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Märkische Allgemeine Zeitung
12.04.2010
Subacius glückt Revanche, aber Babelsberg verliert gegen
Velbert 10:13
BOXEN:
Sieger mit gesenktem Haupt
von DETLEF BRAUNE
Mit gesenktem Kopf verließ Vitalius
Subacius am Sonnabend den Boxring im
Potsdamer Autohaus Toyota. „A very
bad fight“, murmelte der
Schwergewichtler von Motor
Babelsberg. Ihm gelang zwar mit
12:10 Punkten die Revanche gegen
Erkan Teper vom Velberter BC, doch
mit dem schwachen Kampf beendete er
auch die unglückliche Vorstellung
des Gastgebers. Motor verlor vor nur
300 Zuschauern in der
Internationalen Box-Bundesliga gegen
den Titelverteidiger mit 10:13.
Damit steht Velbert vorzeitig zum
neunten Mal als Meister fest. Die
Westdeutschen (10:0 Punkte) treten
am Sonnabend noch bei Hertha BSC
(7:3) an. Die Berliner gewannen in
Aarhus gegen das Boxteam Nord (2:8)
mit 12:11. Die Dänen sind am 24.
April Gäste der Staffel von Motor
Babelsberg, die in der Endrunde mit
1:9 Punkten den letzten Platz
belegt.
Wer will schon Verlierer sehen?
Erstmals seit mehreren Jahren
zeigten viele Fans den Babelsbergern
die kalte Schulter und ließen viele
Plätze unbesetzt. Dabei hatten sich
die Motor-Kämpfer trotz der
Besetzungsprobleme einiges
vorgenommen. Doch in zwei Duellen
wurden die Athleten aus der blauen
Ecke vom Kampfgericht benachteiligt.
Athde Gashi war nach zwei Runden
gegen Rustam Rahimov (35) leicht im
Rückstand, drehte dann aber auf,
trieb den Gegner vor sich her und
deckte ihn mit langen Händen ein.
Der Fight wurde remis gewertet.
Schmeichelhaft für den
Olympia-Dritten von 2004 Rahimov,
der Runde drei nur mit
Schulterstoßen und Halten stehend
überstand. In der Halle entbrannten
ein Pfeifkonzert und „Schiebung“-Rufe.
Eigentlich war Gashi nur eine
Notlösung. Zuvor hatte er alle fünf
Kämpfe für Motor verloren. Der
Kosovo-Albaner war bereits am Montag
aus dem bayerischen Rosenheim
angereist. Der 20-Jährige, der die
mittlere Reife besitzt, hofft, bei
Toyota einen Ausbildungsplatz zu
ergattern.
Erneute „Schiebung“-Rufe erntete das
Kampfgericht (fünf Punktrichter aus
Schleswig-Holstein, je einer vom
Niederrhein und aus Brandenburg),
nachdem Rinat Karimov (Motor) mit
11:13 gegen Alexander Miller verlor.
„Rinat haut dem Gegner die Dinger an
den Kopf, und die Punktrichter
drücken einfach nicht“, schimpfte
Motor-Manager Ralph Mantau. Von
seinen Mannen gewann nur noch
Chladek Zdenek. Achim Möllenbeck und
André Kurz verloren nach Punkten,
für die hoffnungslos unterlegenen
David Kremers und Terence Vorrath
flog bereits in Runde eins das
Handtuch zum Zeichen der Aufgabe.
Die Bundesliga verläuft für Motor
enttäuschend, dennoch steht ein
weiterer Sponsor bereit. Somit
könnte der Etat von 60 000 Euro
erhöht werden. „Wenn wir dann
überhaupt in der ersten Liga noch
mitmachen“, meinte der missgelaunte
Mantau.
Zu den Bildern des Wettkampftages
Potsdamer Neueste Nachrichten
12.04.2010
"Mutmacher und
Pfeiffkonzert"
Babelsbergs Motor-Boxer unterlagen daheim dem Velberter BC, der
vorzeitig Deutscher Meister wurde, 10:12
von MICHAEL MEYER
„Eigentlich dachte
ich, ich hätte gesiegt“, wunderte sich Athde Gashi am Samstagabend nach
Motor Babelsbergs 10:12- Heimniederlage in der 1. Box-Bundesliga gegen
den Velberter BC. Velbert gewann im Babelsberger Toyota- Autohaus so
vorzeitig seinen neunten Deutschen Mannschaftsmeistertitel seit 1971 –
den achten in Folge – , kam gegen ersatzgeschwächte Gastgeber einige
Male aber beim Kampfgericht ausgesprochen gut weg.
