jentsch (Cottbus) vom
brandenburgischen Amateur-Box-Verband erwartet, dass sich in den neun
Vergleichen mit Sachsen mindestens fünf Brandenburger für Riesa
qualifizieren. Dazu kommt der Sieger im Fliegengewicht und die für die
Meisterschaften bereits gesetzten Titelverteidiger Enrico Wagner
(Leicht/Cottbus), Stefan Köber (Schwer) und Sebastian Köber
(Superschwer/beide Frankfurt) sowie der DM-Dritte Sebastian Grothe
(Halbschwer/Cottbus). "Eigentlich wäre auch Marcel Schneider für das
Fliegengewicht gesetzt, aber weil er jetzt eine Klasse höher boxt, muss er
sich qualifizieren", so Jentsch.
Zuvor stehen einige interessante Rahmenkämpfe auf
dem Programm. "Aller Wahrscheinlichkeit gibt es auch einen Federgewichtler
aus Dänemark zu sehen, der vielleicht für uns in der 2. Bundesliga boxen
wird", sagte Ralph Mantau.
Märkische Allgemeine Zeitung
02.10.2004
Tickets nach Riesa zu
vergeben
BOXEN/ REGIONALAUSSCHEID
MIT SACHSEN
AXEL EIFERT
Bis zum Beginn der 2.
Bundesliga am 4. Dezember ist für die Babelsberger Amateurboxer zwar
noch etwas Zeit, doch bereits vorher wird es für einige Motor-Kämpfer im
heimischen Ring ernst. Denn der Regionalausscheid zwischen den besten
Faustkämpfern Brandenburgs und Sachsens, deren Sieger sich für die 82.
deutschen Meisterschaften vom 18. bis 20. November in Riesa
qualifizieren, wurde an die Potsdamer vergeben. Dieser Ausscheid findet
am 16. Oktober im Babelsberger Toyota-Autohaus (Großbeeren-/Neuendorfer
Straße) statt, wo in den vergangenen Jahren Motors Oberliga-Staffel
immer ihre gut besuchten Heimkämpfe austrug.
Die Gastgeber werden gegen Sachsen zwei heiße
Eisen im Feuer haben. "Für uns steigen dann Daniel Schulz im
Leichtgewicht und Matthias Kaiser oder Jörg Rosomkiewicz im
Mittelgewicht in den Ring", so Motor-Trainer und -Manager Ralph Mantau.
Der mehrmalige deutsche Vizemeister Rosomkiewicz (ehemals BC
Frankfurt/Oder) zog kürzlich nach Potsdam um, arbeitet bei seinem
Sponsor in der Landeshauptstadt und wurde auch Vereinsmitglied bei Motor
Babelsberg. Eigentlich hatte sich vor einigen Tagen in Velten auch
Weltergewichtler Alexander Philipp als Landesmeister für den
Regionalausscheid qualifiziert. Er wird dort aber nicht boxen, weil er
zum Meisterschaftstermin im November an den
Studenten-Weltmeisterschaften in der Türkei teilnimmt.
Auch Superschwergewichtler Alex Melcher sollte
in Velten um den Landestitel kämpfen, musste dann aber seinen Start
kurzfristig wegen einer recht schweren Leistenzerrung absagen. "Wir
wollen den Fans am 16. Oktober eine sehr gut organisierte Veranstaltung
bieten, um natürlich Werbung für unsere erste Saison in der 2.
Bundesliga zu machen", sagte Mantau.
Für die Liga stehen inzwischen die Besetzung und
die Termine fest. Gegner der Babelsberger in der Sechser-Staffel werden
das Boxteam Mecklenburg, der BC Ringfrei Mülheim, TuS Seelze (bei
Hannover), der SV Halle und der MBR Hamm sein. Zum Auftakt am 4.
Dezember müssen die Motor-Kämpfer zunächst auswärts bei den
Mecklenburgern antreten. Der erste Heimkampf in der neuen Liga steigt
dann am 18. Dezember gegen die westfälische Staffel vom MBR Hamm.
29.09.2004
Motor boxt in der 2.
Bundesliga
POTSDAM. Jetzt ist es so weit: Der SV Motor Babelsberg boxt in der 2.