Wie im Federgewichts-Kampf seines zweifachen Deutschen Meisters Rustam
Rahimov eben gegen Gashi. Der 22-jährige Rosenheimer im Motor-Dress
nämlich boxte beherzt und brachte den 35-Jährigen in dessen 281. Kampf
an den Rand einer Niederlage. Die wäre perfekt gewesen, wäre Rahimov in
Runde zwei nach drei Ermahnungen auch verwarnt worden. So aber wertete
das Kampfgericht Unentschieden (13:13). „Athde hat die taktische
Marschroute sehr gut umgesetzt“, lobte Motor-Trainer Ralph Mantau den
Kosovo-Albaner, der sagte: „Der Kampf heute gibt mir Mut für die
Zukunft.“
Im ersten Fight des Abends hatte sich auch Motors Bantamgewichtler Achim
Möllenbeck gegen den wesentlich erfahreneren Denis Makarov tapfer
behauptet, ohne die Punktniederlage (2:12) abwehren zu können. Artur
Schmidt vom VBC war im Leichtgewicht für André Kurz ebenfalls eine
Nummer zu groß (15:7), ehe Babelsbergs Tscheche Chladek Zdenek (Halbwelter)
mit seine 21:1-Punktsieg über Robert Tlatlik rund 300 Zuschauer jubeln
ließ. Ein gellendes Pfeifkonzert erntete das Kampfgericht anschließend
für den Alexander Miller (VBC) gegen Rinat Karimov zugesprochenen
Punktsieg (13:11) im Weltergewicht, denn Karimov war eindeutig besser.
Miller lief immer wieder in die langen Hände des Babelsbergers, und als
er in Runde zwei angeschlagen war, spuckte er seinen Mundschutz aus und
rettete sich in eine Verschnaufpause, statt verwarnt zu werden. „Ein
klares Fehlurteil“, meinte später auch Motors Schwergewichtler Vitalijus
Subacius, der sich gegen Erkan Teper mit einem knappen Punktsieg (12:10)
für die Niederlage im Hinkampf revanchierte. Zuvor mussten Motors David
Kremers (Mittel) und Terence Vorrath (Halbschwer) gegen Konstantin Buga
und Gottlieb Weiß schon in Runde 1 beziehungsweise 2 aufgeben.
„Wir haben in dieser Saison das fairste Publikum und das unfairste
Kampfgericht“, erklärte Ralph Mantau nach der 10:12-Niederlage mit einer
gewissen Resignation in der Stimme. „Wir werden uns noch überlegen, in
welcher Liga wir im nächsten Jahr boxen.“ Gleichwohl könne Motor dann
durch eine neue Sponsoren-Zusage seinen diesjährigen 60 000- Euro-Etat
weiter aufstocken. Zunächst aber wollen die Babelsberger am 24. April im
letzten Heimkampf der Saison gegen das dänische Boxteam Nord, das am
Samstag daheim in Aarhus 11:12 gegen Hertha BSC verlor, Tabellenplatz
vier noch verbessern. „Dann boxt wieder unser bestes Team“, so Mantau.
Auch Athde Gashi.
Märkische Allgemeine Zeitung
09.04.2010
Babelsberger Staffel will sich am Sonnabend gegen
Serienmeister Velberter BC teuer verkaufen
BOXEN:
Subacius brennt auf Revanche
Viermal nacheinander bekam
Schwergewichtler Vitalius Subacius in der
Internationalen Box-Bundesliga eins auf die Mütze.
Der Liebling der Fans von Motor Babelsberg
verzweifelte beinahe an den Wertungen des
Kampfgerichts. „So macht es mir hier keinen Spaß
mehr“, sagte er. Doch nach seinem Sieg im
Auswärtskampf gegen das Team Nord in Dänemark hellte
sich seine Miene wieder auf. Am Sonnabend brennt er
nun auf Revanche, wenn er mit der Motor-Staffel auf
seinen Bezwinger Erkan Teper vom Velberter BC
trifft.
Noch zweimal ertönt in dieser
Saison der Gong am Boxring im Babelsberger
Toyota-Autohaus. Morgen will sich Motor um 18 Uhr im
Rückkampf gegen den Titelverteidiger Velberter BC
teuer verkaufen. Am 24. April, ebenfalls 18 Uhr,
steigt der abschließende Kampf von Motor gegen das
Team Nord. Velbert führt in der Tabelle mit 8:0
Punkten vor Hertha BSC (5:3), dem Team Nord (2:6)
und Motor (1:7). Serienmeister Velbert könnte am
Sonnabend erneut schon alles klarmachen vor dem
Rückkampf bei Hertha BSC (17. April).
„Trotz der enttäuschenden
Platzierung wollen wir unserem Publikum gegen den
Meister etwas bieten“, sagt Motor-Manager Ralph
Mantau. Sein Optimismus hält sich allerdings in
Grenzen, denn es fehlen drei Asse. Marcel Schneider
boxt in Moskau, Eugen Burhard in China, und Sadula
Abdulai ist nach seiner K.-o.-Niederlage in Velbert
noch gesperrt.
12:12 trennten sich beide
Parteien vor einem Jahr im Autohaus. Damals hatten
Schneider im Bantam- und Wilhelm Gratschow im
Federgewicht mit ihren Siegen gegen den EM-Dritten
Denis Makarov sowie Rustam Rahimov, Olympia-Dritter
von 2004 in Athen, für großen Beifall gesorgt. Jetzt
knabbert Motor an der 9:14-Niederlage in Velbert vor
einigen Wochen, wo nur Rinat Karimov gewann. Er
könnte erneut für einen Erfolg gut sein, dazu der
Tscheche Zdenek Chladek und Subacius. „Vielleicht
wächst noch einer unserer jungen Burschen über sich
hinaus“, hofft Mantau. „Dann könnte sogar ein
erneutes Unentschieden drin sein.“
Babelsbergs Macher verriet die
Besetzung ebenso wenig wie Velberts Coach Mike
Hanke, der aus Geltow stammt. „Wir wollen in
Babelsberg in der Meisterschaft alles klar machen
und pokern noch“, sagte der 40-jährige
Vize-Weltmeister von 1997, der auch noch
Nationaltrainer von Österreich ist. Hanke war 1994
als Aktiver nach Velbert gegangen, stieg 2003 als
Trainer ein und absolviert jetzt ein dreijähriges
Fernstudium an der Sporthochschule Köln mit dem
Abschluss als Diplomtrainer.
Hanke und Mantau trafen sich in
der vergangenen Woche im Potsdamer Kongreßhotel auf
ein Glas Osterwasser. Ein Gesprächsthema waren die
Kampfrichter. Die 3:3-Ansetzungen mit Unparteiischen
aus den Landesverbänden der jeweiligen Vereine
stießen in dieser Saison bei Mantau sauer auf. Hanke
räumte Fehlurteile ein, stellte aber Mantau die
Gegenfrage: „Sollten bei den Kämpfen in Polen und
Dänemark Kampfrichter aus dritten Ländern
eingeflogen werden? Das würde die Vereine zusätzlich
5000 bis 6000 Euro kosten.“
Mit 1:14 Punkten hatte Subacius
bei Motors Hinkampf in Velbert gegen Teper verloren.
„Die Wertung fiel zu hoch aus, aber Teper gewann
verdient“, meint Hanke.
Märkische Allgemeine Zeitung
29.03.2010
Babelsberg verliert beim Team Nord 11:13
BOXEN/ Nur
drei Siege für Motor-Kämpfer
von DETLEF BRAUNE
Mit einer
Enttäuschung endete in der Endrunde der Internationalen Box-Bundesliga
der Ausflug der Boxer von Motor Babelsberg nach Dänemark. Die Staffel
verlor vor 400 Zuschauern in Skive auf Jütland gegen das Team Nord mit
11:13. Damit blieben die Babelsberger im neuen Jahr sieglos und fielen
auf den letzten Tabellenplatz zurück. Der Velberter BC hat die Nase vorn
mit 8:0 Punkten vor Hertha BSC (5:3), dem Team Nord (2:6) und Motor
(1:7).
„Wir hatten
uns mehr ausgerechnet“, meinte der geknickte Motor-Manager Ralph Mantau.
„Bei einem Sieg wäre für uns in der Endabrechnung sogar noch Rang zwei
drin gewesen.“ Babelsberg boxt noch zweimal zu Hause, und zwar am 10.
April gegen Velbert und am 24. April gegen das Team
Nord.
Die Babelsberger hatten sich vor allem deshalb mehr
ausgerechnet, weil vier Boxer bestens vorbereitet anreisten. Marcel
Schneider, Eugen Burhard, Rinat Karimov und Terence Vorrath gehören zum
deutschen Nationalkader, der sich in der vergangenen Woche in Frankfurt
(Oder) auf Turniere in China und in Moskau vorbereitet hat. Doch von
ihnen gewannen in Skive nur Schneider und Burhard ihre Kämpfe. Dritter
im Bunde der in Dänemark nur drei siegreichen Motor-Fighter war Vitalius
Subacius. Der Schwergewichtler konnte nach vier Niederlagen endlich
wieder jubeln. Gegen den Dänen Peter Grahm stürmte er wie ein Stier
vorwärts, nahm den Gegner „auf die Hörner“ und gewann mit 14:4 Punkten.
Ausschlaggebend für die Niederlage der Gäste waren
die Auftritte von André Kurz und des sonstigen Siegboxers Karimov. Beide
büßten ihren knappen Vorsprung in der Schlussrunde durch Verwarnungen
ein. Karimov hatte Torben Keller, den besten dänischen Boxer, mit einer
Rechten umgehauen. Doch der Motor-Mann bekam wegen Herunterdrückens des
Gegners die Verwarnung. So wurde aus dem 8:7-Punktevorsprung am Ende ein
8:9.
Für
Niederlagen mussten neben Vorrath auch Athe Gashi und David Kremers
quittieren. Für den Babelsberger Mittelgewichtler Kremers war der aus
Schwerin stammende Stefan Alms eine Nummer zu groß. Die Ecke von Kremers,
der erst seit einem Jahr boxt und nun den 13. Kampf bestritt, gab nach
der ersten Runde auf.
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