Bundesliga. Nach dem tollen Abschneiden in der vergangenen Saison, wird es
somit auch in der Saison 2004/2005 wieder hochklassigen Boxsport in
Babelsberg im TOYOTA - Autocenter zu sehen geben.
An den Start geht Motor in einer sechsköpfigen Gruppe mit dem MBR Hamm, SV
Halle/Saale, Boxteam Mecklenburg, BC Ringfrei Mülheim, und dem TUS Seelze.
Saisonstart für die neue Bundesliga-Staffel der Motor-Boxer wird am ersten
Kampftag (4./5. Dezember) auswärts beim Boxteam Mecklenburg sein, zum
zweiten Kampftag (18./19. Dezember) empfangen die Mantau-Schützlinge den MBR
Hamm.
Die
neue Motor-Bundesliga-Staffel nimmt schon Formen an. Rund um die Motor-Boxer
Daniel Schulz, Alexander Philipp, Mathias Kaiser, Jörg Rosomkiewicz,
Anatolij Hoppe und Alex Melcher wird eine schlagkräftige Staffel aufgebaut.
MM
Märkische
Allgemeine Zeitung
05.04.2004
Zu Hause
weiter eine Macht
BOXEN /
BABELSBERGER SICHERN MIT 12:10 ÜBER MECKLENBURG PLATZ DREI
AXEL EIFERT
Viel
Prominenz tummelte sich am Sonnabend beim letzten Heimkampf der
Amateurboxer von Motor Babelsberg in der Oberliga A gegen das Boxteam
Mecklenburg am Ring des Toyota-Autocenters. Selbst Ministerpräsident
Matthias Platzeck saß in der ersten Reihe und wollte sich wohl ansehen,
wie er demnächst vielleicht schwierige politische Entscheidungen
durchboxen kann. Oder interessierte er sich gar für neue Varianten des
bevorstehenden Wahlkampfes? Egal, jedenfalls sah das Landesoberhaupt in
einer wieder sehr gut gefüllten Kampfstätte viele hochklassige und
spannende Duelle.
Am Ende konnten die Gastgeber jubeln. Auch wenn sie einige bange
Augenblicke zu überstehen hatten, gewannen die Babelsberger knapp mit
12:10. Da sich ebenfalls am Sonnabend die Teams vom Boxring Hertha BSC
II und Mülheimer BC mit einem Unentschieden trennten, steht bereits vor
dem letzten Kampftag Platz drei für die Babelsberger in der Oberliga A
fest. "Damit haben wir unser Ziel erreicht. Wir haben gezeigt, dass wir
auch mit den Teams in der höheren Leistungsklasse mithalten können",
freute sich Motor-Manager und - Trainer Ralph Mantau.
Wieder einmal zeigte sich, dass die kurzfristige Verpflichtung von
Schwergewichtler Alex Melcher ein absoluter Glücksgriff für die
Babelsberger war. Als vor dem letzten Fight des Abends die Frage stand,
Remis oder Sieg für die Gastgeber, wies der Mann, der schon mit den
Klitschko-Brüdern zum Sparring im Ring stand (Melcher: "Das ist aber
schon längere Zeit her"), gegen David Wilcken ein weiteres Mal seine
Stärke nach. Nach mehreren schweren Rechten kam in der zweiten Runde aus
der Ecke des Mecklenburgers das Handtuch zum Zeichen der Aufgabe. "Jetzt
noch der letzte Oberliga-Kampf in Berlin, und nächstes Jahr boxe ich
natürlich auch wieder für Babelsberg", sagte Melcher. Nach dieser Zusage
konnten die Potsdamer dessen verdienstvollen Vorgänger René Fiebig mit
allen Ehren in den boxerischen Ruhestand verabschieden.
Dennoch lief beim letzten Heimkampf der Saison aus Gastgebersicht nicht
alles planmäßig. So ging Leichtgewichtler David Sprenger gegen Boris
Georgiadis in der zweiten Runde schwer K.o. Halbschwergewichtler
Anatolij Hoppe sah sich einem sehr beweglichen Juniorenmeister Rene
Krause gegenüber und erhielt ein schmeichelhaftes Unentschieden
zugesprochen. Auch im Mittelgewicht mühte sich Jörg Rosomkiewicz zu
einem Remis gegen Frank Blümle, der ebenfalls Juniorenmeister ist. Zum
Glück hatten vorher Thomas Märkisch (Bantam), Jakov Terskich (Feder) und
Patrick Mittag (Halbwelter) mit ihren Siegen den Grundstein für den
Gesamterfolg gelegt.
Potsdamer
Neueste Nachrichten
05.04.2004
„Die
kommen schnell zur Sache“
Alex Melcher
sicherte mit seinem dritten Sieg im dritten Kampf den Sieg für Motor
Babelsberg gegen BT Mecklenburg
HENNER
MALLWITZ
Ein
Abend, an dem einfach alles stimmte. Das gut gefüllte Toyota-Autohaus,
die Stimmung im Publikum, das strippende Nummerngirl Nicole und nicht
zuletzt natürlich das 12:10 gegen das Boxteam Mecklenburg, mit dem sich
die Oberliga-Boxer von Motor Babelsberg am Sonnabend den dritten
Tabellenplatz im letzten Heimkampf der Saison sicherten.
Ministerpräsident Matthias Platzeck gab den Athleten erstmals die Ehre
und war sichtlich angetan von deren Leistung. „Ich habe lange keinen
Amateurboxkampf mehr gesehen“, gestand er. „Im Gegensatz zu den Profis
kommen die allerdings schneller zur Sache.“
In der Tat: Schon im ersten Kampf zeigte Thomas Märkisch, wer Herr im
Ring ist. Gegen Xevdet Gashi setzte sich der Bantamgewichtler souverän
durch – ebenso wie Jakov Terskisch, der anschließend im Federgewicht
Tino Haute schon in der ersten Runde durch K.o. besiegte. Viele
Hoffnungen lagen nun auf David Sprenger. Der Leichtgewichtler hatte noch
keinen Kampf für Motor verloren, führte gegen Boris Georgiadis auch
souverän nach Punkten und stand am Ende nach einem Kinnhaken nicht mehr
auf. Besonders bitter für den Motor-Boxer, denn durch die Niederlage
wurde ihm eine vierwöchige K.o.-Sperre auferlegt. Dadurch ist er beim
letzten Kampf gegen Hertha II nicht dabei, und auch die Quali für die
Deutschen Meisterschaften ist passé.
Patrick Mittag stellte schließlich mit seinem Sieg die alte Ordnung
wieder her: Im Halbweltergewicht bezwang der 20-Jährige seinen
Kontrahenten Stefan Alms deutlich nach Punkten. „In Wismar hatte er mich
bezwungen, ich wollte die Revanche unbedingt“, sagte der Kfz-Schlosser
aus Frankfurt/ Oder nach dem Kampf. „Der Druck, unbedingt siegen zu
müssen, hat doch ganz schön auf mir gelastet.“ Eine Erklärung für die
Niederlage im Hinkampf gab es allemal: Für ihn war es der erste Einsatz
nach seiner anderthalbjährigen Verletzungspause. Im Länderkampf gegen
Litauen hatte sich Mittag, der inzwischen vier Motor-Kämpfe bestritten
hat, den Mittelhandknochen gebrochen.
Serdar Kahraman hatte sich für seinen Kampf ebenfalls viel vorgenommen,
doch der Weltergewichtler konnte gegen Nationalkader Fabian Nitsche
nicht viel ausrichten. „Die erste Runde hat er eindeutig verschlafen“,
urteilte Trainer Ralph Mantau nach dem Fight. Über ein Unentschieden kam
auch Jörg Rosomkiewicz nicht hinaus. Seinen Gegner Frank Blümle hatte
der Mittelgewichtler in Wismar zwar besiegt, diesmal blieb der
Motor-Boxer jedoch klar unter seinen Möglichkeiten. Ebenso wie Anatolij
Hoppe, der im Halbschwergewicht gegen René Krause ebenfalls nur ein
Unentschieden heraus holte. „Irgendwie komme ich mit dem Erwartungsdruck
des Publikums nicht zurecht“, gestand er ein. „Ein Unentschieden ist
nichts. Für mich gibt es nur Sieg oder Niederlage.“
So hing beim Stand von 10:9 wieder einmal alles an Neuzugang Alex
Melcher. Ein Sieg des Schwergewichtlers musste her, um den Kampfabend zu
gewinnen. Selbstbewusst ging der Kickboxer in den Ring und stieß auf
erheblichen Widerstand von David Wilcken. „Es war schon erstaunlich, wie
er nach einem vollen Schlag wieder auf mich losging“, so Melcher.
Letztlich war es jedoch nur eine Frage der Zeit – aus der Roten Ecke kam
das Handtuch geflogen: Sieg für Motor Babelsberg. Wie bereits vor einem
Monat bei seinem ersten Kampf war Melcher somit abermals das Zünglein an
der Waage.
Am 17. April müssen die Motor-Boxer zum letzten Kampf der Saison in
Berlin antreten. „Der dritte Tabellenplatz ist uns jedoch schon sicher,
und damit haben wir unser Ziel klar erreicht“, sagte Mantau, der mit
seinem Team allein den Klassenerhalt in der Oberliga A sichern wollte.
„Nicht allein dieser letzte Heimkampf war eine gute Werbung für den
Boxsport in Potsdam.“
Potsdamer
Neueste Nachrichten
01.04.2004
Mister
Zuverlässig
Anatolij
Hoppe steht in Babelsberg für Kontinuität
JAN
BRUNZLOW
Auf
Anatolij Hoppe konnten sich die Babelsberger Boxer in dieser Saison
verlassen. Fünf Mal trat der Hamburger in den Ring, fünf Mal gewann er.
Zuletzt sogar durch einen Knockout in Runde zwei. Und dennoch ist seine
Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm mit einer Niederlage in der aktuellen
Oberliga A behaftet.
Als Hoppe am 24. Januar nicht gegen das Boxteam Mecklenburg antreten
konnte, ging der Punkt an die Gastgeber, der Kampfabend mit 14:10
ebenso. Nun steht die Revanche an: am Samstag ab 18 Uhr heißt es im
Toyota-Autohaus Großbeerenstraße Motor gegen Mecklenburg – und diesmal
steht Hoppe im Ring. „Ich kenne meinen Gegner noch nicht“, erklärt der
derzeit arbeitssuchende Boxer aus der Hansestadt. Daher werde er Trainer
und Manager Ralph Mantau anrufen und sich in einem Gespräch auf den
Gegner einstellen. Im Hinkampf hieß dieser Lukas Schulz. Einer, den
Hoppe schlagen kann, so Mantau. Denn er plant bei seinen Zahlenspielen
vor dem Kampfabend, in denen er rechnet, wer gewinnen und verlieren
könnte, stets den Sieg des seit drei Jahren für Motor boxenden
Halbschwergewichtlers ein. Und auch Hoppe, der von Babelsberg ein
langfristiges Angebot erhielt, darüber nach eigenen Aussagen aber noch
nicht entschieden hat, sieht seine Zukunft in der Bundesliga. „Von mir
aus ja, aber die Mannschaft ist noch nicht so weit“, sagt der fünffache
Hamburger Meister und Dritte der Deutschen Meisterschaften. Derzeit
kämpft er mit Motor in der 2. Liga, der Oberliga A. Vom Aufstieg spricht
man beim Tabellendritten in dieser Saison nicht.
Als Hoppe zuletzt die
Bronzemedaille bei den nationalen Titelkämpfen holte, war Mantau froh,
ihn unter Vertrag zu haben. Ein Dutzend Angebote flatterten dem
stemmigen jungen Mann ins Haus, zu Verhandlungen kam es aber nie. Am
Samstag nun schaut gar Hagen Doering von Profi-Promoter Wilfried
Sauerland bei Hoppes Kampf in Babelsberg vorbei – Zusammenhänge soll es
dabei aber nicht geben.
„Babelsberg ist gut“, sagt Hoppe, der gerne nach Potsdam ziehen würde,
aber familiär in der Hansestadt gebunden ist. Er gehört zu den
Leistungsträgern im Team, das haben auch die Fans im Babelsberger
Boxodrom bisher honoriert. Und er sieht sich mit 26 Jahren noch nicht am
Ende seiner Leistungsstärke - Deutscher Meister würde er gerne werden.
Und am Samstag gegen den Tabellenzweiten Mecklenburg gewinnen.
Märkische
Allgemeine
26.02.2004
Problem im
Schwergewicht zu lösen
BOXEN / DIE
STAFFEL VON MOTOR BABELSBERG WILL SICH GEGEN MÜLHEIM AUF PLATZ DREI KÄMPFEN
AXEL EIFERT
Deutschlands beste Amateurboxer kämpfen derzeit in Pula/Kroatien bei den
Europameisterschaften um die Olympiatickets nach Athen. Aus
Brandenburger Sicht verläuft die EM alles andere als verheißungsvoll,
denn mit Enrico Wagner (Cottbus) und Sebastian Köber (Frankfurt/Oder)
sind die Teilnehmer aus den hiesigen Boxhochburgen vorzeitig
ausgeschieden. Die besten Amateure dümpeln damit weiter nur vor sich
hin, denn wegen der Olympiavorbereitungen dürfen sie laut
Verbandsbeschluss nicht ins Ligageschehen der Faustkämpfer eingreifen,
was den Bekanntheitsgrad unter heimischen Fans nicht gerade erhöht.
Babelsberger blicken interessiert auf die EM
Babelsbergs Boxer in der Oberliga A waren in der laufenden Saison davon
noch nicht direkt betroffen, denn sie haben keinen
Nationalmannschaftskader in ihren Reihen. Aus Interesse geht ihr Blick
natürlich auch immer wieder zur EM, aber das Hauptaugenmerk liegt auf
dem Heimkampf am Sonnabend (18 Uhr im Toyota-Autocenter Großbeeren-/Ecke
Neuendorfer Straße) gegen den Mülheimer BC.
"Zuletzt gegen Hertha BSC II haben wir den ersten Saisonsieg
eingefahren. Gegen Mülheim soll nun die erste erfolgreiche Revanche
folgen. Dann wären wir in der Tabelle Dritter, das ist unser Ziel",
blickte Motor-Manager und -Trainer Ralph Mantau voraus. Im Hinkampf in
Mülheim waren die Babelsberger zum Saisonauftakt etwas unter Wert mit
10:14 bezwungen worden.
"Der Stamm steht. Wir haben sechs Leute, die definitiv gegen Mülheim in
den Ring steigen werden", sagte Mantau gestern nach einer
Trainingseinheit. Dass dies die Siegboxer vom Kampf gegen Hertha BSC
sein werden, ist sicher kein Geheimnis. In Bantamgewicht wird also
wieder Thomas Märkisch boxen, da Marcel Schneider am Wochenende beim
Junioren-Länderkampf in England dabei sein wird. Mantau: "Das ist aber
kein Problem. Thomas Märkisch hat zuletzt deutlich ansteigende Form
bewiesen."
Zwei andere Gewichtsklassen haben sich in den vergangenen Tagen als
Problem der Babelsberger herausgeschält. Das eine im Weltergewicht, oder
besser dem neuen Limit bis 69 kg, ist seit gestern gelöst. "Matthias
Kaiser hat zuletzt gut trainiert. Ihm fehlt nur noch ein Kilo an 69, das
ist bis Sonnabend locker zu schaffen", berichtete Mantau, dem allerdings
das Schwergewicht Kopfzerbrechen bereitet.
Pole Towarnicki fällt mit Daumenbruch aus
Denn der polnische Gastboxer Michal Towarnicki brach sich beim
Auswärtskampf in Dorf Mecklenburg den Daumen und fällt wohl für den Rest
der Saison aus. Und Rene Fiebig, über viele Jahre Leistungsträger der
Babelsberger in der obersten Klasse, verlor gegen die Berliner nach
mehreren Niederschlägen vorzeitig. "Rene hat den Kampf aus der Kalten
gemacht und sich praktisch von mir dazu überreden lassen. Vor der Saison
hatte er ja angekündigt, aus Alters- und Berufsgründen nur noch bedingt
zur Verfügung zu stehen. Wir wollen ihm das nicht noch einmal antun,
zumal er einen solchen Abschied vom Potsdamer Publikum auf Grund seiner
Verdienste nicht verdient hat", sagte Mantau.
Ein neuer Mann fürs Schwergewicht war bisher nicht aufzutreiben. "Ich
habe alle Leute, die ich kenne im In- und auch Ausland angerufen, aber
bisher war nichts zu machen. In Dänemark hätten sie einen gehabt, aber
der ist zur EM in Pula und konnte dort wegen einer Bindehautentzündung
nicht boxen", so Mantau.
Ein anderer Schwergewichtler sitzt derweil zu Hause in Frankfurt (Oder)
und darf nicht: Stefan Köber, jüngerer Bruder von Sebastian Köber und
aktueller deutscher Meister. "Ich habe mit seinem Trainer Karl-Heinz
Krüger telefoniert. Von ihnen aus würden sie boxen. Aber es führt kein
Weg in die Liga rein, weil Stefan zum deutschen Olympiakader gehört.
Bundestrainer Helmut Ranze macht da keine Ausnahme", erläutert Mantau.
Nun wird ernsthaft über ein Comeback des Cottbusers Alexander Herzog
nachgedacht, der vor zwei Jahren letztmals für Motor boxte. Mantau: "Ich
werde das Problem lösen, ich weiß nur noch nicht wie. Auf alle Fälle
müssen wir bis zum Schwergewicht den Sieg gegen Mülheim in Sack und
Tüten haben."
Potsdamer
Neueste Nachrichten
26.02.2004
Warten auf
Revanche
Motor-Boxer empfangen am Sonnabend Mülheim
HENNER
MALLWITZ
„Jetzt
rollen wir das Feld von hinten auf“, ließ ein überaus gut gelaunter
Ralph Mantau vor zwei Wochen im Toyota-Autohaus verlauten. Die Freude
des Managers der Boxer vom SV Motor Babelsberg war berechtigt, denn kurz
zuvor hatten seine Jungs die Berliner Herthaner aus dem Ring gefegt. Den
in heimischen Gefilden begonnenen Siegeszug will der Chef beibehalten.
Sein Team sei nach dem Erfolg über die Berliner Konkurrenz motivierter
denn je, und trotzdem stünden die Erfolgschancen auch gegen den Boxring
Ringfrei Mülheim am Sonnabend ab 18 Uhr vor dem Kampf wie immer bei
50:50, meint er.
Doch Mantau kann den Gegner einschätzen – nicht zuletzt aus dem Hinkampf
kennt er die Mannschaft. „In Mülheim haben wir unglücklich verloren,
weil zwei unserer Punktegaranten versagten“, erinnert sich der
Unternehmer nur ungern an das 13:11 vom 29. November vergangenen Jahres.
Damals hatte Mittelgewichtler Jörg Rosomkiewicz „reichlich enttäuscht“;
er verlor seinen Kampf gegen Ruslan Sagimbajew ebenso wie Andreas
Hergett (Bantam) gegen Salih Yilderim.
Statt Hergett wird diesmal Matthias Kaiser wieder in den Ring steigen:
„Alle Hoffnungen“, so der Manager, „liegen auf ihm.“ Dass Rosomkiewicz
seine Leistung aus dem Hinkampf nur noch steigern kann, stellte er
bereits gegen Hertha unter Beweis.
Neben ihm und Kaiser werden auch Thomas Märkisch, David Sprenger und
Anatolij Hoppe gegen die Mülheimer antreten. Gerade Hoppe dürfte dabei
wieder in die Rolle des Punktegaranten schlüpfen, wuchs er doch in den
vergangenen beiden Jahren bei Motor über sich hinaus. Die zeitaufwendige
Fahrt von seiner Heimatstadt Hamburg nach Potsdam nimmt er gern auf
sich: „Im Motor-Team fühle ich mich sehr wohl“, bekennt der sympathische
Halbschwergewichtler.
Es könnte also alles locker angegangen werden, wenn da neben der Frage
nach der Besetzung des Federgewichtes – wahrscheinlich wird Konstantin
Klatt boxen – nicht die weitaus kompliziertere nach einem geeigneten
Mann fürs Schwergewicht stünde. Denn die Verpflichtung von Michal
Torwanicki erwies sich im Nachhinein kaum als gewinnbringend. Mit einem
gebrochenen Daumen wird er auch diesmal nicht boxen können, und René
Fiebig soll nach seinem K.o.-Gang gegen Hertha nicht noch einmal
verheizt werden.
Die Überzeugungsgabe des Managers ist bekannt, und so wundert's auch
kaum, dass sich nach einem langen Telefonat Alexander Herzog gestern
nach zweijähriger Pause entschloss, nun das Training wieder aufzunehmen.
Am Sonnabend boxt er zwar noch nicht: „Bald aber ist er unser Mann fürs
Schwere.“ Wenn die Motor-Boxer Mülheim schlagen, haben sie den dritten
Platz und somit das Saisonziel erreicht. Mit einem neuen
Schwergewichtler, so Mantau, sollte aber auch Platz zwei noch möglich
sein.
Karten für das Boxspektakel im Toyota-Autohaus an der Großbeerenstraße
gibt es unter anderem an den Tankstellen Elf (Großbeerenstraße), BP und
Aral (Gerlachstraße) sowie im Toyota-Autohaus.
Märkische
Allgemeine Zeitung
16.02.2004
Den Bock
umgestoßen
BOXEN /
14:10 GEGEN HERTHA BSC II: ERSTER SAISONSIEG FÜR DIE MOTOR-STAFFEL
AXEL
EIFERT
Ralph
Mantau fühlte sich am Samstagabend nach dem letzten Gong bestätigt. "Ich
habe doch immer gesagt, dass wir in der Oberliga A, die ja eigentlich
die 2. Bundesliga ist, mithalten können", äußerte der Manager und
Trainer der Boxer von Motor Babelsberg nach dem recht überzeugenden
14:10-Heimerfolg über die Staffel vom Boxring Hertha BSC Berlin II. Mit
diesem ersten Saisonsieg im vierten Auftreten verließen die Potsdamer
Faustkämpfer auch den letzten Tabellenplatz und rückten auf Rang vier
vor.
"Das wird Auftrieb geben", äußerte Mantau mit Blick auf den nächsten
Heimkampf, der schon am 28. Februar gegen den Mülheimer BC folgt. Denn
dabei rechnen sich die Babelsberger gute Chancen auf den nächsten Erfolg
aus, mit dem sie weiteren Boden gutmachen würden. Mantau: "Mit Ausnahme
des KSV Demmin, der die mit Abstand stärkste Mannschaft der Liga ist,
können wir alle anderen Gegner schlagen."
Fast durchweg erkannte Babelsbergs Boxchef, dass "unsere Jungs
hochklassige Fights abgeliefert haben". Das ging schon gleich im ersten
Kampf im Bantamgewicht los, wo der frühere deutsche
Fliegengewichtsmeister Thomas Märkisch zeigte, dass er sich wieder auf
dem aufsteigenden Ast befindet. Im brandenburgischen Duell mit dem für
Berlin boxenden Ludwigsfelder Andras Papp setzte sich der 22-jährige
Schützling von Trainer Peter Kuss souverän nach Punkten durch. Papp,
selbst ehemaliger deutscher Meister im Halbfliegengewicht, sollte in
dieser Saison eigentlich für Babelsberg boxen. Doch Hertha und Motor
einigten sich vor kurzem über einen Tausch. Die Berliner suchten einen
Mann fürs Bantamgewicht und bekamen ihn von den Babelsbergern. Im
Gegenzug kam Serdar Kahraman von den Hauptstädtern nach Potsdam, weil
hier noch einen Kämpfer für das Limit bis 64 kg gesucht wurde. Und
dieser Kahraman wuchs am Sonnabend über sich hinaus, auch wenn bei
seinem Punktsieg über den favorisierten Ilja Sperling der Heimbonus eine
gewisse Rolle spielte.
So stand in der Pause der Motor-Erfolg praktisch schon fest, weil auch
Jakov Terskisch (Feder) gegen Michael Feldner und David Sprenger
(Leicht) gegen Thomas Gebhardt Sieg